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Dienstag, 4. August 2015

Landesssonderausstellung - Gallneukirchen


Die Landessonderausstellung in Gallneukirchen 

Thema "Soziale Sicherung in Österreich" 


Öffnungszeiten:
30 April bis 02. November 2015,
                            täglich von 09:00 - 18:00 Uhr
                         

Preise: Erwachsene 6 Euro
             ermäßigt 4 Euro

Adresse:
Ausstellungsbüro
Diakonissenhaus Bethanien
Hauptstraße 3, 4210 Gallneukirchen


Sozial - das ist ein großes Wort. Erst recht, wenn man es in einer Zeit wie heute nutzt; einer Zeit, in der man so viel über Krieg, Flüchtlinge und Menschenrechte liest, hört und sieht.
Aber die Thematik des "sozialen Lebens" hat sehr, sehr viele Seiten und Winkel, aus denen man sie betrachten kann. Staat, Versicherungen, private Einrichtungen und und und... als "Gegenpart" stehen oft Armut, Krankheit und Behinderung. Das alles sind große Worte, die uns alle aber betreffen. Die Landessonderausstellung in Gallneukirchen hat sich der Thematik der Geschichte und der Gegenwart der sozialen Sicherung angenommen, zeigt die Stärken und Schwächen sowie die Entwicklung unseres Systems auf.

Die Lokalität - das Diakoniewerk in Gallneukirchen - ist nicht zufällig Ausstellungsort, sondern seit jeher eng mit dem Thema verbunden. Das Diakoniewerk versteht sich als Sozialunternehmen, das nicht nur denen Raum und Ausdruck gibt, die sonst durch den bekannten "sozialen Rost"fallen, sondern darüberhinaus auch für soziale Berufe, wie Behinderten- oder Altenbetreuung, ausbildet und dabei eine beeindruckende Geschichte aufweisen kann. So kann man sagen, dass es wohl keinen geeigneteren Ort gibt, um diese Thematik dem Besucher bekannt zu machen. Die Landessonderausstellung steht unter dem Motto "Hilfe. LebensRisiken LebensChancen".


Zu Beginn liegt der Fokus auf Entwicklung und Geschichte der sozialen Leistungen, wie etwa Krankenversicherung oder Arbeitslosengeld. Ich selbst habe mich ertappt, einiges beinahe für selbstverständlich zu halten - dass dies nicht so ist, wird einem hier vor Augen geführt. Die damaligen Sorgen und Kämpfe mit sozialer Ungerechtigkeit wirken teilweise befremdlich, werden aber durch Bild-, Video- und Tonmaterial anschaulich präsentiert. Weiters bekommt der Besucher auch Einblick in das Ausmaß der Krankenversicherung heutzutage, was auch sehr interessant ist... denn: Wer hat sich denn schon mal überlegt, wie viel denn die Blinddarmoperation oder eine Diagnostik mittels MRT-Bilder kostet? Die Antwort und noch sehr viele weitere Beispiele findet man in der Ausstellung. Zuletzt begegnet man in der Landessonderausstellung schließlich denjenigen, die von unserem System und auch von uns selbst oftmals vergessen oder verdrängt werden: Menschen mit Beeinträchtigungen, die so unterschiedlicher Natur sein können. Verschiedene Personen und Organisationen sowie Ausbildungsstätten werden vorgestellt, die sich diese Plattform mehr als verdient haben, wie ich finde. Durch kurzweilige Videos bekommt der Besucher einen umfassenden Eindruck, welch großartige Leistungen Menschen mit Beeinträchtigung leisten und vor allem wie erfüllend und harmonisch das Zusammenleben an diesen Orten sein kann, wenn nur jeder den anderen respektiert.

Als Abschluss darf man noch den farbigen Sticker, den man zu Beginn bekommen hat, an eine Wand kleben... man sieht bereits, dass all die Sticker zuletzt eine Wand voller Menschen zeigen sollen, die ganz unterschiedlich sind. Groß, klein, im Rollstuhl oder auf beiden Beinen....
... denn wir sind alle Menschen! Jeder, absolut jeder sollte ein Recht auf ein Leben ohne Bevormundung und Hass haben und es wäre so einfach, dies zu erreichen, würden wir nur alle den anderen ein Stück weit einfach so nehmen, wie er ist. Diese Botschaft ist einer der zentralen Kerne der Landessonderausstellung und sie ist, wie ich finde, aktueller denn je! Allein deshalb ist ein Besuch mehr als empfehlenswert!

Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte / keine Kritik
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10 Punkte

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