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Dienstag, 30. Juni 2015

Englischer Garten - München

Der Englische Garten in München
 
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Englischer_Garten_from_Monopteros.JPG (c) by Ludmila Pilecka
 
Der Englische Garten ist eine 375 ha große Parkanlage im Norden von München, direkt an der Isar gelegen und gehört damit zu den größten Parkanlagen der Welt. Er zählte zu einer der ersten kontinentaleuropäischen Parkanlagen, die von jedem betreten werden durften. Er wurde 1789 als erster Anlage dieser Art in Europa eröffnet. Im Englischen Garten findet man Seen, Bäche aber auch Bauwerke wie den Chinesischen Turm, das Rumfordhaus, das Teehaus oder das Monopteros. 1972 wurden im Englischen Garten im Rahmen der Olympischen Spiele die Bogenschützenwettbewerbe ausgetragen. Der Park ist einfach riesig und sicherlich jeder findet dort etwas was ihm gefällt. Man kann sogar im Englischen Park surfen.

Montag, 22. Juni 2015

Bergbau Museum und Besucherbergwerk Kupferberg


Bergbau Museum und Besucherbergwerk Kupferberg


Öffnungszeiten:
Mittwoch-Sonntag von 10.00–17.00 Uhr Führungen zu jeder vollen Stunde oder nach Bedarf
Vom 2. November bis 15. März geschlossen.


Eintrittspreise:

Erwachsene                                                                                  6€
Ermäßigt                                                                                       5€

 

Kontakt:
 

Bergbau Museum Kupferberg e.V.
Kirchplatz 3
95362 Kupferberg

Besucherbergwerk
Wirsberger Weg 34
95362 Kupferberg

 




Der Name der kleinsten Stadt Bayerns verrät bereits, dass es hier einst sehr große Kupfervorkommen gab. Das Bergbaumuseum und der Besucherstollen soll an die Geschichte des ältesten Erwerbszweig in Frankenwald und Fichtelgebirge erinnern.
 
Das Museum zeigt die verschiedenen Erze und Mineralien die hier abgebaut wurden oder immer noch werden. Ein sehr wichtiger Aspekt spielt hierbei die geschichtliche Entwicklung des Bergbaus in der Region um Kupferberg. Mit Modellen wird nachgestellt wie die Arbeit im Mittelalter unter Tage aussah und auch die Förderanlagen wurden in Miniaturform nachgebaut. Dazu wird das ganze noch atmosphärisch untermalt, indem das Museum einem Stollen nachempfunden wurde, unterlegt mit Klängen von Hammer auf Stein und tropfendem Wasser in einer Höhle. Zum Schluss kann man einen Blick in einen erhaltenen Stollen werfen, der schon einen Vorgeschmack auf das im Besucherbergwerk gibt.

Seit April 2015 ist Bergbau der Region noch ansehnlicher geworden durch die Eröffnung der St.-Veit-Zeche. Ein 200m langer Rundweg führt vorbei an alte Stollen in denen einst Kupfer abgebaut wurde. Aus Sicherheitsgründen sind die meisten Stollen nicht begehbar oder man kommt nur ein paar Meter hinein. Dieses Defizit wird aber durch die Nachstellung von Arbeitern und ihren Gerätschaften wieder wettgemacht. Gezeigt werden Arbeiter wie sie zu Beginn des Bergbaus gearbeitet haben und später die Arbeit durch Presslufthammer und Sprengstoff erleichtert wurde. Im Gegensatz zu anderen Besucherbergwerken ist der Rundweg selbst sehr bequem begehbar und soll sogar behindertengerecht ausgebaut werden.
Die Führungen durch das Bergwerk finden spontan statt ohne das eine Voranmeldung (außer bei größeren Gruppen) oder Mindestanzahl an Teilnehmern notwendig ist. Während der Führung wird auf die geologischen Hintergründe eingegangen aber vielmehr stehen die schwierigen Arbeitsbedingungen der Bergleute im Vordergrund. Für Geologieinteressierte sind zudem Sonderführungen möglich.

Ausgangswert 10 Punkte
 
- 1 Punkt für die Öffnungszeiten
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                                                                       9 Punkte

Das Bergbau Erlebnis Kupferberg ist nicht nur ein Werbeversprechen, es erfüllt dieses auch voll und ganz. Die Kombination aus Museum und Bergwerk vermittelt umfangreiches Wissen rund um den Bergbau sowohl zur Geologie als auch zur technischen Entwicklung und dem Leben der Bergleute. Und sollten danach noch Fragen offen sein, kann man sich jederzeit an das engagierte und gut informierte Personals des Vereins wenden.

 



                   

Montag, 15. Juni 2015

Plassenburg - Kulmbach

Die Plassenburg in Kulmbach



Öffnungszeiten: April - Oktober 9 - 18 Uhr täglich geöffnet
                            November - März 10 - 16 Uhr täglich geöffnet
                    
Preise: 7 € Burgkarte (Führung + alle Museen)

             4,50 € Burgführung (mit Armeemuseum)
             3,50 € ermäßigt

Die Plassenburg ist eine Befestigung der Renaissancezeit mit einer Höhenburg. Als einer der größten und imposantesten Renaissancebauwerke Deutschlands galt sie lange Zeit als Vorbild im Festungsbau.

Urkundlich wurde sie 1135 zum ersten mal erwähnt. Von 1338 bis 1791 war sie im Besitz der Burggrafen von Nürnberg und späteren Marktgrafen aus Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern. Teilweise Zerstört wurde die Plassenburg im Zweiten Marktgrafenkrieg 1554 und 1806 von niemand geringerem als Napoleon. Danach diente die Burg als Lazarett, Gefängnis und Kriegsgefangenenlager. 1929 kam sie in den Besitz von Bayern. Heute sind in der Burg das Deutsche Zinnfigurenmuseum (haben wir nicht angeschaut), das Armeemuseum Friedrich der Große & Hohenzollern sowie das Landschaftsmuseum Obermain untergebracht.

Nachdem wir von der sehr unfreundlichen Kassiererin den Weg beschrieben bekamen, ging es mit der Führung im 1. Stock der Plassenburg los. Die Führerin beschreibt einem bei einem Rundgang die Hohenzollern in Franken und geht dabei natürlich vor allem auf die Plassenburg ein. Leider sind kaum original Möbel übrig, die Zimmer wurden neu eingerichtet. Die Führung war sehr interessant und kompetent, kann man nur loben. Danach kann man sich noch das Armeemuseum anschauen. Waffen aus verschiedenen Epochen wurden auf 32 Vitrinen ausgeteilt. Ganz nett anzuschauen. Zum Schluss schauten wir uns noch das Landschaftsmuseum Obermain an. Dort werden kulturgeschichtliche Exponate aus dem Obermaingebiet und der Stadt Kulmbach gezeigt. Von der Erdgeschichte, über Archäologie bis zur Stadtgeschichte. Leider ist das Museum selber etwas in der Zeit stehen geblieben und hätte eine Modernisierung dringend notwendig. Die jetzige Gestaltung ist altmodisch und eben auch langweilig (Text, Text, Text, Text, Exponat, Text, Text, Text, Text).

Die Plassenburg bietet von außen einen mächtigen und faszinierenden Blick. Leider kann sie das von Innen nicht ganz halten. Trotzdem absolut Sehenswert!

Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte für das Landschaftsmuseum
- 1 Punkt für die Kassiererin
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7 Punkte

Freitag, 12. Juni 2015

Altstadt - Kulmbach

Die Altstadt von Kulmbach

 
Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:KulmbachRathaus.jpg (c) by Diabas

Kulmbach ist eine Große Kreisstadt mit ca. 26.000 Einwohner. Die Stadt ist vor allen wegen der vielen Brauereien, der Plassenburg und wegen der in Kulmbach produzierten Bratwurst bekannt.

Aufgrund der fast kompletten Zerstörung durch ein Feuer von Kulmbach am Konraditag 1553 ist es falsch, von einem mittelalterlichen Stadtzentrum zu sprechen. Vielmehr wird das Stadtbild von Bürgerhäusern der Renaissance und Barock geprägt. Trotzdem sind noch einzelne Gebäude aus dem Mittelalter erhalten. Zum Beispiel Teile der Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert oder die Petrikirche. Den Zweiten Weltkrieg überstand Kulmbach fast unbeschadet. Kulmbach ist somit definitiv einen Besuch wert.

Montag, 8. Juni 2015

Besucherbergwerk - Goldkronach

Das Besucherbergwerk "Mittlerer Stollen" in Goldkronach
 

Öffnungszeiten: Sonntag 11 - 17 Uhr
Preise: Erwachsene 3,50 €
 
 
Selten fiel es mir so schwer einen Artikel zu schreiben, wie hier. Das Besucherbergwerk verfügt über keine eigene Website, und ist im gesamten Netz auch nur sehr schwer zu finden. Auf der Website von der Stadt Goldkronach findet man die Öffnungszeiten und die Preise. Fahren Sie am Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr durch Goldkronach folgen Sie einfach den Schildern Besucherbergwerk, ausgeschildert ist es sehr gut, sogar mit Öffnungszeiten. Hat man nun zum Besucherbergwerk gefunden, wird man in einer Hütte empfangen. Hier darf man dann soviel Zeit verbringen bis der Bergwerksführer mit der vorherigen Führung fertig ist. Die ersten 25 Minuten können gut mit einem Film überbrückt werden, danach sinkt das Niveau aber ziemlich tief. Die Dame an der Kasse hatte erst ihren zweiten Arbeitstag (was wohl mit der alten passiert ist?) und konnte einem keine einzige Frage zu dem Bergwerk beantworten, da war sie ja noch nicht drin. Und die Hütte wurde auch erst neu gebaut.. 2007 glaubt sie. Anzurechnen ist dabei, dass auch Führungen für Einzelpersonen gemacht werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann endlich der Bergwerksführer. Danach der nächste Schock, er redete eine Mischung aus Kauderwelsch und Oberfränkisch. Das Goldbergwerk entschädigt aber für alle anderen Umstände. Es führt aus geraden Weg etwa 200 Meter in das Berginnere. Dabei ist es so dunkel und eng, das man eine Lampe tragen muss. Was den Bergwerksführer nicht daran hinderte gefühlt einen neuen Durchquerungsrekord zu schaffen, zum Glück kann man sich aber nicht verlaufen. Der Anblick im Inneren des Berges ist definitiv empfehlenswert und faszinierend. Allerdings wird mit allem anderen so Unprofessionell umgegangen, das man sich wirklich überlegen muss ob man das Besucherbergwerk besuchen will.
 
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 5 Punkte für die Öffnungszeiten
- 1 Punkt für die fehlende Website
- 0,5 Punkte für das Personal
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3,5 Punkte

Donnerstag, 4. Juni 2015

Goldbergbaumuseum - Goldkronach

Das Goldbergbaumuseum in Goldkronach


Öffnungszeiten: April - 3. Advent
                            Sonntag und Feiertage 13 - 17 Uhr

Preise: Erwachsene 2 €
            ermäßigt 1,50 €

Adresse: Bayreuther Straße 21
                95497 Goldkronach

Die Ausstellung im Goldbergbaumuseum beginnt mit der Stadtgeschichte von Goldkronach. Nein ihr habt euch nicht verlesen, Goldkronach das rund 3.500 Einwohner hat, ist tatsächlich eine Stadt. 1365 wurde in einer Urkunde niedergeschrieben: das "Goldkronach in aller Zukunft das Stadtrecht bekommt und erhält, auch wenn der Bergbau zum Erliegen kommen sollte". Genau so kam es dann auch. Nach einer Blütezeit im 14. und 15. Jahrhundert setzte der Niedergang des Goldbergbaus ein. Ein letzter Versuch die alten Goldminen wieder zu Beleben, fand im 20. Jahrhundert statt. Aber auch dieser Versuch wurde 1925 aufgegeben.

Danach beginnt die Ausstellung über den Bergbau. Angefangen mit der Geologie, über den Historischen Bergbau kommt man "Unter Tage". Hier wurde ein kleiner Stollen nachgebildet. Auch der Bergsteiger an sich ist ein Thema. Ziemlich zum Schluss wird das Thema Alchemie aufgegriffen. Ganz zum Schluss kann man die fertige Goldverarbeitung bestaunen. Das Museum ist gut genug um sich über das Thema zu informieren, aber nicht gut genug um zu begeistern. Die Öffnungszeiten sind natürlich miserabel, der Eintrittspreis ist fair.

Ausgangswert 10 Punkte
- 5 Punkte für die Öffnungszeiten
- 0,5 Punkte für die Ausstellung
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4,5 Punkte

Montag, 1. Juni 2015

Porzellanikon - Selb

Porzellanikon Selb
 
 
 
Adresse: Porzellanikon - Staatliches Museum für Porzellan
                Hohenberg an der Eger / Selb
                Werner Schürer-Platz 1
                95100 Selb
 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 17 Uhr.
Montags geschlossen.


Eintrittspreise
 
Einzelkarte 5,00 € / 4,00 € ermäßigt
Kombikarte mit dem Porzellanikon Hohenberg a. d. Eger erhältlich:
Erwachsene 6,50 € / 5,00 € ermäßigt
An allen Sonntagen ermäßigter Eintritt 1,00€.

 
Selb wird auch als Stadt des Porzellans bezeichnet. Große Namen wie Hutschenreuther und Rosenthal hatten hier ihren Firmensitz. Und auch wenn heute der Großteil der Industrie zusammen gebrochen ist, erinnert in der Stadt und Umgebung noch viel an die Blütezeit des „weißen Goldes“. Dias wichtigste Kulturgut ist das staatliche Museum für Porzellan in Selb und Hohenberg a.d. Eger. Dieser Bericht beinhaltet das Porzellanikon bei Selb. Eingerichtet wurde das Museum in einem 1969 stillgelegten Werk der Firma Rosenthal. Rund 8000qm des Standortes werden heute als Grundstück für drei verschiedene Museen genutzt, nämlich dem europäischen Industriemuseum für Porzellan, dem europäischem Museum für technische Keramik und dem Rosenthal Museum. Ein Rundgang führt durch sechs Hallen mit mehreren Etagen.

Zunächst wird die Herstellung des Porzellans aus den Grundstoffen Kaolin, Quarz und Feldspat erläutert. Dabei wird auch auf die Entwicklung der Herstellungstechnologien eingegangen. Erhaltene Maschinen und Einrichtungen sorgen für ein lebhaftes Bild der Herstellung. Dann erfolgt für den Besucher ein etwas wirrer Gedankensprung, denn der Rundgang führt von alten Filterpressen und Brennöfen plötzlich in die Moderne. Jetzt befindet man sich in dem Teil, in dem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Keramik gezeigt werden. Von Prothesen über Autoteile bis hin zu Hochspannungsleitungen. Ein bisschen selber ausprobieren darf man hier auch. Wenn man sich darüber einen Eindruck verschafft hat, führt der Rundgang zurück zu Dampfmaschinen. In Halle drei und vier wird einem empfohlen von oben nach unten durchzugehen. Warum hat sich nicht erschlossen, denn auch hier gibt es keinen stimmigen Aufbau der Ausstellung. In diesen Hallen wird sich der Bearbeitung des Porzellans von der Rohmasse bis hin zum fertigen Geschirr oder Figur gewidmet. Dies wird alles sehr anschaulich durch nachgestellte Arbeitsplätze, Bildern und Filmen dargestellt. Infotafeln und Monitore mit Touchscreens sorgen dafür, dass die Besucher rundum informiert sind. Auch das Menschliche kommt nicht zu kurz. Eine Ausstellung über die Porzelliner zeigt das Leben der Angestellten während und nach der Arbeit. Auch Porzellan als Kunst kommt nicht zu kurz, es werden Modelle und Kunstwerke gezeigt die aus Porzellan gefertigt sind. Zu guter Letzt gibt es dann noch eine Ausstellung über die Geschichte der Firma Rosenthal selbst.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den unlogischen Aufbau
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9 Punkte
 
Den Aufbau des Porzellanikons hätte man von den Ausgangsstoffen bis hin zum fertigen Produkt logischer gestalten und die technischen Anwendungen ans Ende stellen können. Aber dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt eines ansonsten rundum gelungen Museums. Das Thema Porzellan scheint auf den ersten Blick nicht viel als Ausstellung herzugeben aber man wird überrascht von der Vielseitigkeit der Aufarbeitung. Obendrein ist die Anschaulichkeit durch Nachstellungen und Einbindung von Medien gegeben. Wer sich alles intensiv betrachtet, kann schon einen halben Tag im Museum verbringen. Danach sind (fast) alle Fragen zum Thema Porzellan erschöpft.