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Donnerstag, 28. Mai 2015

Eremitage - Bayreuth

Die Eremitage in Bayreuth
 
Die Innere Grotte im Alten Schloss. (C) by Dieter Müller. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Inneres_der_Grotte.JPG
 
Öffnungszeiten: April - September 9 - 18 Uhr täglich
                            1. - 15. Oktober 10 - 16 Uhr täglich
                            16. Oktober - März geschlossen
 
                            Führungen täglich alle 45 Minuten (Dauer 60 Minuten)

Preise: 4,50 € Erwachsene
             3,50 € ermäßigt

Adresse: Eremitage 4
                95448 Bayreuth
 
Die Eremitage ist eine ab 1715 entstandene historische Parkanlage mit Wasserspielen. Dort befindet sich auch das Alte Schloss. Das Schloss ist eine Vierflügelanlage mit einem kleinen Innenhof. In den beiden Seitenflügeln befinden sich je zwölf kleine Räume für die "Eremiten" bzw. Einsiedlerdamen. Der quer dazu verlaufende Nordflügel enthält einen prächtigen Prunkraum, mit seitlichen großzügigen Wohnungen für den Marktgrafen und die Marktgräfin. Das Marktgrafenpaar und der Hofstaat spielten quasi das Eremitenleben nach. Tagsüber hielt man sich wie Einsiedler allein im Wald auf. Abends wurde das Abendessen gemeinsam im Schloss eingenommen. Aus diesem Grund erhielt die Anlage den Namen Eremitage. 1740 wurde die Innere Grotte im Schloss eingerichtet, ein mit Glasschlacken und Muscheln verkleideter Raum, in dem aus mehr als 200 Düsen Wasser spritzen kann. Dieses Highlight erlebt man im Rahmen einer Führung, und es ist absolut sehenswert! Im 18. Jahrhundert verlor Bayreuth den Titel als Residenzstadt und somit stark an Bedeutung. Somit benötigte man auch keinen Lustgarten mehr, und verwendete ihn zum Teil für landwirtschaftliche Zwecke. Am 14. April 1945 zogen sich die restlichen deutschen Truppen aus Bayreuth zurück in die Eremitage. Während Bayreuth kampflos fiel, wurde in der Eremitage die Orangerie und der Sonnentempel zerstört. Auch das Alte Schloss wurde beschädigt. Der Wiederaufbau der zerstörten Gebäude folgte nur noch äußerlich. Danach wurde ein großer Teil der früher veräußerten Grundstücke zurückgekauft und verloren gegangene Parkteile neu angelegt. Man versuchte dabei den Park, so wie zur Zeit der Marktgrafen, wiederherzustellen. 2005 - 2010 wurde das Alte Schloss umfassend saniert. Somit wurden der Marmorsaal, das chinesische Spiegelkabinett und das japanische Lackzimmer wieder zu besichtigen. Die Führung ist dabei sehr zu empfehlen. Einen Kritikpunkt konnten wir dabei nicht finden.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte Abzug / keine Kritik
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10 Punkte
 
 
Das Alte Schloss. Bildquelle: Dieter Müller http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blick_vom_Innenhof_auf_die_Eremitage.JPG


Montag, 25. Mai 2015

Deutsch-Deutsches Museum - Mödlareuth

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Kontakt
Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13
95183 Töpen

www.museum-moedlareuth.de


Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
1. März bis 31. Oktober 9.00 bis 18.00 Uhr
1. November bis 28. Februar 9.00-17.00 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene 3,00€
Ermäßigt 2,00€

Im Preis enthalten sind: Zugang zum Freigelände, Besuch der Ausstellungen, Museumskino mit Film »Alltag an der Grenze« (deutsch, englisch und französisch) zu jeder vollen und halben Stunde.



Mödlareuth ist ein kleines Dorf nahe Hof das zum Symbol der deutschen Teilung wurde. Es wurde auch „Little Berlin“ genannt, denn genau wie in Berlin teilte die Mauer die Gemeinde in Mödlareuth-Ost (zur DDR gehörend) und Mödlareuth-West (zur BRD gehörend). Der Tannbach, der durch Mödlareuth fließt, bildete dabei die Grenze zwischen den Staaten. Zunächst bildete er nur die Demarkationslinie zwischen den beiden Besatzungszonen aber nach der Errichtung der beiden deutschen Staaten, bildete der Bach die Trennlinie des Ortes. War die Grenze zunächst nur mit einen Schlagbaum gesichert, begann 1952 mit dem Bau eines mannshohen Bretterzaunes die Abriegelung des östlichen vom westlichen Teil. 1966 wurde die Teilung dann durch die Errichtung der 700m langen Betonmauer abgeschlossen und bestand bis zum 9.Dezember 1989.

Nach der Öffnung der Grenzen wurde ein Teil der Mauer als Mahnmal stehen gelassen und ist heute Teil des Freigeländes vom Museum. Dort sind Sperrzone und Schutzstreifen rekonstruiert und man kann Überwachungseinrichtungen betrachten. Zusammen mit der Dauerausstellung zur Teilung Mödlareuths bekommt der Besucher einen sehr genauen Einblick wie das Alltagsleben durch die Trennung beeinflusst wurde. Auch auf die geschichtliche Entwicklung der Teilung wird sehr genau eingegangen und mit Bildern, Texten und Filmen dokumentiert. Ergänzt wird das Ganze durch eine Ausstellung von Grenzfahrzeugen. Neben der Dauerausstellung gibt es verschiedene Sonderausstellungen, diesmal eine Zur Flucht über die Prager Botschaft im Herbst 1989. Dieser Teil des Museums besteht zum Großteil aus zu viel Text und zu wenigem Ausstellungsobjekten. Man muss schon sehr viel Interesse für dieses Thema aufbringen um sich die ganzen Informationstafeln durch zu lesen. Aufgelockert wird das dann aber wieder durch einen Film der auch über die Flucht berichtet.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte für die Sonderausstellung
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8,5 Punkte



Das Deutsch-Deutsche Museum ist eine gelungene Erinnerung an die Zeit der deutschen Teilung. Es steht weniger Politik im Vordergrund als viel mehr die Beeinträchtigung des Alltagslebens der Bewohner von diesem Ort. Nur der Sonderausstellung könnte man mehr Leben einhauchen. Die Themen der Sonderausstellungen sind auf der Website des Museums abrufbar. 

Mittwoch, 20. Mai 2015

Stadtkirche - Bayreuth

Die Stadtkirche von Bayreuth
 
Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stadtkirche.JPG (c) by Schubbay
 
Die Stadtkirche von Bayreuth ist eine dreischiffige evangelische Basilika im spätgotischen Stil und die größte Kirche der Stadt. Die Kirche wurde am 1. Advent 1614 eingeweiht. 1634 durchschlug eine Kanonenkugel im Dreißigjährigen Krieg, richtete aber trotz vollbesetzter Kirche keinen Personenschaden an. Von 2006 - 2014 wurde die Kirche renoviert. Zur Innenausstattung zählt ein Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert, ein neugotischer Taufstein, ein Altarkruzifix, zwei Sandsteinreliefs und mehrere Gemälde.

Montag, 18. Mai 2015

Innenstadt - Bayreuth

Die Historische Innenstadt von Bayreuth
 
 
 
Die Historische Innenstadt in Bayreuth darf nicht mit dem weit außerhalb gelegenen Stadtteil Altstadt verwechselt werden. Deswegen der Name Innenstadt. Der Name Altstadt für den Stadtkern wäre in diesem Fall irreführend.
 
Ältestes Gebäude der Stadt ist die Stadtkirche. Auch die gegenüberliegenden Häuser gehören zu den ältesten der Stadt. Eines der schönsten Bürgerhäuser Bayreuths, die Mohrenapotheke lässt sich auf das Jahr 1610 zurückdatieren. Aus der Zeit der Marktgrafen stammen das Alte Schloss und das Neue Schloss. Besonders Erwähnenswert ist das Markgräfliche Opernhaus, das Wilhelmine zwischen 1744 und 1748 erbauen ließ. Es zählt zu den wenigen im Original erhaltenen Theatergebäuden in Europa. 2012 wurde das Opernhaus Weltkulturerbe. Im Zweiten Weltkrieg wurde Bayreuth zu großen Teilen zerstört. Der historische Stadtkern ist dabei erstaunlich gut davon gekommen. 

 


Dienstag, 5. Mai 2015

Reiterlebnis Südtirol - Kulturtipp

Das Glück der Erde …
liegt auf dem Rücken Südtirols blonder Pferde!



Diesen Beitrag möchte ich als kleine Ergänzung zu unserer Bozen-Kulturtipps schreiben und richte mich damit an alle Pferdefreunde, die gerne hoch zu Ross durch die Natur streifen.


Berge, deren Spitzen gefühlt bis in den Himmel ragen; Täler, die voller Leben in den „Adern“ der Städte, den Straßen, pochen; Hügel, die oftmals die kostbaren Frucht- und Weinschätze Südtirols beheimaten... man könnte unzählige Zeilen über die landschaftlichen Gegebenheiten dieses wunderbaren Fleckchens schreiben.
Kurz: In Südtirol (in diesem Fall Bozen Umgebung / Jenesien betreffend) gibt es wunderschönes zu entdecken. Neben der wunderschönen Stadt sind dies vor allem die umliegenden Berge, Hügel und Dörfer.
Zusätzlich wunderbare, kleine bis mittelgroße Pferde, die trittsicher über Stock und Stein laufen, deren Freundlichkeit, Geduldigkeit und Vielseitigkeit sie auszeichnet und die mit ihrem honigfarbenen Fell und der blonden Mähne wahrliche Hingucker sind – die Haflinger!
Mehr braucht es nicht, um das Herz eines jeden Pferdefreundes höher schlagen zu lassen.

Als passionierte Reiterin und bekennendem Fan dieser Rasse war es natürlich ein Muss, die Umgebung auch auf dem Pferderücken zu erkunden.
Gesagt, getan.
Ich wurde im Internet auf einen Stall in Jenesien aufmerksam, vereinbarte einen zweistündigen Ausritt.
An einem wechselhaften, aber durchaus warmen Tag war es dann soweit. Mit Bussen kommt man relativ gut zu den diversen Ställen, wobei natürlich die meisten Reiturlauber mit dem Auto unterwegs sind.

Der erste Eindruck war bereits durchweg positiv. Die Ställe sind doch etwas anders, als man sie in Österreich und Deutschland kennt. Rustikaler vielleicht, bestimmt aber überschaubarer.
Überall begegnen einem die Haflinger, die Blondschöpfe, die diese Umgebung so sehr geprägt haben.
Meran zum Beispiel wird überhaupt als eine „Haflinger-City“ bezeichnet. Große nationale Zuchtveranstaltungen finden regelmäßig statt und selbst das Haflinger Europachampionat wurde bereits dort ausgetragen.
Meine vierbeinige Partnerin hieß passenderweise „Löwenherz“, war ein kompaktes, hübsches und sehr freundliches Pferd.

Rückblickend kann ich über den Namen nur schmunzeln, passender hätte man die Stute nicht nennen können.
Der Ausritt führte durch märchenhaft schöne Wälder, über breite, sich der Hügellandschaft anschmiegende Wege und steile Hänge, die ein Gros der Fußgänger nicht im Traum nach unten gewandert wären.
Doch die kleine, fuchsfarbene Stute ließ sich nicht beirren. Trittsicher kletterte sie über jeden Hang, ich musste mich wirklich nur festhalten, den Rest erledigte sie zuverlässig wie von selbst.
Dazwischen immer wieder wirklich rasante Galoppstrecken – hätte meine kleine Stute Flügel, wären wir längst über den Wolken angekommen, mit solch einer Begeisterung flog sie fast schon über den Boden.

Viel zu schnell kamen wir wieder am Hof an und ich musste von der mutigen und freundlichen Löwenherz Abschied nehmen.

Ob es ein Wiedersehen gibt?
Vielleicht... denn eines ist sicher:
Hat einen die Gegend samt der charmanten, blonden Pferde einmal in den Bann gezogen, kommt man nicht mehr so leicht davon los!


Sonntag, 3. Mai 2015

Internationaler Museumstag

Der 38. Internationale Museumstag
 
http://www.museumstag.de/
Bild bitte anklicken
 
Am 17. Mai 2015 feiern die Museen den 38. Internationalen Museumstag. Unter dem Motto "Museum. Gesellschaft. Zukunft." darf man sich auf ein vielfältiges Programm, tollen Aktionen und spannenden Entdeckungen freuen. In der Datenbank findet Ihr welche Aktionen bei euch in der Nähe geplant sind: Datenbank


Freitag, 1. Mai 2015

Fugger Erlebnismuseum - Augsburg

Das Fugger Erlebnismuseum in Augsburg
 
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr
                           

Preise: Erwachsene 5 €
             ermäßigt 4 €

Adresse: Äußeren Pfaffengässchen 23
                86152 Augsburg
 
Das Fugger und Erlebnismuseum wurde Ende 2014 eröffnet. Neben dem Fugger Erlebnismuseum gibt es in Augsburg noch ein gesondertes Fuggerei-Museum. Das Erlebnismuseum widmet sich nur den Handelsdynastien der Fugger und Welser.

Die Fugger waren die bedeutendste Augsburger Kaufmannsfamilie des späten 15. und 16. Jahrhunderts. Weitere Themen sind ihre gesellschaftliche Netzwerke, Kommunikationsstrukturen und Handelsbeziehungen. Das Museum ist sehr neu und komplett interaktiv gestaltet. Das ganze ist gut gemeint, stellt sich aber als größte Schwäche des Museums raus. Durch Filme, Animationen und Erlebnisstationen bleibt die Geschichte der Fugger auf der Strecke, und dadurch das kaum Exponate zu finden sind, ist der Besuch nur sehr kurzweilig. Länger als 45 Minuten brauch man für das eher kleine Museum nicht einzuplanen. Viel schlauer ist man danach leider auch nicht. Somit ist das Museum nur für wirkliche "Fuggerfans" zu empfehlen. Auch die Wegbeschreibung ist sehr abenteuerlich. "Nur wenige" Schritte vom Dom entfernt enden in einem 10 minütigen Fußmarsch, wobei das Museum dabei nur mangelhaft angeschrieben ist. Die Mischung aus Exponaten und Erlebnismuseum wäre super, aber fast komplett auf original Stücke zu verzichten funktioniert überhaupt nicht.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 5 Punkte für die Ausstellung
- 1,5 Punkt für die Wegbeschreibung / Beschilderung
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4,5 Punkte
              
Das Fugger Erlebnismuseum ist eher gefloppt, als das es überzeugen konnte.