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Sonntag, 19. April 2015

Wikinger - Schallaburg

Die Ausstellung Wikinger auf der Schallaburg


 
 
 
Ausstellungsdauer: 28. März bis 8. November 2015
 
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 9 - 17 Uhr
                            Samstag, Sonntag, Feiertage 9 - 18 Uhr

Preise: Erwachsene 10 €
             ermäßigt 9 €
Auf der historischen Burg Schallaburg findet die Ausstellung Wikinger statt. In Kooperation mit dem Swedish History Museum, dem Museumspartner Innsbruck und dem Lokschuppen Rosenheim dokumentiert die Ausstellung aktuelle Erkenntnisse und den zeitgemäßen Blick der Wissenschaftler auf die Wikinger. Den gerade in den letzten Jahrzehnten haben wissenschaftliche Ausgrabungen und Forschungen die Vorstellung, die wir von der Epoche zwischen ca. 750 und 1100 n. Chr. in Skandinavien haben, erheblich verändert. Mit rund 500 Exponaten wird die bisher umfangreichste Wikinger Ausstellung außerhalb von Skandinavien gezeigt.

Die Wikinger nannten sich selbst gar nicht so. Auf "Viking" gehen bedeutete, eine weite Schiffsreise, einen Plünderungszug oder eine Handelsfahrt zu unternehmen. Auch Frauen und Kinder nahmen an diesen  Reisen teil. Dabei sind die gehörnten Helme eine Erfindung von Richard Wagner. Die Forschung gestaltet sich schwierig, da die Wikinger keine Aufzeichnungen führten. Bewiesen ist das die Wikinger an sehr viele Gottheiten glaubten. Sie dachten, dass die Götterwelt Asgard durch einen Regenbogen mit Midgard, dem Reich der Menschen verbunden sei. Göttinnen und Götter beschützten die Menschen vor Riesen, Trollen, Zwergen, Elfen und den Nornen, die das Schicksal der Menschen bestimmten. Durch die Wikinger entstanden zahlreiche Mythen und Sagen. Dabei scheint kaum ein Mythos so wandelbar wie jener der Wikinger. Jean-Jacques Rousseau erklärte die Wikinger zu "edlen Wilden" und Richard Wagner machte sie zu Vorzeige-Deutschen mit gehörnten Helmen. Die Nationalsozialisten mit der Führung Adolf Hitlers machte die Wikinger zu Vorbildern der deutschen Rassenlehre und finanzierte Ausgrabungen in Skandinavien.

Die Ausstellung ist nicht chronologisch geordnet, sondern man geht mit den Wikinger auf eine Reise. Das ganze ist als perfekter Rundgang gestaltet, lediglich das Fotografierverbot stört. Ansonsten ist die Ausstellung harmonisch und passt perfekt in eine alte Burg. Sehr sehenswert!
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
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9 Punkte

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