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Mittwoch, 7. Mai 2014

Veitsdom - Prag

Der Veitsdom in Prag
 
Der Veitsdom auf der Prager Burg ist die Kathedrale des Erzbistums Prag. Außerdem ist es das größte Kirchengebäude in Tschechien.
 
Der gotische Dom wurde ab dem Jahr 1344 im Auftrag von Karl IV. erbaut. Benutzt wurde er als Krönungskirche der böhmischen Könige. Die endgültige Fertigstellung der Kirche zögerte sich nach einer Bauunterbrechung im 15. Jahrhundert, bis in das Jahr 1929 hinaus. Am 29. September 1929 wurde der Dom zum tausendjährigen Todestag des Heiligen Wenzel eingeweiht. 1954 wurde der Dom der katholischen Kirche enteignet. Danach wurde ein 14 jähriger Rechtsstreit zwischen dem tschechischen Staat und der katholischen Kirche um das Eigentumsrecht wurde im Januar 2007 vom Obersten Gerichtshof zugunsten des Staates entschieden.
 
Im Inneren des Domes findet man eine reiche Ausstattung. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das in der Mitte des Chores errichtete Mausoleum der Habsburger. Von der barocken Ausstattung ist das Hochgrab des heiligen Johannes von Nepomuk besonders erwähnenswert. Auch jede Menge Reliquien werden im Dom aufbewahrt: Die Hunde des Heiligen Wenzel, das Schwert des Heiligen Stefan, ein Zahn der Heiligen Magarete, eine Rippe der Heiligen Sophie, ein Kleid der Jungfrau Maria, ein Splitter aus dem Kreuz Jesu, das Tischtuch des Heiligen Abendmahls und der Stab des Mose.
 
2010 wurde ein Eintrittsgeld für den St. Veit Dom eingeführt. Es gibt jedoch keine extra Eintrittskarte für den Dom, sondern die Kathedrale kann nur besichtigt werden, wenn man eine Eintrittskarte für einen kleinen oder großen Rundgang kauft. Doch dazu näheres im nächsten Artikel. Frantisek Kadlek, Leiter der Tourismus Behörde in Prag begründete dies:
„Der Grund für die Einführung des Eintritts sind die Bedingungen im Dom: Der historische Teil der Kathedrale ist an vielen Stellen sehr eng. Es ist notwendig, die Besichtigungen zu begrenzen, um das wertvolle Baudenkmal zu schützen.“

 Der Dom ist beeindruckend und einen Besuch definitiv wert. Man sollte allerdings mit großen Menschenmengen umgehen können. Ganz so schlimm, wie am Markusdom war es dann aber doch nicht.

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