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Donnerstag, 29. Mai 2014

Altstädter Rathaus - Prag

Das Altstädter Rathaus in Prag
 
Preise: Erwachsene: 100 CZK (ca. 4 €)
             Kinder: 50 CZK (ca. 2 €)

Öffnungszeiten:  Januar - Dezember
                             Säle: Montag 11 - 18 Uhr
                             Dienstag - Sonntag 9 - 18 Uhr
 
Adresse: Staroměstské náměstí 1/3

Das Rathaus in Prag ist eine der bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten der tschechischen Hauptstadt. Es befindet sich am Hauptplatz; Baubeginn dieses, der Renaissance sowie vor allem dem gotischen Stil zugeordneten Bauwerks, ist 1381. Steht man vor diesem Gebäude, fällt natürlich erst der imposante Rathausturm auf, den man auch über eine Vielzahl von Treppen oder barrierefrei über einen Lift, besichtigen kann.

Heute ist das Rathaus vor allem bei Hochzeitspaaren sehr beliebt, täglich finden hier mehrere Hochzeiten statt. Das Wahrzeichen - und damit auch das wohl meistfotografierte Touristenobjekt - ist die astronomische Uhr, die zum Rathaus dazu gehört. Sie gehörte allerdings nicht seit Beginn zu dem Gebäude, sondern wurde 1410 angebracht. Vor allem zu jeder vollen Stunde versammelt sich eine Touristenschar auf dem Platz vor der Rathausuhr - dann nämlich zeigen sich die 12 Apostel.
Neben ihnen veranschaulichen andere Figuren unter anderem auch den Tod und die Eitelkeit.
Die Uhr selbst  zeigt auch die Bewegungen von Sonne und Mond (bezugnehmend auch auf die Sternzeichen) und zählt allgemein zu den bedeutendsten astronomischen Uhren weltweit.

Zurück im eigentlichen Gebäude kann man als Tourist einer Führung durch die unterschiedlichen Säle und Stockwerke des Rathauses beiwohnen. Beginnend in den beeindruckenden Sälen erzählt jeder Raum und jedes Detail seine eigene Geschichte. Der Rathaussaal ist hierbei der bekannteste; er stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist seit jeher der Mittelpunkt dieses Hauses. Ein anderer berühmter Saal ist beispielsweise der Brožík-Saal, der zwar später als der Rathaussaal seine Bedeutung erlangte, aber nun durch die zwei großen Ölgemälde nicht weniger beeindruckend erscheint. Eines dieser Gemälde zeigt Georg von Podiebrads Wahl zum böhmischen König.

In den unterem Stockwerk befinden sich die unterirdischen Räume, die wieder aus ganz anderen Epochen stammen, was auch die Vielfalt und den kulturellen Reiz des Rathauses ausmacht. Diese unterirdischen, mittelalterlichen Gänge zeigen das damalige Leben in seiner Einfachheit, was aber keinesfalls mit Einfältigkeit verbunden werden darf. Man machte sich auch damals schon Gedanken um die Bauart - so wurden die Türen sehr niedrig gehalten und auch immer etwas unterhalb des Eingangsniveaus. Das hatte mehrere Gründe, unter anderem diente es auch dazu, dass fremde Menschen - wollten sie in ein Haus eintreten - immer in geduckter Haltung eintreten mussten und so auf diese Weise den Hausherren Respekt und Demut zeigten. Im Weiteren führt die Geschichte dieser unterirdischen Welt auch ein in die Bedeutung von Brunnensystemen und Vorrats- bzw. "Sicherheits"räumen.

Auf diese Art und Weise verbindet das Prager Rathaus verschiedene historische Epochen, die in den verschiedenen Räumlichkeiten ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Durch die wirklich exzellente Führung hat man das Gefühl, wahrhaftig einzutauchen in diese uns so fremden Welten und sie ein Stück weit besser kennen und verstehen zu lernen.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte / keine Kritik
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10 Punkte

Ein Muss für jeden Prag-Besucher!

Dienstag, 27. Mai 2014

Steinerne Brücke - Regensburg (Kulturtipp)

Die Steinerne Brücke in Regensburg
 

Die Steinerne Brücke ist neben dem Dom das Wahrzeichen von Regensburg. Die Brücke gilt als ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst. 2007 wurde sie für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst in Deutschland nominiert. Erbaut wurde die Brücke von 1135 bis 1146. Für rund 800 Jahre war sie die einzige Donaubrücke in Regensburg. 1633 wurde ein kleiner Teil der Brücke beim Anrücken der Schweden gesprengt. Die Lücke wurde erst 1791 komplett geschlossen. Seit 2010 wird die Brücke saniert. Im Februar 2013 wurde der Baufirma wegen wiederholter Bauzeitüberschreitung gekündigt. Anfangs sprach man davon das die Sanierung Ende 2014 abgeschlossen sein wird. Nun geht man von Mitte - Ende 2017 aus.
 
Über die Steinerne Brücke gibt es auch eine bekannte Sage: Der Brückenbaumeister schloss mit dem Dombaumeister eine Wette ab, wer zuerst sein Bauwerk fertiggestellt haben wird. Nachdem der Dombau wesentlich schneller vonstattenging, schloss der Brückenbaumeister einen Pakt mit dem Teufel, der ihm zur Seite stünde, wenn er die ersten drei Seelen bekäme, die über die Brücke gingen. Von nun an ging der Brückenbau sehr schnell voran, sodass die Brücke zuerst fertiggestellt wurde. Der Teufel forderte nun seinen Lohn, weshalb der Brückenbaumeister bei der Eröffnung erst einen Hahn, eine Henne und einen Hund über die Brücke jagen ließ. Aus Wut darüber versuchte der Teufel die Brücke zu zerstören, was ihm allerdings nicht gelang. Deshalb, so die Sage, hat die Brücke einen Buckel. Allerdings war die Brücke schon längst fertiggestellt, als 1273 der Bau des Doms begonnen wurde.

Freitag, 23. Mai 2014

Geister und Legenden Museum - Prag

Das Geister und Legenden Museum in Prag
 
 
 
Öffnungszeiten: Täglich von 10 - 22:00 Uhr
 
Preise: Erwachsene 150 Kronen (ca. 5,46 €)
            
Adresse: Mostecka 18, Praha 1
 
Im Geister und Legenden Museum trifft man auf die bekanntesten und interessantesten Geister & Legenden der Stadt Prag. Die Ausstellung ist in zwei Teile unterteilt. Im ersten Teil der Ausstellung wird man von Genius Loci Pragensis, dem Ortsgeist von Prag begrüßt. Hier kann man sich ein Ausstellungsbuch mitnehmen das die verschiedenen Geister & Legenden vorstellt, außerdem wird man über die Hintergründe des Entstehen und Erscheinen von Geistern informiert. Hier gibt es einige Mitmachstationen, die jede menge Spaß gemacht haben.

Der zweite Ausstellungsteil ist in einem historischen Kellergewölbe untergebracht. Dort findet man die unterirdische Geistergasse, hier findet man die bekanntesten Prager Geister, wie den "Kopflosen Tempelherrn, den "Türken von Ungelt, die Gnome der Prager Burg, die "Kopflose Laura". Auch allgemein bekannte Figuren wie der Teufel oder Golem fehlen nicht. Jeder einzelne Geist bezieht sich auf eine Prager Legende oder eine Geistersichtung. Allerdings wirbt das Museum mit dem Slogan "Taste the Atmosphere of Old Prague. Meet Real Ghosts Face to Face." Das passiert leider definitiv nicht. Wäre eine super Idee, wenn zwischen den Geistfiguren sich "echte Menschen" verstecken würden unm einem einen Schreck einzujagen. Passiert aber leider nicht. Das Museum ist auch sehr klein. Ein Besuch lohnt sich vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Der Eintrittspreis ist in Ordnung und fotografieren ist erlaubt.
 
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte dafür, dass es keine wirklich "echten" Geister gibt
- 1 Punkt für die geringe Größe
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7 Punkte
 
Das Geister und Legenden Museum hat definitiv einen eigenen Charme und ist mal etwas ganz anderes. Was man von dem Thema hält, muss jeder für sich selbst wissen.
 
 

Montag, 19. Mai 2014

Pulverturm - Prag

Der Pulverturm in Prag
 


Öffnungszeiten:  Januar, Februar, November, Dezember täglich 10 - 18 Uhr
                             März, Oktober täglich 10 - 20 Uhr
                             April - September täglich 10 - 22 Uhr
 
Preise: Erwachsene 90 Kronen (ca. 3,28 €)
             ermäßigt 65 Kronen (ca. 2,37 €)

Adresse: Na Příkopě, Praha 1 - Staré Město 110 00
 
Der Prager Pulverturm ist ein 65 Meter hoher gotischer Turm am Platz der Republik in Prag. Seinen Namen verdankt er dem Schwarzpulver, dass bis in das 17. Jahrhundert im Turm gelagert wurde. Der Bau wurde 1475 begonnen, aber erst 1886 vollendet. Lange Zeit hatte der Turm nur ein provisorisches Dach. Der Turm repräsentiert den Eingang in die Prager Altstadt.
 
Im Turm war eine Sonderausstellung zu sehen, die allerdings leider komplett in Tschechisch war. Der Aufstieg ist teilweise sehr steil und anstrengend. Oben angekommen wird man mit einem eher mittelmäßigen Blick "belohnt". Der Ausblick vom Rathausturm ist deutlich besser. Der Eintrittspreis ist für die gebotene Leistung in Ordnung.

Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte für die Sonderausstellung
- 1 Punkt für den mäßigen Ausblick
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7 Punkte
 
 
Wer sich für ältere Türme begeistert ist hier richtig aufgehoben, wer nur eine gute Aussicht möchte sollte lieber auf den Rathausturm gehen.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Prager Rathausturm

Der Prager Rathausturm
 

Öffnungszeiten: Montag 11 - 22 Uhr
                             Dienstag - Sonntag 9 - 22 Uhr

Preise: Erwachsene 120 Kronen (ca. 4 €)
             ermäßigt 70 Kronen (ca. 2,55 €)

Adresse: Starometske nam 1, Old Town
 
Der rund 70 Meter hohe Turm wurde 1364 fertiggestellt und bis in das 19. Jahrhundert erweitert und fertiggestellt. An der südlichen Turmseite wurde 1410 die Aposteluhr platziert, die in späteren Jahren und Epochen immer weiter ergänzt und vervollständigt wurde. Der Turm wurde in Kriegen einige mal schwer beschädigt, aber immer wieder aufgebaut. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde eine neue Aussichtsplattform und eine Überdachung errichtet. Am schlimmsten wurde er jedoch im Prager Frühling 1945 beschädigt. Er musste mit einer Betonkonstruktion verstärkt werden, um nicht einzustürzen. Nach einem nicht sehr anstrengenden Aufstieg wird man mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Spätestens jetzt ist klar, warum Prag auch "die hunderttürmige Stadt" genannt wird. Neben dem historischen Stadtkern kann man auch in die Neustadt, die Vorstadt und die Prager Umgebung schauen. Der Eintritt von 4 € ist für einen Turm zwar nicht ganz billig, aber dennoch gerechtfertigt. Bei dem Aufstieg findet man auch eine kleine Ausstellung zur Astronomischen Uhr.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte / Keine Kritik
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10 Punkte

Ein Aufstieg auf den Prager Rathausturm ist bei einem Prag Aufenthalt definitiv Pflicht!
 

Montag, 12. Mai 2014

Burg - Prag

 
Die Prager Burg
 
 
Öffnungszeiten: 1. April - 31. Oktober
                             täglich 9 - 18 Uhr
 
                             1. November - 31. März
                             täglich 9 - 16 Uhr

Preise: Kleine Runde (Alter Königspalast, St. Georgs Basilika, Goldenes Gässchen, St. Veitdom, Pulverturm) 250 Kronen (ca. 9,50 €)

Adresse: 119 08 Praha 1
 
Die Prager Burg bildet das größte geschlossene Burgareal der Welt. Die Burg liegt auf dem Berg Hradschin. Gegründet wurde sie im 9. Jahrhundert, seither hat sich das Aussehen der Burg stark verändert. Generationen von Baumeistern verschiedener Baustile waren am Bau beteiligt. Heutzutage ist die Burg offizielle Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik.
 
Die älteste schriftliche Erwähnung der Prager Burg ist eine Nachricht aus dem Jahre 885. 1303 wurden größere Teile der Burg bei einem Brand zerstört. Karl IV. ließ die Burg 1333 wiederaufbauen. Allerdings erlosch bereits unter seinem Sohn Wenzel IV. das Interesse an der Burg wieder. Vladislav I. Jagiello, der seit 1471 König von Böhmen war hielt die Renaissance Einzug in Mitteleuropa. Die Burg wurde stark ausgebaut. Die letzte mittelalterliche Blütezeit hielt bis zu dem Tod seines Sohnes Ludwig II. 1526 an. 1541 wurde die Burg erneut bei einem Großbrand zerstört. Danach war die Burg 400 Jahre im Besitz der Habsburger. 1919 wurde die Burg zum Sitz der Tschechoslowakischen Republik umgebaut. Die Burg ist mit rund 1,42 Millionen Besuchern im Jahr das meistbesuchte Baudenkmal Tschechiens.
 
Leider konnten wir, aufgrund eines Staatsbesuchs den alten Königspalast nicht besichtigen. Im Veitdom ist das Ticket empfehlenswert, den im kostenpflichtigen Bereich ist das Gedränge definitiv nicht so hoch. Auch die St. Georgs Basilika und der Pulverturm sind empfehlenswert.
 
Das Goldene Gässchen
 
 
 
Das Goldene Gässchen ist ein Gässchen im Innenmauer der Prager Burg. Berühmt wurde es durch Kaiser Rudolf II. Unter seiner Aufsicht sollen hier Alchemisten gewirkt haben, um für ihn künstliches Gold und den Stein der Weisen zu erzeugen. Später zogen vor allem Goldschmiede in die kleine Häuschen ein, wovon die Gasse wohl ihren Namen hat. Im 19. Jahrhundert war das Goldene Gässchen sehr heruntergekommen, es siedelten sich nur sehr arme Leute an. Zwischen 1916 und 1917 lebte und arbeitete Franz Kafka im Haus Nr. 22. Heute ist die Gasse unbewohnt, in den Häuschen sind Souvenirläden und Cafes untergebracht. Im Obergeschoss werden mittelalterliche Rüstungen und eine Folterkammer ausgestellt. Im Winter 2010 wurde die Gasse renoviert.
 
Fotografieren ist überall erlaubt, der Preis für den kleinen Rundgang ist für Tschechische Verhältnisse doch recht hoch. Ansonsten ist nichts auszusetzen. Ein Besuch ist definitiv empfehlenswert!
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den Preis
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9 Punkte
 
 


Mittwoch, 7. Mai 2014

Veitsdom - Prag

Der Veitsdom in Prag
 
Der Veitsdom auf der Prager Burg ist die Kathedrale des Erzbistums Prag. Außerdem ist es das größte Kirchengebäude in Tschechien.
 
Der gotische Dom wurde ab dem Jahr 1344 im Auftrag von Karl IV. erbaut. Benutzt wurde er als Krönungskirche der böhmischen Könige. Die endgültige Fertigstellung der Kirche zögerte sich nach einer Bauunterbrechung im 15. Jahrhundert, bis in das Jahr 1929 hinaus. Am 29. September 1929 wurde der Dom zum tausendjährigen Todestag des Heiligen Wenzel eingeweiht. 1954 wurde der Dom der katholischen Kirche enteignet. Danach wurde ein 14 jähriger Rechtsstreit zwischen dem tschechischen Staat und der katholischen Kirche um das Eigentumsrecht wurde im Januar 2007 vom Obersten Gerichtshof zugunsten des Staates entschieden.
 
Im Inneren des Domes findet man eine reiche Ausstattung. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das in der Mitte des Chores errichtete Mausoleum der Habsburger. Von der barocken Ausstattung ist das Hochgrab des heiligen Johannes von Nepomuk besonders erwähnenswert. Auch jede Menge Reliquien werden im Dom aufbewahrt: Die Hunde des Heiligen Wenzel, das Schwert des Heiligen Stefan, ein Zahn der Heiligen Magarete, eine Rippe der Heiligen Sophie, ein Kleid der Jungfrau Maria, ein Splitter aus dem Kreuz Jesu, das Tischtuch des Heiligen Abendmahls und der Stab des Mose.
 
2010 wurde ein Eintrittsgeld für den St. Veit Dom eingeführt. Es gibt jedoch keine extra Eintrittskarte für den Dom, sondern die Kathedrale kann nur besichtigt werden, wenn man eine Eintrittskarte für einen kleinen oder großen Rundgang kauft. Doch dazu näheres im nächsten Artikel. Frantisek Kadlek, Leiter der Tourismus Behörde in Prag begründete dies:
„Der Grund für die Einführung des Eintritts sind die Bedingungen im Dom: Der historische Teil der Kathedrale ist an vielen Stellen sehr eng. Es ist notwendig, die Besichtigungen zu begrenzen, um das wertvolle Baudenkmal zu schützen.“

 Der Dom ist beeindruckend und einen Besuch definitiv wert. Man sollte allerdings mit großen Menschenmengen umgehen können. Ganz so schlimm, wie am Markusdom war es dann aber doch nicht.

Montag, 5. Mai 2014

Salzwelten - Hallein

Die Salzwelten in Hallein
 
Öffnungszeiten: 25.01 - 31.03 / 10 - 15 Uhr
                            01.04 - 02.11 / 9 - 17 Uhr
                            03.11 - 31.12 / 10 - 15 Uhr

Preise: Erwachsene 21 €
             ermäßigt 19 €

Adresse: Salzwelten Salzburg
                A-5422 Bad Dürrnbach
                 

Hallein ist eine österreichische Stadt mit rund 20.000 Einwohner im Bundesland Salzburg. Sie liegt rund 15. Kilometer von Salzburg entfernt.
 
Als Salzwelten Hallein wird ein Schaubergwerk in Hallein bezeichnet. Im Bergwerk wurde bereits vor rund 2.500 Jahren Salz von den Kelten abgebaut. Allerdings wurde der Salzabbau im römischen Reich eingestellt. Man vermutet, dass die Meersalzgewinnung günstiger und ergiebiger war als der Untertagabbau. Im 13. Jahrhundert wurde das Bergwerk wieder in Betrieb genommen. Dank eines sehr großen Salzvorkommens konnte Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau mit den reichen Erträgen zum Ausbau der barocken Stadt Salzburg beitragen. Am 19. Juni 1945 stellte das US-Militär im Salzbergwerk deponierte Kunstschätze, darunter Gemälde von Rembrandt, Rubens, Tizian und Bruegel, sicher. Zuletzt wurden im Salzbergbau etwa 270 000 m³ Sole gewonnen und daraus in der Saline 71 000 Tonnen Industriesalz erzeugt. Der Standort war für die Österreichische Salinen AG nicht mehr rentabel, die Technik veraltet. Deshalb wurde am 31. Juli 1989 der Betrieb eingestellt. 1997 klagten 200 österreichische und bayerische Bergmänner die Salinen AG. Es ging um den ältesten Staatsvertrag zwischen Österreich und Deutschland von 1829. Dort steht geschrieben, dass die Bergleute "Schichtrechte haben". 2002 erklärte der oberste Gerichtshof den Vertrag für gültig. Da allerdings kein Salz mehr im Bergwerk abgebaut wird, erhalten die ehemaligen Mitarbeiter jährlich 62,5 Kilo Salz von den Salinen Austria.
 
Bevor dem Betreten des Bergwerkes muss man Schutzkleidung anziehen. Danach fährt ein Grubenzug rund 5 Minuten lang in das Innere des Bergwerkes. Nun beginnt die Führung im Bergwerk. Zwischendurch werden immer kleine witzig gemachte Filme abgespielt. Noch tiefer in den Berg kommt man mit 2 Bergmannsrutschen. Das Rutschen gleicht einem kleinen Abenteuer. Ein weiteres Highlight ist eine Floßfahrt über einen kristallklaren Salzsee. Im Berg überquert man übrigens die Grenze von Österreich nach Deutschland. Der größte Teil es Bergwerkes befindet sich in Deutschland. Im Gegenzug dürfen bayerische Förster ein Waldstück im Salzburger Land bewirtschaften. Das war wohl ein guter Deal: Während der Salzabbau im Bergwerk eingestellt wurde, betreiben die bayerischen Förster weiterhin das Waldstück. Auch 2 Leichen, die wohl aus der Keltenzeit stammen, wurden im Bergwerk gefunden. Allerdings wurde damals der Fehler gemacht, dass die Leichen sofort an die Oberfläche geschafft wurden, wo sie innerhalb von kürzester Zeit zerfielen. Heute kann man davon Nachbildungen anschauen. Interessant finde ich auch die Frage: Wie kommt man die rund 80 Meter, die man am Ende der Führung tiefer ist, eigentlich wieder hoch? Die Antwort: mit einer Rolltreppe! Ganz zum Schluss gibt es dann noch einen kleinen Salzstreuer, der das grandiose Erlebnis abrundet. Fotografieren im Bergwerk ist erlaubt. Man sollte festes Schuhwerk anziehen, und auch im Sommer eine Jacke mitnehmen. Einzig negativ finden wir den Eintrittspreis, der unserer Meinung nach etwas zu hoch angesetzt ist.
 
Leider haben wir vor lauterer Begeisterung vergessen zu fotografieren.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte für den teuren Eintrittspreis
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9,5 Punkte
 
Der Besuch eines Bergwerkes ist ein besonderes Highlight. Einzigartig wird es dann, wenn im Bergwerk noch weitere Highlights, wie der Bergsee oder die Bergrutschen hinzukommen. Absolut zu Empfehlen!