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Dienstag, 29. April 2014

Altstadt - Regensburg (Kulturtipp)

Die Altstadt von Regensburg
 

Der Stadtkern von Regensburg ist weitestgehend erhalten und damit die größte Mittelalterliche Altstadt Deutschlands. Am 13. Juli 2006 wurde die Regensburger Altstadt in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Dafür entscheidend waren diese 3 Kriterien:
 
Kriterium (ii): Regensburgs Architektur spiegelt die Rolle der Stadt als mittelalterliches Handelszentrum und seinen Einfluss auf den Raum nördlich der Alpen wider. Regensburg war ein wichtiger Umschlagplatz auf den kontinentalen Handelsrouten nach Italien, Böhmen, Russland und Byzanz. Zudem hatte die Stadt vielfältige Verbindungen zu den interkontinentalen Seidenstraßen. Dies ermöglichte einen wichtigen Austausch kultureller und architektonischer Einflüsse, die das Stadtbild bis heute prägen.

Kriterium (iii): Die Regensburger Altstadt stellt ein außergewöhnliches Zeugnis kultureller Traditionen im Heiligen Römischen Reich dar. Im Hochmittelalter war Regensburg bevorzugter Tagungsort für Reichsversammlungen, aber auch zur jüngeren europäischen Geschichte leistete die Stadt als Sitz des Immerwährenden Reichstags von 1663 bis 1806 ihren Beitrag. Die Überreste zweier Kaiserpfalzen aus dem 9. Jahrhundert sowie die zahlreichen gut erhaltenen historischen Gebäude legen Zeugnis ab vom einstigen Reichtum und der politischen Bedeutung der Stadt.

Kriterium (iv): Die Altstadt von Regensburg ist ein herausragendes Beispiel für eine binneneuropäische mittelalterliche Handelsstadt, deren historische Entwicklungsstufen gut erhalten sind. Vor allem die Entwicklung des Handels vom 11. bis zum 14. Jahrhundert wird dadurch außergewöhnlich gut veranschaulicht.

Quelle: Kriterien
 
Ein Besuch der Altstadt von Regensburg ist nur zu empfehlen!

Montag, 28. April 2014

Historisches Museum - Regensburg

Das Historische Museum in Regensburg



Öffnungszeiten: Montag geschlossen
                            Di - So / Feiertage 10 - 16 Uhr

Preise: Erwachsene 5 €
             ermäßigt 2,50 €

Adresse: Dachauplatz
                93047 Regensburg

Das Historische Museum der Stadt Regensburg erläutert die Kulturgeschichte von der Steinzeit bis in das 19. Jahrhundert. Untergebracht ist das Museum in einem ehemaligen Minoritenkloster. Die Sammlung umschließt Themenkreise der Vor- und Frühgeschichte, der Römerzeit, Steinplastiken des Mittelalters, Leben und Handel im mittelalterlichen Regensburg, Sakralkunst des 15. und 16. Jahrhunderts bis hin zur Wohnkultur des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Aufgeteilt ist der Rundgang in 3 großen Themenpunkten. Der erste Themenschwerpunkt: die Vorgeschichte. Hier werden archäologische Funde gezeigt, die einen Überblick über die regionale Entwicklung von der Altsteinzeit bis zum Ende der keltischen Zivilisation geben. Beeindruckend sind die anschaulichen Gräber. Man findet in den Gräbern den "ersten Regensburger" vom Beginn der Jungsteinzeit. (ca. 5500 v. Chr.) Allerdings sind große Teile dieser Ausstellung doch schon etwas eingerostet, eine Neugestaltung und Modernisierung des Ausstellungsbereiches wäre wünschenswert.

Der zweite Themenpunkt: die Römerabteilung.
Regensburg war im 1. bis in das 5. Jahrhundert nach Christus der wichtigste Militärstützpunkt an der Grenze des Römischen Reiches im heutigen Bayern. Die Gründungsinschrift, einen Münzschatz, und zahlreiche weitere römische Fundstücke kann man bestaunen. Außerdem gibt es anschauliche Modelle und Rekonstruktionen. Dieser Ausstellungsbereich ist wirklich super gestaltet!

Der dritte Themenpunkt: die Abteilung Mittelalter.
Für die Mittelalterabteilung stehen in Regensburgs Historischem Museum die idealen Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Haus geht in wesentlichen Bestandteilen auf das ehemalige Minoritenkloster zurück; in dessen erhalten gebliebener Kirche und dem angrenzenden Kreuzgang ist die Atmosphäre vergangener Jahrhunderte noch deutlich zu spüren. Der Bogen spannt sich von der politischen Verfassung über die vielfältigen wirtschaftlichen Aktivitäten bis zum Alltagsleben und zur Kunst der Stadt und der ganzen Region. Diese Ausstellung ist im Moment nur teilweise zu sehen weil unter anderem hier die Bayerische Landesausstellung vom 16. Mai - 2. November 2014 stattfindet.

Der Rundgang ist sehr gut gestaltet und Fotografieren ist erlaubt. Nur die Ausstellung der Vorgeschichtlichen Zeit könnte definitiv modernisiert werden. Außerdem finden wir die Öffnungszeiten durchgehend von 10 - 16 Uhr für zu kurz.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für die Öffnungszeiten
- 0,5 Punkte für die Präsentation der Frühgeschichtlichen Ausstellung
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8,5 Punkte

Das Historische Museum in Regensburg ist einen Besuch definitiv wert.

Dienstag, 22. April 2014

Nationalparkzentrum Falkenstein (Kulturtipp)

Das Nationalparkzentrum Falkenstein im Bayerischen Wald
 
Am 10. Juli 1997 wurde der Nationalpark um 19.950 ha vergrößert. Das Gebiet rund um den Berg Falkenstein kam hinzu. 2006 wurde ein 65 ha großes Tierfreigehege errichtet. Dort sind in Mitteleuropa ausgestorbene Tiere wie das Wildpferd und das Urrind zu sehen, ebenso Wölfe und Luchse. Der Eintritt in das Tierfreigelände ist kostenlos, allerdings gibt es auch keine Garantie, alle Tiere in den weitläufigen Gehegen zu sehen. Vor allem Luchse und Wölfe sind schwer zu sichten. Eine überdachte Brücke aus Holz und ein Aussichtsturm eröffnen interessante Perspektiven zur Beobachtung der Tiere. Das Freigelände ist ganzjährig geöffnet.
 
2005 wurde das Haus zur Wildnis eröffnet. An einem großen Geländemodell präsentieren sich der Nationalpark Bayerischer Wald und sein tschechischer „großer Bruder“, der Nationalpark Šumava, umgeben vom Landschaftsschutzgebiet Böhmerwald und dem Naturpark Bayerischer Wald. Ein besonderes Highlight ist der Wurzelgang: zusammen mit der Wurzelspitze einer Buche begibt man sich auf eine 300 jährige Reise durch das unterirdische Leben eines Baumes. Abgerundet wird der Besuch mit einem 3D-Wildnisfilm im Kino. Ein Besuch macht definitiv Spaß!

Mittwoch, 16. April 2014

Museo Correr - Venedig


Museo Correr – Städtisches Museum in Venedig

 
Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: 10:00-19:00 Uhr
                            1. Nov. bis 31. März: 10:00-17:00 Uhr

Preise: Erwachsene 18 €
            ermäßigt 11 €

Adresse:
Piazza San Marco, 52
                30124 Venedig / IT



Das städtische Museum Venedigs wurde nach dem Venezianer Teodoro Correr (1750-1830), der eine Vielzahl kultureller Schätze, wie zum Beispiel Schriften und Gemälde, hinterließ, benannt. Durch seine Bekanntheit sowie die Lage direkt am Plaza San Marco ist das Museo Correr eines der beliebtesten Ziele von Touristen in Venedig. Deshalb ist es meist gut mit Besuchern gefüllt, weshalb sich die frühen Vormittagsstunden als Besuchszeit empfehlen. Da diesem Museum jedoch sehr groß und mit umfassenden Sammlungen bestückt ist, verteilt sich der Besucherstrom relativ gut.

Wesentlich an der Austellung dieses Museums sind seine geschichtlich bedeutenden Dokumente, die es in einer großen Anzahl gibt, sodass ein tiefer Blick in die Historie dieser so berühmten Stadt möglich ist. Zu Beginn wissen Bildhauereien (vor allem dem Bereich des Klassizismus zugeordnet) zu überzeugen, wobei hier der bedeutende Bildhauer Antonio Canova zu nennen ist. Urkunden und Schriften dokumentieren die Vergangenheit und lassen Rückschlüsse auf den Werdegang Venedigs zur Touristenhochburg zu. Auch viele Gewänder und traditionelle Festbekleidungen veranschaulichen die Geschichte der Stadt.

In der nächsten Etage befindet sich eine Gemäldegalerie, die sogenannte Quadreria, die vor allem die venezianische Malerei vom 13. bis zum 16. Jahrhundert zeigt. Außerdem ist den Besuchern eine große Münzsammlung und auch der Leseraum der Bibliothek, die Liberia, zugänglich. Des weiteren gibt es auch wechselnde Sonderausstellungen, für die man aber ein extra Ticket lösen muss.

Aufgrund der Vielzahl der Objekte ist man auf jeden Fall auf Beschreibungen, einen Übersichtsplan beziehungsweise „Rundgang“-Schilder angewiesen, sofern diese in englischer Sprache vorhanden sind. Leider mussten wir feststellen, dass hier wohl gespart wurde, denn der Rundgang ist eigentlich keiner. Ab und an trifft man auf Personal, welches einem hektisch den Weg weist, sollte man sich einen Schritt in die vermeintlich falsche Richtung wagen. Etwas mehr Information beziehungsweise freundlicheres Personal wäre bestimmt ein guter Ansatzpunkt, um den Besuch im Museo Correr angenehmer und informativer zu gestalten.


Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das teilweise sehr unfreundliche Personal
- 1 Punkt für die fehlenden Informationstafeln
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
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7 Punkte
 
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Museo Correr ein Muss für jeden kulturbegeisterten Venedigbesucher ist, aber man Abstriche beim Service und der Information machen muss.

Sonntag, 13. April 2014

Dom - Regensburg (Kulturtipp)

Der Regensburger Dom
 
Der Regensburger Dom ist die einzige Kathedrale Bayerns, deren Eigentümer nicht das Bistum, sondern der Freistaat Bayern ist. Der Dom ist das Hauptwerk gotischer Architektur in Süddeutschland und die einzige gotische Kathedrale Bayerns. Der Dom wurde im Jahre 1273 in Auftrag gegeben, vollendet wurde er aber erst im Jahr 1872. Die Bauzeit betrug also mehr als 600 Jahre. Der Regensburger Dom besitzt einen der umfangreichsten noch erhaltenen mittelalterlichen Glasmalereibestände des deutschsprachigen Raumes. In beinahe allen Fenstern haben sich originale Glasmalereien erhalten. Nach 250jähriger Bauzeit war der Dom am Ende des Mittelalters im Wesentlichen fertiggestellt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Dombau mit den noch unvollendeten Türmen schließlich fertiggestellt. Der Dom ist etwas besonderes und einen Besuch definitiv wert!

Freitag, 11. April 2014

Pinakothek der Moderne - München


Die Pinakothek der Moderne in München
 
 
 
Öffnungszeiten: Dienstag Geschlossen
                            Montag, Donnerstag - Freitag 10 - 18 Uhr
                            Mittwoch 10 - 20 Uhr
 
Preise: Erwachsene 10 €
             ermäßigt 7 €
             Sonntagseintritt 1 €
 
Adresse: Barer Straße 40
                80333 München
 
Die Pinakothek der Moderne vereint vier von einander unabhängige Museen, die verschiedene Bereiche der Kunst abdecken.
 
  • Die Sammlung Moderner Kunst
  • Die Neue Sammlung (staatliches Museum für angewandte Kunst)
  • das Architekturmuseum der Technischen Universität München
  • die Staatliche Graphische Sammlung
Die Pinakothek der Moderne wurde am 16. September 2002 eröffnet. Im Inneren führen zwei große Treppen von der zweischaligen Rotunde als Zentrum des Baus zu den Sammlungen. Schon früh traten erste Baumängel auf. Deswegen wurde das Museum von Februar 2013 - September 2013 geschlossen und renoviert.
 
Die Sammlung, eine der bedeutendsten ihrer Art, ist erst nach 1945 durch Stiftungen, Zukäufe und Vermächtnisse entstanden. Im Jahr 1950 bestand die komplette Sammlung nur aus 7! Bilder. Danach wuchs die Sammlung rasch an. Das Spektrum der Künstler reicht von Henri Matisse, Umberto Boccioni, Oskar Kokoschka,  Max Ernst, Max Beckmann, Pablo Picasso und viele mehr. Auch Gegenwartskunst aus den späten Fünfziger Jahren spielt eine große Rolle. Hat mir nicht wirklich gefallen, aber das ist Geschmackssache. Die Staatliche Graphische Sammlung umfasst rund 400.000 Blätter aus allen Epochen der Zeichenkunst und der Druckgraphik vom 15. Jahrhundert bis zur Moderne. Gezeigt werden wegen der Lichtempfindlichkeit der Kunstwerke immer nur  Wechselausstellungen. Das ganze war aber auch nicht mein Thema. Wesentlich interessanter fand ich die Neue Sammlung. Sie zählt zu den führenden Designmuseen der Welt und zeigt erstmals die Geschichte und Entwicklung des Designs und der angewandten Kunst von der Zeit um 1900 bis zur Gegenwart. Es ist die weltweit größte Sammlung für Industriedesign. Diese Ausstellung ist wirklich äußerst empfehlenswert! Das Architekturmuseum war bei meinem Besuch leider geschlossen. Auch hier ist Fotografieren erlaubt. In der Modernen Kunst finde ich immer etwas das mir nicht gefällt, aber mindestens genauso viel das mir gefällt. Die Ausstellungen sind absolut empfehlenswert! Einen Kritikpunkt konnte ich nicht finden. Auch hier war das Personal durchgehend freundlich.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte Abzug / keine Kritik
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10 Punkte
 
Absolut Empfehlenswert! Einen Besuch ist quasi für jeden Kunstfreund Pflicht. Besonders erwähnenswert ist die Neue Sammlung.
 
 
 
 

Erkannt? Ein Apple Computer
 

Donnerstag, 3. April 2014

Neue Pinakothek - München

Die Neue Pinakothek in München

Claude Monet
  
Öffnungszeiten: Dienstag geschlossen
                            Montag - Sonntag 10 - 18 Uhr
                            Mittwoch 10 - 20 Uhr
 
Preise: Erwachsene 7 €
             ermäßigt 5 €
             Sonntagseintritt 1 €
 
Adresse: Neue Pinakothek
                Barer Straße 29
                80799 München
 
 
Die Neue Pinakothek in München ist ein Museum der europäischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Sie bietet einen Überblick über Epochen der europäischen Kunst von der Aufklärung bis zur Anbruch der Moderne. Von Goya und David bis zu Van Gogh und Cezanne. Die Sammlung umfasst rund 6000 Bilder.
 
Auch die Neue Pinakothek wurde ebenfalls (wie auch die Alte Pinakothek) von König Ludwig I. gegründet. Nach ihrer Eröffnung am 25. Oktober 1853 war die Neue Pinakothek die erste Sammlung "moderner" Kunst weltweit. 1944 wurde das Gebäude bei Bombenangriffen schwer beschädigt. Fünf Jahre später wurde entschieden die Ruine der Neuen Pinakothek anzureißen. Erst am 28. März 1981 wurde der Neubau eröffnet. Im Gegensatz zu der Alten Pinakothek sind die Lichtverhältnisse hier wirklich gut. Es gibt unter anderem eine Oberlichtbeleuchtung. Man wird in einem gut gemachtem Rundgang chronologisch durch die Räume geführt:

Internationale Kunst des späten 18. Jahrhunderts: unter anderem Anton Graff, Francisco de Goya und Jaques-Louis David.

Englische Malerei des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts: unter anderem Thomas Gainsborough, William Hogarth, George Romney und William Turner.

Deutsche Künstler des Klassizismus in Rom und Nazarener: unter anderem Jakob Philipp Hackert, Ludwig Richter, Friedrich Wilhelm von Schadow und Peter von Cornelius

Historien- und Gesellschaftsmalerei: unter anderem Wilhelm von Kaulbach, Honore Daumier und Gustave Courbet

Malerei der Deutschrömer: unter anderem Arnold Böcklin, Hans Thoma und Hans von Maares.

Deutscher Realismus: unter anderem Wilhelm Leibl, Franz von Lenbach und Adolph Menzel.

Deutsche Impressionisten: unter anderem Max Liebermann, Lovis Corinth und Fritz von Uhde

Französische Impressionisten: unter anderem Pierre-Auguste Renoir, Edvard Munch, Claude Monet, Paul Cezanne und Vincent van Gogh

 
Das Personal in der Neuen Pinakothek war durchgehend freundlich, Fotografieren ohne Blitz ist erlaubt. Die Kunstausstellung ist absolut toll gestaltet und einen Besuch mehr als wert! Einen Kritikpunkt konnten wir nicht finden.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte Abzug / keine Kritik
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10 Punkte
 
Eine sehr starke Ausstellung. Jeder, mit etwas Kunstinteresse sollte diese Ausstellung gesehen haben.


Claude Monet