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Montag, 27. Januar 2014

Stadtturm - Enns

Der Stadtturm in Enns
 
 
 
Enns ist eine Stadt mit rund 11.500 Einwohner im Bezirk Linz-Land in Oberösterreich. Enns bezeichnet sich nicht unumstritten als älteste Stadt Österreichs.

Öffnungszeiten: Mai - Oktober 8:00 - 20 Uhr
                            November - April 9:00 - 18 Uhr

Eintritt: 2 €

Adresse: Stadtturm
                A-4470 Enns

Der 60 Meter hohe Stadtturm wurde von 1564 bis 1568 unter Kaiser Maximilian II. erbaut. Er ist heutzutage das Wahrzeichen der Stadt Enns. Der viergeschossige Turm wird von einem 17 Meter hohen Kupferdach überdacht. Der Turm vereint Stillelemente der Gotik und Renaissance. 1798 und 1860 konnten die Ennser Bürger einen bevorstehenden Abbruch verhindern. Eine Besonderheit des Turmes ist die vertauschte Minuten und Stundenzeiger der Turmuhr. Direkt auf dem Turm ist eine große Inschrift:

„CEPIT UT OBLATOS SIBI MAXIMILIANUS HONORES
IMPERII HOC ANASI SURGERE COEPIT OPUS
CYNTHIUS AD QUARTUM SCEPTRI CUM VERTERAT ANNUM
SUSCEPTI FINIS GRATA LABORIS ERAT
ASPICIS EXIGUAM NEC MAGNI NOMINIS URBEM
QUAM TAMEN AETERNUS CURAT AMATQUE DEUS
HAEC DE LAUREACO RELIQUA EST, HIS MARCUS IN ORIS
CUM LUCA CHRISTI DOGMA PROFESSUS ERAT“
 
Frei übersetzt lautet der Text:
 
„Als Maximilian die Huldigung als Herrscher entgegennahm
Begann sich zu Enns dieser Bau zu erheben
Als der Cynthier (Sonnengott) das Jahr zum vierten mal während
seiner Herrschaft wandte, war die gewünschte Vollendung des
unternommenen Werkes vollendet.
Du siehst die kleine Stadt, ohne bedeutenden Namen
Für die jedoch Gott der Ewige in Liebe sorgt.
Sie ist der Rest von Lauriacum. In dieser Gegend hat Markus
Mit Lukas Christi Lehre verkündet.“
 
Quelle: Jahrbuch des österreichischen Musealvereines
 
In der rechten Seite des Turmes befindet sich ein Hotel. Der Aufstieg, der 2 € kostet geht über die linke Seite des Turmes. Die Treppen sind äußerst steil und teilweise schon sehr abgenutzt. Festes Schuhwerk ist definitiv Pflicht. Der äußerst abenteuerliche Aufstieg wird noch durch den Abstieg übertroffen. Ist man oben angelangt, kann man den Turm verlassen und steht auf einer Plattform. Den Ausblick fanden wir - gemessen an dem abenteuerlichen Aufstieg - etwas enttäuschend. Für was man für diesen äußerst gefährlichen Auf- und Abstieg 2 € bezahlen soll, ist uns auch ein Rätsel.

Man kommt beim Aufstieg auch direkt an den Glocken vorbei, wo dann davor gewarnt wird, dass bei Ertönen bzw Erleuchten des Alarmes das Glockenplateau zu verlassen sei, aufgrund des hohen Schallpegels. Die Glocken sollten laut Schildern alle 15 Minuten läuten. Unser Auf- bzw Abstieg hat sicherlich länger gedauert, die Glocken schwiegen allerdings. Da wirkt dieses "Warnschild" doch etwas irritierend, man wartet eigentlich die ganze Zeit darauf, dass die Glocken zu schlagen beginnen.Interessant ist es dennoch, so direkt in das "Herz" des Turmes, die Turmglocken, zu schauen. Das gibt es sicherlich auch nicht bei jedem Stadtturm.

So schön der Turm von außen anzusehen ist, von einer Begehung raten wir definitiv ab!
 
 Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte für den etwas abenteuerlichen Aufstieg / Abstieg
- 1 Punkt für das Nicht-schlagen der Glocken, trotz Warnmeldung
- 1 Punkt für das Preis / Leistungsverhältnis
---------------------------------------------
 6 Punkte

1 Kommentar:

  1. *lach* also den Punkt Abzug für das "Nicht-schlagen der Glocken, trotz Warnmeldung" finde ich genial ;)

    Lieben Gruß und noch einen schönen Abend für Dich
    Björn :)

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