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Mittwoch, 29. Januar 2014

Kulturtipps in Enns

Kulturtipps in Enns
 
Die Altstadt von Enns ist durch Gebäude der Renaissance und Barock, mit Teilen der mittelalterlichen Stadtbefestigung geprägt.

Stadtpfarrkiche St. Marien



Die Stadtpfarrkiche wurde um 1270 erbaut. Sie ist eine ehemalige Minoritenkirche des Ennser Franziskanenklosters. Zusammen mit der Wallseerkapelle, die ungefähr 1340 angebaut wurde gilt die Kirche als eine der kunsthistorisch bedeutendsten Bauwerke der Gotik in Oberösterreich.

Basilika St. Laurenz
 
 
Die römisch-katholische Basilika St. Laurenz ist die bedeutendste frühchristliche Stätte Österreichs. Die Basilika erhebt sich über Mauerresten römischer Vorgängerbauten, die bei archäolgischen Grabungen zwischen 1960 und 1965 frei gelegt wurden. Das älteste Bauwerk stammt aus dem 2. Jahrhundert. Darüber wurde im 4. Jahrhundert eine Kirche erbaut. Es folgten weitere Umbauten, bis um 1300 die heute noch bestehende Kirche im gotischen Stil errichtet wurde. Außerdem enthält die Basilika die Reliquien des heiligen Florian von Lorch. 1988 besuchte der damalige Papst Johannes Paul II. die Basilika.
 
Römische Ausgrabungen

Montag, 27. Januar 2014

Stadtturm - Enns

Der Stadtturm in Enns
 
 
 
Enns ist eine Stadt mit rund 11.500 Einwohner im Bezirk Linz-Land in Oberösterreich. Enns bezeichnet sich nicht unumstritten als älteste Stadt Österreichs.

Öffnungszeiten: Mai - Oktober 8:00 - 20 Uhr
                            November - April 9:00 - 18 Uhr

Eintritt: 2 €

Adresse: Stadtturm
                A-4470 Enns

Der 60 Meter hohe Stadtturm wurde von 1564 bis 1568 unter Kaiser Maximilian II. erbaut. Er ist heutzutage das Wahrzeichen der Stadt Enns. Der viergeschossige Turm wird von einem 17 Meter hohen Kupferdach überdacht. Der Turm vereint Stillelemente der Gotik und Renaissance. 1798 und 1860 konnten die Ennser Bürger einen bevorstehenden Abbruch verhindern. Eine Besonderheit des Turmes ist die vertauschte Minuten und Stundenzeiger der Turmuhr. Direkt auf dem Turm ist eine große Inschrift:

„CEPIT UT OBLATOS SIBI MAXIMILIANUS HONORES
IMPERII HOC ANASI SURGERE COEPIT OPUS
CYNTHIUS AD QUARTUM SCEPTRI CUM VERTERAT ANNUM
SUSCEPTI FINIS GRATA LABORIS ERAT
ASPICIS EXIGUAM NEC MAGNI NOMINIS URBEM
QUAM TAMEN AETERNUS CURAT AMATQUE DEUS
HAEC DE LAUREACO RELIQUA EST, HIS MARCUS IN ORIS
CUM LUCA CHRISTI DOGMA PROFESSUS ERAT“
 
Frei übersetzt lautet der Text:
 
„Als Maximilian die Huldigung als Herrscher entgegennahm
Begann sich zu Enns dieser Bau zu erheben
Als der Cynthier (Sonnengott) das Jahr zum vierten mal während
seiner Herrschaft wandte, war die gewünschte Vollendung des
unternommenen Werkes vollendet.
Du siehst die kleine Stadt, ohne bedeutenden Namen
Für die jedoch Gott der Ewige in Liebe sorgt.
Sie ist der Rest von Lauriacum. In dieser Gegend hat Markus
Mit Lukas Christi Lehre verkündet.“
 
Quelle: Jahrbuch des österreichischen Musealvereines
 
In der rechten Seite des Turmes befindet sich ein Hotel. Der Aufstieg, der 2 € kostet geht über die linke Seite des Turmes. Die Treppen sind äußerst steil und teilweise schon sehr abgenutzt. Festes Schuhwerk ist definitiv Pflicht. Der äußerst abenteuerliche Aufstieg wird noch durch den Abstieg übertroffen. Ist man oben angelangt, kann man den Turm verlassen und steht auf einer Plattform. Den Ausblick fanden wir - gemessen an dem abenteuerlichen Aufstieg - etwas enttäuschend. Für was man für diesen äußerst gefährlichen Auf- und Abstieg 2 € bezahlen soll, ist uns auch ein Rätsel.

Man kommt beim Aufstieg auch direkt an den Glocken vorbei, wo dann davor gewarnt wird, dass bei Ertönen bzw Erleuchten des Alarmes das Glockenplateau zu verlassen sei, aufgrund des hohen Schallpegels. Die Glocken sollten laut Schildern alle 15 Minuten läuten. Unser Auf- bzw Abstieg hat sicherlich länger gedauert, die Glocken schwiegen allerdings. Da wirkt dieses "Warnschild" doch etwas irritierend, man wartet eigentlich die ganze Zeit darauf, dass die Glocken zu schlagen beginnen.Interessant ist es dennoch, so direkt in das "Herz" des Turmes, die Turmglocken, zu schauen. Das gibt es sicherlich auch nicht bei jedem Stadtturm.

So schön der Turm von außen anzusehen ist, von einer Begehung raten wir definitiv ab!
 
 Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte für den etwas abenteuerlichen Aufstieg / Abstieg
- 1 Punkt für das Nicht-schlagen der Glocken, trotz Warnmeldung
- 1 Punkt für das Preis / Leistungsverhältnis
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 6 Punkte

Montag, 20. Januar 2014

Kulturtipps - Straubing

Kulturtipps in Straubing
 
 
 
Die Altstadt in Straubing ist sehr sehenswert. In der Mitte des Stadtplatzes steht der 68 Meter hohe Stadtturm. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Stadtturm wurde als Wachturm erbaut. Sehr Untypisch ist seine Lage mitten in der Stadt, unabhängig von der restlichen Stadtbefestigung. Die im Stadtturm befindliche Glocke wurde 1406 in Regensburg gegossen. Sie zählt zu den ältesten Glocken Deutschlands. Der Turm wurde zwischen 1379 und 1393 fertiggestellt. Zur Besichtigung freigegeben ist der Stadtturm leider nicht. Vor dem Stadtturm steht die Dreifaltigkeitssäule, die 1709 errichtet wurde. Im Zweiten Weltkrieg musste Straubing die größte Zerstörung einer niederbayerischen Stadt verkraften.
 
Straubing ist ein Ausflug definitiv wert.
 

Samstag, 18. Januar 2014

Besinnungsweg Absam - Gnadenwald (Kulturtipp)

Besinnungsweg Absam - Gnadenwald (Kulturtipp)

"Pilgern:
spüren, was ist
staunen; es ist, wie es ist
sein lassen
los-lassen
verändern
anders werden
neu werden"
                                                                (Bernadette Biller)

Dies ist einer der Grundgedanken zum Pilgern, zur Reise aus dem Alltag, auf der Suche nach Besinnung, nach Selbstfindung. Es gibt einen Fleck im Herzen Tirols, der genau das bietet:
der Besinnungsweg Absam - Gnadenwald

Er führt von der Walderkapelle im Gnadenwald zum Kloster St.Martin, man kann den Weg als Rundwanderweg marschieren oder auch - da er ein Teil des europäischen Jakobsweges nach Santiago de Compostela ist - pilgern. 2004 wurde der Besinnungsweg eröffnet und führt, landschaftstypisch natürlich, über einige Höhenmeter. Auch wenn vor allem an sonnigen Tagen viele Leute den Besinnungsweg als Spaziergangsmöglichkeit nützen, begegnet man nie größeren Gruppen und hat auch wirklich Raum für Ruhe und Besinnung. Die 9 Stationen am Wegrand symbolisieren das Unscheinbare und orientieren sich an der Seligpreisung Jesu Christi.

Der komplette Rundweg ist in 1,5 Stunden gut zu schaffen und auch für Kinder geeignet.

Freitag, 10. Januar 2014

Modernes Kunstmuseum - Passau

Das Moderne Kunstmuseum in Passau
 
 
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr

Preise: Erwachsene 5 €
            ermäßigt 3 €
 
Adresse: Bräugasse 17
               94032 Passau
 
Das Moderne Kunstmuseum wurde auf Initiative des Architekten Hanns Egon Wörlen 1990 gegründet und versteht sich als Museum der Modernen Kunst vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Das Konzept des Kunstmuseums ist es, das es keine Dauerausstellung gibt, sondern jeweils 2 Wechselausstellungen. So wurden bisher auf rund 1000 qm Fläche rund 200 Ausstellungen präsentiert (Max Beckmann, Joseph Beuys, Emil Nolde, Egon Schiele, Andy Warhol, Keith Haring und viele mehr). Das Kunstmuseum liegt idyllisch in der Passauer Ortsspitze, allerdings wurde das dem Museum bei der Hochwasserkatastrophe 2013 zum Verhängnis. Bilder und Skulpturen konnten noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, trotzdem standen Teile des Kunstmuseums unter Wasser und der Sachschaden war enorm. Das Kunstmuseum ermöglicht es einem in einer in individuellen, entspannten Atmosphäre die Kunst auf sich wirken zulassen. Das Museum verfügt über eine große Sammlung von Werken Georg Philipp Wörlen (1886 - 1954, Kunstmaler und Vater von Hanns Egon Wörlen) sowie über viele Maler und Bildhauer aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Außerdem arbeitet das Kunstmuseum mit anderen Museen und Künstlern zusammen. Das Museum ist sehr schwer zu bewerten, weil ständig neue Wechselausstellungen stattfinden, die natürlich Geschmackssache sind. Die Ausstellungen haben uns gut gefallen, sie könnten nur mit etwas mehr Informationen und moderner gestaltet werden. Was natürlich auch eine Geldfrage ist, den erst mal müssen die Hochwasserschäden beseitigt und bezahlt werden. Dennoch gefällt uns die Atmosphäre im Kunstmuseum sehr. Fotografieren ist leider verboten.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 1 Punkt für die Gestaltung
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8 Punkte
 
Das Moderne Kunstmuseum Passau begeistert mit seiner ganz eigenen Atmosphäre und guten Ausstellungen. Einen Besuch kann man nur empfehlen, allerdings sollte man durchaus etwas mit Kunst anfangen können.
 

Mittwoch, 8. Januar 2014

Kulturtipps - Freistadt

Kulturtipps in Freistadt (Oberösterreich)
 
Freistadt ist eine oberösterreichische Stadtgemeinde mit rund 7500 Einwohner. Freistadt liegt im unteren Mühlviertel.
 
Die Altstadt
 
Freistadt besitzt eine gotische Altstadt mit mittelalterlichen Stadtbefestigungen, Wehrtürmen und barocken Fassaden an Bürgerhäusern. Freistadt ist eine der wenigen Städte in Österreich, deren Befestigungsanlage fast komplett erhalten ist. Freistadt blieb von beiden Weltkriegen komplett verschont.
 
 
Die Stadtpfarrkirche
 
Die denkmalgeschützte Stadtpfarrkirche (wird auch Katharinenmünster genannt) ist die größte Kirche in Freistadt. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert als romanische Kirche errichtet und im 14. und 15. Jahrhundert gotisiert. In der Barockzeit wurde die Kirche erneut umgebaut, bevor sie 1967 wieder in den Gotikzustand zurückversetzt wurde. Die Stadtpfarrkirche ist die einzige fünfschiffige Kirche Österreichs. Der Kirchturm ist 67 Meter hoch.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Museumsdorf Bayerischer Wald - Tittling

Das Museumsdorf Bayerischer Wald bei Tittling
 
 
 
Öffnungszeiten: 12. April - 31. Oktober 2014 täglich von 9 - 17 Uhr

Preise: Erwachsene 6 €
            ermäßigt 4 €

Adresse: Am Dreiburgensee
                94104 Tittling
 
Tittling ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau. Tittling hat rund 3900 Einwohner, und ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
 
1973 eröffnete Georg Höltl das Hotel Dreiburgensee, dabei wurde er auf die nur 100 Meter entfernt stehende alte Rothaumühle aufmerksam. Die Mühle ist fast 600 Jahre alt, und ihr Abbruch war zu damaligen Zeit bereits beschlossen. Doch Georg Höltl kaufte schließlich die Mühle und restaurierte sie. 1974 eröffnete er in der Mühle ein Heimatmuseum. Mit vielen Museumsbesuchern ging schließlich eine ganze Flut von Angeboten aus dem Bayerischen Wald an Höltl. Anfangs nur altes Mobiliar, Kleider oder handwerkliches Gerät, schließlich aber auch Getreidekästen, Wohnhäuser und ganze Gehöfe. Alleine von 1975 - 1980 wurden der Familie mehr als 200 Anwesen angeboten. Höltl stellt sich zur Aufgabe, große Teile der historischen Bausubstanz zu retten und auch den zugehörigen Hausrat sowie Gerätschaften zu übernehmen. So entstand in 30 Jahren Bauzeit das Museumsdorf Bayerischer Wald, das nach dem Vorbild historischer Orte aufgebaut wurde. Mit einer volkskundlichen Sammlung von rund 60.000 Exponate zählt es zu den größten Freilichtmuseen in Europa. Ein Teil der Exponate wird in Ausstellen, die in den Häusern verteilt sind gezeigt. Zu sehen sind Bauernhäuser, Tagelöhnerhäuser, mehrere Kapellen, die älteste Dorfschule Deutschlands (ca. 1666), Werkstätten und Mühlen. Der Rundgang ist leider nicht perfekt gestaltet, der Hauptrundweg führt an vielen Teilen des Dorfes überhaupt nicht vorbei, sondern teilt sich in mehrere kleinere Wege auf, die sich aber nicht miteinander verbinden. Verwirrend! Auch ist es sehr schade das viele Gebäude abgeschlossen waren, oder nur der Eingangsbereich betreten werden kann, und der Rest ist abgeschlossen. Fotografieren ist erlaubt. Das Museumsdorf ist riesig, aber manchmal wäre weniger einfach mehr, wie das Freilichtmuseum Finsterau klar zeigt.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den Rundgang
- 1 Punkt für geschlossene / nicht betretbare Häuser
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8 Punkte
 
Trotz kleinerer Schwächen, ist das Museumsdorf ein absolutes Highlight!