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Donnerstag, 7. November 2013

Freilichtmuseum Finsterau - Mauth

Das Freilichtmuseum Finsterau in Mauth



Öffnungszeiten: 25. Dezember - April täglich 11 - 16 Uhr
                            Mai - September täglich 9 - 18 Uhr
                            Oktober täglich 9 - 17 Uhr

Preise: Erwachsene 5 €
             ermäßigt 3 €

Adresse: Museumsstraße 51
                94151 Finsterau

Mauth ist eine kleine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und ein staatlich anerkannter Erholungsort. Mauth hat ca. 2300 Einwohner und befindet sich unmittelbar an der Tschechischen Grenze. Finsterau ist ein Stadtteil von Mauth.

Das Freilichtmuseum (auch Freilandmuseum genannt) beherbergt Bauernhäuser, vollständig erhaltene Höfe, eine Dorfschmiede und ein Straßenwirtshaus, alles aus dem Bayerischen Wald. Das Motto des Freilichtmuseums ist klar zu erkennen: Kein Paradies! Keine Idylle! Der Alltag der Bauern und Arbeiter im Bayerischen Wald war sehr mühsam. Außerdem soll alles sein "Gesicht" behalten, etwa die Spuren der Zeit: unter anderem die blank gewetzte Türklinke, die abgetretene Schwelle oder der Flicken auf der Holzhauerjacke. Ich stelle euch nun kurz die größten Höfe vor.

  • Der Kapplhof: Mit diesem Hof wurde 1980 das Museum eröffnet. Haus und Hof wurden mehrmals umgebaut und repariert. Das Bild des Hofs blieb aber seit dem 17. Jahrhundert unverändert. Wohnhaus und Rinderstall sind unter einem flachen, mit Schindeln gedeckten Satteldach vereint.

  • Der Sachlshof: Die Bewohner dieses Hofes sind nie aus den Sorgen herausgekommen. Die Äcker waren sehr schlecht, die Wiesen klein, ein Wald war nicht vorhanden. Deshalb ist dieser Hof sehr dürftig gebaut. Stall und Keller sind sehr klein, Stube, Küche und die Kammern sind eng. Die Möbeln sind alt und abgenutzt. Dennoch wurde dieses Haus bis 1978 von Karoline Graf bewohnt. Sie hatte kaum mehr das nötigste zum Überleben, trotzdem verzichtete sie Stolz bis zu ihrem Lebensende auf Sozialleistungen.

  • Der Petzihof: Dieser Hof ist der größte Bauernhof der jemals mit seiner kompletten Größe in ein Freilichtmuseum übertragen wurde. Der Hof besteht aus drei Wohnhäusern, einem Backofen, einem Kuh und Ochsenstall und einem Stadel. Das Wohnhaus von 1704 ist der älteste Teil, der Stadel von 1927 das jüngste Gebäude. Waldbesitz und große Felder machten den Hof zu einem wohlhabenden Anwesen. Dennoch ist die Ausstattung der Wohnhäuser bescheiden.

  • Schanzer-Häusl: Das Häusl ist ein echtes Böhmerwaldhaus. Das Haus wurde 1826 erbaut und bis 1963 bewohnt. Wohnung, Viehstall und Stadel finden sich unter einem Dach vereint.

  • Die Schmiede: Erbaut im 18. Jahrhundert, starke Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert

Der Rundgang durch das Freilichtmuseum ist sehr schön gestaltet, alle Häuser sind komplett begehbar. Fotografieren ist erlaubt. Außerdem werden in kurzen Abständen Feste und Märkte mit dem Motto  "Das Freilichtmuseum lebt" veranstaltet. Hier merkt man wirklich, das sich jede Menge Mühe gegeben wird. Der Eintrittspreis ist für die gebotene Leistung wirklich günstig. Das Freilichtmuseum ist nicht riesig, aber auch nicht klein. Mindestens 1,5 Stunden sollte man sich dafür schon Zeit nehmen. Auch Tiere findet man im Freilichtmuseum, wie Hühner, Gänse und Esel.
Ausgangswert 10 Punkte
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10 Punkte

Dieses Freilichtmuseum ist wirklich ganz toll mit der Liebe zum Detail gestaltet. Beeindruckend! Wer in der Nähe ist, für den ist der Besuch dieses Freilichtmuseums Pflicht.





1 Kommentar:

  1. Solche Freilichtmuseen mag ich, auch schön wenn die Häuser noch eingerichtet sind und noch besser wenn man fotografieren darf :)

    Top!

    Lieben Gruß und Dir noch einen schönen Abend
    Björn :)

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