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Sonntag, 29. September 2013

Chinesischer Garten - Zürich

Der Chinesische Garten in Zürich
 
Bildquelle: Wikipedia
 
Öffnungszeiten: 23. März - 20. Oktober. Täglich von 11  - 19 Uhr
 
Eintritt: Erwachsene 4 Franken (ca. 3,33 €)
             Kinder 1 Franken (ca. 0,83 €)
 
Adresse: Bellerivestraße 138
                CH-8008 Zürich
 
Der Chinesische Garten ist ein Geschenk von Zürichs chinesischer Partnerstadt Kunming. Zürich half Kunming mit technischer und wirtschaftlicher Versorgung beim Ausbau der Trinkwasserversorgung und Stadtentwässerung. Der Garten wurde 1993 von Handwerkern aus Kunming und Zürich erbaut. Die offizielle Einweihung erfolgte im Frühling 1994. Für den Unterhalt und Betrieb ist heute die Wasserversorgung Zürich verantwortlich. Zentrales Element ist ein Teich mit einer kleinen Insel. Die Koikarpfen im Teich sind sogar zahm und lassen sich "streicheln". Am Westufer des Teiches, gegenüber dem Haupteingang ragt ein künstliches Bergmassiv auf, das die Funktion einer Geistermauer erfüllt. Auf der Insel steht ein kleiner Pavillon. Er soll an die daoistische Insel der Unsterblichen erinnern. Jede einzelne Pflanze im Park wurde nicht zufällig gepflanzt, sondern widerspiegelt den vielfältigen Bezug zur chinesischen Symbolsprache. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den "drei Freunden im Winter": Bambus, Kiefer und die Winterkirsche. Der Chinesische Garten ist super zum Entspannen, um die Seele baumeln zu lassen oder um abends einen Spaziergang in einer super Atmosphäre zu unternehmen. Da ist es wirklich schade, jedes Mal 4 Franken bezahlen zu müssen. Viele Parks zeigen, dass es auch ohne Eintritt zu bezahlen geht.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den Eintritt
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9 Punkte
 
Der Chinesische Garten ist mal etwas ganz anderes, etwas Besonderes das man sich unbedingt anschauen sollte.
 

Dienstag, 24. September 2013

St. Peterkirche - Zürich (Kulturtipp)


Die St. Peterkirche in Zürich



Öffnungszeiten: bis zum Einbruch der Dunkelheit

Die St. Peterkirche ist die dritte Altstadtkirche in Zürich. Die Kirche wurde erst im Juni 1705 erbaut, es gab aber schon mehrere Vorgängerkirchen am selben Standort. Am 14. November 1706, nach rund 17 Monaten Bauzeit fand der Einweihungsgottesdienst statt. Das Innere der Kirche ist barock mit Stuckaturen von Salomon Bürkli aus Zürich. Von 1970 bis 1975 wurde die Kirche restauriert, wobei die Wandmalereien von 1705 wieder komplett hergestellt wurden. Eine Besonderheit ist, dass die Kirche und der Kirchenturm verschiedene Eigentümer haben. Die Kirche mit dem Anbau des Treppenhauses sind Eigentum der Kirchgemeinde St. Peter, der Kirchenturm befindet sich im städtischen Besitz. Die Turmuhr hat einen Durchmesser von 8,64 Meter, was bedeutet das sie das größte Turmzifferblatt Europas besitzt. Das Innere der Kirche hat uns super gefallen, es ist nicht zu protzig, aber auch nicht zu schlicht.



Sonntag, 22. September 2013

Dreisesselberg (Kulturtipp)

Der Dreisesselberg
 
Die höheste Stelle des Berges
 
Der Dreisesselberg ist ein Berg im Bayerischen Wald, der 1333 Meter hoch ist. Er befindet sich im Landkreis Freyung-Grafenau. An der höchsten Stelle des Berges befindet sich ein großer markanter Granitfelsen mit einem Gipfelkreuz, von dem man die Aussicht auf den Bayerischen Wald, den Böhmischen Wald und Österreich genießen kann. Ungefähr 450 Meter südlich des Gipfels befindet sich der Dreisesselfels, drei bizarr aussehende Granitfelsen. Wenige Meter weiter verläuft die deutsch-tschechische Grenze. Die bayerische Seite des Berges gehört zum Nationalpark Bayerischer Wald, das tschechische Gebiet gehört zum Nationalpark Sumava (Böhmerwald).

Zu dem Dreisesselberg gibt es auch eine kleine nette Sage: Einst trafen sich die Könige von Bayern, Böhmen und Österreich auf dem Gipfel des Dreisesselberges und verhandelten über die Grenzen ihrer Herrschaftsbereiche. So entstand der Name des Berges. In Wirklichkeit kam der Name Dreisessel aber erst im 17. Jahrhundert für die Steinformation auf, später wurde der ganze Berg Dreisesselberg genannt.

Eine Wanderung auf den Berg lohnt sich sehr, den die Steinformationen sind wirklich sehr beeindruckend!



Dienstag, 17. September 2013

Landesmuseum - Zürich


Das Landesmuseum in Zürich
 
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr
                            Donnerstag 10 - 19 Uhr
 
Preise: Erwachsene 10 CHF (ca. 8,30 €)
             ermäßigt 8 CHF (ca. 6,60 €)

Adresse: Museumsstraße 2
               CH-8021 Zürich
 
Zürich ist mir rund 395.000 Einwohner die größte Stadt der Schweiz. Es ist das wichtigste wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der Schweiz. Seit 2012 gilt Zürich als die teuerste Stadt der Welt.
 
Das Landesmuseum wurde 1898 in einem Extra für diesen Zweck gebauten burgähnlichen Gebäude eröffnet. Zürich hatte sich mit dem Konzept "Märchenschloss" gegen andere Schweizer Städte durchgesetzt. Das Museum beherbergt die größte kulturgeschichtliche Sammlung der Schweiz. Die Dauerausstellung umfasst rund eine Million Exponate von nationaler Bedeutung aus sämtlichen Epochen. Angefangen mit der Urgeschichte geht es bis in das 21. Jahrhundert.
 
Der Museumsrundgang beginnt mit der Geschichte der Schweiz in 4 Themenbereiche. Der erste Bereich zeigt die Migrations und Siedlungsgeschichte, der zweite Bereich befasst sich mit der Religions und Geistesgeschichte, im dritten Bereich wird die Schweizer Politikgeschichte erklärt und der vierte Bereich fokussiert die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz. Diese Bereiche haben uns sehr gut gefallen. Weiter geht es mit einem 3D Diorama, das die Schlacht bei Murten zeigt, die 1476 stattfand. Die Schweizer Truppen feierten damals einen historischen Sieg. Nun gelangt man in die Galerie Sammlungen. Durch rund 2000 Exponate aus der Kunst wird versucht das Kunsthandwerk der Schweizer zu veranschaulichen, was auch sehr gut funktioniert. Es folgt die Ur- und Frühgeschichtliche Ausstellung, dieser Ausstellungsbereich zeigt Bodenfunde aus der Altsteinzeit bis in das 8. Jahrhundert. Uns interessierte dieser Bereich nicht so sehr, trotzdem ist er gut gestaltet. In dieser Ausstellung sieht man auch einen römischen Goldschatz. Kurz drauf gelangt man in den Waffenturm. Im Waffenturm sind mittelalterliche Waffen bis Waffen der Neuzeit ausgestellt. Auch Uniforme, Trachten und Kostüme findet man dort.

Ein weiterer großer Punkt sind Möbel & Räume in der Schweiz. Angefangen mit historischen Zimmern, endet die Ausstellung mit Möbel des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt, wie sich Möbel über Jahrhunderte änderten und den Gegebenheiten angepasst wurden. Fotografieren ohne Blitz ist erlaubt. Das komplette Konzept des Landesmuseums hat uns super gefallen. Man sollte sich rund 2,5 - 3 Stunden Zeit für das Landesmuseum nehmen. Es gibt wirklich jede Menge zu entdecken.

Ein kleiner Minuspunkt muss allerdings angemerkt werden - die räumliche Struktur des Museums. Hier eine Treppe, da eine Treppe, dort drüben 3 Türen; kurzum, der Museumsbesuch kann in einem Irrgarten ändern. So hätte man sich vielleicht den ein oder anderen Wegweiser gewünscht, zumal gerade eine der Treppen relativ verborgen ist und eher wie eine "Hinterhof"-Treppe erscheint.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 aufgrund der verwirrenden Struktur und Anordnung
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9 Punkte

Das Landesmuseum ist trotzdem ein großartiges Highlight in Zürich. Unbedingt Besuchen!




Samstag, 14. September 2013

Fraumünsterkirche - Zürich (Kulturtipp)

Die Fraumünsterkirche in Zürich
 
Die Fraumünsterkirche (mit Turm)
 
Das Kloster Fraumünster war ein Benediktinerinnenstift in Zürich. Die ehemalige Klosterkirche ist eine der drei Altstadtkirchen in Zürich. Das Kloster wurde am 21. Juli 853 gegründet. Während der gesamten Dauer des Klosters wurden vor allem Frauen des Hochadels gegen Zahlung einer Mitgift ins Kloster aufgenommen. Die Frauen lebten zwar nach den Ordensregeln, durften aber jederzeit aussteigen oder heiraten. Im 13. Jahrhundert erreichte das Kloster den Höhepunkt seiner Macht und Bedeutung. Die letzte Äbtissin, Katharina von Zimmern übergab im Zuge der Reformation am 30. November 1524 alle Rechte und Besitzungen der Stadt Zürich. Somit war die Zeit des Klosters beendet, bis 1803 beherbergte das Klostergebäude noch das Frauenmünsteramt. Im 19. Jahrhundert nutzte die Stadt Zürich die leeren Klostergebäude als Schulen. 1898 wurde die Klosteranlage abgerissen. Teile des romanischen Kreuzganges wurden im Innenhof des Stadthauses wiederverwertet. Die Fraumünsterkirche ist heute die Kirche der Kirchgemeinde Fraumünster, die mit rund 200 Mitglieder die kleinste der Kirchgemeinden in Zürich ist. Die Kirche ist ebenfalls wie das Großmünster sehr schlicht.
 


Freitag, 6. September 2013

Grossmünster - Zürich (Kulturtipp)

Das Grossmünster in Zürich


Öffnungszeiten: Bis zum Einbruch der Dunkelheit
 
Das Grossmünster ist eine evangelisch-reformierte Kirche in der Altstadt von Zürich. Bis zur Reformation war das Münster eine Pfarrkirche. Die Doppeltürme sind das Wahrzeichen der Stadt Zürich. Der Bau der Kirche wurde wohl 1100 begonnen und 1220 vollendet, der Begriff Grossmünster taucht aber erstmals erst im Jahre 1322 auf. Der linke Turm war zu dieser Zeit weitaus höher als der Rechte. Erst 1487 wurden die Türme auf gleiche Höhe gebracht. Huldrych Zwingli der 1519 als Priester im Grossmünster predigte, löste die deutschschweizerische Reformation aus. Auf seine Initiative ließ der Stadtrat 1524 die Altarbilder aus der Kirche entfernen. 1763 zerstörte ein Blitzschlag den Glockenturm, nun war der Plan das komplette Münster abzureißen und nach Plänen von Gaetano Matteo Pisonis wieder aufzubauen. Dieser Plan scheiterte am Widerstand des Pfarrers Johann Jakob Breitinger. 1781 bis 1787 entstanden die heutigen neugotischen Türme.
 
Das Innere der Kirche wurde Barock. Ab 1845 wurde das Münster erneut massiv umgestaltet, die barocke Innenausstattung wurde zerstört, auch sämtliche barocke Elemente wie Stuck oder Gips wurden komplett entfernt. Der große Innenraum des Münsters ist sehr schlicht gehalten. Er enthält lediglich eine Kanzel und einen Taufstein. Erst seit 1933 sind 3 farbige Fenster von Augusto Giaconmetti zu sehen, sie erzählen die Weihnachtsgeschichte. Der älteste Teil der Kirche ist die Krypta, die aber keine menschliche Überreste mehr enthält. Dafür steht hier die originale Sitzfigur von Karl des Grossen,  die aus dem 14. Jahrhundert stammt. 2005 veranstaltete die Kirchgemeinde einen Einladungswettbewerb, um die bisher weißen Fenster neu zu gestalten. 2006 fiel die Wahl auf den Kölner Gegenwartskünstler Sigmar Polke, 2009 war er damit fertig. Das Züricher Münster ist das schlichteste Münster das wir bisher gesehen haben, aber genau das macht den Reiz des Grossmünsters auch aus.
 



Dienstag, 3. September 2013

Alpenvereinsmuseum - Innsbruck


Alpenvereinsmuseum Innsbruck -
Ausstellung „Berge, eine unverständliche Leidenschaft“


Öffnungszeiten: Geschlossen
 
Eintrittspreise: Erwachsene 4€
                           ermäßigt 3€

Adresse:  -
 
Weiße Gipfel, rauschender Wind, steile Abhänge und ein Echo als einziger Gesprächspartner...
So stellt man sich das Bergleben vor. Wild. Abenteuerlich. Einsam. .. und unverständlich? Diese „Gipfelwanderung der Gefühle“ findet im Alpenvereinsmuseum in der Tiroler Hauptstadt statt. Die Inszenierung dieser Ausstellung gleicht einem Gipfelsieg:

Zu Beginn die „Basis“: Das entsprechende Werkzeug, das zu jedem Bergsteigerabenteuer dazugehört. Dabei war man bemüht, Objekte aus verschiedenen Jahrzehnten zu präsentieren:
Wanderschuhe, Seile, Schnüre, Landkarten, Campingkocher usw. - die Qualität und der Umfang der Ausrüstung reichte von der eines Freizeitbergsteigers bis zum Mount-Everest-Bezwinger.
Es wurde auf anschauliche Präsentation geachtet, so geben schräg eingezogene Wände die Optik von schräg abfallenden Bergklippen. Immer wieder sind Sitzgelegenheiten aufgestellt, davor Bildschirme mit Videos von Sportlern und Bergsteigern, die dem Laien versuchen, die „Faszination“ Berg näher zu bringen. Die verschiedenen Sichtweisen sind sehr interessant und bringen einem die „unverständliche Leidenschaft, die Berge“ etwas näher.

Ein weiteres Highlight ist eine angedeutete Fahrt in einer Gondel. Konkret sitzt man in einer roten, kleinen Kabine und hört die Originalaufzeichnung einer Schweizer Gondel bei ihrer ersten Betriebsfahrt. Der Kommentator beschreibt die Szene so beschwingt und lebendig, dass man nach einiger Zeit nahezu vergisst, in einem Museum zu sitzen. Natürlich hat auch jedes Auf sein Ab, jedes Hoch sein Tief. So wird ungeschönt auch über Stürze und Unfälle berichtet, die nicht selten tödlich endeten.

Schlussendlich, wie bei einer realen Bergwanderung, wartet der Gipfel. Ein vollständig in weiß gehüllter Raum, der – trotz seiner im Verhältnis geringen Größe – ein bisschen das Gefühl verleiht, tatsächlich „ganz oben“ zu stehen. Es ist ruhig und die Stimme hallt, man stellt sich dazu ein windiges Rauschen vor, vielleicht einen Raubvogel, der hoch oben in der Luft seine Kreise zieht, auf jeden Fall aber eine Tallandschaft, wie sie einem zu Füßen liegt, beinahe demütig. Es ist ruhig fernab der Zivilisation. Weit weg und doch gar nicht so weit entfernt. Dann, ja genau dann, beginnt man zu verstehen, selbst als Flachlandbewohner. Dann nämlich wird die „unverständliche Leidenschaft“ verständlich; mehr noch, sie weicht einer Sehnsucht. Einer Sehnsucht nach Freiheit, Ruhe und friedvoller Stille. Einer Sehnsucht, die nur ein Gipfelsieg zu erfüllen mag.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
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9 Punkte 

Diese Ausstellung ist wahrhaftig einen Besuch wert. Für Liebhaber der Berge genauso wie für diejenigen, die bisher noch keine Berge erklommen haben.