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Samstag, 24. August 2013

Zürichsee (Kulturtipp)

Der Zürichsee
 
Der Zürichsee im Nebel
 
Der Zürichsee liegt südöstlich von Zürich, und zwar in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Schwyz. Kantone sind quasi Bundesländer. Der Hauptzufluss des Zürichsees ist die Linth. Die Linth entspringt im Kanton Glarus. Aus dem See fließt in Zürich die Limmat. Das Seewasser hat Trinkwasserqualität. Der Zürichsee hat übrigens die Form einer Banane und hat eine Länge von 42 Kilometern. An der tiefsten Stelle ist er 136 Meter tief. Der Zürichsee ist reich an prähistorischen Pfahlbauten. 1854 wurden erstmals Überreste von Pfahlbauten gefunden. Die Funde sind Teil des Weltkulturerbes prähistorische Pfahlbauten um die Alpen. Schon 1500 v. Chr. gab es eine Holzbrücke zwischen Rapperswil und Hurden. Später wurde der Zürichsee von den Römern erobert, durch sie wurde die unmittelbare Umgebung des Zürichsees zum Weinanbaugebiet. Der alten Holzbrücke nachempfunden wurde 2001 ein neuer Holzsteg errichtet, so dass der Jakobsweg in seiner früheren Form wieder begangen werden kann. Eine Schifffahrt auf dem Zürichsee lohnt sich auch sehr! Zürichsee Schifffahrten

Mittwoch, 21. August 2013

Burg Hasegg + Münzerturm - Hall in Tirol

Die Burg Hasegg in Hall in Tirol
 

 Öffnungszeiten: April - Oktober 10 - 17 Uhr / Montag geschlossen
                             November - März 10 - 17 Uhr / Sonntags + Montags geschlossen
                             Von der 3. Januarwoche bis zur 2. Märzwoche nur für Gruppen geöffnet ->
                             (Nach Voranmeldung)
 
Preise: Münzmuseum
             Erwachsene 8 €
             ermäßigt 5,50 €
 
            Turm
            Erwachsene 5,50 €
            ermäßigt 4,50 €
 
            Kombi (Museum + Turm)
            Erwachsene 11,50 €
            ermäßigt 8 €
        
Adresse: Burg Hasegg 6
                A-6060 Hall in Tirol

Hall in Tirol ist eine Stadt im Bundesland Tirol in Österreich. Hall hat rund 13.000 Einwohner
 
Die Burg Hasegg wurde erstmals im Jahre 1306 erwähnt. Ihr Zweck war es die alte Römerstraße und den Flussübergang über den Sinn zu beobachten und zu schützen. Einen gravierenden Aufschwung erlebte die Burg Hasegg im Jahre 1567, Erzherzog Ferdinand II. ließ die Münzstätte von Sparberegg (im Pinggau) nach Hall in Tirol, in die Burg Hasegg verlegen. Bis 1809 wurden in der Burg Münzen geprägt. Heute werden wieder Erinnerung und Jubiläumsausgaben in der Münzstätte geprägt.
 
In der Burg ist unter anderem ein Münzmuseum untergebracht. Der Rundgang beginnt mit einer Kniehebelpresse aus dem 19. Jahrhundert, diese gilt als die präziseste Prägemaschine der damaligen Zeit. Ebenso sieht man eine Friktionspresse, diese Prägemaschine wird noch heute verwendet. Wir setzen den Rundgang fort und sehen nun eine Spindelpresse. Durch eine Prägung mit einer Spindel kann man in einer Minute rund 30 Münzen ausstoßen. Nun kommt die industrielle Revolution, die Walzenprägmaschine. Diese Maschine kam erstmals in Hall in den Einsatz und ermöglichte die Massenprägung von Silbermünzen im 16. Jahrhundert. Jahrelang wurde akribisch daran gearbeitet, diese Maschine nachzubauen. Es gelang! Diese riesige Maschine mit 8 Meter Länge, 5 Meter Breite und 2,5 Meter Höhe gilt weltweit als Unikat. Der letzte Raum widmet sich der Hammerprägung, die lange Zeit den Alltag eines Münzmeisters bestimmte. Das Museum ist sehr modern eingerichtet, und wirklich sehr interessant. Einzelne Räume könnten Ausführlicher gestaltet werden. Nun folgt ein weiteres großes Highlight: der Turm.
 
Der Münzerturm wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts gebaut. Bis ganz oben sind es 185 Stufen. Der Turm ist mit einer Kooperation von Swarovski eingerichtet. Viele Münzen wurden so in einen Kristallhintergrund gesetzt, wirklich sehr schön! Anlässlich der Fußball Europameisterschaft 2008 wurde der größte Silbertaler der Welt mit 360 mm geprägt. Dieser Silbertaler ist im Turm zu finden. Auch das kleine aber feine Museum Stadtarchäologie Hall ist im Münzerturm untergebracht. In dieser Ausstellung werden Alltagsgegenstände aus dem Mittelalter gezeigt, die das frühere Leben dokumentieren. Im Turm nisten auch öfters Turmfalken. Fotografieren ist erlaubt.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte dafür das einige Räume noch ausführlicher gestalten sein könnten
- 0, 5 Punkte für eine Sonntagsschließung von November - März
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9 Punkte
 
Die Münze Hall bzw. Burg Hasegg ist ein tolles Museum. Der Münzerturm ist dann nochmal ein grandioses Highlight. Unbedingt anschauen!

Freitag, 9. August 2013

Audioversum - Innsbruck

Das Audioversum in Innsbruck

Bildquelle: www.audioversum.at

Öffnungszeiten:  Dienstag bis Freitag: 9.00 bis 17.00 Uhr
                             Donnerstag: bis 21.00 Uhr
                             Samstag, Sonntag, Feiertage: 10.00 bis 17.00 Uhr
                             Montag Ruhetag

Preise: Erwachsene 7 €
             ermäßigt 5,50 €

Adresse: Wilhelm-Greil-Straße 23
                A-6020 Innsbruck, Austria

Das in Innsbruck beheimatete Audioversum ist ein noch sehr junges Museum und ein Versuch, den Menschen ihren komplexesten Sinn – das Gehör – nahe zu bringen sowie darauf hinzuweisen, wie wertvoll und auch vergänglich dieses sein kann. Gegründet wurde dieses (teils interaktive) Museum von dem ebenfalls in der Tiroler Hauptstadt stationierten Unternehmen „Med-El“, welches sich auf die Entwicklung von implantierbaren Hörsystemen spezialisiert hat und damit zu den Weltmarktführern gehört. Neben der stetigen Entwicklung und Forschung, das Tor in die wundervolle Welt des Hörens auch für an Taubheit grenzende Menschen zu öffnen, ist es „Med-El“ auch ein großes Anliegen, Bewusstsein zu schaffen für das Hören und den komplexen Verarbeitungsprozess, der dahinter steht. So entstand Anfang des Jahres (2013) das Audioversum.
 
Zu erwähnen sei auch noch, dass die ausgestellten Exponate in Kooperation mit dem Ars Electronica entstanden sind. An der Umsetzung des oben beschriebenen Versuches wurde nicht gespart: Ein grell rotes Haus (die Farbe von „Med-El“) macht von Weitem auf sich aufmerksam. Die Innenausstattung wirkt hell, großräumig und freundlich und mit der neuesten Technologie ausgestattet.

Ganz besonders auffällig ist, dass im Audioversum selbst aus Treppen und Übergängen verschiedener Stockwerke und Abteilungen Exponate gemacht werden. So führt beispielsweise eine Klangtreppe in den ersten Stock. Jede Treppenstufe hat ein anderes Geräusch und einen anderen Klang. Gehen mehrere Menschen gleichzeitig über die Treppe, so ergibt sich eine Vielfalt an Geräuschen und Klängen, die die Diversität des Hörbaren darstellen soll. Weiters war man auch bemüht, den Besuchern die Welt des Hörens so anschaulich wie nur möglich darzustellen. Im ersten Stock wurden deshalb verschiedene, lebensgroße Modelle von Presslufthämmern, Flugzeugturbinen, Glocken etc. aufgebaut, die bei Berührung eine Vibration abgeben. Die Stärke der Vibration hängt von dem jeweiligen Schalldruckpegel ab, den das jeweilige Objekt erreichen kann. Ein sehr gelungener Versuch, das Hören spürbar zu machen!

Eine weitere Station ist der Aufbau des Ohres, wo vor allem den Haarsinneszellen besondere Beachtung geschenkt wurde. Hierbei wurden ca. 1m große, biegbare Stangen aufgestellt. Eine Musik wird eingespielt; nach und nach kann man einzelne dieser Stangen „umbiegen“ und stellt somit das Umknicken der Haarsinneszellen dar. Das abgespielte Musikstück verändert sich, je nachdem ob man die Stangen umknickt, die den Bereich der hohen Töne darstellen, oder ob man eine Zerstörung der Haarsinneszellen, die für die tiefen Töne zuständig sind, simuliert.

Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Stationen, bei denen der Besucher selbstständig probieren und erforschen kann. Schließlich auch noch einen Film zum Prozess des Hörens, wie aus dem Schall ein Höreindruck wird und eine Zeitskala, wo alle wesentlichen Daten, die in Verbindung mit dem Ohr und dem Hören stehen, notiert sind. An dieser Stelle muss man anfügen, dass das ein oder andere Detail für Besucher, die vielleicht nur einige Versuche zum Gehör machen möchten, oder einfach interessiert an diesem Thema sind, etwas zu weit in die Materie geht. Jedoch ist auch zu dem komplexen Thema „Hörverarbeitung“ eine sehr bemühte Darstellung vorzufinden, die es jedem Besucher ermöglichen soll, unseren Gehörsinn zu verstehen.

So bleibt als abschließendes Resümee zu sagen, dass das Hören etwas ist, was uns alle belangen sollte, geht es doch um einen unserer wichtigsten Sinne. Allerdings wird das Thema „Hören“ immer noch als ein eher zweischneidiges Schwert gesehen. Ist es heutzutage das Normalste auf der Welt, eine Brille zu tragen, so ist eine Hörhilfe immer noch ein Tabuthema. Etwas, das man mit „Alter“ und „Schwäche“ verbindet. Dass unser Gehör aber nicht nur im Alter eventuell zu beachten sein wird und dass es davon abgesehen auch schon wesentlich jüngere Gesellschaftsgruppen betrifft, versucht die Firma „Med-El“ mit dem Audioversum klar zu machen.

                                                           Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte Abzug / keine Kritik
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10 Punkte


Das Audioversum - ein Bildungsauftrag, der spielerisch und aufwändig zugleich gestaltet wurde. Einer, der wirklich nach allen Regeln der Kunst zu überzeugen versucht. Einer, der dies auch schafft.
Bildquelle: www.audioversum.at

Bildquelle: www.audioversum.at

Dienstag, 6. August 2013

DB Museum - Nürnberg Teil 2

DB Museum in Nürnberg Teil 2
 

Auch zwei Fahrzeughallen gibt es im Museum zu bestaunen. In der ersten Fahrzeughalle steht zum Beispiel der Adler (erste Lokomotive in Deutschland), die Personenwagen der Ludwigsbahn, der Hofzug des Bayernkönigs Ludwig II., der Salonwagen von Otto von Bismarck, ein ICE und noch viel mehr gibt es zu sehen. In der zweiten Fahrzeughalle stehen vor allem ältere Lokomotiven (Dampf, Schnellzug, Diesel, Personenzuglokomotiven). Im Museum findet man auch noch eine sehr große Modeleisenbahn.

Im Eintrittspreis, der mit 5 € unglaublich billig für die gebotene Leistung ist, ist auch der Besuch des Museums für Kommunikation inklusive.

Raum 1: Töne. In diesem Raum dreht sich alles um das Hören und Sprechen, es wird gezeigt, wie die menschliche Sprache aufgebaut ist. Außerdem kann man jede Menge Telefone, Trommeln und Glocken ausprobieren.

Raum 2: Bilder. Hier geht man in einen sehr hellen Raum. Große Bilder vermitteln Themen wie Mimik und Gestik, Kommunikation und Kleidung. Dieser Bereich ist sehr interessant gestaltet, allerdings muss man sich vor Augen führen, dass ich vorher rund 3 Stunden im DB Museum verbracht habe. Die Reizüberflutung ist nun perfekt ;)

Raum 3: Schrift. Nun dreht sich alles um die Schrift, dieses Thema ist sehr komplex aufgebaut und ich muss ehrlich sagen ich habe es mehr oder weniger übersprungen.

Raum 4: Kommunikation, Logistik, Internet. In Filmen wird gezeigt, wie das Internet das Leben verändert hat. Auch gezeigt wird die Logistik von Unternehmen die Briefe transportieren, zum Beispiel die Post. Als ein alleiniges Museum wäre das Museum für Kommunikation zu klein, aber als "Zugabe" im DB Museum ist es perfekt.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte Abzug / keine Kritik
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10 Punkte
 
Das DB Museum ist eines der besten Museen, dass wir bisher besucht haben. Wer in der Nähe ist, sollte es unbedingt besuchen! Was man für 5 € Eintritt geboten kommt, ist wirklich unglaublich.

Samstag, 3. August 2013

DB Museum - Nürnberg Teil 1

Das DB Museum in Nürnberg



Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr
                           Samstag, Sonntag 10 - 18 Uhr

Preise: Erwachsene 5 €
             Ermäßigt 4 €

Adresse: Lessingstraße 6
                90443 Nürnberg

Das DB Museum (ehemaliger Name: Verkehrsmuseum) ist eines der ältesten technikgeschichtlichen Museen in Europa. Der Rundgang beginnt mit dem Thema "Ein Jahrhundert unter Dampf" (1835 - 1919). Es wird zum Beispiel die erste Eisenbahn in Deutschland gezeigt. Im Jahr 1835 wurde die erste Strecke zwischen Nürnberg und Fürth gebaut, 80 Jahre später verfügte Deutschland über ein Streckennetz von rund 62.000 Kilometer. Während die Ausstellung zeigt, dass die Eisenbahn am Anfang nur zum Transport von Maschinen und Baumaterialien eingesetzt wurde, entwickelte sie sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Massentransportmittel. Wirklich erstaunlich wie viele Originalzüge dieser Zeit im DB Museum stehen. Die Ausstellung ist sehr modern gestaltet und fotografieren ohne Blitz ist erlaubt.

Der zweite Ausstellungsbereich "Im Dienst von Demokratie und Diktatur"  (1920 - 1945) zeigt erst den imposanten Aufstieg der Bahn mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn. Dieser Ausstellungsbereich gibt Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelt der Eisenbahner und die Organisation von Gewerkschaften. Ab 1933 folgt das dunkelste Kapitel der Bahn, die Bahn war im Zweiten Weltkrieg an den Verbrechen des Regimes unmittelbar beteiligt. Millionen Juden wurden mit Zügen der Reichsbahn in Konzentrationslager gefahren. Dieser Bereich des Museums wurde von Experten und Forschern des Zweiten Weltkrieg mitgestaltet, in der Ausstellung findet man auch ein großes Denkmal, das an die ermordeten Juden erinnert und gedenkt. Bis auf das Denkmal wurde dieser Ausstellungsbereich absichtlich in sehr dunklen Farben gehalten und nur ausreichend beleuchtet. Er endet mit der großflächigen Zerstörung des Streckensystems und dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Den dritten Ausstellungsbereich "Auf getrennten Gleisen" (1945 - 1989) widmet sich dem Wiederaufbau und die Teilung Deutschlands. Auch die Entwicklung der Eisenbahn in Ost und West ist ein großes Thema. Während die Eisenbahn im Westen ein sehr großes Thema war, entwickelte sie sich im Osten nur langsam. Es wird aber auch gezeigt, dass die Eisenbahn immer mehr Konkurrenz bekam, der Autoverkehr kam immer mehr auf, Flüge mit Flugzeugen wurden für immer mehr Leute erschwinglich. Busreisen kamen in den Trend. Alles Konkurrenz für die Bahn, die es so früher nicht gab. Auch Alltagsprodukte der DDR werden gezeigt.

Der letzte und vierte Ausstellungsbereich "Bahnhöfe im Wandel der Zeit" zeigt die Geschichte von Bahnhöfen. Am Anfang waren die Empfangsgebäude repräsentative Bauwerke und wurden schmuckvoll eingerichtet. Dieser Wartesaal war seinerseits aber nur für Kaiser, Könige und dem Adel. Aber auch die Geschichte der Geschäfte in Bahnhöfen ist sehr interessant. In den 1950er Jahren war fast in jedem Bahnhof eine Milchbar zu finden, später war in größeren Bahnhöfen Kinos oder Erotikkinos zu finden. Das Verkaufen von Pornografischen Inhalten war zu dieser Zeit übrigens verboten. Deshalb umgingen die Kinobetreiber dieses Gesetz mit einem Kniff. Man verkaufte für 10 oder 15 Mark eine Schallplatte, Getränke oder Gummibärchen, die pornographische Vorführung gab es gratis dazu. Mit der Umgestaltung von den Bahnhöfen flogen die Kinos aus den Bahnhöfen. Das heutige Bild wird von Zeitschriftenläden, und Fast Food Ketten geprägt. Damit ist Ausstellung beendet, man sollte sich mindestens 2, besser sogar 3 Stunden dafür Zeit nehmen. Der Museumsbesuch geht aber weiter, und zwar in Teil 2.



Donnerstag, 1. August 2013

Hofburg - Innsbruck

Die Hofburg in Innsbruck
 
Die Hofburg
 
Öffnungszeiten: März - August täglich von 9 - 17 Uhr / Mittwoch 9 - 19 Uhr
                            September - Februar täglich von 9 - 17 Uhr
 
Preise: Erwachsene 9 €
             Ermäßigt 6,50 €

Adresse: Rennweg 1
                A-6020 Innsbruck
 
Siegmund der Münzreiche, Graf von Tirol ließ im 15. Jahrhundert eine Burg bauen. Sein Nachfolger Maximilian II., der deutsche König und spätere Kaiser baute die Anlage großflächig aus. 1534 wurden Teile der Burg durch ein Feuer zerstört, aber durch König Ferdinand wieder hergerichtet. Nach Erdbebenschäden wurde die Fassade 1536 durch halbrunde Türme verstärkt. 1740 gab Maria Theresia den Auftrag zum Umbau im Stil des höfischen Wiener Rokoko. Sie selbst besuchte die Hofburg nur zweimal, 1739 auf der Durchreise und 1765 zur Hochzeit ihres Sohnes Leopold II. mit der spanischen Prinzessin Maria Ludovica. Die Hochzeit wurde durch den plötzlichen Tod von ihrem Gatten Franz Stephan von Lothringen überschattet. Das Sterbezimmer wurde im Auftrag der Kaiserin zu einer Kapelle umgebaut. Mitglieder der kaiserlichen Familie haben die Burg bis zum Ende der Monarchie genutzt, heute ist sie im Besitz von Österreich.
 
Die Hofburg hat eine verbaute Fläche von rund 5000 Quadratmeter, es gibt rund 400 Räume, unter anderem 35 Privatwohnungen. Der Eintritt beinhaltet die Besichtigung der Prunkräume, die ohne Führung besichtigt werden. Besonders erwähnenswert sind: Der Riesensaal mit Porträts von Maria Theresia, ihres Gatten und deren 16 Kinder. Der Raum ist 31,5 Meter lang, 13 m breit und 11 m hoch. Den Namen verdankt der Raum aber nicht seiner Größe, sondern dargestellten Riesen auf Gemälden. Außerdem der Gardesaal (Empfangsraum für den Riesensaal) und die Kaiserappartements (Lothringerzimmer, Kapitelzimmer, Ferdinandszimmer). Sowie noch jede menge weitere prunkvolle eingerichtete Räume. (Andreas-Hofer-Saal, das Gelbe Zimmer, Weißer Salon, Rosa Salon, Chinesenzimmer usw.) In jedem Raum stehen interessant gestaltete Informationstafeln, auch besonders erwähnenswert ist, dass in der Hofburg viele Zimmer, Möbel, Teppiche und sogar Böden noch original erhalten sind. Den Eintrittspreis fanden wir für die gebotene Leistung noch in Ordnung. Negativ fiel das Verbot von Fotos auf.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
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9 Punkte
 
Ein Besuch der Hofburg ist bei einem Aufenthalt in Innsbruck Pflicht. Die Prunkräume sind wirklich sehr sehenswert.