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Montag, 29. Juli 2013

Tirol Panorama mit Kaiserjägermuseum - Innsbruck

Das Tirol Panorama mit dem Kaiserjägermuseum in Innsbruck
 
Andreas Hofer
 
Öffnungszeiten: Mittwoch - Montag 9 - 17 Uhr, Dienstag geschlossen
                            Im Juli und August ist Donnerstags bis 19 Uhr geöffnet.
                        
Preise: Erwachsene 7 €
             Ermäßigt 4 €

Adresse: Bergisel 1
               A-6020 Innsbruck
 
Das Tirol Panorama wurde 1896 angefertigt, es zeigt auf mehr als 1000 Quadratmeter die Ereignisse der dritten Schlacht am Bergisel. 15.000 bayerische, sächsische und französische Truppen standen einem ebenso großen Tiroler Aufgebot unter Führung von Andreas Hofer gegenüber. Andreas Hofer gewann die Schlacht. Im Ersten Weltkrieg wurde das Riesenrundgemälde zu Propagandazwecken nach Wien transportiert, danach wurde es wieder nach Innsbruck gebracht. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gemälde unversehrt. Am 11. September 2010 wurde es an seinen neuen Standort, das neu gebaute Tirol Panorama Museum übersiedelt. Wie unschwer zu erkennen ist, ist das Gemälde das Hauptexponat des Museums. Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Dauerausstellung "Schauplatz Tirol". Hier trifft man auf die Themen Religion, Natur, Politik und Mensch. Ziel ist es, den Mythos Tirol zu erklären. Leider wurde hier die Beschilderung der Exponate sehr unglücklich angebracht, auch wirken manche Teile etwas zusammengewürfelt. Das Ziel wird nur teilweise erreicht. Aber die Ausstellung hat zwei Besonderheiten. Erstens die wirklich gute Idee große "Holzvitrinen" die aufgeklappt werden können. Zweitens kann man die Ausstellung auf einem Rollband durchqueren. Das Rollband ist umstritten, aber eine lustige Idee ist es auf jeden Fall.
 
Das Kaiserjägermuseum ist im Preis inbegriffen und wird unterirdisch betreten. Das Museum verfolgt das Konzept "Museum im Museum". Es werden Gemälde, Karten, Waffen und Erinnerungsstücke aus der Zeit der Freiheitskämpfe gezeigt. Im Untergeschoss befindet sich die Landesgedächtniskapelle, eine Kapelle, die aus Anlass der 150. Jahr Feier der Freiheitskämpfer errichtet wurde. Auch auf den 1. Weltkrieg geht das Museum ein. Ein gelungenes Konzept.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für die Beschriftung/Gestaltung der Dauerausstellung
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9 Punkte
 
Insgesamt ist das Museumskonzept sehr gelungen, nur Feinheiten könnten besser gemacht werden. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen!
 
Rechts außen sieht man das Rollband.

Das Kaiserjägermuseum.



Donnerstag, 25. Juli 2013

Schloss Neuschwanstein - Teil 2 (Gastpost)

Teil 1: Schloss Neuschwanstein




Der Rundgang im Schloss
Die Führung beginnt im Palas, dem mittelalterlichen Wohnbereich einer Burg. Man kann einen Blick auf die mit einfachen Eichenmöbel ausgestatteten Zimmer der Dienerschaft werfen, bevor es weiter geht zum  unteren Vorplatz. Dieser Raum weist keine Einrichtungsgegenstände auf, das besondere sind die Wandgemälde, die die Sigurdsage aus der Edda darstellen. Danach geht es in den Thronsaal, wo einem vor Erstaunen der Mund offen stehen bleibt. Der Thronsaal erstreckt sich in das dritte und vierte Obergeschoss. Der Boden ist gestaltet in Form eines Mosaiks, das die Erde mit Pflanzen und Tieren darstellt. Die Decke ziert ein mächtiger Kronleuchter sowie eine Sternen geschmückte  Kuppel. Zwischen Himmel und Erde sah Ludwig II seinen Platz als Mittler zwischen Gott und der Welt. Der Thronsaal wurde nach Vorbild byzantinischer Kirchenräume errichtet.

Jedoch sollte in der nördlichen Apsis anstelle eines Altars der Thron des Königs stehen. Darauf wurde nach dessen Tod verzichtet. Nachdem man den Thronsaal kurz auf sich wirken lassen konnte, geht es schon weiter in die Wohn- und Arbeitsräume des Königs. Im Speisezimmer zeigt sich Ludwigs Verehrung für das Mittelalter durch Gemälde, die Wolfram von Eschenbach zeigen sowie einer mächtigen Siegfriedskulptur aus Marmor und Bronze. Im Schlafzimmer kann man an den Wänden die Geschichte von  Tristan und Isolde bewundern. Besonders bemerkenswert ist hier die hölzerne Nachbildung einer gotischen Kathedrale über dem Bett. Das Ankleidezimmer zeigt einen weiteren Minnesänger des Mittelalters: Walther von der Vogelweide. Wie alle Möbel im Wohnbereich des Königs sind diese mit kostbarer Seide überzogen und mit aufwendigen Stickereien verziert. Das Wohnzimmer ist voll und ganz mit der Lohengrinsage verbunden. Besonders die lebensgroße Nachbildung eines Schwans aus Porzellan fällt ins Auge. Neben dem Wohnzimmer befindet sich durch Säulen abgegrenzt eine kleiner Nischenraum, in dem sich der König zum Lesen zurückzog.

Zwischen dem Wohn- und Arbeitszimmer befindet sich ein Raum, der bei den Besuchern für Überraschung sorgen wird, weshalb er hier auch nicht weiter beschrieben werden soll. Im  Arbeitszimmer kann man auf einem Tisch in der Mitte die Schreibutensilien des Königs bewundern. Thema des Raumes ist die Tannhäusersage. Über das Adjutantenzimmer gelangt man zum oberen Vorplatz, der thematisch an das Motiv des unteren Vorplatzes anknüpft, nämlich mit der Darstellung der Gudrunsage, der Fortsetzung der Sigurdsage. Die Führung endet im Sängersaal, neben dem Thronsaal einer der wichtigsten Räume für Ludwig. Denn in diesem Raum verbinden sich die drei Identifikationsfiguren des Königs: Tannhäuser. Parzival und Lohengrin. Die Gestaltung des Sängersaales entstammt allerdings nicht der Fantasie Ludwigs. Als dieser die Wartburg bereiste, war es so von deren Sänger- und Festsaal begeistert, dass er beschloss, beide Räume miteinander zu verbinden und in Neuschwanstein nachbauen zu lassen. Im Sängersaal der Wartburg soll der berühmte Sängerstreit stattgefunden haben, der auch als Grundlage für Wagners Tannhäuseroper diente. An den Wänden wird allerdings die Geschichte von Parzival erzählt und hier lässt sich der Bogen wieder zurück zu Lohengrin schlagen, denn dieser ist der Sohn von Parzival. Die hohe Kassettendecke aus Holz zeigt die Tierkreiszeichen und sorgt außerdem für eine gute Akustik. Diese ist aber hier im Gegensatz zur Wartburg überflüssig, da nie Bankette und Musikaufführungen stattfanden. Zum Schluss des Rundganges kann man sich noch die alte Küche anschauen, dann ist aber nach etwas mehr als einer halben Stunde schon die Besichtigung des Schlosses beendet.

Fazit
Schloss Neuschwanstein ist sehr prächtig und detailreich gestaltet. Man könnte jede Menge interessante Details in jedem der Räume ausmachen, wenn man die Zeit dafür hätte. Leider wird man bei der Führung mehr oder weniger durch das Schloss gejagt und die Informationen, die man während der Führung bekommt, könnten auch etwas ausführlicher sein. Die Führungen finden in fünf Minutenabständen statt, sodass keine Zeit bleibt, länger in einem Raum zu verweilen. Dadurch wirkt das Ganze wie eine Massenabfertigung, um den Strom an Touristen bewerkstelligen zu können. So geht viel vom Zauber des Schlosses verloren. Dafür, dass man für den Auf- und Abstieg zum Schloss länger braucht als für die Besichtigung an sich, sind die Eintrittspreise auch zu hoch angesetzt. Dennoch ist ein Besuch von Neuschwanstein empfehlenswert, weil schon allein die Kulisse faszinierend ist. Am besten mit einem Besuch des Schlosses Hohenschwangau verbinden.

Tipp: Wer gut zu Fuß ist, sollte es sich nicht entgehen lassen, rauf zur Marienbrücke zu gehen(Achtung, der Weg wird sehr steil). Von dort hat man einen tollen Ausblick auf die komplette Südseite des Schlosses. Auf dem Weg dorthin bietet sich außerdem ein schöner Blick auf Hohenschwangau und die Alpen.


Dienstag, 23. Juli 2013

Schloss Neuschwanstein - Teil 1 (Gastpost)

Martina, Leserin des Kulturblogs sendete uns Ihren Bericht über Schloss Neuschwanstein. Wir teilen das Ganze in 2. Teile ein und wünschen euch viel Spaß beim Lesen!
 
Schloss Neuschwanstein in Schwangau
 
 
 
Öffnungszeiten: Täglich geöffnet außer am 1. Januar und am 24., 25. und 31. Dezember.
                            April - 15. Oktober  9.00 -18.00 Uhr
                            16. Oktober - März   10-16 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 12€
                          ermäßigter Preis: 11€
                          Reservierung 1,80 €
                          Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.


Die Karten müssen am Ticketcenter in Hohenschwangau unterhalb der Burg gekauft werden, bevor man zum Schloss hochläuft! Am Schloss selbst können keine Tickets mehr gekauft werden und ohne Führung ist das Betreten des Schlosses nicht möglich. Schloss Neuschwanstein befindet sich oberhalb des Ortes Hohenschwangau nahe der Stadt Füssen im Ostallgäu. Gelegen auf einen Berg und umgeben von den Alpen bietet es eine traumhafte Kulisse und wird auch aufgrund seiner  Bauweise oft als Märchenschloss bezeichnet. Errichtet wurde es von Ludwig II. König von Bayern von 1864-1886.

König Ludwig II

"Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und anderen" - diese Worte an seine Erzieherin beschreiben den König, der oft auch als Märchenkönig bezeichnet wird, weil er viele Burgen und Schlösser errichten ließ. Bereits im Alter von 18 Jahren wurde Ludwig zum König ernannt ohne, irgendwelche Erfahrungen in der Politik gemacht haben zu können. Der träumerische Ludwig engagierte sich für die Förderung der Kultur, insbesondere der Komponist Richard Wagner hatte es ihm angetan. In seinen Werken "Tannhäuser" und "Lohengrin" sah er eine romantisierte Darstellung des Mittelalters. So finanzierte er unter anderem das Richard-Wagner Festspielhaus in Bayreuth. Allerdings musste der König auf äußeren Druck den in Bayern unbeliebten Wagner auffordern, das Land zu verlassen. Auch von dessen Antisemitismus distanzierte er sich aber die Freundschaft blieb dennoch bestehen. Weniger Interesse zeigte Ludwig an militärischen Aktionen. Zwar unterzeichnete er 1866 den Mobilmachungsbefehl, wodurch Bayern an der Seite des Deutschen Bundes gegen Preußen in den Krieg zog, die Regierungspolitik überließ er aber seinen Ministern. Er selbst reiste in die Schweiz um seinen Freund Wagner zu besuchen. Der Krieg ging für Bayern verloren und fortan war Ludwig nur noch ein Versall des preußischen Königs.

Dessen Ernennung zum Deutschen Kaiser nach dem Deutsch-Französichen-Krieg akzeptierte Ludwig nur zögerlich und aus politischen Zwängen heraus. Der Kaiserproklamation in Versailles blieb er fern. Ludwig lagen öffentliche Auftritte ohnehin nicht, er lebte lieber zurück gezogen auf seinen Schlössern. Auch Frauen gegenüber verhielt er sich distanziert, ihm werden homosexuelle Neigungen nachgesagt. Seine Verlobung mit Sophie in Bayern im Jahre 1867 löste er nach nur knapp zehn Monaten selbst wieder auf. Trotz seiner Abwesenheit führte er seine Regierungsgeschäfte bis zu seiner Entmündigung am 08. Juni 1886 gewissenhaft aus. Der rätselhafte König war der Regierung ein Dorn im Auge. Ärzte attestierten er sei seelengestört und unheilbar krank, obwohl sie sich nur auf Zeugenaussagen berufen konnten, da sie nie eine
persönliche Untersuchung vorgenommen hatten. Dieses Gutachten war die Grundlage für seine Entmachtung. Am 12. Juni 1886 wurde Ludwig in Gewahrsam genommen und an den Starnberger See zu Bernhard von Gudden - einer der Ärzte, die das falsche Gutachten aufsetzten - gebracht. Ein Tag später verstarb er, unter bis heute ungeklärten Umständen, im Starnberger See.

Entstehung von Neuschwanstein

Bereits im Mittelalter befanden sich an der Stelle, wo heute Neuschwanstein steht, zwei kleine Burgen, die von den Herren von Schwangau errichtet worden waren. Unter der Regentschaft der Wittelsbacher verfielen die Burgen. Im 19. Jahrhundert waren sie nur noch Ruinen. Ludwig I ließ das Schloss Hohenschwangau sanieren und dieses wurde für den jungen Ludwig II zu seinem Lieblingsaufenthaltsort. Sowohl die Gebirgslandschaft als auch die Legende von dem Schwanenritter Lohengrin faszinierten ihn. Nach dem verlorenen Krieg 1866, bei dem Ludwig seine Souveränität als Herrscher verloren hatte, fing er an Pläne zu schmieden für die Schaffung einer Gegenwelt, in der er als wahrer König leben konnte. So entstand die Idee von der Restaurierung der alten Burgruine bei der Pöllatschlucht. Die ersten Pläne des Schlosses orientierten sich an der Nürnberger Burg, wurden aber wieder verworfen und durch Entwürfe für ein größeres Schloss im Stile der Wartburg zu Eisenach ersetzt. Alle Entwürfe mussten von Ludwig genehmigt werden. Der Bau des Schlosses begann 1869 und sollte nach Wünschen des Königs nach drei Jahren bezugsfertig sein. Doch wie die Vorstellungen des Königs wuchsen, schossen auch die Kosten in die Höhe und die Fertigstellung verschob sich Jahr um Jahr und letztendlich wurde der Bau nie komplett beendet. Die Kosten für den Bau wurden aus dem Privatvermögen des Königs bezahlt, wodurch er sich stark verschuldete und ihm sogar die Pfändung drohte. Aber die Staatskassen Bayerns wurden für dieses Projekt nie angetastet.1884 bezog Ludwig sein Schloss obwohl, die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen waren. Allerdings konnte er bis zu seinem Tod nur 172 Tage in seinem Märchenschloss verleben. Das Innere des Schlosses ist durchzogen von Motiven aus den Opern "Tannhäuser" und "Lohengrin" von Richard Wagner. In gewisser Weise hat er ihm dieses Schloss gewidmet aber Wagner hat es nie betreten. Trotz seiner Größe wurde Neuschwanstein nicht für die Aufnahme eines Hofstaates errichtet. Es diente als Wohnstätte einer einzigen Person und dessen Dienerschaft. Das Schloss, das Ludwig als privates Refugium diente und das nie ein Fremder betreten sollte, wurde nur sieben Wochen nach dessen Tod für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bildquelle: Wikipedia

Sonntag, 21. Juli 2013

Altstadt - Bamberg (Kulturtipp)

Die Altstadt von Bamberg
 
 
In dem historischen Stadtkern von Bamberg findet man noch zahlreiche Gebäude aus dem 11. - 18. Jahrhundert. Den Zweiten Weltkrieg überstand Bamberg unbeschadet, deswegen ist es der größte erhaltene historische Stadtkern in Deutschland. 1993 wurde die Altstadt in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Heinrich II. erhob Bamberg 1007 zum Bischofs- und kaiserlichen Herrschaftssitz. Bamberg sollte laut Heinrich II. ein neues kulturelles Zentrum, ein neues Rom werden. Die Erbauer schufen nach der "Romidee" fünf Stifte in der Form eines Kreuzes. Im Schnittpunkt wurde der Bamberger Dom errichtet. Besondere Attraktionen in der Altstadt sind neben dem Dom, die Alte Hofhaltung, das Böttingerhaus, das Rathaus oder die Häuserzeile "Klein Venedig". In der Altstadt stehen über 1000 Häuser unter Denkmalschutz. Die Altstadt sollte man unbedingt gesehen haben, sie ist wunderschön.
 
 
 
 


Donnerstag, 18. Juli 2013

Landesmuseum Ferdinandeum - Innsbruck

Das Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck
 
Das Ferdinandeum in Innsbruck. Bildquelle: Wikipedia
 
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 9 - 17 Uhr

Preise: Erwachsene 11 € * = Kombiticket (Tirol Panorama, Volkskunstmuseum, Hofkirche usw.)
             Ermäßigt 6 €

Adresse: Museumsstraße 15
               A-6020 Innsbruck
 
Das Landesmuseum Ferdinandeum ist nach dem damaligen Kronprinzen Ferdinand benannt. Es umfasst vier große Sammlungen:
  • Die Vor- und Frühgeschichtliche und provinzialrömischen Sammlungen. Die Sammlung gibt einen Überblick von der Urgeschichte über die Römerzeit bis ins frühe Mittelalter in Tirol.
  • Eine große kunstgeschichtliche Sammlung. Kunst und Handwerk von der Romantik über die Gotik bis ins 19. Jahrhundert. Unter anderem findet man Werke von Michael Pacher, Lucas Cranach und Rembrandt
  • Eine Moderne Galerie. Kunst des 20. und 21. Jahrhundert unter anderem mit Werken von Max Weiler, Albin Egger-Lienz und vielen Künstlern aus Tirol.
  • Eine Historische Sammlung. Einen Überblick Tirols von Mittelalter bis zur Gegenwart. Außerdem gibt es einen Raum mit historischen Musikinstrumenten und einen Bereich für Sonderausstellungen.

Der Rundgang ist super gestaltet. Die einzelnen Bereiche werden sehr gut dargestellt, manchmal ist der Themenwechsel von den Modernen Themenbereiche in die historischen Themenbereiche etwas abrupt. Fotografieren ist erlaubt, den Preis halte ich für etwas zu teuer. Ein weiterer Negativpunkt ist die Präsentation im Internet. Für ein Landesmuseum ist die Website ein einziger K(r)ampf.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den Eintrittspreis
- 1 Punkt für die Website
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8 Punkte
 
Das Landesmuseum Ferdinandeum ist ein gutes, in manchen Bereichen ein sehr gutes Museum. Sollte man sich anschauen, wenn man die Gelegenheit dazu hat.
 
 
Moderne Kunst
 
Sammlungen der Römerzeit.

Montag, 15. Juli 2013

Neue Residenz - Bamberg

Die Neue Residenz in Bamberg

 
Öffnungszeiten: April - September 9 - 18 Uhr
                            Oktober - März 10 - 16 Uhr
                            Täglich geöffnet außer: 1.1, Faschingsdienstag, 24.12, 25.12 und 31.12
 
Preise: Erwachsene 4,50 €
             Ermäßigt 3,50 €
             Personen unter 18 Jahre haben freien Eintritt.

Adresse: Domplatz 8
                96049 Bamberg
 
Fürstbischof Johann Philipp von Gebsattel erbaute 1602 die Residenz im Renaissancestil. Zwischen 1697 und 1703 wurde unter Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn die Residenz erweitert, diesmal im barocken Stil. Ab 1803 war sie königliche Residenz. Am 1. Juni 1815 stürzte sich Louis-Alexandre Berthier, ein Marschall von Napoleon, aus einem Fenster und starb. Er wählte den Freitod, weil er der anrückenden russischen Armee nicht in die Hände fallen wollte. Von 1862 bis 1875 diente die Residenz dem abgedankten griechischen Königspaar Otto I. und Amalie als Exil. 1919 wurde die erste bayerische Verfassung im Spiegelsaal der Residenz verabschiedet. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Residenz unbeschadet.
 
Der Rundgang beginnt mit der Staatsgalerie, die eine Zweiggalerie der bayerischen Staatsgemäldesammlung in München ist. Dieser Teil präsentiert sich ohne jegliche Informationen und ist wirklich langweilig. Hat man die Staatsgalerie durchquert, kommt man zu einem Sammlungsraum. Ab hier geht es nur noch mit Führung weiter. Die Führung ist im Preis enthalten und umfasst alle Prunkräume. Die Führungen finden alle 15 Minuten statt und dauern circa 45 min - 1 Stunde. Zu sehen gibt es 41 Prunkräume. Besonders sehenswert ist der Marmorsaal das Spiegelzimmer und der Kaisersaal.
 
Der Kaisersaal ist der größte und aufwendigste ausgeschmückte Raum einer fürstlichen Residenz in Europa. Er war dazu bestimmt den Kaiser des Heiligen Römisches Reiches bei einem möglichen Besuch zu empfangen, und ihm eine angemessene Stätte der Repräsentation zu bieten. Leider besuchte der Römische Kaiser aber Bamberg trotz Einladungen nie. Ausgestattet ist er mit Decken und Wandgemälden von Melchior Steidl. Motive sind unter anderem 16 lebensgroße römische Kaiser und die antiken vier Weltreiche. Zwischen den Flügeln der Residenz befindet sich der Rosengarten. Auf den von Buchshecken eingefassten Beeten blühen im Sommer 4500 Rosen. Die Führung war sehr interessant gestaltet, fotografieren ohne Blitz ist erlaubt. Der Eintrittspreis ist mehr als gerechtfertigt, das einzig negative war die langweilige Staatsgemäldesammlung.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für die Gemäldesammlung
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9 Punkte
 
Bei einem Blick auf den Kaisersaal sollte jedem klar sein, das ein Besuch der Residenz in Bamberg Pflicht ist. Auch die anderen Prünkräume sind sehr hübsch anzuschauen.

Der Kaisersaal


Donnerstag, 11. Juli 2013

Gewinnspiel - 2x 1+1 Ticket für den Alpenzoo Innsbruck gewinnen

Schildkröten im Alpenzoo
 
Was ist ein 1+1 Ticket? 1 Ticket kaufen, das zweite Ticket geschenkt bekommen.

Einfach eine Mail mit dem Betreff  "Gewinnspiel" und der Adresse an die E-Mail gewinnspielkultur@gmail.com senden oder die Gewinnspiel APP nutzen: 
 
Einsendeschluss: Freitag, 26. Juli 2013 20:00. Wenn ihr eine Mail sendet bitte Adresse angeben!

Der Alpenzoo

Rechtsweg und Haftung: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein einklagbarer Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne. Die Namen der Gewinner werden veröffentlicht, die Adresse wird nur zum Zusenden des Gewinns genutzt.

Dienstag, 9. Juli 2013

Dom - Bamberg (Kulturtipp)

Bamberg ist eine kreisfreie Stadt in Oberfranken. Die Stadt hat fast 71.000 Einwohner.

Der Dom in Bamberg

 
Öffnungszeiten: April bis Oktober 9:00-18 Uhr
                           November bis März 9:00-17 Uhr


Der Bamberger Dom gehört zu den Kaiserdomen in Deutschland, Standorte: Bamberg, Mainz, Frankfurt, Speyer, Worms, Aachen und Königslutter). Mit seinen vier Türmen ist er das beherrschende Bauwerk der Bamberger Altstadt, die im kompletten Umfang UNESCO-Weltkulturerbe ist. Der Bamberger Dom hat einige Besonderheiten zu bieten: Im Inneren befindet sich der Bamberger Reiter, das Grab des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaars des Heiligen Römischen Reiches sowie das einzige Papstgrab in Deutschland und nördlich der Alpen. Clemens II. liegt hier begraben aber leider ist das Grab nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Heinrichsdom

Der erste Dom wurde im Jahre 1004 von Kaiser Heinrich II. in Auftrag gegeben. Er war bereits im Jahre 1007 fertiggestellt und für einen Dom wohl sehr schlicht gehalten. Überraschend fand man im Zuge von Untersuchungen die 2012 stattfanden umfangreiche Mauerreste des Heinrichdomes. Außerdem ist die Grabanlage der Bischöfe komplett erhalten. 1081 brannte der Dom, wobei wohl die komplette Ausstattung zerstört wurde. Der Schaden an der Bausubstanz war aber nicht gravierend. Trotzdem wurde der Dom teilweise abgerissen und neu erbaut. Wieder wurde der Dom sehr schlicht gehalten. 1185 brannte der Dom jedoch erneut ab.

Der Ekbertdom

Nach dem Großfeuer von 1185 wurde der Dom komplett abgerissen und erst 1215 wurde mit der Neuerrichtung begonnen. Am 6. Mai 1237, dem Geburtstag von Kaiser Heinrich II. wurde der viel größere Dom fertiggestellt. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde der Dom barockisiert. In den 1830er Jahren ließ König Ludwig I. den Dom wieder in den ursprünglichen romanischen Stil zurückversetzen. Die Rückversetzung endete am 25. August 1837, dem Geburtstag von Kaiser Ludwig I., mit einer feierlichen Einweihung, an der aber weder Kaiser Ludwig I. noch seine Familie teilnahmen, offensichtlich hatte er das Interesse am Bamberger Dom verloren. 2012 feierte Bamberg das 1000 jährige Domjubiläum. Wer noch mehr Informationen möchte: Der Bamberger Dom

Das Kaisergrab
 











Die Orgel

Donnerstag, 4. Juli 2013

Volkskunstmuseum - Innsbruck

Das Volkskunstmuseum in Innsbruck
 
 
Öffnungszeiten: Montag - Sonntag 9 - 17 Uhr
 
Preise: Erwachsene 11 € * = Kombiticket (Volkskunstmuseum + Hofkirche, Landesmuseum, Tirol Panorama)
             ermäßigt 6 €

Adresse: Universitätsstraße 2
                A-6020 Innsbruck
 
Das Tiroler Volkskunstmuseum beherbergt die größte und bedeutendste Sammlung von Tiroler Kulturgut. Man findet in ganz Europa kaum was Vergleichbares. 1929 wurde das Museum eröffnet. Ein großer Teil der Gegenstände wurde vor dem Ersten Weltkrieg angekauft. Sammlungsgebiet war das alte Land Tirol. Die Sammlungsstücke stammen aus verschiedenen sozialen Schichten: dem Bauernstand, dem Bürgertum und dem Adel. Schwerpunkte sind Kunsthandwerk und Kunstgewerbe, Hausindustrie, Volksfrömmigkeit, Masken und Trachten. 2008 - 2009 wurde das Museum renoviert und umgebaut. Aber was ist das besondere an dem Museum? Das Museum verzichtet größtenteils auf Infoschilder und Erklärungen. Sobald man den Museumsbereich betritt, trifft man auf Luzifer. Das Volkskunstmuseum sagt dazu:
"Luzifer ist der Verführer durch das Museum. Er ist der Provokateur, das Enfant terrible in der schönen, wohl geordnet erscheinenden Museumswelt. Er hinterfragt, zweifelt und untergräbt: Was ist Kunst? Was ist Handwerk? Was ist echt? Was scheint nur so? Luzifer stellt sich auch in den Dienst der Wirklichkeit."

Genau diese Fragen sollen sich auch die Museumsbesucher stellen, deswegen wird in einem Infoschild kurz und knapp der Themenbereich vorgestellt, danach ist man mit seinen Fragen und Gedanken auf sich alleine gestellt. Insgesamt gibt es 6 Themenbereiche: Miniaturen des Evangeliums (Grippen), das "Pralle Jahr" und das "Prekäre Leben" (geben Einblicke in das bäuerliche Leben, der Religion, Volksbräuche, Feiern und Arbeiten im Jahreslauf), "Schein und Sein" (Trachten), die Studiensammlung (Sammlung von vielen verschiedenen Handwerksexponaten) und Stuben aus dem Barock, dem Rokoko, der Renaissance und der Gotik. Die Stuben sind Originalstuben und sie sind betretbar. Die jeweiligen Bereiche werden mit passender Musik unterlegt. Die Bereiche sind teilweise wirklich beeindruckend. Was mir besonders gefiel, ist, dass das Museum auch auf die Negativen Folgen von Religion eingeht. Im Oberen Bereich gibt es noch eine kleine und sehr gut gemachte Multimediashow. Danach gehen die Lichter aus, man steht kurz im ganz Dunkeln, danach wird eine Tür beleuchtet, die kurz daraufhin aufgeht. Geht man durch die Tür, betritt man die Empore der Hofkirche. Das Museum ist sehr vielfältig, und interessant. Auch das Konzept ist super gelungen. Wer nicht auf mehr Informationen verzichten möchte, kann einen Audioguide nehmen. Er ist im Preis inbegriffen. Den Eintrittspreis finde ich etwas zu teuer.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den Eintrittspreis
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9 Punkte

Wer in Innsbruck ist, sollte unbedingt das Volkskunstmuseum besuchen. Das Konzept ist super gelungen.

Montag, 1. Juli 2013

Der Alpenzoo - Innsbruck

Der Alpenzoo in Innsbruck


 
Öffnungszeiten: täglich 9.00-18.00 (April-Oktober)
                           9.00-17.00 (November-März)

Eintrittspreise: Erwachsene 10 €
                         ermäßigt 8,50 €
                         Kinder (6-15) 5 €

Adresse: Weiherburggasse 37
               A-6020 Innsbruck


Der Alpenzoo in Innsbruck liegt auf etwa 750m; er ist damit Europas höchstgelegener Zoo. Er beherbergt, wie der Name schon sagt, fast nur Tiere aus dem Alpenraum. Eröffnet wurde der Zoo 1962 von Hans Psenner gegründet, der sich dafür engagierte, heimische, teils bedrohte Tierarten, in einem Zoo anzusiedeln und ihr Dasein zu sichern. Dies brachte im den Titel „Vater des Alpenzoos“ ein. Seither hat es sich der Alpenzoo zur Hauptaufgabe gemacht, den Tieren im Alpenraum ein Zuhause zu geben – besonders denen, die vom Aussterben bedroht sind.

Zum Zoobesuchen allgemein sei gesagt, dass diese immer ein brisantes Thema sind, wenn es um artgerechte Tierhaltung geht. Ein kurzes Statement hinsichtlich der Haltung der Tiere im Alpenzoo von unserer Seite: Vorweg, ein Zoo kann niemals den natürlichen Lebensraum bieten, da jedes Gehege eine Einschränkung für ein Tier bedeutet. Jedoch muss man auch bedenken, dass viele Zoos – unter anderem auch der Alpenzoo – Tiere züchten oder schwachen Tieren Raum zur Rehabilitation geben, um dann einige auf die Wiederansiedlung in ihren natürlichen Lebensräumen vorbereiten. Dadurch leisten sie einen großen Beitrag zur Erhaltung vieler Arten. Es gibt also immer eine zweite Seite der Medaille, und wenn ein Zoo seine Verantwortung ernst nimmt und die Gehege versucht bestmöglich zu gestalten, so wie es der Alpenzoo tut, dann ist dies Anerkennung wert. Der Alpenzoo wird übrigens selbst von Greenpeace empfohlen.

Zum Besuch des Zoos muss man zuallererst anmerken, dass er keineswegs eintönig ist, da fast „nur“ heimische Tiere zu sehen sind – weit gefehlt! Der Alpenzoo beherbergt 150 Tierarten, eine Vielfalt also, wie sie bunter nicht sein könnte, auch wenn die einzigen „Exoten“ 2 Elche sind, die in der heutigen Zeit nicht mehr zur heimischen Tierwelt zählen. Der Rundgang ist übersichtlich gestaltet, genügend Wegweiser und ein anschaulicher Plan geben die Route vor. Die Gehege sind – wie bereits erwähnt – sehr gut ausgelegt und wirken sauber und gepflegt. Die Ausnahme, die uns jedoch aufgefallen ist, ist das Gehege der Fischotter. Dieses hätte doch etwas großzügiger ausfallen können, so fanden wir. Zudem positiv fällt auf, dass man einige Gehege durchqueren kann, wie zum Beispiel das einiger Raubvögel. So kann man diese imposanten Tiere noch besser beobachten. Nichtsdestotrotz hat jedes Tier seinen Rückzugsraum oder zumindest sind genügend Bäume, Steine und Büsche in den Gehegen, sodass jedes Tier sich zurückziehen und zur Ruhe kommen kann.
 

Ausgangswert 10 Punkte
0 Punkte Abzug
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10 Punkte

Der Innsbrucker Alpenzoo bietet die Möglichkeit, heimische Tiere in einer unglaublichen Vielfalt kennen zu lernen. Ein Besuch ist für die ganze Familie zu empfehlen! Den großartigen Beitrag, den der Zoo in Forschung, Erhaltung und Bildung leistet, gilt es zu unterstützen – also unbedingt anschauen und genießen! 

Als Anfahrtsmöglichkeit empfehlen wir übrigens die Hungerburgbahn, mit der man schnell ans Ziel kommt – auch dies ist mal was anderes als eine Auto- oder Busfahrt.