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Samstag, 29. Juni 2013

Annasäule - Innsbruck (Kulturtipp)

Die Annasäule in Innsbruck
 
Die Annasäule wurde 1704 als Dank das die letzten bayerischen Truppen aus Tirol vertrieben waren errichtet. Sie wurde von dem italienischen Bildhauer Christoforo Benedetti aus rotem Marmor geschaffen. Auf dem Sockel befinden sich vier Heiligenstatuen. Im Norden die heilige Anna, die Mutter Marias. Im Westen Kassian, der Patron der Diözese Brixen. Im Osten Vigilius , der Patron der Diözese Trient. Im Süden Georg mit Drachen und Lanze, ein Landespatron. Überhöht werden diese 4 heilige durch die Säule mit der Statue der Heiligen Jungfrau Maria. Am 26. Juli 1706 wurde das Denkmal gesegnet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrmals restauriert. 1958 wurde die Statue der Heiligen Maria durch eine Kopie ersetzt, und das Original der Abtei. St. Georgenberg-Fiecht als Leihgabe übergeben. Am 10. Oktober 2009 wurden auch die Heiligenfiguren am Sockel des Denkmals ersetzt, vor allem aus konservatorischen Gründen.
 
 



Donnerstag, 27. Juni 2013

Stadtturm - Innsbruck

Der Stadtturm in Innsbruck
 

Öffnungszeiten: Juni - September 10 - 20 Uhr / Oktober - Mai 10 - 17 Uhr
 
Preise: Erwachsene 3 €
            ermäßigt 1,50 €
 
Adresse: Herzog-Friedrich-Straße 21
               A-6020 Innsbruck
 
 
Der Stadtturm ist ein gotischer Turm. Durch das historische Rathaus erreicht man die 31 Meter hohe Aussichtsplattform, die gesamte Turmhöhe beträgt 51 Meter. Der Aufstieg zieht sich über 148 Stufen. Oberhalb der Plattform erhebt sich ein schmalerer, achteckiger Aufbau mit vier halbrunden Erkern und einem großen "Zwiebelhelm" mit Laterne. Der gesamte Turm ist aus Nagelfluh erbaut. Nagelfluh. Erbaut wurde der Turm zwischen 1442 und 1450. Der Bau des Stadtturmes zeigt das gestiegene Selbstbewusstsein der Bürger und ihre Entschlossenheit, ihre Rechte und ihre Freiheit zu verteidigen. Sowohl nachts, aber auch tagsüber bewachten Turmwächter den Turm und warnten vor Gefahren. Die letzte Turmwache wurde bis 1967 eingesetzt. Im Mittelalter diente der ganz untere Bereich des Turmes als Gefängnis. Die gotische Spitze wurde 1560 vom Stadtbaumeister in den heute noch bestehenden Renaissance Zwiebelhelm umgebaut. Die erste Turmuhr erhielt der Turm im Jahre 1603. Der Ausblick wird stark durch ein Fangnetz gestört. Der Ausblick zählt, nicht wirklich zu den besten Aussichtsstellen von Innsbruck. Auf der Skisprungschanze ist der Ausblick deutlich besser. Die Beschilderung des Stadtturmes ist leider auch mangelhaft. Trotzdem hat uns der Stadtturm insgesamt gefallen.

 
Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte für die schlechte Aussicht
- 0,5 Punkte für die schlechte Beschilderung
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7,5 Punkte
 
Es gibt Stellen in Innsbruck, an denen man eine bessere Aussicht hat. Dafür ist die Besteigung des Stadtturmes sehr geschichtsträchtig.

Montag, 24. Juni 2013

Triumphpforte - Innsbruck (Kulturtipp)

Die Triumphpforte in Innsbruck
 
Erbaut wurde dieser Triumphbogen 1765 aus dem Anlass der Hochzeit von Erzherzog Leopold und der spanischen Prinzessin Maria Ludovica. Während der Bauarbeiten starb überraschend der Vater von Leopold, Kaiser Franz Stephan von Lothringen. Deswegen wurden auch Trauermotive hinzugefügt. Die Südseite zeigt Motive der Hochzeit, die Nordseite weist auf den Tod des Kaisers hin. Fertig gestellt war die Triumphpforte im Jahre 1774. Sie besteht aus Stein und Marmor. Über Triumphpforten ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr viel bekannt. Sie waren meist nur aus Holz und wurden zu einem bestimmten Ereignis aufgebaut, danach wurden sie wieder abgetragen. In diesem Fall ist es ein historischer Glücksfall, dass man sich für Stein als Material entschied und dadurch das Gebilde erhalten blieb.

Freitag, 21. Juni 2013

Bayerische Landesausstellung 2013 - Schweinfurt

Die Bayerische Landesausstellung 2013 mit dem Thema "Main und Meer" in Schweinfurt.
 
Preise: Erwachsene 8 €
             ermäßigt 6 €
             Kinder, Jugendliche 2 €
 
Öffnungszeiten: vom 9. Mai bis 13. Oktober - täglich 9 bis 18 Uhr

Adresse: Kunsthalle Schweinfurt
                Rüfferstraße 4
                97421 Schweinfurt
 
Schweinfurt hat rund 52.000 Einwohner und ist eine kreisfreie Stadt in Unterfranken. Vom 12. Jahrhundert bis 1802 war Schweinfurt eine Reichsstadt. Seit dem 19. Jahrhundert ist Schweinfurt eine Industriestadt.
 
Nachdem die Landesausstellung 2012 auf der imposanten Burg Burghausen zu Gast war: Landesausstellung 2012. findet die Ausstellung dieses Jahr in der Kunsthalle in Schweinfurt statt. Nach dem sehr interessanten letzten Thema Bayern und Österreich im Mittelalter. „Verbündet – Verfeindet – Verschwägert“ kommt dieses Jahr schon keine richtige Stimmung bei dem Thema "der Main" auf. Aber fangen wir von vorne an. Im Gegensatz zu der Stadt Burghausen ist Schweinfurt super zu erreichen. Lediglich ein ICE-Bahnhof fehlt, sonst ist alles vorhanden. Warum die Ausstellung über den Main in einer Kunsthalle stattfindet, ist auch schnell erklärt: Die Kunsthalle war früher ein Schwimmbad, so ist der Bezug zum Wasser sofort hergestellt.
Ich vermute jetzt einfach mal, dass jeder den Main kennen sollte, aber ich erkläre es noch kurz. Der Main ist mit rund 527 Kilometer Fließstrecke, der längste Nebenfluss des Rheins. Viele Menschen leben vom Main als Sandschöpfer, Flößer oder Fischer. Er bedroht aber auch viele Menschen durch seine unbändige Kraft. Im Hochwasser zeigen der Main und andere Flüsse ihre Macht, wie wir leider erst diesen Monat feststellen durften, wobei der Main diesmal kaum betroffen war. Ein Fluss ist übrigens zum ersten Mal das Thema bei einer bayerischen Landesausstellung. Die größten Themenpunkte sind:
 
  • Der Ludwig-Donau-Main Kanal. 1846 wurde der Kanal eröffnet, der mit seinen Schleusen, Brücken und Dämmen als technische Meisterleistung seiner Zeit gilt.
  • Der Main-Donau Kanal. Dieser Kanal wurde 1992 eröffnet und verbindet den Main sogar mit den Weltmeeren. In ökologischer Sicht ist dieser Kanal sehr umstritten, was aber auch Thema ist.
  • Der Deutsche Flottenverein. Dieser Verein hatte im Jahr 1910 über 25.000 Mitglieder im Königreich Bayern. Es sind Matrosenanzüge und Modelschiffe zu sehen.
  • Mitmachstationen. Hiervon war ich nicht begeistert, weil bei der letzten Ausstellung die Mitmachstationen einfach viel besser waren. Klappen hochklappen und Zahlen lesen, sowie Fische an einem Fernseher anzutippen hat mich nicht im geringsten begeistert. Die größte Mitmachstation war ein Wasserrad zu bedienen, was aber nur für Kinder gedacht ist. Schwach!

Des Weiteren werden wohl Dutzende Punkte angesprochen. Unter anderem eine Flaschenpost, die es vom Main bis nach Afrika geschafft hat. Aber nicht über den Meeresweg. Schiffsunfälle, Flussbewohner und verlorene Schätze. Trotzdem ist die Ausstellung kleiner als die letztjährige. Dazu muss man wohl sagen, dass das Thema einfach nicht mehr hergibt. Die Informationstafeln sind alle super gestaltet, die Präsentation der Räume ist größtenteils auch super gelungen. Fotografieren ist wie immer bei einer Landesausstellung verboten. Ein weiterer Negativpunkt ist der Preis: Zahlte man letztes Jahr länderübergreifend für ein Kombi Ticket 9 €, mit dem man 4 Ausstellungsthemen anschauen konnte. Dieses Jahr zahlt man für eine einzige Ausstellung 8 €.
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 1 Punkt für die schlechten Mitmachstationen
- 1 Punkt für den Preis
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7 Punkte

Die Landesausstellung ist gut gemacht, aber nicht so gut wie die letzte Ausstellung. Was wohl auch mit am Thema liegt. Und eine riesige Burg gibt doch mehr her, als eine Kunsthalle die mal ein Schwimmbad war.
 

Nächstes Jahr findet die Bayerische Landesausstellung in Regensburg statt. Thema: "Kaiser Ludwig der Bayer"

Dienstag, 18. Juni 2013

Glockenmuseum - Innsbruck

Das Glockenmuseum der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck
 

  
Öffnungszeiten: täglich Montag - Freitag 9 - 17 Uhr
                            samstags ist von Mai bis September geöffnet. sonntags geschlossen

Preise: Erwachsene 7 €
             Kinder 4,50 €
 
Adresse: Grassmayr Glockengießerei
                Leopoldstraße 53
                6010 Innsbruck
                Österreich
 
Die Glockengießerei Grassmayr ist eine traditionelle Gießerei, die schon seit mehreren Hundert Jahren besteht. Weltweit, in über 100 Länder sind Glocken von der Grassmayr Gießerei zu finden. Das Glockenmuseum ist eine Mischung aus Museum, Glockengießerei und einem Klangraum. Das Museum wurde unter anderem mit dem österreichischen Museumspreis ausgezeichnet. Im Museumsteil erlebt man den Werdegang von Glocken, die Entwicklung in verschiedenen Kulturen hin zum Musikinstrument. Der Museumsteil ist zwar nicht sehr groß, dafür aber gut gestaltet. Das Herzstück des Museums ist der Klangraum. Verschiedene Glocken können hier angeschlagen werden. Macht jede Menge Spaß. Zum Schluss des Museums gelangt man in eine alte Gusshalle. Hier kann man einen 200 Jahre alten Holzflammofen anschauen, der gelegentlich noch benutzt wird. Das Herz der neuen Glockengießerei ist eine 6 Meter tiefe Grube, in der eine Glocke mit einem Gewicht von bis zu 37 Tonnen gegossen werden kann. Ist man im Museum, und es wird zufällig an diesem Tag eine Glocke gegossen, wird man eingeladen zuzuschauen. Dazu wird Tiroler Gussschnaps gereicht. Aber auch die Besichtigung der alten Glockengießerei ist sehr beeindruckend. Negativ ist nur erwähnen, dass das Museum sonntags, und teilweise auch samstags geschlossen ist. 7 € ist für den relativ kurzen Besuch von ungefähr 45 Minuten doch recht teuer. Fotografieren ist erlaubt.
 
Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für die Öffnungszeiten
- 0,5 Punkte für den Eintrittspreis
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8,5 Punkte
 
Unbedingt anschauen! Hier erfährt man jede menge spannende Sachen über das erst doch recht langweilig lautende Thema "Glocken". Das Ausprobieren der Glocken macht außerdem jede Menge Spaß.

Samstag, 15. Juni 2013

Gewinnspiel - Freikarten für das Schloss Ambras Innsbruck

Zu Gewinnen gibt es 5x Familienfreikarten für das Schloss Ambras in Innsbruck (Österreich). Gesponsert vom Schloss Ambras.


Einfach eine Mail mit dem Betreff  "Gewinnspiel" und der Adresse an die E-Mail gewinnspielkultur@gmail.com senden oder die Facebook Gewinnspiel APP nutzen:  Facebook APP
 
Einsendeschluss: Freitag, 28. Juni 2013 22:00. Wenn ihr eine Mail sendet bitte Adresse angeben!

Die Karten sind gültig bis zum 31. Oktober 2013!

Rechtsweg und Haftung: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein einklagbarer Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne. Die Namen der Gewinner werden veröffentlicht, die Adresse wird nur zum Zusenden des Gewinns genutzt.

Freitag, 14. Juni 2013

Schlosspark Ambras - Innsbruck (Kulturtipp)

Schlosspark Ambras - Innsbruck


Der Schlosspark ist größtenteils als englischer Landschaftspark angelegt, man findet aber auch Relikte der Renaissancegartenanlage. Der Schlosspark wurde 1574 erstmals erwähnt. Erzherzog Karl Ludwig ließ den Park ab 1855 zum englischen Landschaftspark umbauen, im unteren Parkbereich wurde ein großer Teich angelegt. Der heutige Schlosspark mit einem künstlichen Wasserfall, Felsen und Schluchten geht auf die Gestaltungsphase von 1574 zurück. Wer genau dafür verantwortlich ist, ist leider nicht mehr bekannt. Der Park ist sehr beeindruckend, die Besichtigung sollte man direkt an den Schlossbesuch dranhängen. Geöffnet ist der Schlosspark täglich bis zur Einbruch der Dunkelheit.

Gefährlich fanden wir es nicht wirklich. Wer weiß, wielange das Schild schon steht ;)
Die "Ritterhöhle"


Mittwoch, 12. Juni 2013

Hofkirche - Innsbruck

Die Hofkirche in Innsbruck

Öffnungszeiten: Montag -Samstag 09:00 - 17:00 Uhr
                            Sonn- und Feiertage 12:30 - 17:00 Uhr

Preise: Erwachsene 7 €
             ermäßigt 5 €

Die Innsbrucker Hofkirche befindet sich inmitten der Altstadt, unweit von der Hofburg und dem berühmten "Goldenen Dachl" entfernt. Sie wurde im Jahre 1563 fertiggestellt und ist auch unter "Franziskaner Kirche" sowie vor allem unter "Schwarzmander Kirche" (= Schwarzmänner Kirche) bekannt.

Erbaut wurde sie als Grabesstätte für den Kaiser Maximilian I, dem Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der die Zeit nach seinem Ableben akribisch genau plante. Die Tatsache, dass er selbst sich vor seinem Tod das Leichenhemd anziehen wollte und zudem den Befehl gab, seine Haare sollen geschoren werden und die Zähne ausgeschlagen, lassen auf Demut seitens des Kaisers schließen. Trotz der Errichtung der Kirche als Grabstätte befand sich Kaiser Maximilian I nicht einen Moment darin. Er verstarb auf der Reise nach Linz in der Burg Wels und wurde in einer Kapelle auf der Burg von der Wiener Neustadt begraben.

Dennoch ist die Hofkirche der Platz des Andenkens an den ehemaligen Kaiser. Sein Prunkgrabmal ist das dominierende Element inmitten der Kirche, welches sogar als großartigstes Kaisergrab in Europa gilt. Um dieses Grab sind 28 lebensgroße Bronzefiguren stationiert, die vor allem Mitglieder der Kaiserfamilie und die nahestenden Personen symbolisieren. Bevor man allerdings die eigentliche Hofkirche betritt, kann man eine 15minütige Audioshow besuchen, die durch mehrere Räume führt und absolut anschaulich die Geschichte des Gebäudes erzählt. Spannend aufbereitet begibt man sich auf eine Reise durch das Leben von Maximilian dem I.; es wurde nicht an visuellen Effekten gespart um diese Show ganz besonders zu gestalten. Diese Audioshow ist übrigens im Preis der Hofkirche inbegriffen.

Betritt man schließlich die eigentliche Kirche, wird die Aufmerksamkeit eines jeden Besuchers sofort auf die "Schwarzen Mander" (der umgangssprachliche Name für die Bronzefiguren, aus der auch der Name "Schwarzmander Kirche rührt) und das prunkvolle, obwohl leere Grab Maximilian des I gelenkt. Doch nicht nur Maximilian der I sollte hier sein Andenken finden, auch der Tirolervolksheld Andreas Hofer, welcher als Anführer der Aufstandsbewegung von 1809 als Freiheitskämpfer berühmt wurde, fand in der Hofkirche mit einigen seiner Mitstreiter seine letzte Ruhe.  Auch wenn "der Rest" der Kirche ziemlich untergeht, hat die Hofkirche doch noch einiges zu bieten. So ist zum Beispiel eine der beiden Orgeln eine echte Rarität, als größte, nahezu unversehrte Renaissance-Orgel in Österreich.

Zusammenfassend kann man jedem Innsbruck - Besucher die Hofkirche ans Herz legen. Und zwar deshalb, weil sie mit Maximilian dem I. und dem Nationalhelden Andreas Hofer zwei echte Persönlichkeiten in den Mittelpunkt stellt, die zur Geschichte des Landes Österreich einen
sehr großen Beitrag geleistet haben. Das Grabdenkmal, die Bronzefiguren und auch die Orgel stellen Besonderheiten dar, die einmalig sind und auch eine dementsprechende Wirkung auf jeden Besucher haben, ob nun typische Kirchengänger oder nicht. Die Audioshow, welche die Geschichte Maximilians des I. und die Geschichte der Hofkirche zeigt, vervollständigt die Hofkirche als grandiose Sehenswürdigkeit, der man mit gutem Gewissen das Prädikat "absolut sehenswert" vergeben kann!

Ausgangswert 10 Punkte
0 Punkte Abzug
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10 Punkte

Eine Sehenswürdigkeit, wie sie besser nicht sein könnte. Ein wahres Highlight in der Alpenstadt!


Sonntag, 9. Juni 2013

Mariahilfkirche - Innsbruck (Kulturtipp)

Die Mariahilfkirche in Innsbruck
 
 

Die Römisch-katholische Pfarrkirche Mariahilf ist eine Kirche in Innsbruck. Anlass für den Bau war ein Gelöbnis der Tiroler Landwirte im Dreißigjährigen Krieg im Winter 1647. Die Kirche ist komplett in italienischem Frühbarock entworfen und eingerichtet, und somit eine Besonderheit. Die erste Messe konnte am 23. April 1648 gefeiert werden. Am 13. Juni 1853 wurde die Kirche zur Pfarrei erhoben. Die Kirche ist täglich, bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet und sehr hübsch anzuschauen!

Mittwoch, 5. Juni 2013

Bergiselschanze - Innsbruck

Die Bergiselschanze in Innsbruck

Öffnungszeiten: Juni - Oktober Täglich / 9 - 18 Uhr
                           November - Mai / 10 - 17 Uhr - Dienstag ist Ruhetag

Preise: Erwachsene 9,50 €
             Kinder 4,50 €

Adresse: Bergiselweg 3
               A-6020 Innsbruck

Der Bergisel ist ein 746 Meter hoher Berg im Süden von Innsbruck. Seit 1952 ist Innsbruck ein Austragungsort der Vierschanzentournee. Nachdem zuvor kleinere Schanzen am Bergisel standen, wurde 1964 die große Bergiselschanze aus Beton erbaut. 1999 fand am Bergisel eine Snowboard-Show statt, bei der eine Massenpanik ausbrach und 5 Menschen zu Tode kamen. Auch wegen diesem tragischen Zwischenfall wurde das komplette Areal umgebaut und eine neue modernere Skisprungschanze gebaut. Die Tribünen sind heutzutage für 28.000 Menschen ausgelegt, bei dem damaligen Unglück waren 50.000 Leute bei der Snowboard Veranstaltung.

Im Eintrittspreis enthalten ist eine Auf- und Abfahrt mit dem Schrägaufzug zum Schanzenturm und die Benutzung des Turmlifts zur Aussichtsterrasse. Im Turm ist ein Restaurant untergebracht. Den Schanzenrekord hält immer noch Sven Hannawald mit einem Sprung auf 134,5 Meter. Geht man zu Fuß den Schanzenturm runter, wird man mit einer Galerie der berühmtesten Skispringer belohnt.

Der Blick vom Ausgangspunkt ist einzigartig (siehe unteres Bild), aber der Eintrittspreis ist dafür, was einem geboten wird sehr teuer. Im Restaurant haben wir nichts gegessen, weil neben den Tischen stehen die Touristenschlangen, die zur Aussichtsterrasse möchten. Eine Jahreskarte kostet 15 €, was in keinem Verhältnis mit einem einmaligen Eintritt steht, und das Restaurant ist nicht erreichbar, ohne Eintritt zu bezahlen.

Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte für den Preis/die Preispoltik
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8 Punkte

Ein beeindruckendes Bauwerk, mit einem genialen Ausblick. Nur der Eintrittspreis trübt den Besuch etwas.

Ein beeindruckender Gegenhang.

Phänomenaler Ausblick!

 
Der Rekordflug des Sven Hannawalds. Leider nicht in Deutsch.

Montag, 3. Juni 2013

Swarovski Kristallwelten - Wattens


Die Swarovski Kristallwelten in Wattens

In diesem "Berg" sind die Kristallwelten beheimatet.
 
Öffnungszeiten: Täglich von 09:00 – 18:30 Uhr

Preise: Erwachsene 19 €
             Kinder bis 14 Jahre – 7,50 €
             Museumsshop:  frei

Der in Tirol liegende Ort Wattens birgt etwas Außergewöhnliches. Die knapp 8000 Einwohner reiche Gemeinde ist der Stammsitz des populären Kristallunternehmens Swarovski. Im Jahre 1995 erschuf Andre Heller etwas, das zu einem der signifikantesten Wahrzeichen Tirols und einem weltweit beliebten Ziel für Touristen aller Nationen werden sollte: Die Kristallwelten

Allein die äußere Erscheinung ist einzigartig – der große, wohlgeformte Kopf, dessen Schultern weich in die Ebene einfließen, die funkelnden Augen und natürlich der Wasserfall, der aus dem Mund dieses Graskopfes schießt. Dieser „Kopf“ symbolisiert einen Riesen, welcher der Herrscher über die Kristallwelten ist. Doch auch die Innenarchitektur hält den Erwartungen locker stand.
Die Aufteilung erfolgt in insgesamt 16 Räume, wobei hier auch die Gänge miteinbezogen wurden. Die Übergänge zwischen den Räumen sind so sehr fließend und der große Andrang an Touristen teilt sich sehr gut auf. Bereits der erste Raum, die Eingangshalle, hinterlässt bleibenden Eindruck. Gesenktes Licht, funkelnde Kristalle, teilweise mystische Hintergrundmusik - es ist eine andere Welt, in die man eintaucht und wären nicht so viele andere Menschen hier könnte man sich in dieser funkelnden, glitzernden Welt verlieren. Dennoch gibt es auch Räume, in denen dieser Zauber unterbrochen wird – gleich der zweite Raum, das „Mechanical Theatre“ gehörte dazu. Man weiß nicht so recht, in welchem Zusammenhang die kristallene Märchenwelt mit der mechanischen, im Kreis laufenden Puppe steht. Wir persönlich sind nicht lange in diesem Raum verblieben.

Allerdings währt die Enttäuschung darüber nicht lange – eines der großen Highlights wartet auf die Besucher: der Kristalldom. Ein runder, nicht allzu großer Raum, der einem das Gefühl gibt, im Inneren des Kristalles zu sein. Spiegel und Kristalle, soweit das Auge reicht – ein Wunderwerk im Herzen des Riesen. Die Reise geht weiter, durch Kristallwälder und ein kristallenes Theater, welches auf den ersten Blick bizarr erscheinen mag, aber auf den zweiten Blick eine bewegende, in allen Farben funkelnde Märchenwelt preisgibt. Gänge, die genau wie die Räume einzelne Themen haben (wie beispielsweise die Eisgasse), beeindrucken ebenso wie die größeren Räume. Reflexionen, Spiegelungen, funkelnde Meisterwerke – hier übertrifft (bis auf wenige Ausnahmen) ein Raum den anderen.

Schlussendlich gelangt man in den großen Swarovski-Shop, der allerdings von der Darstellung her mit dem kristallenen Museum an sich gut mithalten kann. Mit dem entsprechenden Geldbeutel kann man die dort ausgestellten Stücke erwerben, wobei die Preise bei kleineren Schmuckstücken erschwinglich sind, bei den größeren Teilen jedoch utopisch erscheinen. Außerhalb des Riesen gibt es noch einen Park und ein Labyrinth, welches auf den ersten Blick nicht groß erscheint, aber dennoch einige Zeit braucht, um erfolgreich durchlaufen zu werden. Diese Komponenten außerhalb des eigentlichen Kunstwerkes verstehen sich als Teil von den Kristallwelten und werden in die Gliederung miteinbezogen.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass der Besuch der Kristallwelten definitiv ein einmaliges Erlebnis darstellt. Die Preise sind nicht gerade niedrig und es gibt auch kaum ersichtliche Ermäßigungen. Die Gestaltung ist wunderschön und einzigartig; wobei man jedoch bei ein oder zwei Räumen hätte überlegen können, ob man diese nicht mit mehr Bezug zu Kristallen und dem Unternehmen Swarovski gestaltet, so wirken sie etwas verloren. Der abschließende Gang durchs Labyrinth ist sehr empfehlenswert.


    Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für die Preise
-0,5 Punkte für die unpassende Gestaltung in 2 Räumen
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8,5 Punkte

Fazit: Es gibt nur wenige Abstriche, die man bei den Swarovski Kristallwelten machen kann... ansonsten gibt es nur ein Wort, das diese Sehenswürdigkeit beschreibt: Faszination!

Der Kristalldom
Ein Swarovski High Heel