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Donnerstag, 30. Mai 2013

Goldenes Dachl - Innsbruck (Museum)

Das Goldene Dachl in Innsbruck



Öffnungszeiten: Mai - September: Täglich 10 - 17 Uhr
                          Oktober - April: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr
                          im November ist das Museum geschlossen

Preise: Erwachsene 4 €
            ermäßigt 2 €

Adresse: Herzog-Friedrich Straße 15
               A-6020 Innsbruck

Das Goldene Dachl ist ein Gebäude in der Innsbrucker Altstadt und es gilt als Wahrzeichen der Stadt. Das Dach des Erkers wurde mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt. Erbaut wurde es 1420 als Residenz für die Landesfürsten. Im Jahr 1500 wurde im Auftrag von Kaiser Maximilian I. der Prunkerker hinzugefügt. Reliefs zeigen Maximilian I. mit seinen beiden Gemahlinnen, Kanzler, Hofnarr, Tänzer und verschiedene Wappen. Es diente vor allem als Machtdemonstration. Im Zweiten Weltkrieg erhielt das Goldene Dachl einen Betonschutz, und überstand den Krieg unbeschadet. 2007 wurde im oberen Stockwerk das Museum Goldenes Dachl eröffnet.

Das Museum besteht aus 6. Räumen, wobei davon nur 4. Museumsmäßig eingerichtet sind. An der Kasse bekommt man kostenlos einen Audioguide, der den Museumsbesuch künstlich verlängern soll. Fazit des Audioguides: Langweilig! Die Innenräume sind zwar nicht schlecht gestaltet, aber so kurzweilig das man sich fragt, warum hier überhaupt ein Museum eingerichtet wurde. Ein "Goldenes Dachl" Bereich in den großen Museen in Innsbruck wäre weitaus sinnvoller gewesen. Das Museum wirbt übrigens mit diesem Satz: "Ein eindrucksvoller Höhepunkt des Museumsbesuchs ist der Ausblick vom Prunkerker in die Innsbrucker Altstadt." Nicht nur das es äußerst fragwürdig ist, einen Ausblick aus Höhepunkt eines Museums zu bezeichnen, wird es noch besser. Man darf den Balkon nicht betreten. Gut gefallen hat mir ein Raum zur Geschichte des Goldenen Dachls und ein nachgebildeter Rittersaal. Nur deswegen ist das Museum allerdings nicht zu empfehlen. Ein Rundgang durch das Museum ohne Audioguide dauert rund 15 - 20 Minuten. Deutlich zu wenig.

Ausgangswert 10 Punkte
- 7 Punkte für die Museumsgestaltung/Präsentation
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3 Punkte

Das Goldene Dachl einfach am besten von außen bewundern. Das Museum muss nicht sein. Es ist einfach zu klein. Für die gut gestalteten Museumsräume gibt's noch 3 Punkte.




Montag, 27. Mai 2013

Schloss Ambras - Innsbruck

Innsbruck ist die Landeshauptstadt von Tirol in Österreich. Mit mehr als 121.000 Einwohnern ist es die fünftgrößte Stadt in Österreich. Ambras liegt an der südöstlichen Stadtgrenze.

Schloss Ambras in Innsbruck



Öffnungszeiten: Täglich 10 - 17 Uhr
                          vom 2.11 - 30.11.2013 ist das Schloss geschlossen

Preise: April - Oktober Erwachsene 10 €
            ermäßigt 7 €

            Dezember - März Erwachsene 7 €
            ermäßigt 5 €

            Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Adresse: Schloßstraße 20
                A-6020 Innsbruck

Erstmals erwähnt wurde eine Burg in Ambras im 10. Jahrhundert. 1133 wurde die Burg von Heinrich dem Stolzen zerstört. Nun vergingen 150 Jahre, bis die Burg wieder aufgebaut wurde. Zusammen mit der Burg Straßfried kontrollierte die Burg die Wege zwischen Innsbruck, Hall in Tirol und dem Mittelgebirgsplateau. Nach dem Tod von Margarete von Tirol, fiel die Burg 1363 an die Habsburger und wurde in der Renaissance von Erzherzog Ferdinand zum Prunkschloss ausgebaut. Erzherzog Ferdinand II. brachte seine bereits damals berühmte Sammlung von Harnischen, Waffen, Porträts, Raritäten und Kostbarkeiten nach Schloss Ambras. 1589 ließ er ein zusätzliches Gebäude westlich des Schlosses für die Waffensammlung bauen. Als Tirol ab 1655 nicht mehr Sitz des Landesfürsten und weitgehend der höfischen Repräsentation entzogen war, diente Schloss Ambras bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unterschiedlichen Zwecken, zum Beispiel als Truppenquartier oder Militärspital. Trotzdem blieben die berühmten Ambraser Sammlungen weiterhin im Schloss. Nach der Abschaffung der Monarchie fiel Schloss Ambras per Habsburgergesetz an die Republik Österreich und gehört heute zu den Bundesmuseen.

Der Innenhof

Der Innenhof des Schlosses zählt zu den am besten erhaltenen Beispielen der Freskenmalerei des 16. Jahrhunderts. Er wurde zwischen 1564 und 1567 gestaltet. Durch Verwendung verschiedener Grautöne wird der Eindruck eines Reliefs erzeugt. Dargestellt ist alles, was für das Ambraser Hofleben von Bedeutung war: Heldenhafte Vorbilder, die tugendhaften Ideale der Antike und das alte Testament.

Die Rüstkammern

Sobald man sich ein Ticket gekauft hat, beginnt der Rundgang mit den Rüstkammern. Der erste Saal hat das Thema "Ritter im 15. und 16. Jahrhundert" sowie die Heldendarstellung. Der zweite Saal ist Erzherzogs Ferdinands Selbstdarstellung gewidmet. Die dritte Rüstungskammer enthält Gebrauchswaffen aus dem 17. Jahrhundert aus den Beständen des Kaiserhauses. Die Decke des Saals zeigt auf Öl gemalte Allegorien der Sternbilder, umgeben von Band der Tierkreiszeichen. Die Präsentation der Rüstkammern ist super gestaltet.

Die Kunst und Wunderkammer

Kunst und Wunderkammern sind in der Renaissance als "Universal"sammlungen endstanden, die das gesamte Wissen der damaligen Zeit erfassen wollten. Es ist die einzige am Ort erhaltene Kunst und Wunderkammer und hat somit einen unschätzbaren Wert. Besonders berühmt ist die spätmittelalterliche Holzfigur "das Tödlein". Sonst enthalten die Sammlungen Musikinstrumente, wissenschaftliche Gegenstände und Gegenstände aus fernen Ländern. Die Gestaltung ist super gemacht, nur die Räume sind wohl zum Schutz der Exponate sehr dunkel gehalten. Leider erschwert das auch das Lesen der Infoschilder. Ein Beleuchten der Schilder wäre wünschenswert.

Der Spanische Saal

Der Spanische Saal zählt zu den schönsten freistehenden Saalbauten der Renaissance. Er wurde von 1569 - 1572 nach den Vorstellungen von Erzherzog Ferdinand II. als Repräsentationssaal errichtet. Der 43 Meter lange Saal wird von 27 Porträts der Tiroler Landesfürsten bestimmt. Die Porträts stehen vor einem Landschaftshintergrund, wodurch der Saal nach beiden Seiten geöffnet scheint. Sehr beeindruckend!

Des Weiteren ist im Schloss noch eine Habsburger Porträtgalerie zu finden. Der Rundgang durch die Galerie gestaltet sich als Reise durch die europäische Geschichte. Die Sammlung umfasst rund 200 Bilder und ist somit der National Portrait Gallery in London oder der historischen Porträtsammlung in Schloss Versailles ebenbürtig. Die Gestaltung ist auch hier super gemacht, auch wenn mir die meisten Bilder nicht gefallen haben, das ist aber reine Geschmackssache. Fotografieren ohne Blitz ist erlaubt. Der Rundgang ist super gestaltet, an der Präsentation könnten noch kleine Feinheiten besser gemacht werden. Aber im Großen und Ganzen sind die Ausstellungen großartig gestaltet. Was nur wirklich merkwürdig ist, dass man im April mehr bezahlen muss, als im Dezember. Scheinbar für die gleiche Leistung.

Nachtrag: Im Winter ist die Galeriesammlung geschlossen, weil die Räume nicht beheizbar sind. Trotzdem halte ich 10 € für etwas zu teuer.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte für den etwas zu teuren Preis
- 0,5 Punkte für die Präsentation
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9 Punkte

Das Schloss Ambras enthält mehrere einmalige Exponate, sowie tolle Ausstellungen. Das Personal war sehr nett, dieses Schloss sollte man sich unbedingt anschauen! Das Restaurant neben dem Schloss ist übrigens nicht zu empfehlen.

Das Tödlein
Der Spanische Saal
Der Innenhof mit der Freskenmalerei
Sammlung in der Rüstungskammer


Donnerstag, 16. Mai 2013

Gewinnspiel - Freikarten für das ARS Electronica Linz

Zu Gewinnen gibt es 2x Zwei Erwachsenen Freikarte für das ARS Electronica in Linz (Österreich). Gesponsert vom ARS.


 

Einfach eine Mail mit dem Betreff  "Gewinnspiel" und der Adresse an die E-Mail gewinnspielkultur@gmail.com senden oder die Facebook Gewinnspiel APP nutzen: Gewinnspiel APP
 
Einsendeschluss: Freitag, 31. Mai 2013 20:00. Wenn ihr eine Mail sendet bitte Adresse angeben!

Rechtsweg und Haftung: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein einklagbarer Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne. Die Namen der Gewinner werden veröffentlicht, die Adresse wird nur zum Zusenden des Gewinns genutzt.

Dienstag, 14. Mai 2013

Bellinger Warte - Steinau (Kulturtipp)

Die Bellinger Warte in Steinau an der Straße

Die Warte ist kostenlos begehbar.

Im Mittelalter diente die Bellinger Warte als Beobachtungsposten. Insgesamt gibt es 4 Warten im Umkreis von Steinau an der Straße, die allesamt noch stehen. Zwei Warten sind noch begehbar. Von jeder der vier Warten bestand im Mittelalter Sichtkontakt zum Bergfried von Schloss Steinau. So konnten die Einwohner von Steinau in Krisenzeiten durch Flaggen, Horn oder Rauchsignale gewarnt werden. Erbaut wurde die Bellinger Warte um 1319. Komplett saniert, und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde die Warte 1964 bis 1965. Der Name Belling bezieht sich darauf, dass die Warte auf den Stadtteil Bellings ausgerichtet ist. Man hat eine super Aussicht auf dem Turm. Er ist jeden Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Sonntag, 12. Mai 2013

Schloss Steinau

Schloss Steinau in Steinau an der Straße

Schloss Steinau
Preise: Museum
            Erwachsene 2,50 €
            ermäßigt 1,50 €

            Museum + Führung (Führungen nur samstags, sonntags und feiertags)
            Erwachsene 4 €
            ermäßigt 2,50 €

           Turmbesteigung
           Erwachsene 1 €
           ermäßigt 0,50 €
            
Öffnungszeiten: März - November
                          Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr
                          Dezember, Januar und Februar ist Winterpause.

Adresse: Schloss Steinau a. d. Straße
                36396 Steinau a. d. Straße

Schloss Steinau war eine Nebenresidenz der Grafen von Hanau. Es ist die früheste, größte und am besten erhaltene Schlossanlage der Frührenaissance in Hessen. Die Anlage ging aus einer mittelalterlichen Burg hervor, über die aber kaum etwas bekannt ist. Deswegen sieht die Anlage auch mehr aus wie eine Burg. Von der mittelalterlichen Anlage sind noch Teile der Mauern sowie der Bergfried erhalten. Es wird vermutet das sich das Schloss an der frühitalienischen Renaissance orientierte. Die Anlage entstand in mehreren Bauabschnitten überwiegend im 16. Jahrhundert. Der letzte Ausbau war ein Verbindungsgebäude zwischen dem Schloss und dem bis dahin frei stehenden Nordtor zur Stadt im frühen 17. Jahrhundert. Durch den frühen Tod des Grafen Philipp II. wurde der Bau bis 1542 unterbrochen. Unter der Vormundschaft und später unter der Regierung des Grafen Philipp III. von Hanau-Münzenberg wurden die Arbeiten zügig fortgesetzt. Nun beginnt das merkwürdige der Anlage: Diese beeindruckende Schlossanlage wurde nur als Nebenresidenz genutzt. Eine beeindruckende Geschichte kann das Schloss ebenfalls nicht aufweisen. Teile des Schlosses sind heute wieder bewohnt.

Eigentlich wollten wir uns das Museum und die Führung anschauen, aber die Frau, welche die Führung leiten sollte war verhindert. Laut der Kassiererin aber kein Problem: Man kann sowieso nur zwei Räume extra in der Führung sehen, also einfach rausgehen und durch das Fenster schauen, dann sieht man es auch. Fotografieren ist verboten, aber es gibt keine Kameraüberwachung, und was sie nicht sieht, ist ihr auch egal, antwortete sie, nachdem ich nachfragte ob ich nicht doch für meinen Blog fotografieren darf. Das Schloss weist kein historisches Mobiliar mehr auf, warum weiß ich nicht und ist auch nirgendwo nachzulesen. So nun beginnen wir mit dem Schlossmuseum. Die ersten zwei Räume sind eine Gebrüder Grimm Gedenkstätte und gehen auf das Leben der Gebrüder Grimm ein. Vollkommen unnötig, nachdem es in Steinau schon ein großes Gebrüder Grimm Museum gibt: Gebrüder Grimm Haus. Diese Teile waren also schnell durchquert, nun kommen wir in den nächsten Abschnitt. Eine Marionettensammlung und Puppenschildersammlung. Ihr habt richtig gelesen, wir befinden uns immer noch im Schlossmuseum. Ganz nett zum Anschauen, mehr aber auch nicht. Zum Schluss kann man sich noch einen rekonstruierten Wohnsaal anschauen. Das war es. Das Schlossmuseum schafft es also, mit keinem einzigen Wort auf das Schloss einzugehen. In Deutsch hieß das damals eine Themaverfehlung und wurde mit der Note 6 bestraft.

Den Bergfried zu besichtigen macht Spaß, nachdem man unzählige Stufen erklommen hat, bietet sich von oben eine grandiose Aussicht. Leider ist auch nirgends zu erfahren, wie hoch der Bergfried eigentlich ist. Ihr dürft also gerne schätzen. Die Besichtigung machte trotz der sehr steilen Treppen Spaß, die Anlage von außen sieht auch prächtig aus. Aber das Museum ist wirklich nicht zu empfehlen. Führungen gibt's nur samstags und sonntags, sowie an Feiertagen. Wenn die Frau denn mal Zeit hat.

Ausgangswert 10 Punkte
- 5 Punkte für das Museum
- 2 Punkte für die Führungen, die fast nie stattfinden.
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
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2 Punkte

2 Punkte gibt es für den Bergfried. Sonst konnte diese Anlage leider nur enttäuschen. Das Burgmuseum ist die reinste Katastrophe.

Interessantes Marionettenstück...
Der nachgebildete Saal.
Saw gibt es auch als Marionettenstück?
Teile der Mauer.

Freitag, 10. Mai 2013

Kühles Loch - Eußenheim (Kulturtipp)

Eußenheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und hat rund 3200 Einwohner.

Das Kühle Loch
 
 
 
Das kühle Loch liegt oberhalb eines Fischweihers. Es ist ein dicht mit Bäumen umstandener ovaler Quelltrichter, dessen Wasser einen sehr blauen Farbton hat. Es hat eine Tiefe von rund vier Metern und ist rund 25 Meter lang, und gehört zu den ergiebigsten Quellen in Franken. Gespeist wird das kühle Loch von mehreren Quellen im unteren Muschelkalk. Die Wassertemperatur liegt das ganze Jahr zwischen 8 und 10 grad. Selbst nach mehreren Forschungen von Geologen ist es vollkommen unklar, warum die Temperatur egal welche Jahreszeit ist, fast gleich bleibt.

Und natürlich muss zu einem solchen Ort eine Sage geben:

Einst soll ein Bauer aus Münster mit einem Fuhrwerk auf das Feld im Flurteil "Thal" gefahren sein. Als er nach getaner Arbeit den Heimweg antrat, scheuten seine Zugtiere auf unerklärliche Weise. Außer Kontrolle geraten, steuerten seine Zugtiere samt Wagen den Berg hinab auf das "Kühlloch" zu. Das gesamte Fuhrwerk fiel in das Wasser. Das Seltsame daran ist jedoch, dass kein Mensch jemals die Überreste des Unglücks fand. Der Bauer, das Fuhrwerk und die Zugtiere blieben bis zum heutigen Tag verschollen.

Ein toller Ort, der schon fast etwas Mystisches an sich hat.



Dienstag, 7. Mai 2013

Bavaria (Filmtipp) + Interview

Bavaria - Traumreise durch Bayern
 
 
Joseph Vilsmaier formt eindrucksvolle Luftaufnahmen zu einer einzigartigen Liebeserklärung an Bayern. Er präsentiert das Weltkulturerbe Bamberg ebenso von seiner schönsten Seite wie München, Würzburg, Nürnberg, Aschaffenburg und viele andere bayerische Städte. Atmosphärische Aufnahmen zeigen die Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof sowie den Tegernsee, de Königssee mit St. Bartholomä und vieles mehr. Land, Leute und Brauchtum - untermalt mit der Musik von Haindling. Ein toller Film, den man unbedingt mal gesehen haben sollte.
 
Joseph Vilsmaier wurde am 24. Januar 1939 in München geboren. Er arbeitet als Filmregisseur und Kameramann. Insgesamt wurde er 16x ausgezeichnet, unter anderem mit dem bayerischen Filmpreis 2006 und dem Ehren-Kamerapreis für sein Lebenswerk 2009. Seine erfolgreichste Filme sind Stalingrad (1993), Der letzte Zug (2006) und jetzt Bavaria (2012). Komplette Filmografie
 
Und nun freuen wir uns riesig, euch ein kleines Interview mit Joseph Vilsmaier anbieten zu können.
 
Herr Vilsmaier, wie sind Sie auf die Idee des Filmkonzeptes für Bavaria gekommen?
 
J. Vilsmaier: Es gab eine sehr erfolgreiche Film-Doku über "Die Nordsee von oben" und da wir hier in Bayern auch jede Menge zu bieten haben, dachte Concorde Film und ich, dass es eine schöne Aufgabe wäre, eine Film-Doku über Bayern zu drehen.
 
Gab es Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Filmes?
 
J. Vilsmaier: Die Schwierigkeit bestand hauptsächlich mit dem Wetter, da bei Flugaufnahmen gutes Wetter Voraussetzung ist und die Natur bei Sonnenschein schöner darzustellen ist, als bei Regen! Das hat uns viel Umplanung und Flexibilität abverlangt.
 
Schauen wir uns mal die Kritiken des Filmes an: "Eine filmische Liebeserklärung aus der Vogelperspektive (Stern), "Vilsmaiers ultimativer Heimatfilm" (Die Welt), "Atemberaubende Bilder" (Mittelbayerische Zeitung) hatten Sie damit gerechnet?
 
J. Vilsmaier: Wir haben es gehofft und sind auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und Kritik muss man aushalten.
 
Was halten Sie in Bayern für die schönste Sehenswürdigkeit?
 
J. Vilsmaier: Das ist so schwer zu beantworten wie die Frage: Welches Deiner Kinder liebst Du mehr? Ich weiß nur, dass wir in Bayern gesegnet sind mit Schönheiten der Landschaft, der Architektur und dem Charisma der Menschen! Das gilt aber auch für Gesamt-Deutschland.
 
Der Kultur und Sehenswürdigkeiten Blog bedankt sich herzlich bei Joseph Vilsmaier für das Interview!
 

Samstag, 4. Mai 2013

Feldberg (Kulturtipp)

Der Feldberg

Der Feldberg ist mit einer Höhe von 1493 Metern der höchste Berg in Baden-Württemberg. Damit ist er der höchste Berg in Deutschland außerhalb von den Alpen. Es gibt auf und um den Feldberg herum rund 28 Skilifte. Der größte Teil des Feldbergs steht unter Naturschutz. Es gibt einen sehr interessanten Naturerlebnispfad vom Parkplatz aus bis zur Spitze des Feldbergs. Dieser Weg ist auch nicht sehr steil. Der Feldberg bietet eines der umfassendsten Panoramen in Deutschland. Das Panorama reicht vom Mont Blanc (Italien) bis nach Südwestdeutschland und von Österreich bis nach Frankreich.

Das Bismarckdenkmal


Das Bismarckdenkmal wurde 1896 eingeweiht. Bis 1945 kamen jährlich Bismarckverehrer auf dem Feldberg zusammen, um in einer Feier des Kanzlers zu gedenken und sein Andenken zu ehren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges der Verein der Freunde Bismarcks nicht mehr bestand, kümmerte sich in den Nachkriegsjahren niemand um das Denkmal, und es geriet immer mehr in Verfall. 1956 stürzte das Denkmal im oberen Drittel durch Erosionsschäden ein. Die Gemeinde Feldberg bewilligte 1966 den Wiederaufbau.

Aussicht von der Spitze des Feldberges

Donnerstag, 2. Mai 2013

Stadtgeschichtliches Museum - Karlstadt

Das Stadtgeschichtliche Museum in Karlstadt

Ein nachgebildeter Wohnraum.
 
Preise: Erwachsene 1,50 €

Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10 - 13 Uhr / 14 - 18 Uhr
                            Samstag 10 - 13 Uhr / 15 - 17:30 Uhr
                            Sonntag 10 - 12 Uhr

Adresse: Hauptstraße 11
               97753 Karlstadt      

Im Inneren des Museumsgebäudes lassen sich durch verschiedene Wappen erkennen, dass das Gebäude im 15. Jahrhundert zeitweise in adeligem Besitz war. Es lebten in dem Gebäude Bäcker, Gerber und Büttner. Außerdem wurde dort das erste urkundlich erwähnte Karlstadter Bier gebraut. 1861 erwarb die Stadt Karlstadt das Anwesen. Nach seiner Sanierung wurde es 1985 dem Historischen Verein Karlstadt zur Einrichtung und Betreuung eines Stadtgeschichtliches Museums übergeben. Die gezeigten Exponate stammen aus Karlstadt und der näheren Umgebung. Sie wurden von Leihgebern überlassen oder von den Mitgliedern des Vereins gesammelt. Neben einer Sammlung geologischer Exponate wird anhand von zahlreichen Funden vor allem die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung der Region dokumentiert. Diese reicht vom Neandertaler, über die Kelten bis zur Gründung und dem Ausbau des Ortes Karlstadt durch fränkische Siedler. Des Weiteren geht es um das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Mittelalter. Auch die Religion spielt eine große Rolle.

Die Geologie und Archäologie Ausstellung ist sehr interessant gestaltet. Die Ausstellungen im restlichen Museum sind leider veraltet und haben nicht nur wörtlich Staub angesetzt. Im Internet und auf dem Flyer des Museums findet man keine Eintrittspreise. Das Museum ist nur über die Touristeninformation erreichbar, und die Frau war nicht wirklich gut informiert, und musste erst nachschlagen ob man im Museum fotografieren darf. Die gezeigten Exponate sind zwar interessant, aber nichts Besonderes, so wurde das meiste von den Mitgliedern gesammelt. Vor allem im oberen Stock (Stadtgeschichte II, bürgerliches Wohnen) vermisste ich Informationstafeln. Es wurde eine Wohnstube und Küchenstube aus dem Mittelalter nachgebildet, aber Informationen gab es kaum dazu. Sonntags nur 2 Stunden offenzuhaben finde ich definitiv zu kurz.

Ausgangswert 10 Punkte
- 2,5 Punkte für die veralteten/verstaubten Ausstellungsteile
- 1 Punkt dafür, dass es keine Informationen über den Eintrittspreis gibt.
- 1 Punkt für zu wenige Informationen
- 0,5 Punkte für die Sonntagsöffnungszeiten
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5 Punkte

Insgesamt ist ein Besuch des Stadtgeschichtlichen Museums in Karlstadt nur bedingt zu empfehlen. Es gibt sehr gute Bereiche, aber leider auch sehr schlechte. Das Museum einmal im Leben zu besuchen reicht definitiv.

Wo sind eigentlich die Exponate 2 - 4?
Etwas sehr voll gestellt.
Wann die Flaschen wohl zuletzt abgestaubt wurden?