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Dienstag, 9. April 2013

Terrakotta Armee Ausstellung - Linz

Die Terrakotta Armee (Ausstellung) - Linz



 Die Terrakotta Armee Ausstellung findet in Linz in der ehemaligen Tabakfabrik statt.

Ausstellungsdauer: 21.03.2013 - 28.07.2013

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr. Montags geschlossen, außer am Pfingstmontag (19.05)

Preise: Dienstag - Freitag
            Erwachsene 12 €
            Kinder, Schüler 8 €

           Samstag, Sonntag, Feiertage
           Erwachsene 14 €
           Kinder, Schüler 8 €

Adresse: Tabakfabrik Linz
               Gruberstraße 1
               A-4020 Linz

Qin Shi Huang Di wird als erster Kaiser Chinas bezeichnet. Er wurde 259 vor Christus unter den Namen Ying Zheng geboren. Als sein Vater starb, wurde er als 13-jähriger König. Im Alter von 22 wurde er offiziell gekrönt. Nachdem er alle Hindernisse auf dem Weg zum alleinigen Herscher aus dem Weg geräumt hatte, er ließ unter anderem seine Mutter, hohe Politiker und wichtige Generäle ermorden, begann er damit China zu vereinen. 230 - 221 vor Christus führte er die Zerschlagung anderer Staaten planmäßig durch und vereinte China. Darauf ernannte er sich selbst zum "König der Könige - den ersten Kaiser Qin Shi Huang Di". Im Jahr 210 vor Christus verstarb der Kaiser. Er wurde 50 Jahre alt.

Jahrtausende später, im Jahr 1974 beschlossen Bauern im Dorf Xiyang einen neuen Brunnen zu graben. Am fünften Tag stießen sie unerwartet auf einen Schacht aus gebranntem Ton. In vier Meter Tiefe entdeckten sie schließlich einen Rückenpanzer eines Tonkriegers. Bald darauf trafen die ersten Archäologen ein und untersuchten das Gebiet. Kurz darauf waren sich alle einig: Bei diesem Zufallsfund handelt es sich um die größte archäologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts. Tausende Tonsoldaten und Pferde, alle einst geschaffen um den großen Kaiser im Jenseits zu beschützen. Man vermutet heute das mindestens 700.000 Arbeiter am Bau beteiligt sein mussten. Die komplette Anlage ist 56.000 Quadratmeter groß. Insgesamt vermutet man rund 7.500 Tonkrieger in der Anlage, die bis heute nur zu einem Viertel freigelegt wurde. Der komplette Grabhügel ist noch unangetastet. Ein großes Problem ist, das die Tonkrieger sobald sie freigelegt werden innerhalb von kürzester Zeit ihre bunte Bemalung verlieren. Chinesische Forscher arbeiten aktuell mit Experten aus Bayern an einem Verfahren, um die Bemalung der Tonkrieger zu schützen. Seit 1987 ist die Terrakotta Armee Weltkulturerbe. Man plant in einigen Jahren das Grab zu öffnen. Bis heute gibt es nur Mutmaßungen, was das Grab enthält. Der Historiker Sima Qian beschrieb in seinem 109 bis 91 vor Christus geschriebenes Werk die Grabhalle folgend:
"An einer hohen Decke seien tausende von Perlen und Edelsteinen befestigt worden, die den Sternenhimmel symbolisieren sollen. Auf dem Boden befinde sich ein Panorama von China, in dem alle Seen und Flüsse aus Quecksilber nachgebildet worden seien. Die Flüsse sollen durch einen Automatismus ständig fließen. In der Mitte der Halle befindet sich laut Sima Qian der Sarg des ersten Kaisers von China. Die Gänge zur Grabhalle seien gesäumt von Tonfiguren, welche vor allem Vögel und andere Tiere darstellten."
Neue Untersuchungen mit Sonar und Computertechniken haben tatsächlich eine sehr hohe Quecksilberkonzentration nachgewiesen. 

Mehr über die Terrakotta Armee: Tonarmee (Wikipedia)

Die Ausstellung beginnt mit der Geschichte von China und dem Kaiser Qin Shi Huang Di. Es werden einige Exponate gezeigt. Unter anderem Porzellan und Waffen. Einiges ist Original anderes ist nachgebildet. Die Geschichte ist sehr gut dargestellt, und das Lesen machte Spaß. Der zweite Teil der Ausstellung zeigt Kleidungsstücke chinesischer Frauen aus der Zeit des Kaisers. Experten, Designer und Modespezialisten rekonstruierten 15 lebensgroße Figuren mit der damaligen Mode aus Stoffresten, welche an der Ausgrabungsstätte gefunden wurden. Außerdem geht die Ausstellung auf das Brennverfahren der Tonkrieger ein. Danach kommt man zum Herzstück der Ausstellung. 150 lebensgroße Terrakotta Figuren und acht Pferde. Die Figuren sind zwar nicht Original, aber nach exakt überliefernden Rezepturen, nur einen Kilometer von der Grabanlage in China gebrannt worden. Jedes Gesicht der Tonarmee ist einmalig. Hier wird eine atemberaubende Licht- und Tonshow eingesetzt. Wirklich supergemacht! Danach kommt man zu einem Modell der Grabanlage. Hier sind rund 1000 kleine Figuren in Schlachtformation zu sehen. Zum Schluss kann man sich noch einen Film über die Tonarmee anschauen, der rund 25 Minuten lang ist und sehr interessant war. Der Rundgang ist perfekt gestaltet und Fotografieren ist erlaubt. Der einzige Negativpunkt ist, dass man samstags, sonntags und feiertags mehr Eintritt bezahlen muss. Der Preis, der auf den ersten Blick recht hoch wirkt, ist völlig gerechtfertigt. Erstens ist die Ausstellung super gestaltet und zweitens ist es sehr aufwendig, die Tonkrieger zu transportieren. Jeder einzelne Krieger muss in eine extra angefertigte Transportbox.

Ausgangspunkte 10 Punkte
- 0,5 Punkte für die 2 € Preiserhöhung samstags, sonntags und feiertags
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9,5 Punkte

Eine Super Ausstellung, die man defintiv mal gesehen haben sollte!


1 Kommentar:

  1. Scheint wirklich eine interessante Ausstellung zu sein, weshalb man aber an Wochenenden mehr zahlen muss ^^ wohl Angebot und Nachfrage :)

    Lieben Gruß
    Björn :)

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