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Donnerstag, 28. März 2013

Strecke 46 (Kulturtipp)

Die Strecke 46

Ein Brückenpfeiler bei Gräfendorf. Bildquelle: Wikipedia

Die Strecke 46 ist eine rund 70 Kilometer lange unvollendete Autobahn, die zwischen Fulda und Würzburg verläuft. Der Bau der Reichsautobahnstrecke wurde 1937 begonnen und 1939 eingestellt, nachdem die Arbeiter an die Front oder in die Rüstungsindustrie geschickt wurden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Planung verworfen.

Auf dem Streckenverlauf befinden sich heute noch 47 angefangene Bauwerke der Autobahnstrecke sowie Trassenbereiche. Die Strecke 46 steht seit 2003 unter Denkmalschutz. Somit ist sie Deutschlands längste historische Autobahnruine und das längste bayerische Denkmal.

Dieter Stockmann bietet zu der Strecke 46 kostenlose und sehr informative Führungen an. Er hat dazu auch ein Buch geschrieben, und es ist seine Leistung, dass die Strecke denkmalgeschützt wurde. Leider gibt es keinerlei Informationstafeln in der Gegend der Strecke 46. Die Gemeinden wehrten sich lange Zeit dagegen, um zu verhindern, dass es eine "Gedenkstätte" für Rechtsextrimisten wird. Langsam aber scheint es eine Annäherung zu geben, so arbeiteten mehrere Gemeinden mit an einem Prospekt zur Strecke 46. Die Führung war sehr informativ gestaltet und machte viel Spaß!

Führungen: Zeitplan der Führungen.

Eine Brückenunterführung der Strecke 46. Bildquelle: Wikipedia

Mittwoch, 20. März 2013

Bayerischer Museumspreis

Heute stellen wir euch mal kein Museum, sondern einen Preis vor.

Der Bayerischer Museumspreis

Der Bayerische Museumspreis wird seit 1991 von der Versicherungskammer Bayer verliehen. Er wird alle 2 Jahre an nicht staatliche Museen vergeben. Der Preis ist mit 20.000 € dotiert. Ziel ist es, die Kulturarbeit der bayerischen Museen zu würdigen und zu fördern.

Der Preis besteht aus Porzellan und wird alle 2 Jahre in der Porzellan-Manufaktur Nymphenburg hergestellt. Bild: Bayerischer Museumspreis

2013 wird der Preis im Rahmen des Bayerischen Museumstages vom 10. - 12. Juli 2013 in Passau bekannt gegeben. Wer dabei gewinnt, erfahrt Ihr natürlich hier.

Die Preisträger des Bayerischen Museumspreises 1991-2011:

1991 Freilandmuseum Bad Windsheim
1993 Bezirksmuseum Dachau
1995 Schlossmuseum Murnau
1997 Historisches Museum Bayreuth Bewertung Historisches Museums Bayreuth
1999 Museum der Stadt Miltenberg
2001 Museum Altomünster
2003 Fabrikmuseum Roth
2005 Kulturspeicher Würzburg
2007 Maximilianmuseum Augsburg / 2007 Freilichtmuseum Massing (Sonderpreis)
2009 Museum Dingolfing, Sammlung Industriegeschichte
2011 KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Montag, 18. März 2013

Wutachschlucht (Kulturtipp)

 Die Wutachschlucht


Die Wutachschlucht ist ein Engtal im Verlauf des Flusses Wutach. Die Wutachschlucht zieht sich über 33 Flusskilometer. Die Schlucht ist zwischen 60 und 170 Meter tief.

Die Schlucht besteht aus 3 Hauptschluchtstrecken. Sowie 17 Kilometer Nebenschluchten.
  • Obere Schlucht (9 Kilometer)
  • Mittlere Schlucht (7,5 Kilometer)
  • Untere Schlucht (3,5 Kilometer)

Die Wutachschlucht zählt zu den schönsten Schluchten in ganz Deutschland. Sie wird jährlich von 80.000 - 100.000 Leuten durchquert. Die Schlucht ist Teil des Naturparks Südschwarzwald.Die Wutachschlucht ist ein Stück fast unberührte Natur. Wunderschön und einzigartig. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

Mehr Infos über die Wutachschlucht.




Donnerstag, 14. März 2013

Wildpark Klaushof - Bad Kissingen


Bad Kissingen hat rund 21.000 Einwohner und liegt an der fränkischen Saale, südlich der Rhön. Bad Kissingen ist ein Kurort und der älteste Gradierstandorts Europas. Bei mehreren bundesweiten Umfragen wurde Bad Kissingen "zum bekanntesten Kurort" Deutschlands gewählt.

Wildpark Klaushof in Bad Kissingen



Öffnungszeiten: 1. April - 30. Oktober täglich 9 - 18 Uhr
                         Im Winter täglich 9 - 17 Uhr

Preise: Erwachsene 4 €
            Kinder, Schüler 1,50 €

Der Wildpark liegt rund 4 Kilometer außerhalb von Bad Kissingen, in einem Mischwald. Der Wildpark wurde 1971 eröffnet, und seitdem von ca. 60.000 Personen im Jahr besucht. Er hat eine Fläche von 30 Hektar, auf welcher in sehr großen Gehegen rund 250 Tiere gehalten werden. Der Wildpark hält überwiegend nur einheimische Tierarten wie: Wildschweine, Rotwild, Biber, Luchse, Wildkatzen, Damhirsche, Rehe, Pfaue, Marder, Ziegen, Fasane, Schneeule oder Pfaue. Seit 1999 ist eine begehbare Vogelvoliere eingerichtet. Erst vor Kurzem wurde ein neues Luchsgehege mit 2500 Quadratmeter eingerichtet. Auch das Wildkatzengehege wurde modernisiert. In dem Wildpark gibt es für Kinder 2 Spielplätze. Der Rundgang durch den Wildpark ist 2,6 Kilometer lang. Die Gehege für die Tiere sind sehr groß. Der Eintritt ist sehr billig, und die Tiere machen auch einen sehr guten Eindruck. Rehe werden frei in dem Wildpark gehalten, und sind teilweise fast schon ganz zahm. Einzelne Gehege könnten mal wieder modernisiert werden, und die 2,6 Kilometer ist man doch recht schnell gelaufen. Hier könnte der Weg mit einigen Informationsschildern noch "verlängert" werden. Sonst ist dieser Tierpark wirklich spitzenmäßig!

Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte für nötige Modernisierung
- 0,5 Punkte für zu wenige Informationsschilder
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9 Punkte

Einen Besuch des Wildparkes Klaushof kann ich nur empfehlen!

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Samstag, 9. März 2013

Alte Mainbrücke - Würzburg (Kulturtipp)

Die Alte Mainbrücke in Würzburg

"Sie trug Kriege und Gerichte, Fuhrwerke, Kutschen und Autos, Gläubige und Zöllner, Häuser und Heilige, Handel und Wandel - und ist einer der schönsten Plätze in einer schönen Stadt" Quelle: Historische Bauerwerke in Unterfranken (Main Post)
Die Alte Mainbrücke ist die älteste Brücke in Würzburg. Erbaut wurde sie 1476. Sie verbindet die Altstadt mit der gegenüberliegenden Festung Marienberg auf einer Länge von 185 Metern. Die Steinpfeile bestehen aus Muschelkalk. Nach dem Tod des Fürstbischofs Christoph Franz von Hutten wurden 1720 sechs Heiligen Figuren auf der Brücke aufgestellt. 1730 wurden sechs weitere barocke Sandsteinfiguren auf der Brücke aufgestellt. Am 2. April 1945 wurden Teile der Brücke von deutschen Truppen gesprengt. 1950 folgte der Wiederaufbau der Brücke. Seit 1992 ist die Brücke für Kraftfahrzeuge gesperrt.

Die Alte Mainbrücke zählt zu den schönsten Brücken in Deutschland. Erst vor Kurzem war die Brücke Drehort für den Film "Die drei Musketiere". Sollte man unbedingt mal drüber laufen.


Donnerstag, 7. März 2013

Madame Tussauds - London

Madame Tussauds in London


Öffnungszeiten:  Montag-Freitag: 09:30 - 17:30 Uhr
                           Samstag - Sonntag: 09:00 - 18:00 Uhr
                           Geschlossen am: 25.12

Preise: Erwachsene 30 Pfund = ca. 34,70 €
            Kinder 25,80 Pfund = ca. 29,85 €             

Online Ticket: Erwachsene 22,50 = ca. 26,02 €
                       Kinder 19,35 = ca. 22,39 €
 
Adresse: Marylebone Rd
                London NW1 5LR
                Vereinigtes Königreich

Interessant ist, dass man bereits ab 16 Jahren bei Madame Tussauds den erwachsenen Eintritt bezahlen muss, aber zum Beispiel Alkohol darf man in England erst ab 21 trinken. Hier will man einfach so viel Geld wie möglich machen, was man schon an den extrem überteuerten Eintrittspreisen feststellen kann. Aber scheinbar wollen extrem viele Leute ihr Geld auf schnelle Art und Weise loswerden, und so muss man auch noch ewig anstehen, bis man mal zur Kasse gelangt. Ist man dann endlich mal im Eingangsbereich, ist das Wachsfigurenkabinett in 9 Bereiche aufgeteilt. Ich stell euch jeweils ein paar bekannte Wachsfiguren vor.

1. Promiparty

Zu sehen gibt es unter anderem Kate Winslet, Helen Mirren, Brad Pitt, Leonardo di Caprio oder George Clooney.

2. Ein königliches Treffen

Wer hätte es gedacht? Hier kann man Queen Elizabeth, Kate Middleton, Prinz William und frühere Könige von England bestaunen.

3. Film

Hier gibt es Filmfiguren zu sehen. Man findet Shrek, den Terminator oder Indiana Jones.

4. Sports Zone

Die berühmtesten Sportler von Großbritannien sind hier vereint: David Beckham, Tom Daley oder Sachin Tendulkar. Aber auch internationale Stars wie Muhammed Ali findet man in der Sports Zone.

5. Bollywood Stars

Hier gibt es nur Namen, mehr kann ich dazu nicht sagen: Shah Rukh Khan, Aishwarya Rai, Hrithik Roshan, Madhuri Dixit-Nene

6. Music Megastars

Hier trifft man die Starts der Musikszene: Beyonce, Rihanna, Justin Timberlake, Michael Jackson, Bob Marley. Und seit Neuesten auch Justin Bieber.

7. Spirit of London

Das Spirit of London ist eine Art Achterbahn, nur viel langsamer. Man fährt ein einem schwarzen Taxi durch historische und kulturelle Ereignisse Londons. Fand ich ganz gut, bloß dieses Taxi ist wirklich enorm langsam. 

8. Kulturzone

Nach der kulturellen Taxifahrt treffen wir nun die Wachsfiguren dazu:  Unter anderem Albert Einstein, Oscar Wilde, Shakespeare, Charles Dickens und Adolf Hitler, der im Gegensatz zu Madame Tussauds in Berlin in London frei herumstehen darf.

9. Scream

Den neunten Bereich muss man extra bezahlen. Was bei diesem günstigen Eintrittspreis ja fast eine Selbstverständlichkeit ist. Der Scream Bereich enthält Horrorfiguren, aber auch Schauspieler die einen den ganzen Weg lang erschrecken wollen. Besonders toll ist die Einweisung. Dort erfährt man, dass man doch bitte die Schauspieler nicht verprügeln soll. Und sonst darf man sich halt jede Menge Frauengeschrei anhören. Kostet glaube ich 5 Pfund extra.

Danach ist der Rundgang der auch nur 1 - 1,5 Stunden dauert beendet. In der Hauptsaison muss man dafür bis zu 3 Stunden anstehen. Fotografieren ist erlaubt, was auch sehr gerne getan wird. Die Wachsfiguren sind nett anzuschauen, dennoch würde ich klar von einem Besuch abraten, der einfach nur wahnsinnig überteuert ist. Und so viele Wachsfiguren gibt es auch nicht zu sehen.

Ausgangswert 10 Punkte
- 6 Punkte für den Preis/die Preispolitik
- 1 Punkt für das lange anstehen.
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3 Punkte

Einige Wachsfiguren sind nett anzuschauen, aber es gibt sicherlich billigere Wachsfigurenkabinette. Von diesem hier kann ich nur abraten.

Hier gibt es noch einige Bilder zu sehen: Bilder Madame Tussauds

Montag, 4. März 2013

Königssee (Kulturtipp)

Der Königssee

Der Königssee ist ein Gebirgssee im Berchtesgadener Land. Er gehört zu der Gemeinde Schönau am Königssee. Das Eigentumsrecht liegt aber bei dem Freistaat Bayern. Da der See zwischen steilen Berghängen liegt, wird er auch als fjordartig beschrieben. Außerdem ist es der Königssee einer der saubersten Seen in ganz Deutschland. Die maximale Tiefe beträgt 190 Meter.

Woher der Name kommt, ist nicht geklärt, vermutlich aber nicht von "König". In historischen Quellen taucht öfters der Name "Kuno" auf, und früher wurde der Königssee wohl Kunigsee genannt, woraus sich dann Königssee ableitete.

Im Westen des Sees öffnet sich das Eistal, hinter dem sich die höchste Wand der Ostalpen, die Watzmann-Ostwand, aufbaut. Vom Seespiegel bis zur Süd- und Mittelspitze sind es über 2.100 Meter Höhendifferenz, die reine Wandhöhe beträgt rund 1.800 Meter. Am Wandfuß befindet sich die sogenannte Eiskapelle, ein gewaltiger Lawinenschneerest, aus dem der Eisbach regelmäßig eine einsturzgefährdete Eisgrotte ausschmilzt. Dieser Bach hat im Laufe der Jahrtausende aus dem mitgeführten Schutt eine Halbinsel im Königssee gebildet, die rund 85 Hektar große Insel Hirschau, auf der die alte Wallfahrtskirche St. Bartholomä und ein Jagdschloss mit Gasthaus liegen.

Seit 1909 wird der See zur touristischen Schifffahrt genutzt. Auf etwa halber Fahrtstrecke nach St. Bartholomä wird den Gästen mit einem Flügelhorn oder einer Trompete vom Bootsführer das Echo an der Echowand demonstriert, das einfach oder selten auch zweifach zu hören ist. Früher wurde vom Schiff aus mit einem Böller geschossen und ein bis zu siebenfaches Echo erzeugt; allerdings ist das Mitführen von Schwarzpulver aus Sicherheitsgründen heute verboten. Wegen seiner Größe friert der See nur in sehr kalten Wintern komplett zu, im Schnitt etwa einmal pro Jahrzehnt. Zuletzt war dies 2006 der Fall.

Für mich zählt der Königssee zu den beeindruckendsten und schönsten Seen in Europa.

Schifffahrt : Fahrplan & Preise



Freitag, 1. März 2013

Stadtmuseum - Steinau an der Straße

Das Stadtmuseum in Steinau an der Straße

Das Stadtmuseum

Öffnungszeiten: Täglich geöffnet von 10 - 17 Uhr

Preise: Kostenlos zu Besichtigen mit dem Ticket des Brüder Grimm Haus
Das Gebrüder Grimm Haus.

Das Stadtmuseum wurde 2005 in der sanierten Amtshofscheune eingerichtet, die Scheune liegt direkt gegenüber des Gebrüder Grimm Hauses. Es präsentiert die Stadt und Regionalgeschichte und vor allem das Thema Straße und Reisen, außerdem zeigt es das Töpferhandwerk in der Region Steinau.

Fotografieren ist auch im Stadtmuseum verboten. Das Stadtmuseum ist eher als eine Art "Zugabe" des Brüder Grimm Museums anzusehen, weil es doch sehr klein ist. Da ist die Kombi Lösung allerdings super gestaltet, das man es nach einem Besuch des Grimm Museums kostenlos besuchen kann. Sonst würde es wohl untergehen.

Ausgangswert 10 Punkte
- 3 Punkte dafür, dass es sehr klein ist
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
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6 Punkte


Als kostenlose Zugabe kann man das Stadtmuseum durchaus mitnehmen. Es ist ganz gut gestaltet, länger als 20 Minuten wird man zum Besichtigen aber nicht brauchen.