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Mittwoch, 27. Februar 2013

Brüder-Grimm-Haus - Steinau an der Straße

Das Brüder Grimm Haus in Steinau an der Straße

Das Gebrüder Grimm Haus

Öffnungszeiten: Täglich geöffnet von 10 - 17 Uhr

Preise: Erwachsene 6 €
             ermäßigt 3,50 €

            Bei einem Kauf einer Eintrittskarte ist der Besuch des Stadtmuseums Steinaus enthalten.

Adresse: Brüder Grimm-Haus
                Brüder Grimm-Straße 80
                36396 Steinau an der Straße 

Das Museum geht über das Leben der Gebrüder Grimm. Die Biografie der Gebrüder Grimm wird ausführlich vorgestellt, aber auch ihre politischen Tätigkeiten werden aufgezeigt. Das Museum ist in 3 Teile aufgeteilt. Gegründet wurde es 1998. Vorher war im Gebäude das Amtsgericht untergebracht. Die Gebrüder Grimm verbrachten ihre Kindheit in dem Haus.

1. Bereich: Leben

Im Bereich Leben ist eine Küche rekonstruiert, wie sie wohl mal im Haus der Gebrüder Grimm stand. Außerdem wird auch auf das Leben von der Familie und Verwandten der Gebrüder Grimm eingegangen. 

2. Bereich: Wirken.

Die Bedeutung der beiden Brüder als Sprachforscher wird im Bereich Wirken durch Sprachkarten mittelalterlicher Handschriften sowie zahlreiche original Erstausgaben ihrer Werke vorgestellt. Außerdem vermitteln Skizzenblätter einen Einblick in die Arbeiten der Gebrüder Grimm.

3. Bereich: Märchen

Das ganze obere Geschoss des Brüder Grimm-Hauses ist dem berühmtesten Werk der Brüder Grimm gewidmet, den in über 160 Sprachen und Dialekten und auf allen Erdteilen verbreiteten „Kinder- und Hausmärchen“. Das Obergeschoss ist durch einen Turmaufgang zu erreichen, wo sich wohl mal Tauben eingenistet hatten. So riecht es zumindest. Das Obergeschoss ist der größte Teil des Museums. Hier merkt man, dass das Museum 2009 neu gestaltet wurde. Die Räume sind sehr modern eingerichtet, anhand von kleinen Dioramen kann man Märchen der Gebrüder Grimm erraten. In einem weiteren Raum werden die Märchen in internationaler Sprache vorgestellt. Man kann Filme über die Gebrüder Grimm schauen, oder sich auch ein Buch nehmen, und durchlesen. Es gibt zahlreiche Sitzgelegenheiten. Super gemacht!

Das Gebrüder Grimm Museum richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Für jeden ist etwas zu finden. Leider sind einige Exponate nicht, oder nur teilweise beschriftet. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf. Das Fotografieren ist leider "wegen zu vielen Exponaten, aus anderen Museen" verboten. Hier hat man wohl einen Grund gesucht, um irgendwas auf das Fotografierverbot antworten zu können.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für fehlende Beschriftungen / zu wenige Informationen
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 0,5 Punkte für den "riechenden" Aufgang in das Obergeschoss.
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7,5 Punkte

Das Gebrüder Grimm Museum ist ein tolles Museum für klein und groß. Allerdings sollte man sich zumindest etwas für Märchen interessieren.

Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Bildquelle: Wikipedia

Sonntag, 24. Februar 2013

Urweltmuseum Bayreuth

Das Urweltmuseum in Bayreuth


Der Eingang des Museums.

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr. Montags geschlossen.
                          vom 25. Juli - 11. September auch Montags geöffnet
                          Außerdem geschlossen am: 24.12, 25.12, 31.12

Preise: 3,50 € Erwachsene
            2,50 € ermäßigt

Adresse: 
Urweltmuseum Bayreuth
                Kanzleistraße 1
                95444 Bayreuth


Das Urweltmuseum ist ein von der Stadt Bayreuth betriebenes Naturkundemuseum mit den Schwerpunkten Dinosaurier & Mineralien. Es existiert seit 1997. Auf rund 600 Quadratmeter wird die Geologie und Mineralogie von Oberfranken dargestellt. Erwähnenswerte Exponate sind Muschelkalksaurier, ein Schädel eines Fischsauriers, der eine Länge von mehr als einem Meter misst. Sowie ein begehbares Modell eines Goldkristalls. Im ersten Obergeschoss ist seit 2012 die Dauerausstellung "Urweltmeer Mistelgau" eingerichtet. Hier wird ein tropisches Flachmeer, welches vor 180 Millionen Jahren die Region bedeckte, anhand von Fossilien dargestellt. Außerdem ist der Mineralienraum sehr erwähnenswert, wo Mineralien in einem dunklen Raum perfekt beleuchtet werden.

Im Außenbereich ist ein Garten mit mehreren Dinosauriermodellen. Dieser ist aber immer noch nicht zugänglich, nachdem dort im September 2012 bei einer Führung der Balkon einstürzte, und sechs Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Der Unfall

Das Museum ist super gestaltet, leider sind die 600 Quadratmeter nicht optimal genutzt. Man ist doch recht schnell durch. Vor allem Informationen vermisst man teilweise. Ich bin auch absolut kein Fan davon, sich im Museum Daten auf das Smartphone zu schicken. Wenn man so etwas anbietet, sollte man auf gar keinen Fall deswegen auf die Informationstafel verzichten. Auch der Rundgang war nicht gut gestaltet. Dafür ist die Präsentation der Exponate sehr gut gelungen. Der Eintrittspreis passt, sollte aber nicht mehr teurer werden.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte für die sehr wenigen Informationen
- 1 Punkte für den Rundgang
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7,5 Punkte

Einen Besuch wert, ist das Urweltmuseum auf jeden Fall.

Die unten zu sehenden Fotos wurden von Christian Gruner gemacht.





 Fotoblog von Christian Gruner: Kreuz & Quer

Donnerstag, 21. Februar 2013

Neues Schloss - Bayreuth

Das Neue Schloss in Bayreuth

Das Neue Schloss. Bildquelle: Wikipedia

Öffnungszeiten: April - September 9 - 18 Uhr täglich geöffnet
                          Oktober - März 10 - 16 Uhr (Montags geschlossen)

                          Außerdem geschlossen am: 1.1, Faschingsdienstag, 24.12, 25.12, 31.12

Preise: 5,50 €
            4,50 € ermäßigt

Adresse: Neues Schloss Bayreuth
               Ludwigstraße 21
               95444 Bayreuth

Das Neue Schloss wurde ab 1753 erbaut, nachdem ein Feuer das Alte Schloss größtenteils zerstört hatte. 1758 wurde es fertiggestellt. Den Auftrag zur Errichtung des Schlosses gaben das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Preußen. In der Bausubstanz des Schlosses wurden mehrere bereits bestehend Gebäude integriert. So ist der Mitteltrakt mit Eingang, Treppenhaus und Festsaal durch Umbau des Rohbaus der Kirche entstanden.

Das Neue Schloss ist neben den anderen Bauwerken des Markgrafenpaares ein Beispiel des Bayreuther Rokokos. Die Größe und Ausstrahlung des Neuen Schlosses kann beispielsweise mit der Würzburger Residenz nicht ganz mithalten, dennoch zählt es zu den Hauptwerken deutscher Architektur des 18. Jahrhunderts. Höhepunkte sind der üppige Festsaal, der mit feinstem Goldstuck ausgestattet ist und das sogenannte Palmenzimmer, das möglicherweise ein Versammlungsraum der Freimaurerloge war.

Im Erdgeschoss findet man das Museum "Das Bayreuth der Markgräfin Wilhelmine". Hier werden die Markgrafen vorgestellt: Es beginnt 1603 mit Markgraf Christian und endet 1769 mit dem Tod des Markgrafen Friedrich Christian. Dieses Museum ist gut gemacht, bleibt aber ohne ganze großes Highlights, dennoch ist es interessant gestaltet. Des weiteren findet man im Erdgeschoss das Museum "Bayreuther Fayencen - Sammlung Rummel". Hier sind Porzellanstücke ausgestellt, aber nur ein kleiner Teil davon stammt noch aus dem Schloss. Das meiste der Sammlung stammt von Oberst Rummel, die 1976 erworben wurde. In den Galerieräumen, die übrigens Zweigmuseum der bayrischen Staatsgalerie sind, sind über 80 Bilder von deutschen und niederländischen Malern des 17. und 18. Jahrhunderts zu finden. Dieser Bereich ist super gestaltet. Nach den Galerieräumen kommt man in das Italienische Schlösschen. Dieser Bereich ist nur mit einer Führung zugängig, die aber kostenfrei und sehr interessant ist. Die Führung findet immer dann statt wenn Bedarf ist. Das ganz große Highlight ist dann der obere Stock mit den teilweise atemberaubenden Prunkräumen. Allerdings ist dort der Rundgang wirklich extrem verwirrend gestaltet. Außerdem ist das Fotografieren leider verboten. Den Eintrittspreis halte ich für mehr als angemessen. Das Neue Schloss blieb im Zweiten Weltkrieg komplett unbeschadet, das merkt man vor allem im Innenbereich.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 1 Punkt für den verwirrenden Rundgang
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8 Punkte

Das Neue Schloss bietet tolle Prunkräume, und noch jede Menge tolle andere Exponate. Sollte man sich unbedingt anschauen, wenn man in der Nähe ist.


 

Montag, 18. Februar 2013

Mannheimer Wasserturm (Kulturtipp)

Der Mannheimer Wasserturm


Erbaut wurde der Wasserturm von 1886 bis 1889 nach den Plänen von Gustav Halmhuber. Der Turm ist 60 Meter hoch und 19 Meter breit. Bis in das Jahr 2000 diente er als Reserve Hochbehälter. Er fasst 2000 Kubikmeter Wasser.

Die Bürger von Mannheim konnten sich ab 1887 freiwillig für den Anschluss an die Wasserversorgung anmelden. Bis zur Fertigstellung des Wasserturms gab es lediglich 2.263 Anschlüsse, bei etwa 75.000 Einwohnern. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Wasserturm bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Es folgte der Plan den Wasserturm neu zu gestalten, unter anderem mit einem rundum verglasten Balkon. Der Entwurf löste jedoch unter den Mannheimern Bürgern große Proteste aus, und so wurde der Turm originalgetreu rekonstruiert. Seit 1987 steht der Wasserturm unter Denkmalschutz. Ganz außer Betrieb ist der Turm aber selbst heute noch nicht, er liefert Wasser für die Wasserspiele, die hinter dem Turm zu finden sind.

Wasserspiele: Montag - Sonntag 11.00 - 14.00 Uhr und 16.00 - 22.00 Uhr
Farbspiele: Samstag - Sonntag 22.00 und 23.00 Uhr (beleuchtete Wasserspiele)

Der Wasserturm ist sehr imposant und schön anzuschauen. Leider ist eine Innenbesichtigung nicht möglich. 



Freitag, 15. Februar 2013

Nordico - Linz

Das Nordico  



Öffnungszeiten:  Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr
                           Donnerstag 10 - 21 Uhr
                           Montags geschlossen (außer an Feiertagen)

           
                           Außerdem geschlossen am: 24., 25., 31. Dezember, 1. Januar

Preise:  6,50 €  Erwachsene
             ermäßigt 4,50 € oder 2,50 €

Adresse:  
Nordico - Museum der Stadt Linz
                 Dametzstraße 23
                 A-4020 Linz


Das „Nordico“-Museum in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz versteht sich als Stadtmuseum, welches Kunst, Fotografie und Archäologie vereint. Durch verschiedene Ausstellungen, welche teilweise parallel stattfinden, werden immer wieder andere Themen aufbereitet. Bereits seit 1973 existiert diese Einrichtung in ihrer heutigen Form. Das Nordico möchte ein Museum für Jung und Alt sein und ebenso einen Bildungsauftrag erfüllen, wie es auf der Homepage beschrieben ist.

Steht man nun vor dem Gebäude in der Linzer Innenstadt, so traut man dem Museum diese Aufgabe auch durchaus zu. Das Nordico ist ein mittelgroßes, mächtiges Gebäude – auch von innen wirkt dieses Museum zunächst bedeutend. Übersichtlichkeit, eine gute Struktur und Organisation – das sind die ersten Eindrücke.
Selbst wenn der Preis nicht gerade als Schnäppchen zu bezeichnen ist, nimmt man der Gestaltung ab, dass es für den Museumsbesuch im Nordico lohnen würde.

Leider ist hier anzufügen, dass auf das Nordico das Sprichwort: „Mehr Schein als Sein“ durchaus zutrifft.
Die Ausstellung beginnt im ersten Stock. In unserem Fall war dies eine Ausstellung über den Keltenschatz. Anfangs überwogen die positiven Attribute- die gute Strukturierung und der Versuch, den Besuch mit vielen Sinnen erleben zu können (neben dem Sehsinn haben die Besucher auch die Möglichkeit, Materialien und Gegenstände zu ertasten) sorgen für einen guten Einstieg und machen Neugierde auf kommende Objekte.
Dabei ist anzumerken, dass die Ausstellungsgegenstände nicht bloß in Vitrinen nebeneinander aufgestellt sind, sondern unter Glasvorrichtungen auf einer schrägen Ebene dargestellt werden, was sich von anderen Museen absetzt und interessante Perspektiven bildet. Verschiedene Ausgrabungsfunde, darunter vor allem Vasen und andere „Behälter“, aber auch ein nachgebildeter Erdkeller und Knochenfunde, zählen zu den interessantesten Funden.  Darüber hinaus sind auch Fotos der Ausgrabungen dargestellt, damit der Besucher einen Blick „hinter die Kulissen“ werfen kann.

Jedoch ist man schnell durch die zuerst so umfangreich geglaubte Ausstellung durch – es fehlt eindeutig an Substanz. Allerdings gibt es noch einen weitaus negativeren Punkt anzumerken: die Ausstellung wurde am 08. Februar 2013 eröffnet, die Zweitausstellung, die den zweiten Stock in Anspruch nimmt, allerdings erst am 15. Februar. Wir hatten das Pech und besichtigten das Nordico genau in der Zeit, in der nur eine der beiden Ausstellungen eröffnet hatte. An sich ist das auch nicht weiter schlimm, aber es wurde der volle Preis verlangt, obwohl wir nur den ersten Stock anschauen konnten und dementsprechend auch sehr schnell wieder draußen waren, da die Ausstellung des Keltenschatzes nicht sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. (Rund 20 Minuten)

Wir wurden jedoch weder darauf hingewiesen, als wir unsere Tickets lösten, noch bekamen wir einen Rabatt oder Ähnliches. Es ist sogar so, dass wir für die zweite Ausstellung wieder eine extra Karte kaufen müssten, auch wenn ein Besucher, der ab dem 15. Februar das Nordico besichtigt, denselben Preis (Normalpreis) zahlt und damit aber eine ganze Ausstellung mehr sehen kann. Diese Preispolitik ist zum einen nicht nachvollziehbar und zum anderen keinesfalls besucherfreundlich oder vertretbar. Nachdem unsere Kritik direkt vor Ort abgewiesen wurde, verfassten wir eine E-Mail um unserer Unverständlichkeit Ausdruck zu verleihen. Daraufhin gab es tatsächlich eine Entschuldigung seitens des Museums sowie zwei Freikarten.
Dass diese vom Nordico zur Verfügung gestellt werden, ist zwar sehr aufmerksam, sollte aber nicht nötig sein. 

Es wäre wünschenswert, wenn der Besucher nur dafür zahlt, was er auch tatsächlich zu sehen bekommt – dafür war der Preis total überzogen. Aus diesem Grund müssen wir leider grobe Mängel am Service feststellen. Das Preisleistungsverhältnis ist nicht stimmig und sollte dringend überdacht werden.
 

Ausgangswert 10 Punkte
- 4 Punkte für die Preispolitik und das Preis - Leistungsverhältnis
- 2,5 Punkte für das Service
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                                                                       3,5 Punkte


Das Nordico ist ein schönes Museum mit sehr viel Potenzial, welches allerdings nicht ausgeschöpft wird. Um wirklich etwas für sein Geld geboten zu bekommen, sollte man sich im Vorhinein ausreichend erkundigen, ob denn zum gewünschten Besucherzeitpunkt auch wirklich zwei Veranstaltungen stattfinden. Andernfalls würden wir eher von einem Besuch abraten.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Gewinnspiel

Passend zum Senckenbergmuseumpost gibt es ein kleines Gewinnspiel:


Zu gewinnen gibt es:  Ein Dino Skelett Ausgrabungsset. Geeignet für Groß und Klein.

Wer kein Facebook hat, schreibt mir einfach eine Mail an gewinnspielkultur@gmail.com

Eine Frage muss man diesmal nicht beantworten

Deadline: 23. Februar 20:00

 

Senckenbergmuseum - Frankfurt am Main


Das Senckenbergmuseum

Das Museum. Bildquelle: Wikipedia

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9- 17 Uhr
                          Mittwoch 9 - 20 Uhr
                          Sa, So, Feiertage 9 - 18 Uhr

                          Geschlossen: Karfreitag, 24. und 31. Dezember, 1. Januar

Preise: Erwachsene 9 €
            ermäßigt 4,50 €           

Adresse:  Senckenbergmuseum
                Senckenberganlage 25
                60325 Frankfurt am Main

Das Senkenbergmuseum ist eines der größten Naturkundemuseen in Europa, mit einer Fläche von rund 6.000 quadratmeter und über 5.000 Exponaten. Gegründet wurde es 1907. Die Ausstellungsthemen sind sehr vielfältig: Von der Tier und Pflanzenwelt über Geologie und Entwicklung der Erde bis zur Vielfalt der heutigen Lebewesen. Dabei wird in einem Rundgang der Wandel der Lebensräume über Millionen Jahre hinweg dargestellt. Der Rundgang ist super gestaltet.

Der Rundgang:

Erdgeschoss:
1. Dinosaurier
2. Meeressaurier
3. Flugsaurier
4. Gesteine / Mineralien
5. Anakondas
6. Ägyptische Mumien
7. Fossilien der Grube Messel
8. Wale und Elefanten

1. Stock:
 9. Evolution des Menschen
10. Säugetiere
11. Evolution und Pflanzen
12. Amphibien und Reptilien
13. Vögel

2. Stock:
14. Insekten
15. Krebse und Spinnen
16. Lebensgruppen
17. Evolution der Tiere
18. Fische


Die Highlights sind 18 präsentierte Dinosaurier die, die umfangreichste Ausstellung von Dinosauriern in ganz Deutschland sind. Leider sind nur wenige davon Originalskelette, der Rest sind Rekonstruktionen, die aber dennoch beeindruckend sind. Allgemein sind sehr viele Exponate Nachbildungen. Aus der Grube Messel, die Weltkulturerbe ist, gibt es ein komplettes versteinertes Urpferd zu sehen. Ebenso eine Pflasterzahnechse. Das ausgestellte Skelett ist das einzige vollständige, das bisher gefunden wurde, ein Unikat. In der Mineralien Ausstellung findet man leuchtende und funkelnde Gesteine. Dieser Bereich hat mir besonders gut gefallen. Ein weiteres großes Highlight sind zwei rund 2000 Jahre alte Kindermumien. Die beiden Jungen starben im Alter von 6-9 Jahre.

Auch 8 Dioramen mit Säugetieren in ihrem natürlichen Lebensraum gibt es zu sehen. Ebenso gibt es viele Vitrinen mit ausgestopften Tieren zu sehen, wo allerdings gleich darauf hingewiesen wird, dass kein Tier für das Museum sterben musste, sondern alles verstorbene Zootiere sind. Besonders erwähnenswert ist das Quagga, das 1883 ausgestorben ist. Das Quagga ist eine Zebraart. Leider waren sehr viele technische Geräte defekt oder gerade außer Betrieb. Gerade im Vitrinenbereich waren die Informationen fast immer relativ weit unten angebracht. Auf Augenhöhe wäre es sinnvoller gewesen. Dennoch ist das Senkenbergmuseum ein super interessantes Museum, wo man jede Menge lernen kann. Man sollte genug Zeit mitbringen. Man kann ohne weiteres 3-4 Stunden im Museum verbringen.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für die vielen Nachbildungen
- 1 Punkt für die defekten Geräte / Präsentation
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8 Punkte

Wenn man in der Nähe ist, sollte man sich das Senkenbergmuseum nicht entgehen lassen.

Fotoalbum: Senkenbergmuseum

Ein Quagga



Montag, 11. Februar 2013

Historisches Museum - Bayreuth

Bayreuth ist eine kreisfreie Stadt in Oberfranken. Bayreuth hat rund 73.000 Einwohner. Anders als es der Name vermuten lässt, gehört die Stadt erst seit 1810 zu dem Bundesland Bayern.

Das Historische Museum in Bayreuth


Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17:00 Uhr
                         Juli und August täglich 10 - 17:00 Uhr

Preise: Erwachsene 2  €
            ermäßigt 1 €          

Adresse:  Historisches Museum
                Kirchplatz 6
                95444 Bayreuth


Das Historische Museum wurde 1996 gegründet. Im selben Jahr wurde es mit dem bayrischen Museumspreis ausgezeichnet.

In 34 Räumen werden Themen aus der Geschichte der Stadt Bayreuth dargestellt, der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 17. und 18. Jahrhundert. Es gibt jede menge historische Fotos, Gegenstände aus der Alltagsgeschichte wie Textilien oder Exponate aus früheren Haushalten. Man vermisst leider einige ausgefallene Exponate, was sicherlich auch daran liegt, dass das Museum nicht staatlich gefördert wird. Leider wurde wohl auch schon einige Zeit nichts mehr an der Ausstellung geändert und es zeigte sich auch das einige Mitglieder des Museums wohl nicht wirklich Ahnung haben, was sie da eigentlich tun. Im Münzbereich wurden die Münzen mit einem Kleber an eine Glasfassung geklebt! Die Rückseite wurde als schwarzweis Foto gezeigt. Gehalten hat es aber nicht. (siehe Bild)

Misslungene Museums-Präsentation

Eine weitere Abteilung zeigt das Kunsthandwerk in Bayreuth und Umgebung mit den Erzeugnissen der Fayencemanufaktur, der Glashütten des Fichtelgebirges und der Steinzeugtöpfer aus Creußen. Dieser Bereich ist ganz interessant gestaltet. Das Historische Museum hat zwar jede Menge Exponate, aber ein Großteil davon findet man auf jedem Antikmarkt. Dafür ist der Eintrittspreis sehr billig und die Öffnungszeiten gut. Immerhin lernt man noch etwas über die Stadtgeschichte von Bayreuth. Dennoch musste ich leider feststellen, dass seit dem Museumspreis 1996 nicht mehr viel geschehen ist. Dies rächt sich wohl auch jetzt. Den ich hatte das Museum ganz für mich alleine.

Ausgangswert 10 Punkte
- 3 Punkte für die Gestaltung / Präsentation
- 2 Punkte für die "allerwelts" Exponate
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5 Punkte

Das Historische Museum bietet einem nicht viel, nimmt einem aber auch nicht sehr viel. (Sehr günstiger Eintritt). Wenn man in der Nähe ist und etwas über Bayreuth erfahren möchte, kann man es sich schon einmal anschauen. Ein Museumshöhepunkt wird es aber nicht.


Montag, 4. Februar 2013

Walchensee (Kulturtipp)

 Der Walchensee

Der Walchensee ist mit einer maximalen Tiefe von 192,3 einer der tiefsten See und auch größten Alpenseen in Deutschland. Ebenso zählt er zu den ältesten Seen in Deutschland. Der See liegt im Vorbereich der bayrischen Alpen. Besonders an dem See ist, das er nicht wie die meisten Seen dem bayrischen Staat sondern der Gemeinde Kochel am See gehört.

Der Name kommt wohl von "Lacus vallensis" was "ein im Tal gelegener See" bedeutet. Bis in das 18. Jahrhundert war es üblich geweihte Goldmünzen an der tiefsten Stelle des Sees zu versenken. Dies sollte Glück bringen. 1900 entstand die Idee, das Gefälle zwischen dem Walchensee und dem Kochelsee, der rund 200 Meter tiefer liegt zur Stromnutzung zu gewinnen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein Wasserkraftwerk gebaut, das am 24. Januar 1924 eröffnet wurde. Im Zweiten Weltkrieg versuchten zwei Flugzeuge auf dem Walchensee notzulanden, was aber nicht geling. Die Wracks sind heute noch auf dem Grund zu finden, ebenso wie mehrere Autos. Die einheimische Bevölkerung lebt in erste Linie vom Tourismus.

Im Walchensee findet man rund 33 Fischarten, rund die Hälfte davon sind in ihrem Bestand bedroht, wie der Wels oder der Perlfisch. Der See ist super zum Windsurfen, Kitesurfen oder Segeln geeignet. Auch unter Tauchern ist er äußerst beliebt, was wohl an seiner wunderschönen Lage und der fast unberührten Natur liegt. Muss man sich unbedingt anschauen!



Samstag, 2. Februar 2013

Schulmuseum - Lohr a. Main

Das Schulmuseum in Lohr am Main

Ein eingerichtetes Lehrerzimmer

Öffnungszeiten: Mittwoch - Sonntag 14:00 - 16:00 Uhr

Preise: Erwachsene 1,50 €
            ermäßigt 1 €

Adresse: Schulmuseum
               Sendelbacher Str. 21
               97816 Lohr. am Main

Das Schulmuseum in Lohr wurde 1989 eröffnet. Das Konzept ist von 1789 (Französische Revolution) bis 1989 (Zusammenbruch der DDR) ausgerichtet, wobei die DDR aber dabei doch nur einen Randbereich einnimmt. Zu sehen gibt es rund 3000 Exponate auf 350 quadratmeter Ausstellungsfläche. Eine komplett eingerichtete Lehrerwohnung aus dem Jahre 1910 und zwei komplett eingerichtete Klassenzimmer. (Ein Klassenzimmer aus der Kaiserzeit und eines aus dem 3. Reich). Ebenso gibt es 80 mit Schulmaterial gefüllte Vitrinen zu bestaunen. Das Besondere an dem Museum ist, das es auch die Schattenseiten der verschiedenen Epochen zeigt. So sagte der Museumsleiter Eduard Stenger:
"Die Schule ist nur ein Spiegelbild des herrschendes Zeitgeistes. Wer sich daraufhin einmal die Unterrichtsmaterialien aus der Zeit des Bismarckreiches und dann die aus der Nazi-Zeit anzieht, der wird feststellen, dass mit dem Patriotismus dem Nationalismus und dem Chauvinismus des 19. Jahrhunderts der Grund gelegt wurde für die Selbstüberschätzung, Rassenwahn und Fanatismus des Dritten Reiches, ohne dass man das eine mit dem anderen einfach gleichsetzen darf".

Die Ausstellung ist sehr interessant gestaltet. Die Öffnungszeiten von 2 Stunden täglich sind leider viel zu kurz, wir kamen pünktlich um 14:00 Uhr an und brauchten schon fast 2 Stunden für das Museum. Fotografieren ist eigentlich erlaub, wurde mir dann aber doch im Bereich des 3. Reichs untersagt, wegen Hakenkreuzen und dem Führerbild an der Wand im eingerichteten Schulzimmer des 3. Reichs. Texttafeln informieren meistens in Kurzform über die jeweiligen Themen in den Räumen. Es wurde dabei mit Absicht auf eine umfassende Kommentierung verzichtet, um nicht Ort des geschichtlichen Moralisierens zu sein. Finde ich eine sehr interessante Idee.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte für die zu kurzen Öffnungszeiten
- 0,5 Punkte für das Fotografierverbot im Bereich des 3. Reichs.
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8 Punkte

Das Schulmuseum in Lohr am Main zählt zu den größten und sicherlich auch interessantesten Schulmuseen in ganz Deutschland. Wenn man einmal in der Gegend ist, sollte man es sich unbedingt anschauen.

Ein "Linienzieher"