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Donnerstag, 13. Dezember 2012

Universitätsmuseum - Heidelberg

Das Universitätsmuseum in Heidelberg



ÖffnungszeitenApril bis September Di.-So. 10-18 Uhr
                                Oktober Di.-So. 10-16 Uhr
                                November bis März Di.-Sa. 10-16 Uhr
                                montags geschlossen

Preise:  Erwachsene 3 €
              ermäßigt 2,50 €

Adresse: Universitätsmuseum Heidelberg
                Grabengasse 1
                69117 Heidelberg

Das Universitätsmuseum befindet sich in drei Räumen im Erdgeschoss der Alten Universität. Die Ausstellungsinhalte sind wiederum in drei Räume aufgeteilt, die chronologisch die Geschichte des Universitätsmuseums erzählen.

Im ersten Raum ist die Epoche der Pfälzer Kurfürsten zu finden, die sich durch Schriftstücke und Bilder der Zeit von der Gründung der Universität bis ins 19. Jahrhundert ausdrückt.
Im zweiten Raum schließlich ist vor allem die Naturwissenschaft präsent und zeigt sich in beeindruckenden Erfindungen und Experimenten physikalischer und chemischer Natur.
Schließlich im dritten Raum steht vor allem die Universität in den Zeiten der Weltkriege im Vordergrund. Auch gibt dieser Raum Einsicht in die philosophische und politische Lehre.
Gerade im letzten Raum ist auch die Emanzipation ein Thema – die Tatsache, dass nun auch vermehrt Frauen der Zugang an die Universität gewährt wurde.

In allen drei Räumen ist vor allem durch geschriebene Theorie gut nachvollziehbar dargestellt. Man vermisst das ein oder andere Mal Anschauungsmaterial abseits aller Schriften. Dennoch fühlt man sich im Universitätsmuseum gut aufgehoben, wenn man sich für die Geschichte und Entwicklung einer so bedeutenden Lehrstätte interessiert.

Die Höhepunkte des Museums sind am Ende eines Rundgangs zu finden. Dann nämlich steht die Besichtigung der großen Aula auf dem Programm. Dieser beeindruckende Saal, verziert mit viel Holzverbau und Gemälden Nobelpreisträger, ist das absolute Highlight des Universitätsmuseums. Besonders die Erzählungen des Museumswärters lässt die alte Aula wieder zu Leben erwecken. Es wird sich auch genügend Zeit genommen, alle Fragen zu beantworten.

Zum Abschluss hat man außerdem die Möglichkeit, den Studentenkarzer anzusehen. Dieser diente zwischen 1823 und 1924 als eine Art „Gefängnis“ für diejenigen unter den Studenten, die zu viel Unfug getrieben haben. Mit der Zeit wurde es allerdings „in“, einige Nächte in dem Karzer verbracht zu haben, weshalb viele Studenten den Verweis in diesen auch mutwillig hervorriefen. Die wenigen Räume im Karzer sind sehr einfach gestaltet, meist auch nur mit einem alten, sperrigen Bett und einem Tisch. Sehens – und lesenswert (sofern möglich) sind vor allem die Bemalungen und Beschriftungen an den Wänden. Sprüche, lustige, kurze Geschichten und eingravierte Namen zeugen von sehr lebhaften Zeiten, die die Studenten hier verbrachten.

Alles in allem ist das Universitätsmuseum in Heidelberg sehr empfehlenswert und kurzweilig. Der Anfangsrundgang in den drei Haupträumen könnte etwas interessanter aufbereitet sein; die wahren Höhepunkte folgen zum Schluss. Die große Aula und auch der Studentenkarzer erzählen die Geschichten der damaligen Studenten und ihrer Zeit der Lehre und Wissenschaft sehr lebhaft durch ihre Besonderheit, den Wandbemalungen (besonders im Karzer) und ihre Eigenheiten. 

 Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für fehlenden Exponate im Anfangsrundgang
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9 Punkte

Befindet man sich in der Universitätsstadt Heidelberg, so ist dieses Museum unbedingt anzuschauen. 

Malereien im Alten Karzer. Mit dem Handy Aufgenommen. Man beachte die Jahreszahlen.



Hier ist noch eine Bildserie wo die Alte Aula sehr gut heraussticht: Bildserie Alte Aula.

1 Kommentar:

  1. Also die Aula ist toll :)

    Dafür lohnt ein Ausflug alleine schon.

    Lieben Gruß
    Björn

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