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Donnerstag, 6. Dezember 2012

Kurpfälzisches Museum - Heidelberg

Das Kurpfälzische Museum



Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr. Montags geschlossen.

Preise: Erwachsene 3 €
           ermäßigt 1,80 €

Adresse: Kurpfälzisches Museum
               Hauptstraße 97
               69117 Heidelberg


Das Kurpfälzische Museum beherbergt die kunst- und kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Heidelberg. Das Museum ist im Palais Morass, dem 1936 die ehemalige Universitätsfechthalle und in den 1980er Jahren ein Neubau angegliedert wurden, mit direktem Zugang von der Hauptstraße (Fußgängerzone) untergebracht.

Es gibt insgesamt 4. Teilbereiche im Museum zu sehen, die in einem schlecht gemachten und verwirrenden Rundgang durchquert werden.

Ärchäologie

Die Archäologische Abteilung präsentiert in sieben Räumen auf 1.500 m² Fläche Archäologie und Geschichte des Unteren Neckarlandes. Der Rundgang durch die Epochen beginnt im Untergeschoss, wo der Besucher als erstes auf das Thema „Methoden der Archäologie“ stößt. Ein lebensgroßes Diorama zeigt den Alltag einer Familie aus der Jungsteinzeit. Auf die Sektion der Bronzezeit und Kelten folgt die Römerzeit, die den weitaus größten Raum einnimmt. Die vielen Heidelberger Bodenfunde ermöglichen Lebensbilder von Alltag und Erwerbsgrundlage der Menschen im 1./2. Jahrhundert n. Chr. Eine lebensgroße Rekonstruktion des Heidelberger Mithräums gehört zu den Attraktionen des Museums. In der Sektion Mittelalter und Frühe Neuzeit erzählen schlaglichtartig einige wenige ausgewählte Exponate von der Blütezeit Heidelbergs als kurpfälzische Residenz. Der Gang durch die Geschichte endet mit dem Heiligenberg, dessen vieltausendjähriger Geschichte ein eigener Saal gewidmet ist. Die Ärchäologie Sammlung ist äußerst interessant.

Gemälde

Werke vom 15. bis zum 20. Jahrhundert erwarten den Besucher der Gemäldeabteilung. In der Kurpfalz Abteilung werden die bedeutendsten Protagonisten der regionalen Geschichte vorgestellt, darunter der Winterkönig Friedrich V. Das Spätmittelalter ist vertreten mit Tilman Rimenschneider. Es gibt sehr interessante Gemälde zu bestaunen.

Kunsthandwerk

Die Abteilung Kunsthandwerk enthält unter anderem umfangreiche Sammlungsbestände in den Bereichen Porzellan, Münzen und Medaillen, Möbel und Glas. Die qualitätvollen, gegen 1790 ausgestatteten Gesellschaftsräume verbinden sich mit den Möbeln, Porzellanen und Fürstenporträts zu einem Gesamtbild, das die Wohnkultur des ausgehenden 18.Jahrhunderts repräsentiert. Im Obergeschoss verdeutlichen Stilzimmer vom Empire bis zum Historismus das Wohngefühl des 19.Jahrhunderts, unterbrochen von Sammlungsräumen, die Glas, Porzellan und Fayence präsentieren. Den absoluten Höhepunkt bildet das über zweihundert Jahre verschollene Straßburger Silberservice der letzten Kurfürstin Elisabeth Augusta (1721-1794), das in der historischen Deckung ausgestellt ist. Dieser Bereich ist äußerst interessant.

Stadtgeschichte

Die Präsentation der Stadtgeschichte schlägt einen großen Bogen vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert. Durch die Rekonstruktion einer Küche mit Feuerstelle und Möbeln wird hier das „Leben in Heidelberg um 1600“ nachvollzogen. In das bürgerliche Zeitalter und die neuere Entwicklung ab 1800 führen vier Räume im Erdgeschoss des Palais Morass. Schwerpunkte bilden die „Heidelberger Romantik“, die „Badische Revolution um 1848/49“ und „Heidelberg um 1900“.

Es gibt also viele einzigartige und äußerst interessante Exponate zu sehen, und der Eintritt kostet gerade einmal 3 €. Klingt doch perfekt? Leider kommt jetzt der negative Teil. Das Kurpfälzische Museum beherbergt nicht nur außergewöhnliche Kunstschätze, sondern leider auch das unfähigste Museumspersonal, das uns jemals untergekommen ist. Die Bedienung an der Kasse macht einen nicht gerade nett darauf aufmerksam, das fotografieren verboten ist. Kurz darauf standen wir am Eingang des Rundgangs, und ich bekam eine SMS. Also schnell mal Handy gezückt, und schon ging der Alarm los und die "nette" Frau am Eingang brüllte fast schon das man keine Fotos machen darf. Kurz darauf kam ein Sicherheitsmann des Museums, der seine besten Zeiten schon länger hinter sich hat angejoggt, und fragte drohend ob wir versucht haben zu fotografieren. Im Rundgang folgten uns dann die Überwachungskameras auf Schritt und Tritt. Auch das restliche Personal passt sich an. So wurde über eine Stunde nach der Eröffnung im Kunsthandwerk Teil die Heizungsflüssigkeit gewechselt. Riecht natürlich super. Im Münzkabinett beobachtete uns eine Museumsangestellte sehr "unauffällig", hinter einer Skulptur. Damit wurde es nun endgültig lächerlich. Und ich muss ehrlich sagen, hätte das Museum nicht so tolle außergewöhnliche Exponate zu zeigen, wären wir jetzt gegangen.

Ausgangswert 10 Punkte
- 3 Punkte für das unfähige Personal
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 1 Punkt für den verwirrenden/nicht durchdachten Rundgang
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5 Punkte

Die Stadt Heidelberg sollte mal darüber nachdenken ihren Museumsangestellten eine Schulung zu verordnen, wie man sich in einem Museum verhält. Dann macht der Besuch auch wieder Spaß, genug Potenzial ist vorhanden.

Kommentare:

  1. herje...das Personal ist ja mal krank drauf^^

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  2. Archäologie-Abteilung klingt gut, wenn mein Freund und ich das nächste Mal in Heidelberg sind, werden wir es uns mal anschauen! Und dann sag ich dir bescheid ob sich das Personal verbessert hat ! ;)

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  3. Na toll :(

    Was sowas immer soll, als ob man mit einem Foto die ganze Sammlung gleich mit raus trägt? Versteh´ wer will.

    Aber leider gibt es sowas ja sehr oft, so ein Foto macht ja nix kaputt und letztlich ist man ja - zumindest als deutscher Steuerzahler - irgendwie Miteigentümer dieser Objekte.

    Mehr als lachhaft ... wenn es nicht so traurig wäre

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  4. Ich finde allgemein, das die meisten Museen oder Schlösser neue Schulungen brauchen. Burg Eltz war auch so anstrengend und langweilig zum Anhören :(

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