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Sonntag, 30. Dezember 2012

Akropolis - Athen

Die Akropolis in Athen




Öffnungszeiten:   Montags - Freitags: 08:00 - 17:00 Uhr
                            Samtags, Sonntags und an Feiertagen: 08:00 - 15:00

Preise:   Erwachsene 12€
               ermäßigt 6€

Der Name „Akropolis“ bezeichnet eigentlich grundsätzlich griechische Stadtfestungen, wird jedoch vorherrschend (so auch in diesem Artikel) für die „Athener Akropolis“, das Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt und seit 1986 auch UNESCO – Weltkulturerbe, verwendet.

Die Akropolis hat schon viele Jahrhunderte überdauert, Strapazen aller Art standgehalten und ist – selbst wenn nicht mehr so vollständig und vollkommen wie beim Erbau – im Ganzen ersichtlich.  Sie besteht aber entgegen der Meinung vieler Touristen nicht ausschließlich aus ihrem bekanntesten Gebäude, dem Parthenon, sondern aus rund 10 weiteren Gebäuden und Tempeln. Interessant ist, dass nicht jedes davon zu Ehren griechischer Götter errichtet wurde. Der Tempel der Roma und des Augustus etwa wurde zu Ehren des ersten römischen Kaisers Augustus erbaut. Er befindet sich östlich des Parthenons; jedoch sind nur noch die vier Säulensegmente und einige Kapitellen ersichtlich.

Ein interessantes und heute noch relevantes Detail zur Geschichte der Akropolis:
Im 19. Jahrhundert wurden verschiedene Teile der Akropolis, die so genannten „Elgin Marbles“ , die vor allem zum Parthenon gehörten, von den Engländern mitgenommen und sind heute noch in britischem Besitz. Diese Tatsache ist den Griechen auch heute noch ein Dorn im Auge und sorgt für viele Spannungen und Kontroversen.

Es gibt verschiedene Wege zur Akropolis zu gelangen. Der Weg von der gleichnamigen Metro-Station ist hierbei der beliebteste. Wahre Fans der griechischen Kultur und Architektur nehmen allerdings den viel längeren Fußweg, der direkt von der zentralen Innenstadt (Stadtteil Monastiraki) zur Akropolis durch die antike Agora (antiker Markt- und Versammlungsplatz sowie Treffpunkt für politische Diskussionen) und auch am Tempel des Hephaistos vorbeiführt .

Ist man dann bei den Gebäuden der Akropolis angelangt, verschlägt es einem oftmals die Sprache. Die Ausstrahlung und die Art der Architektur sucht bis heute seinesgleichen. Vor allem der Parthenon strahlt eine Art von Würde und Stolz aus, wie sie von Gebäuden heutzutage kaum mehr bekannt ist.  Auch wenn viele Gerüste, die notwendig sind, um die Arbeiten zur Erhaltung der Gebäude durchzuführen, das Gesamtbild ein klein wenig stört, so fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt.  Natürlich ist man auf der Akropolis nicht alleine, selbst in der aktuell schwierigen, wirtschaftlichen Zeit, findet das Wahrzeichen Athens noch regen Zuspruch.  Ebenfalls sehr beliebt ist das „Neue Akropolis Museum“, welches direkt am Fuße des kleinen Berges der Akropolis zu finden ist und architektonische Wunderwerke beinhaltet als auch Video- und Ansichtsmaterial über deren Restaurierung. Der Panoramablick über die Stadt bis hin zum Hafen ist ebenfalls sehr beeindruckend und zeigt einmal mehr die Größe und das Ausmaß Athens.

Der Eintrittspreis ist mit 12€ sicher kein Schnäppchen, was einen kleinen, negativen Beigeschmack zu Anfang bereitet. Jedoch ist die Eintrittskarte eine Kombikarte, die auch für weitere Sehenswürdigkeiten innerhalb von 3 Tagen gilt. Allerdings wissen das im Vorhinein nur die wenigsten und so kann es sein, dass durch die bei vielen Städtereisen sehr knappe Zeit, die zur Verfügung steht, diese Kombikarte als nicht sehr wertvoll angesehen wird. 
 
Schließlich auch noch eine Geschichte zur Mythologie, zu der die Griechen einen ganz besonderen Bezug haben: Der Mythologie nach gab es zwei Bewerber, zwischen denen entschieden wurde, welcher von diesen beiden Gottheiten die Stadt schützen sollte. Bei den Bewerbern handelte es sich um Poseidon und Athena. Beide brachten der Stadt ein Geschenk, um von ihrer Eignung zu überzeugen. Poseidon nahm hierzu seinen Dreizack, rammte ihn in den Felsen der Akropolis und ließ so eine Quelle entspringen. Da Poseidon aber der Gott des Meeres war, war das Wasser viel zu salzhaltig um es zu trinken. Athena jedoch berührte den Boden und ließ so einen Olivenbaum wachsen, dessen Früchte und Holz Verwendung für die Menschen fanden. So wurde Athena zur Schirmherrin der Stadt - die dann auch nach ihr benannt wurde: Athen. Ursprünglich befand sich auch noch eine Statue der Athena auf der Akropolis, von der man glaubt, sie sei vom Himmel gefallen.



Ausgangswert 10 Punkte
 - 1 Punkt für den sehr hohen Eintrittspreis
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9 Punkte 


Die Akropolis in Athen ist jedem Kultur - Interessierten wärmstens zu empfehlen. Die immense Bedeutung in geschichtlicher und geschichtlicher Hinsicht, macht das Wahrzeichen Athens einfach zu einem Muss. Sehr beeindruckend!


Mittwoch, 26. Dezember 2012

Ruine Homburg (Kulturtipp)

Die Ruinenvorstellung geht weiter. Mit einem echten Highlight.

                                                             Ruine Homburg

Die Homburg liegt bei Gössenheim. Gössenheim ist ein ziemlich kleiner Ort mit 1200 Einwohner, 35 Kilometer von Würzburg entfernt.


Die "Hauptburg".

Die Homburg wurde im Jahre 1170 erbaut, und wurde 1235 und 1470 ausgebaut. Dietrich von Hohenberg starb 1381 als Letzter seines Geschlechts ohne männlichen Erben. Damit endete die Linie. Seine Tochter Christine mit ihrem Ehemann Konrad IV. von Bickenbach war die Alleinerbin des gesamten Hohenberger Eigentums. Damit gehörte die Homburg zum Hause Bickenbach. Die Burg wurde 1496 vom Haus Bickenbach an das Hochstift Würzburg verkauft. Die Homburg wurde 1492 Amtssitz. 1525 überstand die Burg, den Bauernkrieg ohne Schaden. Allerdings folgte im Jahr 1680 ein Brand im Herrenhaus. Damit begann der Verfall der Gebäude. Übrig geblieben ist die größte Ruine in Bayern.

Die Homburg ist wirklich riesig und einen Besuch mehr als wert.

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Samstag, 22. Dezember 2012

Weihnachtsmarkt Special - Teil 3

 Weihnachtsmarkt Special - Teil 3


In der Advents- und Weihnachtszeit gibt es einen ganz klaren Favoriten, wenn es darum geht, kulturelle Interessen und geselliges Beisammensein unter einen Hut zu bringen: den Weihnachtsmarkt. Vielerorts auch Christkindl- oder Adventsmarkt genannt, haben die unterschiedlichen Orte doch eines gemein: Es gibt Unmengen an (vor allem Alkohol-haltigen) Heißgetränken, wie Punsch, Glühwein, Glühmost etc. und auch typisch weihnachtliches Essen, wie beispielsweise Bratwürste.

Zudem weisen diese Märkte diverse Stände auf, an denen man zum Beispiel von Hand gefertigte Dekoration, gestrickte Mützen und auch kleine Geschenke und Souvenirs, die für die Region typisch sind, erhalten kann. Die Geschichte des Weihnachtsmarktes ist eine beeindruckende, geht die Tradition dieser Märkte doch auf das späte Mittelalter zurück. Ihren festen Platz nahmen sie dann im 20. Jahrhundert ein und sind heute während der Adventszeit nicht mehr aus vielen Orten, Städten und Dörfern wegzudenken.

Wir möchten euch hier drei ganz besondere Weihnachtsmärkte präsentieren. Natürlich gibt es unendlich viele sehenswerte Märkte dieser Art – es ist aber nicht möglich, allen gerecht zu werden und sie hier zu präsentieren. Wir haben uns deshalb vorgenommen, hier jährlich drei verschiedene Weihnachtsmärkte zu präsentieren, die natürlich auch von uns selbst besucht und begutachtet wurden, so wie alle anderen kulturellen Einrichtungen, die wir hier vorstellen, auch.

Der dritte und für dieses Jahr somit der letzte Teil mag vielleicht auf den ersten Blick nicht mit den vorherigen konkurrieren – der Weihnachtsstadt Rothenburg ob der Tauber und der berühmten Mozartstadt Salzburg. Dennoch, auch die Stadt Würzburg hat so einiges zu bieten. In der Weihnachtszeit eignet sich ein Stadtrundgang besonders, um auch den kunstvollen Weihnachtsmarkt kennen zu lernen.


Teil 3: Würzburger Weihnachtsmarkt

Der Würzburger Weihnachtsmarkt findet traditionell jährlich auf dem Unteren und Oberen Marktplatz statt, doch durch die geschmackvolle Dekoration zieht sich die Weihnachtsstimmung wie ein roter Faden durch die gesamte Stadt.

Tradition und vor allem regionale Produkte und Spezialitäten zeichnen diesen Weihnachtsmarkt aus. So gibt es unter anderem fränkischen Lebkuchen und noch allerlei mehr Leckereien aus der Region zu genießen.

Ein zweites großes Standbein ist natürlich das Handwerk und die Kunst. Unzählige Stände gibt es hierzu zu bestaunen; für diejenigen, die immer noch nicht genug von selbst gemachtem haben, empfiehlt sich der Künster-Weihnachtsmarkt im Innenhof des Rathauses. Hier findet man garantiert hübsche und einzigartige Weihnachtsgeschenke oder auch außergewöhnliche Weihnachtsdekoration. Zum Aufwärmen für zwischendurch bieten sich selbstverständlich auch in Würzburg Glühwein und Punsch-Stände an, die mit Sortenvielfalt zu überraschen wissen. Eine Besonderheit stellt das Rahmenprogramm da: In diversen Theatern und Kirchen, in der Residenz und in Museen hält die weihnachtliche Stimmung ebenfalls Einzug – hier finden Konzerte und Ausstellungen im Rahmen des Weihnachtsmarktes statt, wo vor allem regionale Künstler auf sich aufmerksam machen. 

 http://www.bayern.by/wuerzburger-weihnachtsmarkt


Alles in allem ist der Würzburger Weihnachtsmarkt sehr übersichtlich, aber dennoch sehr zu empfehlen, vor allem wenn man die Stadt und die Region genauer kennenlernen will. Zudem lassen sich einige Sehenswürdigkeiten – wie zum Beispiel die Residenz – mit dem Besuch am Weihnachtsmarkt verbinden. Die Stimmung zieht sich durch die gesamte Stadt und macht Freude auf das bevorstehende Fest. Ein Besuch lohnt sich!

Freitag, 21. Dezember 2012

Heidelberger Schloss - Teil 2

Das Deutsche Apotheken Museum


Eingang des Apotheken Museums

Öffnungszeiten: April – Oktober: 10.15 – 18.00 Uhr
                          November – März: 10.00 – 17.30 Uhr

Der Eintritt in das Deutsche Apotheken Museum ist kostenlos, allerdings kommt man nicht ohne Eintrittskarte für das Schloss Heidelberg hinein. Es ist also als ein Teilbereich des Schloss Heidelbergs anzusehen. Das Museum wurde 1957 gegründet. Es besitzt Sammlungen von der Antike, bis ins 21. Jahrhundert. Das Museum zeigt sieben vollständig eingerichtete Apotheken, aus der Zeit der Renaissance, des Barock, des Biedermeier sowie eine aus den 1930er Jahren. Außerdem sind alte Arzneimittel, Mörser, Reibschalen und Laborausstattungen zu sehen. Das Museum ist kurzweilig, aber sehr interessant. Leider sind die Arznei Begriffe alle in Latein, und es gibt nur wenige Infotafeln dazu. Das könnte man verbessern. Dennoch erfährt man einiges über die Geschichte der Medizin.

Das Große Fass

Das Große Fass. Bildquelle: Wikipedia

Es gab beziehungsweise gibt in der Geschichte des Heidelberger Schlosses vier große Fässer. Das erste Fass ist das Johann-Casimir-Fass. Es wurde 1591 fertiggestellt und hatte ein Fassungsvermögen von rund 127.000 Liter. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg beschädigt und danach verfeuert.

Das zweite Große Fass, das Karl-Ludwig-Fass wurde 1664 gebaut und hatte ein Fassungsvermögen von rund 195.000 Liter. Es überstand die kriegerischen Auseinandersetzungen im Schloss unbeschadet, wurde allerdings undicht. 1702 wurde deswegen eine Reparatur durchgeführt. Ohne Erfolg.

1724 wurde das zweite Große Fass, dann runderneuert und vergrößert. Nun hatte das in Karl-Philipp umgetaufte Fass ein Fassungsvermögen von 202.000 Liter. Allerdings wurde es 1740 schon wieder undicht. Der nächste Neubau war besiedelt. Das dritte Große Fass kann man heute noch bewundern.

Das vierte Große Fass, das Karl-Theodor-Fass wurde 1751 gebaut. Es hatte damals ein Fassungsvermögen von fast 222.000 Liter. Nach der Eintrocknung des Holzes würde es heutzutage noch 219.000 Liter fassen. Allerdings ist das nicht empfehlenswert, den das Fass ist natürlich undicht. 1769 wurde dann die Weinlagerung in den Großen Fässern endgültig aufgegeben. Übrig geblieben ist das größte Fass der Welt, das je mit Wein gefüllt war. Sehr eindrucksvoll. Man kann sogar per Wendeltreppe und Plattform, das Große Fass erklimmen.

Das Heidelberger Schloss, das zum größten Teil eine Ruine ist, bietet viel mehr als andere Ruinen. Ein Apothekenmuseum, die großen Fässer und eine riesiges, zum teil noch erhaltenes Schloss. Leider lernt man nicht sehr viel über das damalige Leben auf der Burg. Und es sollte einem klar sein, dass das Schloss sehr gut besucht ist. Allerdings ist das Areal sehr weitläufig.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Apothekenmuseum (mehr Infotafeln, Übersetzungen wären wünschenswert)
- 0,5 Punkte dafür, dass man leider sehr wenig über das damalige Leben im Schloss erfährt.
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8,5 Punkte

Man sollte sich das Schloss Heidelberg (sofern wir alle den 21. Dezember überleben) unbedingt ansehen! Eine der prächtigsten Schlossruinen in ganz Europa.






Dienstag, 18. Dezember 2012

Heidelberger Schloss - Teil 1

 Das Heidelberger Schloss


Öffnungszeiten: Täglich geöffnet. Schlosshof, Großes Fass 8.00 – 17.30 Uhr

Preise: Erwachsene 7,00 € (inklusive Bergbahn)
            ermäßigte 4,00 € (inklusive Bergbahn)

Adresse: Schloss Heidelberg
               Schlosshof 1
               69117 Heidelberg

Das Heidelberger Schloss ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt Heidelberg. Die Schlossruine aus rotem Sandstein erhebt sich 80 Meter über dem Tal am Nordhang des Königstuhls. Das Schloss wurde erstmals 1225 erwähnt. Vom 13. bis zum 18. Jahrhundert erlebte das Schloss als Residenz der Kurfürsten von der Pfalz eine lange Geschichte. Hier befand sich der Sitz eines der einflussreichsten Fürsten des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Berühmte Schlossbewohner waren der Kurfürst Ottheinrich, der „Winterkönig“ Friedrich V. und die englische Prinzessin Elisabeth Stuart.

Am 26. August 1622 wurde Heidelberg erstmals von schwedischen Truppen beschossen. Am 16. September fiel die Stadt und wenige Tage darauf das Schloss. Schon im folgenden Jahr versuchten Truppen des Kaisers erneut, das Schloss zurückzuerobern, aber erst im Juli 1635 fiel es wieder in ihre Gewalt, wo es dann bis zum Friedensschluss blieb. Erst am 7. Oktober 1649 zog der neue Herrscher in das zerstörte Stammschloss seiner Familie wieder ein und baute es wieder auf.

Als die Franzosen 1691 und 1692 bis vor die Tore Heidelbergs gelangten, fanden sie die Stadt in einem so guten Verteidigungszustand vor, dass sie unverrichteter Dinge abziehen mussten. Am 18. Mai 1693 standen die Franzosen bereits wieder vor der Stadt und nahmen sie am 22. Mai ein. Allerdings waren sie noch nicht im Besitz des Schlosses und versuchten wohl, mit der Zerstörung der Stadt die Hauptoperationsbasis gegen das Schloss zu schaffen. Am folgenden Tage kapitulierte die Schlossbesatzung. Die Türme und Mauern, die beim letzten Mal der Zerstörung entgangen waren, wurden nun durch Minen gesprengt.

Nachdem der Krieg beendet wurde, brachte das Jahr 1697 endlich etwas Ruhe. Es war geplant, das Schloss abzureißen und die brauchbaren Teile zur Errichtung eines neuen Palastes im Tal zu verwenden. Als sich aber der Durchführung dieses Planes Schwierigkeiten entgegen stellten, wurde das Schloss notdürftig wiederhergestellt. Als am 12. April 1720 die Verlegung der Residenz mit allen Behörden nach Mannheim verkündet wurde, überließ der Kurfürst die alte Hauptstadt ihrem Schicksal und wünschte ihr, dass „Gras auf ihren Straßen wachsen“ solle.

Sein Nachfolger Karl Theodor plante vorübergehend, seinen Wohnsitz wieder ins Heidelberger Schloss zu verlegen und baute große Teile des Schlosses wieder auf. Er nahm davon allerdings wieder Abstand, als am 24. Juni 1764 der Blitz zweimal hintereinander in den Saalbau einschlug und große Teile des Schlosses abbrannten. In den folgenden Jahrzehnten wurden zwar noch notwendige Erneuerungen vorgenommen, aber das Heidelberger Schloss blieb von nun an hauptsächlich eine Ruine. Im Jahr 1777 verlegte Kurfürst Karl Theodor seine Residenz von Mannheim nach München. Damit verlor er das Heidelberger Schloss noch mehr aus den Augen. Die überdachten Räume wurden nun von Handwerksbetrieben genutzt. Im Jahr 1784 wurden gar die Gewölbe im Erdgeschoss des Ottheinrichsbaus eingelegt und das Schloss als Steinbruch verwendet.

Der Retter des Schlosses war der französische Graf Charles de Graimberg. Er kämpfte gegen Pläne der badischen Regierung, für die das Heidelberger Schloss das „alte Gemäuer mit seinen vielfältigen, geschmacklosen, ruinösen Verzierungen“ war, für die Erhaltung der Schlossruinen. Er versah bis 1822 das Amt eines freiwilligen Schlosswächters und wohnte eine Zeit lang im Vorbau des gläsernen Saalbaues, von dem aus er den Schlosshof am besten übersehen konnte. 1890 folgte eine Kommission von Fachleuten aus ganz Deutschland, deren einhellige Überzeugung war, dass eine völlige oder teilweise Wiederherstellung des Schlosses nicht in Betracht komme, dagegen eine Erhaltung des jetzigen Zustandes mit allen Mitteln zu erstreben sei. Nur der Friedrichsbau, dessen Innenräume zwar durch Feuer zerstört worden waren, der aber nie Ruine war, sollte wiederhergestellt werden. Diese Wiederherstellung geschah schließlich in der Zeit von 1897 bis 1900 mit dem enormen Kostenaufwand von 520.000 Mark.

Im 20. Jahrhundert verfielen die US-Amerikaner dem Heidelbergmythos und trugen ihn hinaus in die Welt. So kommt es, dass auch Japaner das Heidelberger Schloss auf ihren Kurzreisen durch Europa zu den wenigen Zwischenstopps zählen.

Die Bewertung erfolgt in späteren Teilen.



Sonntag, 16. Dezember 2012

Karlsburg - Karlstadt (Kulturtipp)

Ich werde euch in nächster Zeit einige Burgruinen mainabwärts von Würzburg vorstellen. Wir fangen mit der Karlsburg an.

Die Karlsburg liegt auf einem breiten Felsen, gegenüber der Stadt Karlstadt. Karlstadt ist circa 25 Kilometer von Würzburg entfernt und hat rund 15.000 Einwohner.

Karlsburg (Burgruine) - Kulturtipp



Die erste Erwähnung der Karlburg im Jahr 741/42 steht im direkten Zusammenhang mit der Gründung des Bistums Würzburg. Spätestens in der Mitte des 8. Jahrhunderts bestand ein Zentralort mit Befestigung, Königshof sowie einem Kloster, der zunächst in königlicher Hand bzw. der der karolingischen Hausmeier war und erst danach an das Bistum übergeben wurde. Das genaue Gründungsdatum der Burg lässt sich nicht aus exakt ableiten. Auch fehlen Auskünfte über Aussehen und Funktion der Burg. Die historischen Nachrichten kennzeichnen die Karlburg bereits als eine wichtige Burg in der frühmittelalterlichen Landesgeschichte Mainfrankens. Die Karlsburg fand ihr Ende im Bauernkrieg, als sie zwischen dem 15. Mai und 3. Juni 1525 niedergebrannt und nicht mehr aufgebaut wurde.

Die Ruine ist nur durch einen 15 -20 minütigen Fußmarsch zu erreichen. Rund um die Ruinenreste wurde ein Park angelegt. Ein Besuch lohnt sich!


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Weihnachtsmarkt Special - Teil 2

Weihnachtsmarkt – Special Teil 2

In der Advents- und Weihnachtszeit gibt es einen ganz klaren Favoriten, wenn es darum geht, kulturelle Interessen und geselliges Beisammensein unter einen Hut zu bringen: den Weihnachtsmarkt. Vielerorts auch Christkindl- oder Adventsmarkt genannt, haben die unterschiedlichen Orte doch eines gemein: Es gibt Unmengen an (vor allem Alkohol-haltigen) Heißgetränken, wie Punsch, Glühwein, Glühmost etc. und auch typisch weihnachtliches Essen, wie beispielsweise Bratwürste.

Zudem weisen diese Märkte diverse Stände auf, an denen man zum Beispiel von Hand gefertigte Dekoration, gestrickte Mützen und auch kleine Geschenke und Souvenirs, die für die Region typisch sind, erhalten kann. Die Geschichte des Weihnachtsmarktes ist eine beeindruckende, geht die Tradition dieser Märkte doch auf das späte Mittelalter zurück. Ihren festen Platz nahmen sie dann im 20. Jahrhundert ein und sind heute während der Adventszeit nicht mehr aus vielen Orten, Städten und Dörfern wegzudenken.

Wir möchten euch hier drei ganz besondere Weihnachtsmärkte präsentieren. Natürlich gibt es unendlich viele sehenswerte Märkte dieser Art – es ist aber nicht möglich, allen gerecht zu werden und sie hier zu präsentieren. Wir haben uns deshalb vorgenommen, hier jährlich drei verschiedene Weihnachtsmärkte zu präsentieren, die natürlich auch von uns selbst besucht und begutachtet wurden, so wie alle anderen kulturellen Einrichtungen, die wir hier vorstellen, auch.
Der zweite Teil des Weihnachtsspecials handelt von einem Weihnachtsmarkt in einer Stadt, die zwar nicht so sehr für ihren Weihnachtstourismus bekannt ist wie Rothenburg ob der Tauber, dafür aber den Spagat zwischen beschaulicher Großstadt und internationaler Bekanntheit mühelos schafft. Die Rede ist von der Mozartstadt Salzburg.

Teil 2: Christkindlmarkt Salzburg

Der Salzburger Christkindlmarkt ist am Domplatz und am Residenzplatz angesiedelt, liegt also direkt in der Altstadt. Er hat eine lange Tradition, existiert doch seit dem 17. Jahrhundert (damals noch unter dem Namen „Nikolaimarkt“ bekannt). In der heutigen Form gibt es den Christkindlmarkt seit 1974 und er erfreut sich immer größerer Beliebtheit, so können Jahr für Jahr knapp eine Million Besucher verzeichnet werden, die aus aller Welt nach Salzburg reisen.

Reich an Dekoration, Lichterketten und auffälligen Ständen passt er wunderbar in die teilweise sehr luxuriöse, teilweise aber auch sehr verwinkelte Altstadt Salzburgs. Täglich gibt es ein neues Programm; zahlreiche Orchestergruppen und Chöre treten am Christkindlmarkt auf, es gibt Nachtwächtertouren, bei der man Stadtviertel einmal ganz anders erlebt und zahlreiche Gewinnspiele für Kinder. Rein von den Christkindlständen unterscheidet sich dieser Weihnachtsmarkt nicht unbedingt von den anderen, aber das tolle Ambiente und die (vor allem) musikalischen Darbietungen dazu machen den Salzburger Christkindlmarkt zu etwas Vesonderem.

Zudem lassen sich einige Museumsbesuche wunderbar mit dem Christkindlmarkt verbinden – in unmittelbarer Nähe ist hier die Residenz besonders zu empfehlen.

Der Salzburger Christkindlmarkt bietet im Ganzen eine wunderbare Möglichkeit, weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen und sich nebenbei auch noch an den kulturellen Seiten der Stadt zu erfreuen. Allerdings geht’s auch hier nicht ohne Mozartkugeln und Co., welche aber einfach zum Flair der Stadt dazugehören!
 

Universitätsmuseum - Heidelberg

Das Universitätsmuseum in Heidelberg



ÖffnungszeitenApril bis September Di.-So. 10-18 Uhr
                                Oktober Di.-So. 10-16 Uhr
                                November bis März Di.-Sa. 10-16 Uhr
                                montags geschlossen

Preise:  Erwachsene 3 €
              ermäßigt 2,50 €

Adresse: Universitätsmuseum Heidelberg
                Grabengasse 1
                69117 Heidelberg

Das Universitätsmuseum befindet sich in drei Räumen im Erdgeschoss der Alten Universität. Die Ausstellungsinhalte sind wiederum in drei Räume aufgeteilt, die chronologisch die Geschichte des Universitätsmuseums erzählen.

Im ersten Raum ist die Epoche der Pfälzer Kurfürsten zu finden, die sich durch Schriftstücke und Bilder der Zeit von der Gründung der Universität bis ins 19. Jahrhundert ausdrückt.
Im zweiten Raum schließlich ist vor allem die Naturwissenschaft präsent und zeigt sich in beeindruckenden Erfindungen und Experimenten physikalischer und chemischer Natur.
Schließlich im dritten Raum steht vor allem die Universität in den Zeiten der Weltkriege im Vordergrund. Auch gibt dieser Raum Einsicht in die philosophische und politische Lehre.
Gerade im letzten Raum ist auch die Emanzipation ein Thema – die Tatsache, dass nun auch vermehrt Frauen der Zugang an die Universität gewährt wurde.

In allen drei Räumen ist vor allem durch geschriebene Theorie gut nachvollziehbar dargestellt. Man vermisst das ein oder andere Mal Anschauungsmaterial abseits aller Schriften. Dennoch fühlt man sich im Universitätsmuseum gut aufgehoben, wenn man sich für die Geschichte und Entwicklung einer so bedeutenden Lehrstätte interessiert.

Die Höhepunkte des Museums sind am Ende eines Rundgangs zu finden. Dann nämlich steht die Besichtigung der großen Aula auf dem Programm. Dieser beeindruckende Saal, verziert mit viel Holzverbau und Gemälden Nobelpreisträger, ist das absolute Highlight des Universitätsmuseums. Besonders die Erzählungen des Museumswärters lässt die alte Aula wieder zu Leben erwecken. Es wird sich auch genügend Zeit genommen, alle Fragen zu beantworten.

Zum Abschluss hat man außerdem die Möglichkeit, den Studentenkarzer anzusehen. Dieser diente zwischen 1823 und 1924 als eine Art „Gefängnis“ für diejenigen unter den Studenten, die zu viel Unfug getrieben haben. Mit der Zeit wurde es allerdings „in“, einige Nächte in dem Karzer verbracht zu haben, weshalb viele Studenten den Verweis in diesen auch mutwillig hervorriefen. Die wenigen Räume im Karzer sind sehr einfach gestaltet, meist auch nur mit einem alten, sperrigen Bett und einem Tisch. Sehens – und lesenswert (sofern möglich) sind vor allem die Bemalungen und Beschriftungen an den Wänden. Sprüche, lustige, kurze Geschichten und eingravierte Namen zeugen von sehr lebhaften Zeiten, die die Studenten hier verbrachten.

Alles in allem ist das Universitätsmuseum in Heidelberg sehr empfehlenswert und kurzweilig. Der Anfangsrundgang in den drei Haupträumen könnte etwas interessanter aufbereitet sein; die wahren Höhepunkte folgen zum Schluss. Die große Aula und auch der Studentenkarzer erzählen die Geschichten der damaligen Studenten und ihrer Zeit der Lehre und Wissenschaft sehr lebhaft durch ihre Besonderheit, den Wandbemalungen (besonders im Karzer) und ihre Eigenheiten. 

 Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für fehlenden Exponate im Anfangsrundgang
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9 Punkte

Befindet man sich in der Universitätsstadt Heidelberg, so ist dieses Museum unbedingt anzuschauen. 

Malereien im Alten Karzer. Mit dem Handy Aufgenommen. Man beachte die Jahreszahlen.



Hier ist noch eine Bildserie wo die Alte Aula sehr gut heraussticht: Bildserie Alte Aula.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Weihnachtsmarkt Special - Teil 1

                                            Weihnachtsmarkt – Special

In der Advents- und Weihnachtszeit gibt es einen ganz klaren Favoriten, wenn es darum geht, kulturelle Interessen und geselliges Beisammensein unter einen Hut zu bringen: den Weihnachtsmarkt.
 
Vielerorts auch Christkindl- oder Adventsmarkt genannt, haben die unterschiedlichen Orte doch eines gemein: Es gibt Unmengen an (vor allem Alkohol-haltigen) Heißgetränken, wie Punsch, Glühwein, Glühmost etc. und auch typisch weihnachtliches Essen, wie beispielsweise Bratwürste.
Zudem weisen diese Märkte diverse Stände auf, an denen man zum Beispiel von Hand gefertigte Dekoration, gestrickte Mützen und auch kleine Geschenke und Souvenirs, die für die Region typisch sind, erhalten kann. Die Geschichte des Weihnachtsmarktes ist eine beeindruckende, geht die Tradition dieser Märkte doch auf das späte Mittelalter zurück. Ihren festen Platz nahmen sie dann im 20. Jahrhundert ein und sind heute während der Adventszeit nicht mehr aus vielen Orten, Städten und Dörfern wegzudenken.

Wir möchten euch hier drei ganz besondere Weihnachtsmärkte präsentieren. Natürlich gibt es unendlich viele sehenswerte Märkte dieser Art – es ist aber nicht möglich, allen gerecht zu werden und sie hier zu präsentieren. Wir haben uns deshalb vorgenommen, hier jährlich drei verschiedene Weihnachtsmärkte zu präsentieren, die natürlich auch von uns selbst besucht und begutachtet wurden, so wie alle anderen kulturellen Einrichtungen, die wir hier vorstellen, auch.

Teil 1: Rothenburg ob der Tauber 

Den Anfang macht die Weihnachtsstadt schlechthin. Eine Stadt, in der man Weihnachten beinahe ganzjährig feiern könnte, wenn man es denn wollte: Rothenburg ob der Tauber. 
 
Im mittelfränkischen Landkreis Ansbach gelegen, ist Rothenburg ob der Tauber nicht nur durch seinen berühmten Weihnachtsmarkt, den so genannten „Reiterlesmarkt“ berühmt, sondern auch durch die Tatsache, dass die mittelalterliche Stadtmauer rund um die Innenstadt noch komplett erhalten ist. Der Weihnachtsmarkt an sich erstreckt sich durch die gesamte Altstadt, wobei auch die Läden und Geschäfte miteinbezogen sind, die teilweise ganzjährig Weihnachtsaccessoires wie Dekoration, Geschenkartikel und weihnachtliche Gebrauchsgegenstände verkaufen. Da die Altstadt relativ gut gegliedert ist und es einige Hinweis- und Übersichtsschilder gibt, findet man sich sehr gut zurecht. Neben dem üblichen Flair eines Weihnachtsmarktes mischt in Rothenburg auch eine ganz spezielle Art von Zuckergebäck mit: der Schneeball. Dieses aus Mürbteig gemachte Gebäck ist – wie der Name schon sagt - rund und wird meist mit Puderzucker überstreut. Es gibt aber auch schon viele andere Varianten, wie zum Beispiel einen Schneeball mit Zimt, mit Schokolade oder Mandelglasur. Dennoch ist dieses typisch rothenburgerische Gebäck vom Geschmack her etwas speziell und vor allem nicht sehr handlich und schwer essbar. Wenn man es nicht kennt, weiß man auch gar nicht, wie man diesen Schneeball essen soll und kann. Typisch für den Weihnachtsmarkt in Rothenburg ist außerdem die hohe Anzahl an Touristen aus aller Welt. Nur die allerwenigsten Weihnachtsmarkt-Besucher sind wirklich Rothenburger. Ein multikulturelles Publikum wird von dem Charme Rothenburgs angezogen, was auch an den berühmten Weihnachtsläden in der Innenstadt liegt. 

Auf jeden Fall ist dieser Weihnachtsmarkt einen Besuch wert, wenn man sich nicht vor Menschenmassen scheut. Kann man von der Adventszeit, von Weihnachtsschmuck und dazu gehöriger Stimmung aber nicht genug bekommen, so sollte man Rothenburg ob der Tauber ganz bestimmt einen Besuch abstatten – man wird es nicht bereuen! 

Weihnachtsbaum, vor dem Rathaus.
Die Schneebälle.
 

Montag, 10. Dezember 2012

Technoseum - Mannheim

Mannheim ist eine Universitätsstadt und mit 315.000 Einwohner, die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs.

Technoseum Mannheim


Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr. (24. und 31. Dezember geschlossen)

Preise: Erwachsene 8 €
            Schüler 5 €

Adresse: Technoseum
               Museumsstraße 1
               68165 Mannheim
                

Das Technoseum, das bis 2009 Landesmuseum für Technik und Arbeit hieß, bietet Anschauungsmaterial zur Industrialisierung des deutschen Südwestens in Geschichte und Gegenwart. Man durchquert das Museum von oben (man fährt zum Start mit einem Aufzug nach ganz oben) nach unten, so soll der Eindruck einer Zeitreise entstehen. Außerdem ist das Technoseum mit 8.000 Quadratmeter Fläche das 3. größte Technikmuseum in Deutschland.

Ausstellungsbereiche sind:: Sternwarte, Uhren, Papierherstellung, Weberei, Energie, Mobilität, Bionik.
Es gibt Inszenierungen von Wohn- und Arbeitsstätten, außerdem werden Maschinen aus Produktion, Verkehr und Büro vorgeführt. Dadurch lassen sich die tief greifenden Veränderungen der Lebens- und Arbeitsverhältnisse bis in die Gegenwart hinein nachvollziehen. So ist zum Beispiel ein Wasserrad, eine Dampfmaschine, und eine Lokomotive im Museum zu finden.

Außerdem gibt es 3 Elementa Bereiche, dies ist eine Mitmach-Ausstellung. Hier kann man naturwissenschaftliche Grundprinzipien erforschen. Außerdem ist dabei die Industrialisierung integriert, so kann man technische Entwicklungen verfolgen und historische Zusammenhänge verstehen. Leider sind diese Bereich sehr stark auf Kinder bezogen, und sobald hier eine Schulklasse einfällt, macht es auch keinen Spaß mehr etwas auszuprobieren. Ich finde man könnte zum Beispiel 2 Elementa Bereiche für Kinder und einen Bereich für Erwachsene erstellen.

Auch 11 Vorführstationen gibt es, die Vorführungen sind im Preis inbegriffen und dauern zwischen 15 und 30 Minuten. An vielen Stationen kann man selber aktiv werden und Papier schöpfen oder selber Postkarten drucken. Außerdem kann man mit einer T3-Dampflokomotive mitfahren oder historische Druckpressen bei der Arbeit zuschauen. Bei den Vorführungen wo man selber aktiv werden kann, muss man einen Techno Scout ansprechen. Diese waren bei unserem Besuch leider nicht gerade gesprächig und schlecht gelaunt. Bei manchen Stationen fehlte der Techno Scout komplett.

Das Technoseum ist ein riesiges Museum, das tolle Ansätze zeigt, aber einige Sachen könnten noch verbessert werden. Die Ausstellungsbereiche sind teilweise unübersichtlich gestaltet, die Elementa Bereiche sind eigentlich nur was für Kinder, die Techno Scouts sollten bisschen mehr Spaß bei der Arbeit zeigen. Aber es gibt auch sehr tolle Ausstellungsbereiche, vor allem der Papierherstellung, Weberei, Energie und Mobilität Bereich ist super gestaltet. Man sollte sich Zeit für das Museum nehmen, 3 - 4 Stunden kann man in dem Museum ohne Probleme verbringen. Der Rundgang ist perfekt gestaltet, und der Eintrittspreis passt auch.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für unübersichtliche Ausstellungsbereiche
- 1 Punkt für die Techno Scouts
- 0,5 Punkte für die Elementa Bereiche
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7,5 Punkte

Trotz kleinerer Schwächen ist das Technoseum einen Besuch mehr als wert. Man sollte nur genügend Zeit mitbringen.










Die Fotos sind nur mit dem Handy aufgenommen.



Samstag, 8. Dezember 2012

Gewinnspiel - Eiersturzhelme

 Gewinnspiel

Zu Gewinnen gibt es 2 Eiersturzhelme. Gesponsert vom Verpackungsmuseum in Heidelberg. So etwas skurriles wolltet Ihr bestimmt schon immer haben... Super geeignet als Partygag, oder Kindern die Wirkung eines Sturzhelmes zu zeigen.


Mit wievielen Punkten bewertete ich das Verpackungsmuseum? Hier findet Ihr die Lösung: Verpackungsmuseum

Einfach die richtige Antwort an die E-Mail gewinnspielkultur@gmail.com senden. Einsendeschluss: Samstag, 29. Dezember 2012 18:00. Bitte Adresse angeben!

Die Helme werden verlost. 1 Helm Pro Person, sprich 2 Gewinner. Herzlichen Glückwunsch an Janine Berger und Juliane Pust.

Rechtsweg und Haftung: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein einklagbarer Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne. Die Namen der Gewinner werden veröffentlicht, die Adresse wird nur zum Zusenden der Helme genutzt.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Kurpfälzisches Museum - Heidelberg

Das Kurpfälzische Museum



Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr. Montags geschlossen.

Preise: Erwachsene 3 €
           ermäßigt 1,80 €

Adresse: Kurpfälzisches Museum
               Hauptstraße 97
               69117 Heidelberg


Das Kurpfälzische Museum beherbergt die kunst- und kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Heidelberg. Das Museum ist im Palais Morass, dem 1936 die ehemalige Universitätsfechthalle und in den 1980er Jahren ein Neubau angegliedert wurden, mit direktem Zugang von der Hauptstraße (Fußgängerzone) untergebracht.

Es gibt insgesamt 4. Teilbereiche im Museum zu sehen, die in einem schlecht gemachten und verwirrenden Rundgang durchquert werden.

Ärchäologie

Die Archäologische Abteilung präsentiert in sieben Räumen auf 1.500 m² Fläche Archäologie und Geschichte des Unteren Neckarlandes. Der Rundgang durch die Epochen beginnt im Untergeschoss, wo der Besucher als erstes auf das Thema „Methoden der Archäologie“ stößt. Ein lebensgroßes Diorama zeigt den Alltag einer Familie aus der Jungsteinzeit. Auf die Sektion der Bronzezeit und Kelten folgt die Römerzeit, die den weitaus größten Raum einnimmt. Die vielen Heidelberger Bodenfunde ermöglichen Lebensbilder von Alltag und Erwerbsgrundlage der Menschen im 1./2. Jahrhundert n. Chr. Eine lebensgroße Rekonstruktion des Heidelberger Mithräums gehört zu den Attraktionen des Museums. In der Sektion Mittelalter und Frühe Neuzeit erzählen schlaglichtartig einige wenige ausgewählte Exponate von der Blütezeit Heidelbergs als kurpfälzische Residenz. Der Gang durch die Geschichte endet mit dem Heiligenberg, dessen vieltausendjähriger Geschichte ein eigener Saal gewidmet ist. Die Ärchäologie Sammlung ist äußerst interessant.

Gemälde

Werke vom 15. bis zum 20. Jahrhundert erwarten den Besucher der Gemäldeabteilung. In der Kurpfalz Abteilung werden die bedeutendsten Protagonisten der regionalen Geschichte vorgestellt, darunter der Winterkönig Friedrich V. Das Spätmittelalter ist vertreten mit Tilman Rimenschneider. Es gibt sehr interessante Gemälde zu bestaunen.

Kunsthandwerk

Die Abteilung Kunsthandwerk enthält unter anderem umfangreiche Sammlungsbestände in den Bereichen Porzellan, Münzen und Medaillen, Möbel und Glas. Die qualitätvollen, gegen 1790 ausgestatteten Gesellschaftsräume verbinden sich mit den Möbeln, Porzellanen und Fürstenporträts zu einem Gesamtbild, das die Wohnkultur des ausgehenden 18.Jahrhunderts repräsentiert. Im Obergeschoss verdeutlichen Stilzimmer vom Empire bis zum Historismus das Wohngefühl des 19.Jahrhunderts, unterbrochen von Sammlungsräumen, die Glas, Porzellan und Fayence präsentieren. Den absoluten Höhepunkt bildet das über zweihundert Jahre verschollene Straßburger Silberservice der letzten Kurfürstin Elisabeth Augusta (1721-1794), das in der historischen Deckung ausgestellt ist. Dieser Bereich ist äußerst interessant.

Stadtgeschichte

Die Präsentation der Stadtgeschichte schlägt einen großen Bogen vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert. Durch die Rekonstruktion einer Küche mit Feuerstelle und Möbeln wird hier das „Leben in Heidelberg um 1600“ nachvollzogen. In das bürgerliche Zeitalter und die neuere Entwicklung ab 1800 führen vier Räume im Erdgeschoss des Palais Morass. Schwerpunkte bilden die „Heidelberger Romantik“, die „Badische Revolution um 1848/49“ und „Heidelberg um 1900“.

Es gibt also viele einzigartige und äußerst interessante Exponate zu sehen, und der Eintritt kostet gerade einmal 3 €. Klingt doch perfekt? Leider kommt jetzt der negative Teil. Das Kurpfälzische Museum beherbergt nicht nur außergewöhnliche Kunstschätze, sondern leider auch das unfähigste Museumspersonal, das uns jemals untergekommen ist. Die Bedienung an der Kasse macht einen nicht gerade nett darauf aufmerksam, das fotografieren verboten ist. Kurz darauf standen wir am Eingang des Rundgangs, und ich bekam eine SMS. Also schnell mal Handy gezückt, und schon ging der Alarm los und die "nette" Frau am Eingang brüllte fast schon das man keine Fotos machen darf. Kurz darauf kam ein Sicherheitsmann des Museums, der seine besten Zeiten schon länger hinter sich hat angejoggt, und fragte drohend ob wir versucht haben zu fotografieren. Im Rundgang folgten uns dann die Überwachungskameras auf Schritt und Tritt. Auch das restliche Personal passt sich an. So wurde über eine Stunde nach der Eröffnung im Kunsthandwerk Teil die Heizungsflüssigkeit gewechselt. Riecht natürlich super. Im Münzkabinett beobachtete uns eine Museumsangestellte sehr "unauffällig", hinter einer Skulptur. Damit wurde es nun endgültig lächerlich. Und ich muss ehrlich sagen, hätte das Museum nicht so tolle außergewöhnliche Exponate zu zeigen, wären wir jetzt gegangen.

Ausgangswert 10 Punkte
- 3 Punkte für das unfähige Personal
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 1 Punkt für den verwirrenden/nicht durchdachten Rundgang
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5 Punkte

Die Stadt Heidelberg sollte mal darüber nachdenken ihren Museumsangestellten eine Schulung zu verordnen, wie man sich in einem Museum verhält. Dann macht der Besuch auch wieder Spaß, genug Potenzial ist vorhanden.

Montag, 3. Dezember 2012

Verpackungsmuseum - Heidelberg

Das Deutsche Verpackungsmuseum

Öffnungszeiten:  Mittwoch-Freitag: 13-18 Uhr
                             Samstag/Sonntag/Feiertage: 11-18 Uhr
                             Montag/Dienstag (außer feiertags): geschlossen

Preise:  Erwachsene 5 Euro 
             Schüler, 3 Euro

Adresse:  Deutsches Verpackungs-Museum e.V.
                Hauptstraße 22 (Innenhof)
                69117 Heidelberg


Das Deutsche Verpackungsmuseum in Heidelberg ist in Europa einzigartig. Seit 1997 gibt es dieses einmalige Museum zentral in der Universitätsstadt gelegen. Auf den ersten Blick möchte man nicht vermuten, dass diese Dauerausstellung wertvolle und interessante Exponate beherbergt. Vielmehr stellt sich die Frage: „Soll man da wirklich reingehen, um sich Verpackungen alltäglicher Lebens- und Gebrauchsmittel anzusehen?“
Obwohl man natürlich die Skepsis nachvollziehen kann, ist diese Frage unbedingt mit einem „JA“ zu beantworten. Warum?

Hat man das Verpackungsmuseum in der Innenstadt gefunden, stellt man relativ schnell fest, dass es sich hierbei um ein mit viel Leidenschaft geführtes Projekt handelt, dessen Einzigartigkeit bereits beim Betreten auch die größte Skepsis überwindet. Begrüßt wird man zunächst von einem älteren Mann, der auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Museumsmitarbeiter wirkt, sich dann aber als Experte in Sachen Verpackungsgeschichte und historischer Marketingstrategie entpuppt. Hat man Glück – und der ältere Herr Zeit – kommt man in den Genuss einer Führung, auch wenn man nicht die Führungsgebühr, sondern lediglich den Eintritt gezahlt hat. Lebensmittel und Handelsläden in der Vorkriegszeit – damit beginnt der Rundgang und das erste Staunen lässt auch nicht lange auf sich warten, sehen die Besucher doch originale „Care-Pakete“, die damals in der Nachkriegszeit von den Amerikanern zur Versorgung geschickt wurden.

Es folgen Verpackungen berühmter Marken, beispielsweise der Beiersdorf AG („Nivea“-Creme), Henkel („Persil“ Waschmittel), RitterSport Schokolade, Coca Cola und viele mehr. Dabei ist anzumerken, dass Verpackungen vergangener Jahrzehnte ausnahmslos alle vorhanden sind und man sehr gut die Entwicklung des jeweiligen Produktes verfolgen kann. Sogar ganz exotische Dinge, wie eine Zigarettenverpackung, die nur auf der Titanic erhältlich war, und wovon es heutzutage nur 3 erhaltene Exemplare gibt. Neben Verpackungsmaterial gibt es auch diverse Maschinen, die für die Verpackungsindustrie wesentlich sind, zu sehen. Auch die Maschinenentwicklung ist beeindruckend.

Dieses interessante Repertoire an Verpackungen, Maschinen und Werbeartikeln wird aber erst durch die teilweise persönlich bezogenen Erzählungen des Museumsführer so richtig lebendig und spannend. Sein Wissen über das Museum und seine Exponate ist beeindruckend und so kommt es, dass man in dem eigentlich kleinen Museum gut und gern bis zu zwei Stunden verharrt und den Erzählungen lauscht.

Ein einziger, kleiner Kritikpunkt ist an den Öffnungszeiten zu äußern – Montags und Dienstags geschlossen und auch sonst erst gegen Mittag geöffnet. Dies erklärt sich allerdings damit, dass das Museum sich zu 100 % aus Spenden finanziert, und sich längere Öffnungszeiten von der Personaldecke her nicht leisten kann.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte für die Öffnungszeiten
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9,5 Punkte

Diese Tatsache geht allerdings in der Anerkennung unter, die man diesem Museum und seinem Besitzer / Mitarbeiter zollt. Hoffentlich bleibt es noch lange so gut erhalten. Das Deutsche Verpackungsmuseum, ein Geheimtipp für jedermann! 






Sonntag, 2. Dezember 2012

Philosophenweg - Heidelberg (Kulturtipp)

 Der Philosophenweg

Der Philosophenweg ist ein  zwei Kilometer langer, vor allem zu Beginn sehr steiler Weg, der auf den Heiligenberg führt.

Oben angekommen hat man hat einen Blick über den Neckar auf die Heidelberger Altstadt, den Königstuhl und das Schloss, aber auch hinaus in die Rheinebene. Auf einer Plattform im Gärtchen steht eine Büste Eichendorffs, in deren Sockel ein Gedicht des berühmten Romantikers eingraviert ist; Eichendorff studierte einige Monate in Heidelberg.

Ursprung des Namens

Seine Bezeichnung verdankt der Philosophenweg vermutlich keinen Persönlichkeiten, sondern den Heidelberger Studenten, die den Weg wohl schon früh als idealen Ort für romantische Spaziergänge und ungestörte Zweisamkeiten entdeckten.

Heutzutage ist der Philosophenweg aber nicht mehr ungestört zu entdecken, denn hier Laufen täglich Hunderte Touristen entlang, um die einmalige Aussicht zu genießen. Läuft man den Heiligenberg komplett hoch, kann man die Thingstätte besichtigen:  Thingstätte

Ist man zu Gast in Heidelberg, sollte man sich den Philosophenweg nicht entgehen lassen.