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Montag, 12. November 2012

Minoritenkloster - Wels

Minoritenkloster Wels (Stadtmuseum Wels)

Öffnungszeiten:  Dienstag - Freitag 10 - 17 Uhr
                            Samstag 14 - 17 Uhr
                            Sonntag und Feiertage 10 - 16 Uhr
                            Montags geschlossen

Preise: Erwachsene 4,50 €
            Kinder 2 €




Mitten im Stadtzentrum gelegen ist das ehemalige Minoritenkloster seit seiner ehemaligen Renovierung 2000 Veranstaltungsort und Museum zugleich. Gegründet wurde es 1289 vom Adelsgeschlecht der Pollheimer, um 1500 wurde die Kirche erbaut. Durch Schenkungen zahlreicher Adeliger und Bürger gelang ein ständiger Ausbau der Klosteranlage. Nach Auflassung des Minoritenklosters waren die Verwendungszwecke des Gebäudes sehr vielfältig. Unter anderem diente es als Kaserne, Feuerwehrdepot, Gerichtssaal und zu Wohnzwecken. 

Das Minoritenmuseum beherbergt eine archäologische Sammlung und eine Dauerausstellung über die Urgeschichte, die Römerzeit und die Frühgeschichte der Stadt.

Schon seit einiger Zeit kann man Ergebnisse von Ausgrabungen verschiedener Orte in Wels besichtigen. Diese reichen von Schmuck über Knochen bis zu Schüsseln und anderen Alltagsgegenständen. Die Knochen sind teilweise gut erhalten, so wurde zum Beispiel der skelettierte Kopf eines Pferdes gefunden. Fotos zeigen außerdem die Zeit während der Ausgrabungen – man kann sich so ein gutes Bild von der Arbeit der Archäologen machen. Trotzdem ist dieser Teil der Ausstellung gerade auch für diejenigen, die nicht ortsansässig sind ein bisschen eintönig. Man würde sich eine kreativere Gestaltung und Präsentation wünschen.

Weiters ist auch eine Übersicht der Zeitgeschichte dargestellt – diese wird unter anderem übersichtlich auf einem Zeitbanner gezeigt. Zudem wird versucht, die Kleidung, Kultur und auch die Alltagssituation generell anschaulich mithilfe von lebensgroßen Puppen nachzustellen. Dieser Teil der Ausstellung ist zwar sehr kompakt, aber gerade deshalb auch sehr übersichtlich und kurzweilig.

Im Gesamten ist zu sagen, dass das Minoriten eine lange Geschichte hat und sich diese teilweise auch widerspiegelt. Bei den regionalen Ausgrabungen, die eigentlich ein Highlight sein sollten, vermisst man die geschichtliche Spannung und den roten Faden – alles ist wenig liebevoll und informativ ausgestellt. Der zweite Teil ist im Wesentlichen besser, kann aber im Großen und Ganzen nicht den Besuchswert des gesamten Museums aufwiegen. 

Ausgangswert 10 Punkte 
- 3,5 Punkte für die Ausstellung die kein Highlight ist.
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6,5 Punkte

Ein Besuch im ehemaligen Minoritenkloster ist zwar ganz abwechslungsreich, aber kein Höhepunkt im kulturellen Sinne.

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