Translate

Dienstag, 27. November 2012

Zoo - Heidelberg

Heidelberg ist eine Großstadt in Baden-Württemberg mit ca. 150.000 Einwohner.

Zoo Heidelberg


Öffnungszeiten:  April - September 9:00 - 19:00
                             März - Oktober 9:00 - 18:00
                             November - Februar 9:00 - 17:00

Preise:  Erwachsene 10,20 €
             Kinder 5 €

Adresse:  Zoo Heidelberg
                Tiergartenstraße 3
                69120 Heidelberg

Der Zoo wurde 1933 gegründet und 1934 eröffnet. Der Zoo ist  ungefähr 10,2 ha groß. Das ist für einen Zoo eher klein. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Zoo fast vollständig zerstört. In den Jahren danach war er von der Schließung bedroht und konnte sich auch in den 1950er Jahren nur langsam entwickeln. Erst 1972 begann die große Generalsanierung. Mittlerweile gibt es eine Afrika-Anlage, ein Raubtierhaus, mehrere Vogelanlagen, ein Menschenaffenhaus und das ganz neue Elefantenhaus. Auch eine Bärenanlage gibt es, die ist aber leider viel zu klein. Auch das Löwengehege ist leider sehr klein.

Folgende Tierarten gibt es im Zoo zu sehen: Orang-Utans, Flachlandgorillas, Schimpansen, Tiger, Bären, Steppenfüchse, Katzenbären, Schildkröten, Waschbären, Erdmännchen, Mähnenwölfe, Zebras, Hirsche, Antilopen, Mähnenrobben, Mäuse, Kängurus und 98 Vogelarten. Insgesamt gibt es 162 Tierarten zu sehen.

Leider bekommt man an der Kasse keinen Plan für einen Rundgang, und angeschildert ist auch kein Rundweg. Allerdings ist der Zoo zu klein, um sich verlaufen zu können. Trotzdem wäre ein Rundweg wünschenswert.  Schön zu sehen ist das laufend gebaut wird und alte Gehege renoviert werden. Den Preis halte ich für gerade noch an der Grenze, es ist noch vertretbar, aber teurer sollte es nicht mehr werden.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkt für das Bären und Löwengehege
- 1 Punkt dafür, dass es keinen Rundweg gibt
------------------------------------------------
7,5 Punkte

Der Zoo in Heidelberg ist einen Besuch mehr als wert, auch wenn er recht klein ist.




Samstag, 24. November 2012

Big Ben - London (Kulturtipp)

London ist die Hauptstadt von dem Landesteil England und von Großbritannien. Direkt in London leben 8,1 Millionen Menschen. London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt und hat somit den Status einer Weltstadt inne.

Big Ben 



Big Ben bezeichnet die 13,5 Tonnen schwere Glocke des berühmten Uhrturms am Palace of Westminster in London. Der Glockenschlag von Big Ben wird im Volksmund als The Voice of Britain (Die Stimme Britanniens) bezeichnet. Der Uhrturm heißt seit September 2012 Elizabeth Tower. Seinen Namensgeber ist natürlich die Queen Elizabeth II. Vorher hieß der Turm einfach "Clock Tower".

Der Turm wurde 1859 erbaut und am 11. Juli 1859 ertönte die Glocke erstmals. Warum die Glocke Big Ben heißt, ist nicht geklärt, aber es gibt 2 Theorien dazu: 
  1. Nach Sir Benjamin Hall - dem First Commissioner of Works - zum Zeitpunkt des Baus.
  2. Nach Ben Caunt, einem Schwergewichtsboxer, der seinen letzten Kampf 1857 hatte.
Der Turm hat eine Höhe von 96,3 Meter und im Turm ist übrigens ein Gefängnis untergebracht. Das Gefängnis wurde zuletzt 1880 benutzt. Big Ben ist die zweitgrößte Uhr in Großbritannien.

Bei einem London Aufenthalt sollte man sich den Glockenturm unbedingt ansehen!



Donnerstag, 22. November 2012

Schloss Ebelsberg - Linz/Ebelsberg

Ebelsberg ist eine ehemalige Gemeinde und heutiger Stadtteil von Linz. Im Stadtteil Ebelsberg wohnen ca. 17.500 Leute.

Schloss Ebelsberg



Öffnungszeiten: Mai - Oktober
                            Samstag, Sonntag, Feiertag 10-12 Uhr und 13-17 Uhr

Preise: 4 € Erwachsene

Adresse: Schloss Ebelsberg
               4030 Linz-Ebelsberg
               Schlossweg 7

Das Schloss Ebelsberg wurde erstmals im Jahre 1154 erwähnt. Über Jahrhunderte war das Schloss Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen, deren Höhepunkt das Gefecht von Ebelsberg 1809 darstellt. Nach einem 5-stündigen Kampf nahmen die Franzosen unter Leitung von Napoleon das Schloss und Ebelsberg ein. Es kamen Tausende Zivilisten und Soldaten ums Leben. Das Schloss wurde fast vollständig zerstört. 1825 verkaufte der Staat die Ruine an Karl Theodor Kast. Er baute das Schloss wieder vollständig nach altem Muster auf. Noch heute befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Kast. Baron Llewellyn Kast gründete 1977 den Kulturverein Schloss Ebelsberg, und so entstand das heutige Museum.

Das Museum ist in 3 Teile gegliedert. Der 1. Teil ist ein großer Raum, wo das Gefecht von 1809 als Panorama mit 4000 Zinnfiguren nachgebaut wurde. Das Panorama ist beleuchtet, und toll gemacht. Teil 2 behandelt die Geschichte der k. u. k. Marine. Genauer gesagt die Geschichte der österreichischen Seefahrt im Zeitraum von 1867 bis 1918. Immerhin hatte Österreich zu diesem Zeitpunkt die sechstgrößte Marine der Welt. Dieser Punkt des Museums ist allerdings nicht allzu spannend gemacht und besteht größtenteils aus schön anzusehenden selbst gebauten Schiffsmodellen. Nähere Infos dazu sind allerdings Mangelware.

Nun kommt der 3 und beste Teil des Museums: Die Wehrgeschichte. Die wehrkundliche Sammlung umfasst Waffen, militärische Ausrüstungsgegenstände, Gemälde. Besonders erwähnenswert sind: Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Pistolen und Revolver aus dem 19. und 20. Jahrhundert und Repertiergewehre aus dem 1. und 2. Weltkrieg. Hier gibt es einige sehr interessante und außergewöhnliche Exponate zu sehen. Dieser Teil der Ausstellung ist super gemacht. Die Waffenausstellung ist ein Teil der Oberösterreichischen Landesmuseen. Siehe: Schlossmuseum Linz (Teil der OÖ. Landesmuseen) Negativ anzumerken ist, das der Marineteil verbessert werden könnte und die Öffnungszeiten. Das Museum hat nämlich nur Samstag, Sonntags und an Feiertagen offen.

Ausgangwert 10 Punkte
- 1,5 Punkte für die Öffnungszeiten
- 1 Punkt für die verbesserungswürdige Marineausstellung
--------------------------------------------------------------
7,5 Punkte

Ein Besuch des Schloss Ebelsberg ist aufgrund der tollen Waffenausstellung zu empfehlen. Auch das Panorama ist toll anzuschauen. Nur die Marineausstellung kann nicht mithalten.

Dienstag, 20. November 2012

Siegessäule - Berlin (Kulturtipp)

Die Siegessäule wurde von 1864 bis 1873 als Nationaldenkmal der Einigungskriege erbaut. Wikipedia: Einigungskriege.




Eingeweiht wurde die Siegessäule am 2. September 1873, dem dritten Jahrestag der siegreichen Schlacht bei Sedan.1938 wurde die Säule vom Königsplatz auf ihren heutigen Standort, den Großen Stern versetzt. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Siegessäule ohne Schaden, allerdings wollte Frankreich die Säule nach Kriegsende sprengen. Die Alliierten lehnten diesen Antrag allerdings ab.

Die Gesamthöhe der Säule beträgt 66,89 Meter. Im Inneren führt eine Wendeltreppe mit 285 Stufen zur 50,86 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform. Das kostet allerdings 3 €. Preise und Öffnungsseiten siehe hier: Siegessäule. Die Siegessäule wurde bisher 3x restauriert: 1954, 1989 und 2011. Am 15. Mai 1991 wurde ein Sprengstoffanschlag auf die Siegessäule verübt. Es wurde ein zwei Kilogramm schwerer Sprengsatz an der Aussichtsplattform angebracht. Die Bombe zündete aber nicht richtig und richtete nur minimalste Schäden an.

Die Siegessäule ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk! Sollte man sich bei einem Berlin Aufenthalt unbedingt anschauen.

Samstag, 17. November 2012

MS Wissenschaft 2012

MS Wissenschaft

Eintritt: Frei

Die MS Wissenschaft ist ein umgebautes Forschungsschiff. 2012 besuchte es 36 Städte. Thema der Ausstellung war Nachhaltigkeit.

Die Städte: Berlin, Potsdam, Brandenburg, Magdeburg, Kiel, Hamburg, Geesthacht, Tangermünde, Braunschweig, Hannover, Münster, Meppen, Oldenburg, Bremen, Bremerhaven, Lingen, Hamm, Dortmund, Duisburg, Wesseling, Bonn, Wiesbaden, Mainz, Aschaffenburg, Frankfurt, Karlstadt, Kitzingen, Wien, Linz, Passau, Regensburg, Nürnberg, Forchheim, Bamberg, Würzburg

Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Um diese Leitfragen des Wissenschaftsjahres 2012 ging es auch an Bord der MS Wissenschaft. Von Ende Mai bis Mitte Oktober 2012 war das Schiff mit einer Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit unterwegs. Diese Ausstellung war sehr interessant, wer sich allerdings schon etwas näher mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt hat, lernte bei der Ausstellung nur wenig Neues dazu.

Rund 40  Exponate zeigten, woran Wissenschaftler forschen, damit wir in einer intakten Umwelt und einer gerechten Gesellschaft mit einer funktionierenden Ökonomie leben können.

Die Ausstellung in einem Schiff ist mal etwas ganz anderes, während der Ausstellung merkte man gar nicht mehr das man gerade in einem Schiff ist. Die Ausstellung war allerdings etwas oberflächlich und hätte noch mehr in die Details der Nachhaltigkeit gehen können. Sonst war es super. Eintritt war frei.

Auch 2013 wird die MS Wissenschaft wieder auf  Reise gehen, dann wird das Thema der demografische Wandel sein. Sobald die Tourdaten bekannt sind, werdet Ihr sie hier lesen können.

Ausgangswert 10 Punkte
- 2 Punkte für die Ausstellung, die etwas oberflächlich war.
--------------------------------------------------------------

Donnerstag, 15. November 2012

Gewinnspiel - Veste Oberhaus(museum) Passau

Gewinnspiel

Verlost werden 2 Freikarten für das Oberhausmuseum in Passau (auf der Veste Oberhaus) im Wert von je 10 €. Es wird 2 Auslosungen geben.

Je 1 Familienfreikarte
Einfach folgende Frage beantworten:

Wie viele Ausstellungsthemen gibt es im Oberhausmuseum? Hier findet Ihr die Lösung: Bewertung Veste Oberhaus.

Einfach die richtige Antwort an die E-Mail gewinnspielkultur@gmail.com senden. Einsendeschluss: Samstag, 24. November 2012 18:00. Bitte Adresse angeben!

Die Freikarten werden verlost.  Erste Auslosung um 18:00. Zweite Auslosung um 18:15.

Rechtsweg und Haftung: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein einklagbarer Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne. Die Namen der Gewinner werden veröffentlicht, die Adresse wird nur zum Zusenden der Freikarten genutzt.


Gewonnen haben : Martin Gehring und Martina Tietz. Herzlichen Glückwunsch!

Montag, 12. November 2012

Minoritenkloster - Wels

Minoritenkloster Wels (Stadtmuseum Wels)

Öffnungszeiten:  Dienstag - Freitag 10 - 17 Uhr
                            Samstag 14 - 17 Uhr
                            Sonntag und Feiertage 10 - 16 Uhr
                            Montags geschlossen

Preise: Erwachsene 4,50 €
            Kinder 2 €




Mitten im Stadtzentrum gelegen ist das ehemalige Minoritenkloster seit seiner ehemaligen Renovierung 2000 Veranstaltungsort und Museum zugleich. Gegründet wurde es 1289 vom Adelsgeschlecht der Pollheimer, um 1500 wurde die Kirche erbaut. Durch Schenkungen zahlreicher Adeliger und Bürger gelang ein ständiger Ausbau der Klosteranlage. Nach Auflassung des Minoritenklosters waren die Verwendungszwecke des Gebäudes sehr vielfältig. Unter anderem diente es als Kaserne, Feuerwehrdepot, Gerichtssaal und zu Wohnzwecken. 

Das Minoritenmuseum beherbergt eine archäologische Sammlung und eine Dauerausstellung über die Urgeschichte, die Römerzeit und die Frühgeschichte der Stadt.

Schon seit einiger Zeit kann man Ergebnisse von Ausgrabungen verschiedener Orte in Wels besichtigen. Diese reichen von Schmuck über Knochen bis zu Schüsseln und anderen Alltagsgegenständen. Die Knochen sind teilweise gut erhalten, so wurde zum Beispiel der skelettierte Kopf eines Pferdes gefunden. Fotos zeigen außerdem die Zeit während der Ausgrabungen – man kann sich so ein gutes Bild von der Arbeit der Archäologen machen. Trotzdem ist dieser Teil der Ausstellung gerade auch für diejenigen, die nicht ortsansässig sind ein bisschen eintönig. Man würde sich eine kreativere Gestaltung und Präsentation wünschen.

Weiters ist auch eine Übersicht der Zeitgeschichte dargestellt – diese wird unter anderem übersichtlich auf einem Zeitbanner gezeigt. Zudem wird versucht, die Kleidung, Kultur und auch die Alltagssituation generell anschaulich mithilfe von lebensgroßen Puppen nachzustellen. Dieser Teil der Ausstellung ist zwar sehr kompakt, aber gerade deshalb auch sehr übersichtlich und kurzweilig.

Im Gesamten ist zu sagen, dass das Minoriten eine lange Geschichte hat und sich diese teilweise auch widerspiegelt. Bei den regionalen Ausgrabungen, die eigentlich ein Highlight sein sollten, vermisst man die geschichtliche Spannung und den roten Faden – alles ist wenig liebevoll und informativ ausgestellt. Der zweite Teil ist im Wesentlichen besser, kann aber im Großen und Ganzen nicht den Besuchswert des gesamten Museums aufwiegen. 

Ausgangswert 10 Punkte 
- 3,5 Punkte für die Ausstellung die kein Highlight ist.
--------------------------------------------------------
6,5 Punkte

Ein Besuch im ehemaligen Minoritenkloster ist zwar ganz abwechslungsreich, aber kein Höhepunkt im kulturellen Sinne.

Donnerstag, 8. November 2012

Irrgarten und Labyrinth Schönbrunn - Wien

 Irrgarten und Labyrinth Schönbrunn

Öffnungszeiten:  31. März - 30. Juni 09:00 - 18:00 Uhr
                             1. Juli - 31. August 09:00 - 19:00 Uhr
                             1. Oktober - 27. Oktober 09:00 - 17:00 Uhr
                             28. Oktober - 4. November 09:00 - 16:00 Uhr

Preise:  Erwachsene 4,50 €
              Kinder 2,50 €

Adresse:  Park Schönbrunn
                A-1130 Wien

Der Irrgarten wurde 1720 angelegt und 1892 wieder aufgelöst. Am 09.09.1999 wurde nach historischem Vorbild der neue Irrgarten veröffentlicht. Im Zentrum befindet sich eine Aussichtsplattform. Der Irrgarten ist recht klein und einfach zu lösen. Unter 14-Jährige dürfen übrigens nur mit einer Aufsichtsperson in den Irrgarten. Die Gefahr sich zu verirren, halte ich aber für sehr klein.

Das Labyrinth wurde nach historischen Plänen wiederhergestellt. Es gibt im Labyrinth primitive Spiele für Groß und Klein. Spaß macht das wohl nur den kleinen Kindern. Das Labyrinth verdient seinen Namen überhaupt nicht, man wählt einen Einstiegspunkt und kommt in einem Rundgang durch das Labyrinth. Verlaufen kann man sich dabei nicht. Ist genauso langweilig, wie es sich anhört. 3,50 € finde ich doch etwas zu viel.

Ausgangswert 10 Punkte
- 4 Punkte für das lächerliche Labyrinth
- 1 Punkt für den doch etwas zu teuren Preis
-------------------------------------------------
5 Punkte

Wer Irrgärten mag, der sollte diesen Irrgarten durchqueren. Wer nicht, darf ruhigen Gewissens nicht großartiges verpasst zu haben weitergehen.

Dienstag, 6. November 2012

Schloss Johannisburg - Aschaffenburg

Schloss Johannisburg

Das Schloss

Öffnungszeiten:    April - September 9-18 Uhr
                               Oktober - März 10-16 Uhr
                               Geschlossen am: 1.1, Faschingsdienstag, 24.12, 25.12, 31.12

Eintrittspreise:    3,50 Erwachsene
                              2,50 ermäßigt
                              Personen unter 18 Jahren erhalten freien Eintritt.

Adresse:   Schloss Johannisburg
                  Schlossplatz 4
                  63739 Aschaffenburg

Über die Baugeschichte der mittelalterlichen Burg, die am gleichen Ort errichtet war, ist nur sehr wenig bekannt. Das Renaissanceschloss wurde 1605 - 1614 von Georg Ridinger erbaut und diente bis 1803 als Nebenresidenz der Mainzer Erzbischöfe. Ridinger ließ die Überreste der alten Burg abreißen, lediglich der große gotische Bergfried wurde als fünfter Turm in den neuen Bau in der Mitte des Nordwestflügels mit einbezogen. So entstand auch der Name "Schloss" Johannis"burg". Nach Plänen seines Hofarchitekten ließ der Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal, der 1792 vor anrückenden französischen Truppen aus Mainz nach Aschaffenburg geflohen war, dass Innere des Schlosses gegen Ende des 18.Jahrhunderts klassizistisch umgestalten. Mit Erthal gelangten wertvolle Möbel, über 200 Gemälde, die kurfürstliche Bibliothek, eine Sammlung wertvoller Paramente und eine Kupferstichsammlung nach Aschaffenburg.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss dann im März und April 1945 durch mehrere Bomben und durch Artilleriebeschuss schwer getroffen und brannte fast vollständig aus. Schon bald entstand der Wunsch, das Schloss wieder aufzubauen. Dabei halfen alte Aufzeichnungen aus der Bauzeit. Besonders schwierig gestaltete sich dabei die Wiederherstellung der Turmhauben, die nicht ganz originalgetreu ausfielen. Auch die Zahl der Schlossfenster wurde beim Wiederaufbau erhöht. Die Innenräume wurden nicht restauriert, sondern unter dem Gesichtspunkt der musealen Nutzung neu gestaltet. Die Finanzierung übernahmen die Stadt Aschaffenburg und der Freistaat Bayern. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf über 20 Millionen Mark. Im Jahre 1964 wurde das Schloss wiedereröffnet. Die Aussenfassade ist in Teilen noch Original erhalten, hier findet man noch teilweise Einschusslöcher aus dem 2. Weltkrieg.

Im Schloss kann man sich eine Gemäldegalerie mit Werken von Lucas Cranach anschauen, außerdem die Paramentenkammer der Schlosskirche mit Gewändern aus dem ehemaligen Mainzer Domschatz. Oder die mit klassizistischem Mobiliar ausgestatteten fürstlichen Wohnräume und das Städtische Schlossmuseum.

Eine Besonderheit ist die weltweit größte Sammlung von Architekturmodellen aus Kork, die detailgenau die berühmtesten Bauwerke des antiken Rom darstellen. Sie ist dem Hofkonditor Carl May und seinem Sohn Georg zu verdanken, welche sich ab 1792 mit dem Bau der Modelle befassten. Das Kolosseum ist mit 3 Meter Durchmesser auch noch das größte Korkmodell der Welt. Die Modelle sind wirklich sehr beeindruckend. Seit 1972 befindet sich ein Teil der städtischen Sammlungen im Schloss. Hierzu gehören Skulpturen der Schlossbauzeit, Stadtansichten, Zunftgeräte und Möbel. Besondere Attraktionen sind auch die Sammlungen deutscher und ausländischer Keramik. Aber auch moderne Gemälde werden präsentiert.
Im 2. Geschoss befinden sich die kurfürstlichen Wohnräume mit den Originalmöbeln des Erzbischofs Friedrich Karl Joseph von Erthal aus der Zeit um 1800. Der Rundgang ist perfekt gestaltet. Der Eintrittspreis für das, was man alles geboten bekommt, ist sehr billig. Punktabzug gibt es für das wirklich unfreundliche und unkompetente Personal. An der Kasse wurde mir nicht gerade nett weisgemacht, das man nur mit Blitz fotografieren darf, in der Gemäldegalerie spielte der Museumswärter mit seinem Smartphone hinter der Tür irgendwelche Spiele und der Museumswärter in Raum der Korkmodelle toppte alles. Er schlief tief und fest.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Personal
--------------------------------
9 Punkte

Das Schloss Johannisburg ist ein echtes Highlight und einen Besuch mehr als wert. Vor allem die Korksammlung ist atemberaubend.

Mehr Bilder bei: Kultur? Bewerten!



Das weltweit größte Korkmodell.