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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Schloss Schönbrunn - Wien

Schloss Schönbrunn 

Bildquelle: Wikipedia

Schloss Schönbrunn liegt im Wiener Bezirk Hietzing. Gebaut wurde es zwischen 1638 und 1643.

Öffnungszeiten: 1. April - 30. Juni 8:30 - 17 Uhr
                            1. Juli - 31. August 8:30 - 18:30 Uhr
                            1. September - 31. Oktober 8:30 - 17:30 Uhr
                            1. November - 31. März 8:30 - 17 Uhr

Preise: Imperial Tour (22 Prunkräume)
            Erwachsene 12,90 €
            Studenten 11,90 €
            Kinder 9,50 €

           Grand Tour (40 Prunkräume)
           Erwachsene 15,90 €
           Studenten 13,20 €
           Kinder 9,50 €

Adresse: Schloss Schönbrunn
               A-1130 Wien

Schloss Schönbrunn ist das größte und meistbesuchte Schloss in Österreich. Seit 1996 ist es ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das erste Schloss wurde zwischen 1638 und 1643 gebaut, aber im Zuge der zweiten Türkenbelagerung vollkommen zerstört. Geschichtliche Infos über die zweite Türkenbelagerung Wiens.

Erst 1687 gab Leopold I. für seinen Thronfolger Joseph I. einen Neubau in Auftrag. Der Architekt schlug 1688 eine riesige Anlage vor, die Schloss Versailles übertroffen hätte, aber nicht finanzierbar gewesen wäre. Stattdessen wurde er 1693 mit einer weitaus kleineren Anlage beauftragt, die 1696–1701 über den Trümmern der früheren errichtet und ab 1700, im Wesentlichen fertiggestellt, bewohnt wurde. Nach Josephs Tod 1711 ging Schönbrunn im Jahr 1712 an seine Witwe, die schließlich das Schloss und die Gärten im Jahr 1728 um 450.000 Gulden an den kaiserlichen Hof verkaufte.

Karl VI. war selbst wenig an Schönbrunn  interessiert und schenkte es seiner Tochter Maria Theresa, die das Anwesen zum kaiserlichen Sommersitz ernannte, der es bis 1918 blieb. 1743–1749 wurde das Schloss Schönbrunn nach Plänen ihres Hofarchitekten entscheidend umgebaut und erweitert. So wurde das Gebäude um ein Stockwerk erhöht, in Ziegel ausgeführte Säulen wurden gegen solche aus Stein ersetzt. Ebenso ließ sie einen Großteil der Inneneinrichtung erneuern, die heute als fast einziges Beispiel eines österreichischen Rokoko gilt.

1805 und 1809 hielt sich Napoleon mit seinem Gefolge im Schönbrunner Schloss auf, als die Franzosen Wien besetzt hatten. Den Zweiten Weltkrieg überstand es fast unbeschadet. Weitere geschichtliche Informationen: Schloss Schönbrunn

Das Schloss hat Hunderte von Räumen und Zimmern (insgesamt 1.441 Zimmer), von denen jedoch nur die meisten Prunkräume und Wohnungsräume der kaiserlichen Familie der Öffentlichkeit zugänglich sind. Ein Teil der restlichen Räume werden als Gemeindewohnungen vermietet. Das Schloss steht deshalb nicht leer und wird nach wie vor ständig bewohnt. Im Schnitt besuchen 4.000 - 10.000 Leute täglich Schloss Schönbrunn. Die Räume sind aber nicht wirklich für eine solche Menschenmasse ausgelegt, im Inneren wird man quasi von Raum zu Raum geschoben, als das man sich frei bewegen kann. Auch werden kostenlose Audio Guides verteilt, in allen möglichen Sprachen, die aber alles noch viel mehr aufhalten.

Besonders erwähnenswert ist das Billardzimmer, das Spiegelzimmer, das Weißgoldzimmer und die große Galerie. Ich finde, dass die Imperial Tour ausreichend ist, man kommt an allen Highlights vorbei. Den Eintrittspreis halte ich für etwas zu teuer. Fotografieren im Inneren des Schlosses, ist leider verboten.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte für den etwas zu teuren Eintritt
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 1 Punkt dafür, dass es zu überlaufen ist
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7,5 Punkte

Fazit: Schloss Schönbrunn sollte man unbedingt mal gesehen haben, aber am besten sollte man das Schloss unter der Woche und so früh wie möglich besichtigen. Die Imperial Tour halte ich für ausreichend.

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Deckenfresco von Sebastiano Ricci. Bildquelle: Wikipedia
Das Billardzimmer. Bildquelle: Wikipedia
Das Spiegelzimmer. Bildquelle: Wikipedia

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