Translate

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Veste Oberhaus - Passau

Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt in Ostbayern. Passau liegt an der Grenze zu Österreich und hat ca. 50.500 Einwohner.

Veste Oberhaus (Oberhausmuseum)

Die Veste
Öffnungszeiten: 15. März - 31. Oktober
                            Montag-Freitag 9-17 Uhr
                            Samstag, Sonn- und Feiertage 10-18 Uhr

                          Weihnachtsöffnung
                          25. Dezember - 6. Januar (31. Dezember geschlossen)
                          täglich 10-16 Uhr

Preise:  Erwachsene 5 €
              Ermäßigt 4 €

Adresse:  Veste Oberhaus
                 Oberhaus 125
                 94034 Passau

1219 wurde der Grundstein der Veste Oberhaus gelegt. Die Festung sollte Ausdruck militärischer Stärke sein. Aufgrund der verbesserten Belagerungstechniken wurde die Festung über Jahrhunderte stetig ausgebaut und erweitert. Die Veste wurde zwischen 1250 und 1482 insgesamt fünfmal erfolglos belagert. Mit der Säkularisation 1802 verlor der Bischof den Besitz der Veste. Säkularisation (Wikipedia)

Danach nutze Napoleon Bonaparte die Veste als Grenzfestung gegen Österreich. 1822 wurde die Veste zum Staatsgefängnis für politische Gefangene und zur Militärstrafanstalt umfunktioniert. 1932 übernahm die Stadt Passau die Veste und richtete das Oberhausmuseum ein. Die Veste zählt heutzutage zu einer der besterhaltensten Burganlagen in ganz Europa.

Das Oberhausmuseum ist ein riesiges Museum, es erstreckt sich auf 4000 m2. Insgesamt acht Ausstellungsthemen werden bei dem sehr gut gemachten Rundweg durchquert.

1. Passau - Mythos und Geschichte

Auf rund 1000 m2 Fläche erhält man einen Einblick in die Geschichte Passaus von den keltischen Anfängen bis zum Ende des Fürstbistums 1803. Dieser Ausstellungspunkt ist super dargestellt, es gibt sehr viele interessante Informationen. Die Ausstellung ist super dargestellt. Wirklich perfekt.

2. Faszination Mittelalter - Irdisches Leben und Himmlisches Streben.

Dies ist die größte Ausstellung. Der Schwerpunkt liegt bei dem Leben auf einer Burg. Dabei wird am Beispiel der Veste ein Einblick in die Lebensumstände der Menschen im Mittelalter geboten. In einem extra eingerichteten dunklen Kälteraum werden die Licht- und Temperaturverhältnisse auf einer Burg dargestellt. Außerdem kann man das Gewicht einer Rüstung prüfen oder verschiedene Gewürze erriechen. Der Teilbereich himmlisches Streben behandelt den Zusammenhang zwischen Kunst und Religion. Auch diese Teile sind mehr als perfekt dargestellt, hier wurde sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Die Stationen, wo man selber Sachen ausprobieren darf, runden die Sache ab.

3. Das Geheimnis der Bruderschaft

Diese Ausstellung zeigt Aspekte von Zunft und Handwerk. Hier findet man längst ausgestorbene Berufe. Die Gewölberäume tragen dazu bei, in das 16. Jahrhundert abzutauchen und sich auf zentralen Plätzen der Stadt Passau über die verschiedensten Werkstattbetriebe zu informieren. Super gemacht!

4. Sammlung Hans Wimmer (1907-1992)

Die Sammlung Hans Wimmer wurde 1987 eröffnet. Sie gewährt einen Überblick über Werk und Schaffen dieses deutschen Bildhauers. Ob Porträtbüsten, lebensgroße Plastiken oder Kleinplastiken, die Dauerausstellung, die Wimmer noch selber mitkonzipiert hat, liefert eine umfassende Zusammenstellung seiner Schaffensperiode. Auch dieser Teil ist sehr interessant.

5. Böhmerwaldmuseum

Der "Verein Böhmerwaldmuseum Passau e. V." zeigt in den von der Stadt Passau als Patenstadt der Böhmerwäldler zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten anhand von Sachzeugnissen, Modellen, Text- und Bildtafeln, dass der Böhmerwald bis 1945 eine überwiegend von Deutschen besiedelte und kultivierte Landschaft war. Ganz gut gemacht, interessierte mich jetzt aber nicht so sehr.

6. Passauer Porzellan

Bis 1952 bestand in Passau eine Porzellanfabrik. Hunderte von kunstvollen Figuren wurden hier hergestellt. Die vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammenden filigranen Kunststücke sind in der Ausstellung "Passauer Porzellan" zu bewundern. Sehr schön, zum Anschauen.

7. Historische Apotheke 

Hier betritt man die Passauer Hofapotheke, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Ein neu gemauerter Destillationsofen mit medizinischen und pharmazeutischen Geräten sowie ein spätklassizistischer Destillationsofen aus Regen um 1830 zeigen die Perspektiven der Weiterentwicklung auf. Auch sehr schön zum Anschauen.

8. Feuerwehrmuseum

Im ehemaligen Kellergewölbe befindet sich das Feuerwehrmuseum. Es zeigt Entwicklung und Uniformen der niederbayerischen Feuerwehren vom Ende des 17. bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein. Acht Spritzenwägen stehen wie zum Einsatz bereit. Pompierspritzen, Karrenspritzen und viele andere Modelle beweisen den zum Teil erstaunlich hohen technischen Standard dieser Löschfahrzeuge vergangener Jahrhunderte. Hier gibt es sehr interessante Exponate zu sehen, allerdings ist hier die stickige Luft und der muffige Geruch etwas störend.


Die Veste ist zu Fuß oder per Pendelbus zu erreichen. Der Pendelbus fährt am Rathausplatz ab. Pendelbus,

Preise Pendelbus:  Erwachsene 8 € Hin- und Rückfahrt (Inklusive Museumseintritt!)
                               Kinder  4 € (Inklusive Museumseintritt!)

Allerdings wer keine Probleme zu Fuß hat sollte zur Veste laufen, den der Weg lohnt sich. Der Eintritt für lediglich 5 € ist wahnsinnig billig, für das, was man alles geboten bekommt. Man sollte sich für die Veste und das Museum genug Zeit nehmen, den hier kann man ohne Probleme mehrere Stunden verbringen. Das Museum und die Feste sind wirklich toll, und was noch besser ist: Es gibt keine Kritikpunkte.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0 Punkte Abzug/keine Kritik
----------------------------------------
10 Punkte

Wer in Passau oder in der Gegend von Passau ist, darf sich ein Besuch der Veste Oberhaus auf gar keinen Fall entgehen lassen!


Jetzt bei Facebook Gefällt mir Klicken und noch mehr Fotos der Veste sehen. Kultur? Bewerten!


Sonntag, 28. Oktober 2012

Brandenburger Tor - Berlin (Kulturtipp)

Was sind Kulturtipps?
Kulturtipps sind Wanderwege, Skulpturen, Ruinen, Denkmale und Weiteres. Hier gilt wie immer: Lasst euch überraschen. Kulturtipps sind immer kostenlos zu besichtigen, und meistens 24 Stunden am Tag zugänglich. Allerdings ist nicht genug vorhanden, um eine Wertung vorzunehmen. Kulturtipps sind also wertungsfrei.

Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland mit ca. 3,5 Millionen Einwohner. Europaweit ist es die zweitgrößte Stadt (nach Einwohner).

Das Brandenburger Tor

In Bearbeitung



Adresse: Brandenburger Tor
              Pariser Platz
              10117 Berlin-Mitte

Das Brandenburger Tor steht am Pariser Platz in Berlin Mitte. Erbaut wurde es 1788 - 1791 vom preußischen König Friedrich Willhelm II. Der Stil ist frühklassiztisch (wie der Triumphbogen in Paris oder das Parlament in Wien). Im Kalten Krieg markierte das Brandenburger Tor die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin. Nach 1990 wurde es zum Symbol der Wiedervereinigung Deutschlands.

Es ist 26 Meter hoch, 65,5 Meter lang und besteht aus Elb-Sandstein. Gestaltet wurde es nach dem Vorbild eines Torbogens an der Akropolis (Athen). Das Tor wird durch eine fünf Meter hohe Kupfer-Skulptur gekrönt. Die Skulptur stellt die Siegesgöttin Viktoria dar, die einen von vier Pferden gezogenen Wagen in die Stadt hineinlenkt.

1788 war das Brandenburger Tor teil der Zollmauer in Berlin. 1860 wurden fast alle Stadttore und die Zollmauer abgerissen. Nur das Brandenburger Tor steht heute noch. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor stark beschädigt. Die Skulptur wurde fast komplett zerstört (nur der Pferdekopf ist erhalten geblieben, zusehen ist er im Märkischen Museum Berlin). Bei dem Tor selbst wurde eine Säule zerschossen. Am 21. September 1956 wurde beschlossen, das Brandenburger Tor wieder aufzubauen. Am 14. Dezember 1957 war dies abgeschlossen.

Das Tor wurde nach langer Vernachlässigung umfassend von der Stiftung Denkmalschutz Berlin saniert und nach einer 22-monatigen Restaurierung am 3. Oktober 2002 feierlich wieder enthüllt. Die Kosten der Instandhaltung belaufen sich jährlich auf 200.000 Euro.

Noch mehr Infos: Brandenburger Tor (Wikipedia)

Wer in Berlin ist, oder vorhat nach Berlin zu reisen sollte unbedingt das Brandenburger Tor anschauen. Dies ist bei einem Berlin Aufenthalt Pflicht.

Freitag, 26. Oktober 2012

Wildpark - Grünau

Grünau im Almtal ist ein kleine Gemeinde in Oberösterreich mit rund 2.100 Einwohner. Die Gemeinde liegt im Bezirk Gmunden.

Wildpark Grünau

Öffnungszeiten:  April - Oktober 9-17 Uhr
                           Nobember - März 10-16 Uhr

Preise: Erwachsene 7,80 €
            Kinder 5,50 €

Adresse:  Cumperland Wildpark
                Fischerau 12
                A-4645 Grünau im Almtal

Der Wildpark liegt eingebettet von Bergen am Nordrand des Toten Gebirges. Die Natur wird direkt in den Wildpark eingebunden. Es gibt 2 Rundwege: eine kleine Runde mit 2,6 kilometer und eine große Runde mit 4,3 kilometer.

Im Wildpark sind Steinböcke, Wölfe, Bären, Rothirsche, Luchse, Rehe, Wildschweine, Marder, Urpferde, Enten und noch einige andere Tierarten zu finden. Der Park ist rund 60 Hektar groß. Die Gehege sind leider nicht optimal. Während einige Tiere große und topmoderne Gehege haben (Steinwild, Luchs, Mufflon, Wisent, Urpferde) haben einige noch Gehege, die wohl von der Eröffnung des Wildparks 1970 stammen (Bären, Wölfe). Aktuell wird ein Informationszentrum gebaut. Aber warum werden nicht zuerst die Gehege modernisiert? Dazu gibt Bernhard Lenkmaier Auskunft:

"Diese Frage lässt sich kurz leider nicht beantworten. Jedenfalls stand der Cumberland Wildpark 2008 aus finanziellen Gründen vor der Schließung. Im Jahr 2009 wurde von heimischen Unternehmern ein Betreiberverein gegründet und der Wildpark gepachtet. Wohl wissend, dass wir einen Park übernehmen, in dem Jahrzehnte nichts mehr erneuert wurde! Besonders die Uraltkäfige für diverse Vögel sind auch für uns nicht angenehm. Manche davon haben wir schon entfernt. Vorrangig ging es um die Erhaltung des Parks. Zum langfristigen Fortbestand wurde ein Konzept erstellt, in den tiergärtnerische Maßnahmen vorkommen, aber auch die Errichtung von Gebäuden. Dazu muss man wissen, dass es im Park bisher keine Verwaltungsräume gibt, diese müssen kostenintensiv angemietet werden. Ebenso gibt es keine Räume zur Lagerung von Futtermittel. Auch hier mussten wir 3(!!!) Gebäude in ca. 3 kilometer Entfernung vom Wildpark anmieten. Was die Gastronomie betrifft, verlangt die Behörde eine Sanierung oder Neuerrichtung. Mit dem Konzept wurde 2009 an das Land Oberösterreich herangetreten mit dem Ersuchen um finanzielle Unterstützung. Das Konzept war ursprünglich sehr umfangreich. Das Land aber hat die Maßnahmen auf eine Summe von 2,4 Mio. Euro reduziert. Darin waren Anlagen für 8 Tierarten enthalten, 2 Gebäude (Wirtschaftsgebäude und Eingang). Zu unserem Leidwesen wurden aber die besonders kostenintensiven Anlagen für Bären und Wölfe (vorerst) gestrichen! Wir versuchen nun den Spagat zu schaffen, sowohl für die Tiere bessere Lebensräume zu schaffen und parallel dazu aber auch die Versorgung einfacher, und vor allem kostengünstiger, zu machen. Je mehr Besucher zu uns kommen umso rascher können wir für unsere Wildtiere artgerechte Tieranlagen errichten."
 

Vielen Dank an Bernard Lenkmaier für dieses ausführliche Statement.

Konrad Lorenz Forschungsstelle: Seit 1973 befindet sich in unmittelbarer Nähe des Wildparks diese Forschungseinrichtung. Die Wissenschaftler nutzen den Wildpark für Ihre Arbeit.


Ausgangswert 10 Punkte
- 3 Punkte für veraltete und zu kleine Gehege
------------------------------------------------------------
7 Punkte

Der Wildpark ist einen Besuch mehr als wert, kämpft aber noch mit der finanziellen Lage und den Gehegen der Vorbesitzer. Aktuell wird viel dagegen unternommen. Ob der "Kampf" gegen die finanzielle Situation gelingen wird, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen.Immerhin wurde in wenigen Jahren mehr erreicht, als der Vorbesitzer in Jahrzenten (nicht) geschafft hat.

Hier gibt es noch viele Bilder: Bilder Wildpark Grünau

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Thingstätte - Heidelberg (Kulturtipp)

Was sind Kulturtipps?  Kulturtipps sind immer kostenlos zu besichtigen, und meistens 24 Stunden am Tag zugänglich. Allerdings ist nicht genug vorhanden, um eine Wertung vorzunehmen. Kulturtipps sind also wertungsfrei.

Die Thingstätte in Heidelberg ist eine Freilichtbühne, die in der nationalsozialistischen Zeit nach dem Vorbild eines griechischen Theaters 1934 -35 auf dem Heiligenberg in Heidelberg errichtet wurde.

Blick auf die Bühne. Bildquelle: Wikipedia

In 56 Zuschauerreihen finden rund 25.000 Menschen platz. Die Thingstätte wurde am 22. Juni 1935 von Joseph Göbbels feierlich eröffnet. Dies war das einzige Mal, das alle Plätze in der Thingstätte
besetzt waren.

Die Thingstätte soll auf einem angeblichen germanischen Kultplatz errichtet worden sein, was aber nicht bewiesen ist, und auch angezweifelt wird. Ein Wanderer vor Ort meinte sogar die Germanen hätten die Thingstätte erbaut. Bis 1939 wurde die Thingstätte zu Propagandazwecken genutzt. Während des Zweiten Weltkrieges blieb sie ungenutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ man die Stätte weitgehend verfallen. Inzwischen steht die Stätte unter Denkmalschutz und hat ihre braune Vergangenheit komplett abgelegt. Selten finden Konzerte und Opernaufführungen statt (es herrscht dort eine gute Akustik). Unter anderem trat Udo Jürgens schon auf.

Großer Beliebtheit erfreut sich die Thingstätte bei der Heidelberger Bevölkerung. Jedes Jahr ziehen in der Walpurgisnacht zum 1. Mai Tausende von Menschen auf dem Heiligenberg und feiern ein Fest, bei dem es weder kommerzielle Verkaufsstände noch elektrisches Licht gibt. Das Betreten der Anlage ist zwar in der Walpurgisnacht vonseiten der Stadt aus Haftungsgründen offiziell verboten, wird jedoch seit Jahren geduldet. Polizei und Feuerwehr erlauben üblicherweise ein größeres Feuer sowie Feuerspucker.

Es lohnt sich sehr in der Altstadt Heidelbergs eine Wanderung zu beginnen, die auf dem Heiligenberg zur Thingstätte führt. Im Gegensatz zur Altstadt ist die Thingstätte kaum bekannt, und somit kann man seine Ruhe genießen und die mystische Atmosphäre der Thingstätte auf sich einwirken lassen. Die Thingstätte ist kostenlos und rund um die Uhr zu besichtigen.

Bildquelle: Wikipedia

Die Thingstätte als Panorama. Bildquelle: Wikipedia

Samstag, 20. Oktober 2012

Palmenhaus Schönbrunn - Wien

Palmenhaus Schönbrunn



Öffnungszeiten: 1. Mai - 30 September 9:30 - 18:00 Uhr
                            1 Oktober - 30. April 9:30 - 17:00 Uhr

Preise: Erwachsene 5 €
            Schüler 4 €

Adresse:  Schlosspark Schönbrunn
                A-1130 Wien

Das Palmenhaus wurde in den Jahren 1881-1882 gebaut. Das 113 Meter lange Palmenhaus besteht aus einem 28 Meter hohen Mittelpavilion und zwei niedrigere Seitenpavilions. Diese bilden 3 Klimazonen und zwar: Im Norden ein Kalthaus, im Mittelpavilion eine temperierte Zone und ein Tropenhaus im Süden.

Durch eine Dampfwasserheizung können Raritäten der Pflanzenwelt aus allen Erdteilen gezeigt werden. Das Palmenhaus in Schönbrunn ist das größte in Europa.

Ein Spaziergang durch das Palmenhaus ist sehr besonders. Man fühlt sich fast wie in einem Dschungel. Negativ anzumerken ist nur das es wenige Informationen gibt. Meistens steht nur der Lateinische Name bei den Pflanzen dabei. Ein paar mehr Informationsschilder wären wünschenswert.

Eine kleine Liste von besonderen Pflanzen:

                                                            Ein 350 jahre alter Ölbaum
Der Ölbaum. Bildquelle: Wikipedia
Wollemie, eine äußerst seltene Pflanze, die erst 1994 in Australien entdeckt wurde. Sie galt vorher als ausgestorben.
Wollemie. Bildquelle: Wikipedia
                          
                                                                   Teufelszungen
Teufelszungen. Bildquelle: Wikipedia.













 Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte für die fehlenden und wenigen Informationen
-------------------------------------------------------------------
8,5 Punkte 

Fazit: Das Palmenhaus in Schönbrunn ist einen Besuch mehr als wert.

                                    

Dienstag, 9. Oktober 2012

Tiergarten - Wels

Tiergarten Wels

Öffnungszeiten:  April - Oktober 7-20 Uhr.
                           November - März  8-17 Uhr

Eintrittspreis: Kostenlos

Adresse: Maria-Theresia-Straße 23
              A-4600 Wels

Der Tiergarten wurde im Jahre 1930 eröffnet und ist somit der älteste in Oberösterreich. Er ist etwa 3 h groß, was jetzt nicht gerade riesig ist. Dies ist aber auch gleich das Motto: "klein, aber oho". Es gibt vier Lebensräume: Wasser, Wald, Steppe und Haustiere. Es gibt über 100 verschiedene Tierarten im Tiergarten. Dies ist auf der kleinen Fläche schon eine Menge, vor allem bei kostenlosem Eintritt.

Im Tiergarten sind unter anderem Schildkröten, Hängebauchschweine, Pferde, Ziegen, Kormorane, Kraniche, Affen, Echsen, verschiedene Vögel und noch vieles mehr. Durch das Parkgelände fließt der Mühlbach, der zahlreiche Teiche und Feuchtbiotope bildet.

Negativ anzumerken ist, das es aufgrund der Lage (direkt neben dem Messegelände) auf dem Gelände lauter werden kann, was noch durch eine Hüpfburg im Tiergarten verstärkt wird. Spielmöglichkeiten für Kinder sind nicht schlecht, aber eine Hüpfburg in einem Tiergarten ist wirklich zu viel des guten.

Die Gehege der Tiere sind alle in einem super Zustand, modernisiert und großzügig bemessen. Die Schildkröten bräuchten wohl mehrere Tage, wenn sie ihr Außengehege umrunden wollten. Einzig negativ fiel das Luchsgehege auf. Dies ist für einen Luchs doch etwas zu klein.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte für den Lärm/Hüpfburg
- 1 Punkt für das zu kleine Luchsgehege
------------------------------------------
7,5 Punkte

Der Tierpark in Wels ist ein recht kleiner Tierpark, der einem aber viel bietet, und das obwohl er keinen Eintritt kostet. Ein Besuch ist empfehlenswert.

Ein paar Bilder : Tiergarten Wels


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Schloss Schönbrunn - Wien

Schloss Schönbrunn 

Bildquelle: Wikipedia

Schloss Schönbrunn liegt im Wiener Bezirk Hietzing. Gebaut wurde es zwischen 1638 und 1643.

Öffnungszeiten: 1. April - 30. Juni 8:30 - 17 Uhr
                            1. Juli - 31. August 8:30 - 18:30 Uhr
                            1. September - 31. Oktober 8:30 - 17:30 Uhr
                            1. November - 31. März 8:30 - 17 Uhr

Preise: Imperial Tour (22 Prunkräume)
            Erwachsene 12,90 €
            Studenten 11,90 €
            Kinder 9,50 €

           Grand Tour (40 Prunkräume)
           Erwachsene 15,90 €
           Studenten 13,20 €
           Kinder 9,50 €

Adresse: Schloss Schönbrunn
               A-1130 Wien

Schloss Schönbrunn ist das größte und meistbesuchte Schloss in Österreich. Seit 1996 ist es ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das erste Schloss wurde zwischen 1638 und 1643 gebaut, aber im Zuge der zweiten Türkenbelagerung vollkommen zerstört. Geschichtliche Infos über die zweite Türkenbelagerung Wiens.

Erst 1687 gab Leopold I. für seinen Thronfolger Joseph I. einen Neubau in Auftrag. Der Architekt schlug 1688 eine riesige Anlage vor, die Schloss Versailles übertroffen hätte, aber nicht finanzierbar gewesen wäre. Stattdessen wurde er 1693 mit einer weitaus kleineren Anlage beauftragt, die 1696–1701 über den Trümmern der früheren errichtet und ab 1700, im Wesentlichen fertiggestellt, bewohnt wurde. Nach Josephs Tod 1711 ging Schönbrunn im Jahr 1712 an seine Witwe, die schließlich das Schloss und die Gärten im Jahr 1728 um 450.000 Gulden an den kaiserlichen Hof verkaufte.

Karl VI. war selbst wenig an Schönbrunn  interessiert und schenkte es seiner Tochter Maria Theresa, die das Anwesen zum kaiserlichen Sommersitz ernannte, der es bis 1918 blieb. 1743–1749 wurde das Schloss Schönbrunn nach Plänen ihres Hofarchitekten entscheidend umgebaut und erweitert. So wurde das Gebäude um ein Stockwerk erhöht, in Ziegel ausgeführte Säulen wurden gegen solche aus Stein ersetzt. Ebenso ließ sie einen Großteil der Inneneinrichtung erneuern, die heute als fast einziges Beispiel eines österreichischen Rokoko gilt.

1805 und 1809 hielt sich Napoleon mit seinem Gefolge im Schönbrunner Schloss auf, als die Franzosen Wien besetzt hatten. Den Zweiten Weltkrieg überstand es fast unbeschadet. Weitere geschichtliche Informationen: Schloss Schönbrunn

Das Schloss hat Hunderte von Räumen und Zimmern (insgesamt 1.441 Zimmer), von denen jedoch nur die meisten Prunkräume und Wohnungsräume der kaiserlichen Familie der Öffentlichkeit zugänglich sind. Ein Teil der restlichen Räume werden als Gemeindewohnungen vermietet. Das Schloss steht deshalb nicht leer und wird nach wie vor ständig bewohnt. Im Schnitt besuchen 4.000 - 10.000 Leute täglich Schloss Schönbrunn. Die Räume sind aber nicht wirklich für eine solche Menschenmasse ausgelegt, im Inneren wird man quasi von Raum zu Raum geschoben, als das man sich frei bewegen kann. Auch werden kostenlose Audio Guides verteilt, in allen möglichen Sprachen, die aber alles noch viel mehr aufhalten.

Besonders erwähnenswert ist das Billardzimmer, das Spiegelzimmer, das Weißgoldzimmer und die große Galerie. Ich finde, dass die Imperial Tour ausreichend ist, man kommt an allen Highlights vorbei. Den Eintrittspreis halte ich für etwas zu teuer. Fotografieren im Inneren des Schlosses, ist leider verboten.

Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte für den etwas zu teuren Eintritt
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 1 Punkt dafür, dass es zu überlaufen ist
-------------------------------------------------
7,5 Punkte

Fazit: Schloss Schönbrunn sollte man unbedingt mal gesehen haben, aber am besten sollte man das Schloss unter der Woche und so früh wie möglich besichtigen. Die Imperial Tour halte ich für ausreichend.

Gefällt mir bei Facebook klicken: Kultur? Bewerten!

Deckenfresco von Sebastiano Ricci. Bildquelle: Wikipedia
Das Billardzimmer. Bildquelle: Wikipedia
Das Spiegelzimmer. Bildquelle: Wikipedia