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Sonntag, 3. Juni 2012

Festung Hohensalzburg - Salzburg


Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt Salzburg und thront bereits von Weitem sichtbar über diese. Das offizielle Gründungsdatum ist zwar auf 1077 festgelegt, trotzdem lässt sich die Besiedelung des Festungsberges bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Unter verschiedenen Kaisern und Bischöfen wurde die Festung Schritt für Schritt erweitert und umgebaut – bis schließlich zum Bau der noch heute bestehenden Festungsbahn im Jahr 1892.



Öffnungszeiten:  Januar - April 09:30 - 17 Uhr
                             Mai - September 09:00 - 19 Uhr
                             Oktober - Dezember 09:30 - 17 Uhr
                             Advent und Ostern 09:00 - 18 Uhr

Preise: (ohne Festungsbahn)
             Erwachsene 8 € (11,30 € mit Festungsbahn)
             Kinder 4,50 €


Es empfiehlt sich, die Festung Hohensalzburg, die übrigens nur sehr selten als „Burg“ bezeichnet wurde, von der Stadt aus zu Fuß zu besichtigen. Die bereits erwähnte Festungsbahn ist im Verhältnis zu der kurzen Fahrtzeit etwas überteuert und aufgrund der vielen Touristen kann es auch sein, dass sich eine Warteschlange vor der Bahn bildet. Der Fußweg ist an heißen Tagen möglicherweise etwas beschwerlich, da er klarerweise nur bergauf führt, jedoch beginnt der Weg in der Altstadt und dauert nicht so lange – man kann also gemütlich nach oben bummeln und sich bei der Gelegenheit die Altstadt noch genauer anschauen.
Die Eintrittspreise sind auf jeden Fall angemessen, bekommt man als Tourist doch wirklich viel geboten.

Ist man also „oben“ angelangt, wird das Problem der Orientierung zur ersten Hürde. Um einen Orientierungsplan zu bekommen, muss erst der Touristenshop gefunden werden und selbst dann kostet ein solcher Touristenführer über 4€. Zwar enthält dieser auch viele geschichtliche Facts, trotzdem ist der Preis zu teuer für diejenigen, die einfach nur einen Übersichtsplan haben möchten. Ebenfalls nicht ganz einfach ist der „richtige“ Rundgang. Die Festungsanlage ist sehr groß und es kann deshalb schon vorkommen, dass man trotz des Planes ein Gebäude erst mal nicht findet.

Wurden diese Schwierigkeiten erfolgreich überwunden, kann man voll und ganz die vielseitige Geschichte der Festung genießen. Im Obergeschoss wird beispielsweise auch ersichtlich, dass die Festung direkt in den Bergfels gebaut wurde. Bereits die Eingangshalle ist architektonisch sehr interessant, da sie fast unmerklich 60cm ansteigt, dadurch wird eine großartige Raumwirkung erzeugt.Weiters lässt sich die Geschichte anhand der verschiedenen Bau- und Einrichtungsstile sehr gut nachvollziehen. Das Fürstenzimmer mit dem herrlichen Deckenträger, die goldene Stube und die großartigen Kachelöfen sind sehr prunkvoll, was für den aufwändigen Lebensstil der dort hausenden Personen gesprochen hat. Die Schlafstube steht genannten Räumen vom Aussehen her in nichts nach – interessant ist, dass die „Toilette“ von vielen Räumlichkeiten und Teilen der Festung aus zugänglich ist, obwohl sie sich direkt im ehemaligen Schlafgemach einflussreicher Personen befindet.

Es gibt noch viele weitere Gebäude und Räume, die für eine unterschiedliche Zeit sprechen – so hat der Schüttkasten, der als Lagerraum für Wein und Korn diente, beispielsweise eine neogotische Fassade. Leider können nicht alle Räumlichkeiten der Festung ohne Führung besichtigt werden; so kann es durchaus vorkommen, dass man über eine halbe Stunde warten muss, um beispielsweise den Wehrgang betrachten zu können.
Alle Objekte hier zu beschreiben würde den Rahmen sprengen und so bleibt zu sagen, dass sich ein Besuch der Festung Hohensalzburg wegen ihrer interessanten, vielseitigen Geschichte wirklich lohnt. Aufgrund der Größe der Festung muss man auch keinen zu großen Touristenansturm fürchten, da sich die Menschenmenge bei einem Areal dieser Größe sehr gut verteilt. Negativ anzumerken sind hingegen die fehlende Übersichtlichkeit und der zu teure Touristenführer, der zwar auch eine gute und informative Geschichtslektüre ist, aber als schlichter Orientierungsplan nur bedingt brauchbar ist.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den sehr teuren Touristenführer
- 0,5 Punkte für die fehlende Übersichtlichkeit
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8,5 Punkte

Eine tolle Sehenswürdigkeit!



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