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Montag, 25. Juni 2012

Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

Fladungen ist die nördlichste Stadt Bayerns. Fladungen hat ca. 2200 Einwohner und liegt im Landkreis Rhön-Grabfeld.

Das Freilandmuseum

Öffnungszeiten: 31.03 - 03.11.
                            täglich von 9 - 18 Uhr geöffnet
                            im April und Oktober ist montags Ruhetag

Preise: Familienkarte 9 €
            Erwachsene 4,50 €
            Kinder 3 €



Das Freilandmuseum wurde 1990 gegründet. Das Museumsgelände ist ca. 7 Hektar groß. Dort sind mehrere Hofstellen und Tagelöhnerhäuschen, eine Dorfkirche, ein Dorfwirtshaus und ein Gemeindebrauhaus sowie eine Getreide- und eine Ölmühle errichtet. Diese Gebäude wurden aus anderen Orten in Unterfranken abgebaut und auf dem Museumsgelände wieder errichtet. 7 Hektar sind leider nicht sehr groß, man hat das Museumsgelände in spätestens 1,5 - 2 Stunden durchquert. Der Preis dafür ist angemessen. Manche "Deko-Artikel" hätte man sich lieber sparen sollen, Plastik oder Styroporpferde, Kühe und Menschen wirken mehr lächerlich, als das sie einen leeren Raum auffüllen würden. Immerhin gibt es ja auch eine größere Anzahl von echten Tieren. Auch sieht man in manchen Häusern, dass dort bei der Restaurierung wohl keine Profis am Werk waren. Das habe ich schon viel besser gesehen. Es gibt interessante Infotafeln zu jedem Haus.

Ausgangswert 10 Punkte
-1,5 Punkte für die geringe Größe
-1 Punkt für die teilweise schlechte Restaurierung
-0,5 Punkte für die "Deko Tiere und Menschen"
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7 Punkte




Das Freilandmuseum ist kein schlechtes Museum, aber ein sehr kurzweiliges und teilweise auch verbesserungswürdiges. Trotzdem sollte man es mal gesehen haben. Es eignet sich z. B. perfekt als eines von mehreren Programmpunkten.



Sonntag, 17. Juni 2012

Festung Marienberg - Würzburg (Mainfränkisches Museum)

Die Festung Marienberg liegt in Würzburg. Im Laufe der Geschichte wurde die Festung mehrmals umgebaut. Die ältesten noch erhaltenen Teile stammen von 704. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Festung 1631 von den Schweden erobert und seine Nachfolger ließen zahlreiche weitere militärische Befestigungen und Bastionen errichten. Insgesamt wurden Mauern auf zwölf Kilometer Länge angelegt. Neben dem Bergfried im Inneren der Burg befindet sich ein Brunnenhaus, in dem sich der 105 Meter tiefe Brunnen der Festung befindet. Der Fürstengarten wurde in seiner heutigen Form um 1700, der Maschikuliturm ab 1724 errichtet. Bei einem Bombenangriff auf Würzburg wurde die Festung stark beschädigt und ab 1950 wieder aufgebaut.



Mehr zur Geschichte : Geschichte der Festung Marienberg

Die Festung Marienberg beherbergt heute zwei Museen, das Mainfränkische Museum Würzburg und das Fürstenbaummuseum. Außerdem befinden sich auf dem Gelände mehrere Gastronomiebetriebe mit Veranstaltungsräumen sowie einige Wohnungen. Diese Bewertung gilt nur für das Mainfränkische Museum.

Öffnungszeiten: (Mainfränkisches Museum)
April - Oktober 10:00 - 17 Uhr
November - März 10:00 - 16 Uhr
Montags geschlossen

Preise: (Mainfränkisches Museum)
Erwachsene 4 €
Ermäßigt 2 €
Kinder unter 14 Jahren sind frei.

Verbundkarte 
Fürstenbaummuseum + Mainfränkisches Museum = 6 €

Das Mainfränkische Museum umfasst die umfangreichsten Sammlungen der Mainfränkischen Kunst- und Kulturgeschichte. Es ist wirklich riesig. Man sollte dafür mindestens 2 Stunden einplanen. Hauptattraktion ist der Riemenschneider-Saal mit der weltweit umfangreichsten Sammlung von Werken des berühmten Meisters der Spätgotik. Er starb übrigens "nur" in Würzburg. Geboren wurde er in Thüringen. In den anderen Räumen sind Gemälde (die mit Abstand hässlichste Gemälde-Sammlung, die ich je bestaunen durfte. Ich glaube die Würzburger konnten sich keinen guten Maler leisten), Skulpturen, und Kunsthandwerk aus Würzburg und der Umgebung zu sehen. Von der Frühzeit bis ins 19. Jahrhundert reicht die Zeitspanne der Exponate.

Zu den Meisterwerken des Museums gehören Gemälde von Lucas Cranach (warum auch immer), die Schönborn-Grabdenkmäler, die barocke Bozzetti-Sammlung oder die antiken Möbel. Auch Rüstungen, Waffen, Keramik oder Porzellan kann man bestaunen. Für dieses riesige Museum ist der Eintrittspreis sehr billig. Auch das Personal war sehr nett. Ganz wichtig: Es war einmal ein perfekter Rundgang! Einzigst Negativ ist, dass das Parken nicht ganz billig war. Fotografieren ist ohne Blitz erlaubt.

Mainfränkisches Museum 

Ausgangswert 10 Punkte
- 0,5 Punkte für die erhöhten Parkgebühren.
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9,5 Punkte

 Eine tolle und beeindruckende Festungsanlage. Gekrönt werden kann der Besuch der Festung mit dem Besuch des Mainfränkischen Museums.

 
 

Freitag, 8. Juni 2012

Kurpark & Gradierwerk Bad Orb

 Bad Orb liegt im Main-Kinzig-Kreis in Hessen und hat 9800 Einwohner.

Der Kurpark wurde vor mehr als 100 Jahren von dem berühmten Gartenbauer Siesmeyer (Palmengarten in Frankfurt) im Stil eines englischen Landschaftsgarten angelegt.

Öffnungszeiten: Täglich geöffnet

Preise: Kostenlos




Im Kurpark befindet sich das größte noch bestehende Gradierwerks Hessens. Es ist ganze 155 Meter lang, 12 Meter breit und 18 Meter hoch und wurde 1806 errichtet. Das Gradierwerk, auch Saline genannt, garantiert ein Klima wie am Meer. Sehr erfrischend, durch die Gänge des Gradierwerks zu laufen, vor allem an heißen Sommertagen.

Was ist eigentlich ein Gradierwerk? Siehe: Erklärung Gradierwerk

Das Gradierwerk wurde in den letzten Jahren komplett saniert und macht einen imposanten Eindruck, es ist von Frühlingsanfang bis Anfang November in Betrieb. Das (Heil-)Wasser kann man probieren, es schmeckt aber kein bisschen. Auch eine Konzerthalle, die Platz für 900 Besucher bietet, findet man im Kurpark. Anfang 2000 wurde ein Lehr-Kräutergarten eröffnet. Hier kann man 200 verschiedene Kräuter und Heilpflanzen bestaunen. Auch Giftpflanzen sind dort zu sehen, diese sind aber ausreichend ausgeschildert. Einzig Negativ zu erwähnen ist, das im Kurpark offensichtlich gesunde Bäume zu kommerziellen Zwecken gefällt werden. Es ist ein außergewöhnlicher Kurpark, der aber viele Highlights zu bieten hat.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte für das Fällen von Gesunden Bäumen
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 8,5 Punkte

Sonntag, 3. Juni 2012

Festung Hohensalzburg - Salzburg


Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt Salzburg und thront bereits von Weitem sichtbar über diese. Das offizielle Gründungsdatum ist zwar auf 1077 festgelegt, trotzdem lässt sich die Besiedelung des Festungsberges bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Unter verschiedenen Kaisern und Bischöfen wurde die Festung Schritt für Schritt erweitert und umgebaut – bis schließlich zum Bau der noch heute bestehenden Festungsbahn im Jahr 1892.



Öffnungszeiten:  Januar - April 09:30 - 17 Uhr
                             Mai - September 09:00 - 19 Uhr
                             Oktober - Dezember 09:30 - 17 Uhr
                             Advent und Ostern 09:00 - 18 Uhr

Preise: (ohne Festungsbahn)
             Erwachsene 8 € (11,30 € mit Festungsbahn)
             Kinder 4,50 €


Es empfiehlt sich, die Festung Hohensalzburg, die übrigens nur sehr selten als „Burg“ bezeichnet wurde, von der Stadt aus zu Fuß zu besichtigen. Die bereits erwähnte Festungsbahn ist im Verhältnis zu der kurzen Fahrtzeit etwas überteuert und aufgrund der vielen Touristen kann es auch sein, dass sich eine Warteschlange vor der Bahn bildet. Der Fußweg ist an heißen Tagen möglicherweise etwas beschwerlich, da er klarerweise nur bergauf führt, jedoch beginnt der Weg in der Altstadt und dauert nicht so lange – man kann also gemütlich nach oben bummeln und sich bei der Gelegenheit die Altstadt noch genauer anschauen.
Die Eintrittspreise sind auf jeden Fall angemessen, bekommt man als Tourist doch wirklich viel geboten.

Ist man also „oben“ angelangt, wird das Problem der Orientierung zur ersten Hürde. Um einen Orientierungsplan zu bekommen, muss erst der Touristenshop gefunden werden und selbst dann kostet ein solcher Touristenführer über 4€. Zwar enthält dieser auch viele geschichtliche Facts, trotzdem ist der Preis zu teuer für diejenigen, die einfach nur einen Übersichtsplan haben möchten. Ebenfalls nicht ganz einfach ist der „richtige“ Rundgang. Die Festungsanlage ist sehr groß und es kann deshalb schon vorkommen, dass man trotz des Planes ein Gebäude erst mal nicht findet.

Wurden diese Schwierigkeiten erfolgreich überwunden, kann man voll und ganz die vielseitige Geschichte der Festung genießen. Im Obergeschoss wird beispielsweise auch ersichtlich, dass die Festung direkt in den Bergfels gebaut wurde. Bereits die Eingangshalle ist architektonisch sehr interessant, da sie fast unmerklich 60cm ansteigt, dadurch wird eine großartige Raumwirkung erzeugt.Weiters lässt sich die Geschichte anhand der verschiedenen Bau- und Einrichtungsstile sehr gut nachvollziehen. Das Fürstenzimmer mit dem herrlichen Deckenträger, die goldene Stube und die großartigen Kachelöfen sind sehr prunkvoll, was für den aufwändigen Lebensstil der dort hausenden Personen gesprochen hat. Die Schlafstube steht genannten Räumen vom Aussehen her in nichts nach – interessant ist, dass die „Toilette“ von vielen Räumlichkeiten und Teilen der Festung aus zugänglich ist, obwohl sie sich direkt im ehemaligen Schlafgemach einflussreicher Personen befindet.

Es gibt noch viele weitere Gebäude und Räume, die für eine unterschiedliche Zeit sprechen – so hat der Schüttkasten, der als Lagerraum für Wein und Korn diente, beispielsweise eine neogotische Fassade. Leider können nicht alle Räumlichkeiten der Festung ohne Führung besichtigt werden; so kann es durchaus vorkommen, dass man über eine halbe Stunde warten muss, um beispielsweise den Wehrgang betrachten zu können.
Alle Objekte hier zu beschreiben würde den Rahmen sprengen und so bleibt zu sagen, dass sich ein Besuch der Festung Hohensalzburg wegen ihrer interessanten, vielseitigen Geschichte wirklich lohnt. Aufgrund der Größe der Festung muss man auch keinen zu großen Touristenansturm fürchten, da sich die Menschenmenge bei einem Areal dieser Größe sehr gut verteilt. Negativ anzumerken sind hingegen die fehlende Übersichtlichkeit und der zu teure Touristenführer, der zwar auch eine gute und informative Geschichtslektüre ist, aber als schlichter Orientierungsplan nur bedingt brauchbar ist.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den sehr teuren Touristenführer
- 0,5 Punkte für die fehlende Übersichtlichkeit
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8,5 Punkte

Eine tolle Sehenswürdigkeit!