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Dienstag, 29. Mai 2012

Burg Ronneburg

Die Burg Ronneburg liegt nahe dem Ort Ronneburg im Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Der Ort hat ca. 3200 Einwohner.


 
Die Ronneburg wird erstmals 1231 erwähnt. 1621 wurde bei einem Brand große Teile der Burg zerstört und kurz darauf von kroatischen Reitertruppen geplündert. Um 1700 wurde die Burg wieder komplett aufgebaut und besteht seitdem in heutiger Form. Die Ronneburg zählt zu den bedeutendsten Burgen in Hessen.

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr.
                            Dezember - Ende Februar ist die Burg geschlossen.

Preise: Erwachsene 6 €
            Jugendliche 5 €
            Kinder 4 €

             Erhöhter Eintritt bei Festspielen

Die Ronneburg ist eine große, sehr gut erhaltene Burg. Besonders erwähnenswert sind der Brunnen (95 Meter Tiefe) und der 30 Meter hohe Turm, von den aus man bei gutem Wetter eine Sicht auf die Skyline in Frankfurt am Main hat. Der Aufstieg und Abstieg des Turmes sind etwas abenteuerlich, da die Treppen teilweise sehr steil und eng sind. In der Burg ist ein Museum beheimatet, das allerdings nicht sehr informativ ist. Es sind viele Ausstellungsgegenstände ohne Beschriftung oder allenfalls schlecht beschrieben. Überhaupt gibt es wenig Exponate, viele Räume stehen fast oder ganz leer - haben die Kroaten wohl alles mitgenommen. Besucht man nur die Burg mit dem Museum, wird man sich wohl nicht länger als 1 - 1,5 Stunden dort aufhalten. Allerdings gibt es mehrmals im Jahr tolle Festspiele mit Ritterspielen vor Ort. Diese sind sehr empfehlenswert. Ich war selber bei den Festspielen und damit sehr zufrieden.


Siehe Termine : Termine Burg Ronneburg

Ausgangswert 10 Punkte
- 3 Punkte für das schlecht dargestellte Museum, zu wenige Exponate, die auch noch schlecht beschrieben sind. Das Museum ist ohne Struktur und somit stark verbesserungswürdig.
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 7 Punkte
 
Die Burg ist einen Besuch wert, allerdings sollte man sich überlegen, ob man nicht lieber auf einen Mittelaltermarkt oder zu Festspielen dorthin geht, denn dann wird einem mehr geboten.




Sonntag, 13. Mai 2012

Burg Wels

Die Burg Wels wurde erstmals urkundlich 776 erwähnt. Anfänglich war die Burg ein Holzbau und wurde erst im 12. oder 13. Jahrhundert aus Stein errichtet. 1937 wurde die Burg von der Stadt Wels erworben. Aktuell sind in der Burg das Gebäckmuseum, das Museum der Heimatvertriebenen sowie die stadtgeschichtlichen und landwirtschaftsgeschichtlichen Sammlungen untergebracht.

Öffnungszeiten:  Dienstag - Freitag: 10-17 Uhr
                             Samstag: 14-17 Uhr
                             Sonntag und Feiertag: 10-16 Uhr


Preise:  Familienkarte 9 €
             Erwachsene 4,50 €
             Kinder 2 €


Zuerst sei gesagt, dass das Gebäude der "Burg Wels" allein von außen seinem Namen nicht wirklich gerecht wird, sieht es doch eher aus wie ein "schlossartiges Haus". Der kleine Burggarten ist jedoch ein sehr schöner Platz und gerade im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Dennoch ist es gut möglich, dass manch einer aufgrund der wenig spektakulären Außenansicht der Burg Wels enttäuscht ist und diese möglicherweise als "nicht sehenswert" abstempelt.

Dann nämlich kann man getrost sagen, dass so jemand durchaus etwas verpasst hat - wenn man nämlich an stadtgeschichtlichen Entwicklungen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert (mit seinen Weltkriegen) interessiert ist, sollte man sich einen Besuch der Burg Wels nicht entgehen lassen.  Zwar gibt es im Internet und auch anderswo nicht viele zufriedenstellende Informationen zu der Dauerausstellung - das schmälert die Qualität dieser allerdings nicht. Der größte Pluspunkt der Burg Wels ist die Anschaulichkeit der einzelnen Objekte, die die Besucher erwartet. So kommt es, dass man nicht nur historische Funde und Schmuck in Glasvitrinen anschauen kann, sondern sich plötzlich mitten in einem Lebensmittelladen vergangener Jahrzehnte wiederfindet. Neben Modellbauten, die die Entwicklung der Stadt in den letzten Jahrhunderten demonstrieren, beheimatet die Burg Wels auch ein Gebäckmuseum und hat zudem auch einen landwirtschaftlichen Schwerpunkt.

Trotz der Vielzahl an geschichtlichen Objekten wirkt die Ausstellung etwas "verstaubt" - das mag daran liegen, dass es seit vielen Jahren kaum beziehungsweise gar keine Änderungen gab. Einige Zusatzausstellungen würden der Burg Wels gut tun - ein Mangel an Platz und Möglichkeiten ist nicht vorhanden. Hier ist negativ anzumerken das ein Einzeleintritt für eine erwachsene Person 4,15 € kostet und eine Jahreskarte 8,20 €.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte dafür das es die letzten Jahre keine Änderungen oder Sonderausstellungen gab.
- 1 Punkt für die Preispolitik
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7,5 Punkte

Die Burg Wels ist eine Sehenswürdigkeit, die die Stadt Wels bereichert, auch wenn das äußere Erscheinungsbild Zweifel aufkommen lassen mag. Die Ausstellung ist sehr interessant und vielseitig, die ein oder andere Erneuerung und Auffrischung würde der Burg Wels (und auch der Stadt selbst) bestimmt gut tun. Auch eine Überarbeitung der Preise wäre angebracht. Bewertet wurde die Dauerausstellung in der Burg Wels, nicht die Burg als Gebäude.

Dienstag, 8. Mai 2012

Zoo Frankfurt

Der Zoo in Frankfurt (am Main) ist nach Berlin der zweitälteste Zoo in Deutschland. Er wurde 1858 eröffnet.

Nun kurz was zum Thema Zoos und Tierschutz. Ich finde an Zoos im Gegensatz zu Zirkussen nichts Schlimmes, solange der Artenschutz eingehalten wird und alle Tiere ausreichend versorgt und genügend Platz haben. Sollte das nicht zutreffen, würde der Zoo/Wildpark von mir mit 0 Punkten bewertet werden. WWF unterstützt Zoos die, die Tiere artgerecht und mit ausreichend Platz halten. Der Zoo in Frankfurt gehört dazu.

Eintrittspreise:  Erwachsene 10 €
                            Kinder + Jugendliche 5 € (6-17 Jahre)
                            Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.

Öffnungszeiten:  von 09 - 19 Uhr in der Sommerzeit. Verschiedene Eingänge haben verschiedene Öffnungszeiten. Siehe: Öfffnungszeiten Zoo Frankfurt

Auf einer Fläche von 11 Hektar kann man 450 Tierarten bestaunen. Es sind ca. 4500 Tiere zu sehen. Der Zoo liegt mitten in Frankfurt, was man aber sobald man den Zoo betreten hat, nicht mehr merkt. Man taucht quasi in eine andere Welt ein. An der Kasse bekommt man leider keinen Rundwegplan, nur den tollen Hinweis, dass man den Plan im Internet ausdrucken kann. Der Rundweg ist ganz gut gemacht, wäre mit einem Plan aber deutlich leichter zu laufen. An verschiedenen Stellen gibt es Infotafeln zu dem Rundweg, aber die Infotafeln kann man eben schlecht herausreißen und mitnehmen. Es sollte kostenlose Pläne vor Ort geben. Es gibt 33! Stationen auf dem Rundweg. Man sollte viel Zeit mitbringen, um alle Stationen zu besuchen, mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag.

Besondere Stationen:

Katzendschungel eröffnete 2001, sehr interessant. Unterbringung von 4 Katzen Arten: Rotkatze, Fossa, Tiger und Löwe.

Grzimekhaus, Nachttiere eröffnete 1978, zwar schon etwas älter, aber extrem interessant, man geht in einem noch halbwegs beleuchteten Raum, läuft weiter in einen schon sehr dunklen raum und endet zum Schluss in fast absoluter Dunkelheit. Man braucht einige Zeit bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen, aber dann sieht man mehr als man wohl zuvor dachte. Eine tolle Idee um Nachttiere zu beobachten. Das Grzimekhaus ist das wohl größte Nachttierhaus der Welt, und nur vergleichbar mit einem Nachthaus des Bronx Zoos in New York.

Exotarium Reptilien + Aquarium, ich als Reptilienliebhaber hätte hier Stunden oder auch Tage ;) verbringen können.

Borgori-Wald eröffnete 2009, 10.000 qm Grundfläche, 12 Meter Höhe für Orang-Utas und Gorillas. Im Innenbereich wird ein tropisches Klima erzeugt. Des Weiteren gibt es einen Wasserfall und sehr interessante Informationen im Innenbereich. Sehr schön gemacht.

Weitere Tierarten : Kängurus, Afrikanische Wildhunde, Erdmännchen, Gibbons, Nashörner, Greifvögel, Flamingos, Robben, Alpakas, Pelikane, Trampeltiere, Giraffen, Okapis, Antilopen, Wölfe

Genauer Zooplan : Zooplan

Gerade in den letzten Jahren hat sich im Frankfurter Zoo eine Menge getan. Es wurde und wird ohne Ende renoviert. Das Ergebnis zählt sich aus. Allerdings müssen einige Sachen auch noch renoviert werden. Es gibt Abzüge für die veralteten Anlagen.


Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für veraltete Anlagen
- 0,5 Punkte für den fehlenden Rundplanvordruck
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 8,5 Punkte

Ein wirklich toller Stadtzoo ! Einen Besuch ist er mehr als wert.








Donnerstag, 3. Mai 2012

Rheinfälle - Schaffhausen

Der Rheinfall ist der größte Wasserfall Europas. Es gibt zwar in Island einen doppelt so hohen, aber nur halb so wasserreichen Wasserfall. Er liegt im Hauptort Schaffhausen im Kanton Schaffhausen, in der Schweiz.

Die Rheinfälle kann man ohne Eintritt zu zahlen besichtigen, es empfiehlt sich aber zu dem Schloss Laufen zu laufen, (was für ein Wortspiel)  und dort Eintritt für das Schloss + Glaslift zu zahlen. Hier kann man den Erlebnis-Pfad gehen (oder mit dem Glaslift fahren) der atemberaubend ist. Zum Schluss steht man quasi in dem Wasserfall. Auch außerhalb des kostenpflichtigen Weges bekommt man interessante Informationen.



Eintrittspreis:  Erwachsene 5 CHF (ca. 4,15 €)
                          Kinder 3,50 CHF                         

Öffnungszeiten:
November - März täglich 10:00 - 17:00 Uhr
September - Mai täglich 08:00 - 18:00 Uhr
Juni - August täglich 08:00 - 19:00 Uhr
                          

Man sollte sich im klaren sein, das man sich in der Schweiz befindet, was man deutlich an den Preisen für Getränke oder Speisen merkt. Der Eintritt für das Schloss und den Erlebnis-Pfad halte ich für vollkommen in Ordnung. Das Schloss selbst ist nicht das schönste Schloss, aber es geht hier ja auch um die Wasserfälle und nicht um das Schloss. An schönen Tagen kann es doch sehr überlaufen sein. Ein negativer Punkt ist der Parkplatz, der sehr teuer ist.

Statistik:
Breite des Falles : 150 Meter
Höhe des Falles : 23 Meter
Tiefe des Beckens : 13 Meter
Alter : 14-17.000 Jahre

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den teuren Parkplatz
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9 Punkte

Man sollte die Rheinfälle unbedingt gesehen haben. Ein fantastisches Naturschauspiel! Alles andere als ein Reinfall.

Rheinfälle (Wikipedia) 

Der Glaslift