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Donnerstag, 26. April 2012

Burg - Nürnberg

Die Nürnberger Burg ist das Wahrzeichen Nürnbergs. Sie besteht aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg. Sie zählt in ihrem historischen Charakter als Wehrbau, Reichsburg und hohenzollerischer Burggrafensitz zu den geschichtlich und baukünstlerisch bedeutendsten Wehranlagen Europas.

Eintrittspreise: Palas/Kapelle/Museum/tiefer Brunnen/ Sinwellturm = Gesamtkarte

                          7 € Erwachsene
                          6 € ermäßigt                        
                          Kinder, Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Öffnungszeiten:   April - September 9-18 Uhr
                              Oktober - März 10-16 Uhr
                              Geschlossen am: 01.01, Faschingsdienstag, 24.12, 25.12, 31.12

Die Reste der Burggrafenburg mit dem Fünfeckturm befinden sich in der Mitte der Anlage. Die Kaiserburg mit Sinwellturm, tiefer Brunnen, Doppelkapelle und Palas dehnt sich nach Westen aus. Die Burganlage wurde 1105 erstmals erwähnt.



Die Burg kann ohne Führung besichtigt werden, nur wenn man den Tiefen Brunnen besichtigen will, muss man sich einer Führung anschließen. Die Besichtigung der Burg beginnt mit einer kleinen Enttäuschung: Die Räume enthalten kaum oder gar keine Möbel. Dementsprechend schnell ist man dort auch durchgelaufen. Nun geht es in das Burgmuseum. Es enthält vor allem mittelalterliche Waffen und Rüstungen, geht aber genauso gut auf andere Themenbereiche des Mittelalters ein, und zwar auf sehr informative weise. Im Museum kann man viel Zeit verbringen. Nun kommt man zu dem tiefen Brunnen, hier muss man kurz warten, bis eine Führung vorbeikommt, und seine Eintrittskarte vorzeigen. Der Tiefe Brunnen ist ca. 53 Meter tief. Zum Schluss steigt man noch den Sinwellturm hoch, und wird oben mit einer fantastischen Aussicht auf Nürnberg belohnt.

Einziger Negativpunkt ist, dass es fast keine Möbel in den Räumen zu bestaunen gibt. Man hätte das aber leicht beheben können; z.B. mit Infotafeln. Aber ein leerer Raum macht keinen guten Eindruck. Ansonsten ist die Nürnberger Burg eine tolle Burganlage, wo man problemlos einen halben Tag verbringen kann.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für leere Räume
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9 Punkte

Die Nürnberger Burg ist mehr als einen Besuch wert!













Der Sinwellturm

Montag, 23. April 2012

Haus der Natur - Feldberg

Das Haus der Natur ist kein Museum sondern eine Dauerausstellung zum Thema Nutzung & Naturschutz des Schwarzwalds. Es liegt direkt am Fuße des Feldbergs.

Öffnungszeiten:  Täglich von 10 - 17 Uhr

Preise: Erwachsene 3 €
            Kinder 2 €


Das Haus der Natur

Die Ausstellung ist in 4 Themen geteilt :

1. Mensch und Natur
2. Wirtschaft
3. Naturschutz
4. Naturschutz und Landschaft.

Der Preis von 3 € für einen Erwachsenen ist sehr billig, dafür darf man auch nichts erwarten. Die Ausstellung ist langweilig und uninformativ. So steht auf der Internetseite: "Und das Beste: An vielen Stellen in der Ausstellung darf selber Hand angelegt werden!". Hört sich ja toll an. Aber was darf man selber machen? Man kann sinnloserweise einen Jagdstand hoch und wieder runterklettern. Man hätte ja Informationen an dem Jagdstand hinterlassen können. Außerdem kann man in einen Heißluftballon einsteigen. Das ist übrigens wieder mal recht sinnlos. Ebenso kann man ausgestopfte Tiere "bestaunen" oder einen 10 minütigen Stumm-Film über einen Ski-Langläufer anschauen. Wer jetzt noch immer nicht genug hat, kann sich mit dem 3-D Rancher unterhalten und ihm Fragen stellen. Der antwortet manchmal im Dialekt zurück. Soll wohl lustig sein. Jetzt schreiend rausrennen oder doch lieber ein langweiliges Forstspiel auf einem Touchpad spielen? Ganz ehrlich? Am liebsten das Haus der Natur einfach nicht betreten.

Haus der Natur


Der Rancher, der an eine Horrorfigur erinnert.
Ausgangswert 10 Punkte
- 8 Punkte dafür, dass es uninformativ, langweilig und stellenweise sogar dämlich ist.
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2 Punkte

Die 2 Punkte gibt es für den billigen Preis, gute Verkehrsanbindung und die sanitäre Anlagen. Am Feldberg kann man super wandern, aber das Haus der Natur muss man nicht gesehen haben.

Sonntag, 22. April 2012

Residenz - Salzburg


Die Salzburger Residenz ist in vieler Hinsicht etwas Besonderes. Alleine durch ihren Platz in der Salzburger Innenstadt, wo sie die historische Altstadt wunderbar ergänzt. Im Sommer ist der Residenzplatz eine der Bühnen für die berühmten Salzburger Festspiele, im Winter beheimatet er einen Teil des nicht minder sehenswerten Weihnachtsmarktes. 

Öffnungszeiten: Januar - Dezember täglich von 10 - 17:00 Uhr. Die Galerie ist jeden Montag geschlossen.

Preise:  Kombi Ticket (Prunkräume und Galerie)
             Familien-Ticket 20,50 € (Mind. 2 Erwachsene + 2 Kinder)
             Erwachsene 12 € (Domquartier)
            

Bildquelle : Wikipedia

Die Residenz selbst ist in verschiedene Teile gegliedert und beherbergt unter anderem die bekannten Prunkräume (15 an der Zahl) und die Residenzgalerie. Erstmals wurde die Residenz Salzburg um 1120 urkundlich erwähnt; im 15 und 16. Jahrhundert erfolgten schließlich viele Neubauten unter Anweisung verschiedener Erzbischöfe. In späteren Jahren war die Residenz Wohnsitz von Mitgliedern des österreichischen Kaiserhauses, schließlich auch unter anderem Sitz der Bundespolizeidirektion bevor sie 1992 ein Teil der juridischen Fakultät Salzburgs wurde. So viel zur Geschichte – es folgen persönliche Eindrücke.

Beim Besuch der Residenz empfiehlt sich das Kombiticket mit dem man Residenzgalerie und Prunkräume besichtigen kann. Um zu den Prunkräumen und auch zur Galerie zu kommen, muss man erst einmal einige doch sehr spezielle Stufen steigen (Vorsicht Rutschgefahr) - ist man einmal oben angelangt, steht einer unfallfreien Besichtigung nichts mehr im Wege. Der größte und auch bekannteste Raum ist der sogenannte Karabiniersaal, der sich vor allem durch das Deckenfresko auszeichnet.
 
 
Deckenfresko. Bildquelle : Wikipedia

 
Es folgen weitere, teils sehr unterschiedliche Räume, unter anderem auch ein Konferenz- und ein Audienzsaal, die durch ihre beeindruckende Größe und auch ihre schönen Gemälde auffallen.
Auch Salzburgs berühmtester Künstler (und wohl noch heute das Aushängeschild der Stadt) Wolfgang Amadeus Mozart musizierte in diesen Räumen. Die größte Besonderheit ist jedoch die Mischung an Stilen, die die Besucher beim Rundgang durch die Räume geboten bekommen: Insgesamt 200 Jahre Stilgeschichte (mit den bedeutenden Epochen des Barock, der Renaissance und des Klassizismus) sind zu bewundern, die in den unterschiedlichen Fresken, Gemälden und der gesamten Raumausstattung wiedergegeben werden.

Einziges Manko ist unter Umständen der „rote Faden“, der etwas vermisst wird. Bereits beim Eintreten in die Residenz kommt man sich etwas verloren vor – dieses Gefühl begleitet auch in die Prunkräume sowie die Galerie. Zudem würde sich die Besichtigung auch noch etwas ausweiten und ausführlicher gestalten lassen.

Als Fazit bleibt eigentlich nur eine Besuchsempfehlung, bei der man nicht viel Zeit aber unbedingt rutschfeste Schuhe mitnehmen muss. Den Preis von 9 € für einen Erwachsenen halte ich für grenzwertig. Vielleicht etwas zu teuer. Und wieder ein Danke an Verena, die an diesem Betrag mitarbeitete.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1,5 Punkte dafür, dass sich die Besichtigung noch Informativer und ausführlicher gestalten lassen könnte.
- 0,5 Punkte dafür, dass es etwas zu teuer ist.
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8 Punkte

Freitag, 20. April 2012

Wasserfälle - Triberg

Triberg liegt im Schwarzwald und hat rund 4800 Einwohner. Triberg ist bekannt für die Triberger Wasserfälle.

Eintittspreise:  Familienkarte 9,50 € (mind. 2 Erwachsene + 2 Jugendliche)
                          Erwachsene 4 €
                          Jugendliche 3 €
                          Kinder frei




Vor Ort wird man gleich mit dem Schild "Deutschlands höchste Wasserfälle" begrüßt. Dies steht auch noch mal auf dem Flyer, den man kostenlos vor Ort bekommt. Dies ist nicht richtig, man könnte auch sagen, es ist total falsch. Die Triberger Wasserfälle sind mit 163 Metern Fallhöhe die höchsten Wasserfälle außerhalb den Alpen. Rechnet man die Alpen mit (die gehören immerhin auch zu Deutschland) sind die Triberger Wasserfälle "nur" auf Rang 9. Rang 1 belegen die Röthbachfälle mit 470 Metern. Und das mit weit weniger Fallstufen. Die Triberger Wasserfälle fallen in 7 Fallstufen. Man hat also immer nur einen recht geringen Fallabschnitt. Der Eintrittspreis scheint auf ersten Blick in Ordnung zu sein, doch es gibt jede Menge Wasserfälle die man ohne Eintritt bestaunen kann. Dafür bekommt man Sanitäre Anlagen geboten und (Vorsicht Ironie) den tollen Flyer dazu. Ich persönlich fand diese Wasserfälle zwar sehr schön, aber auch nicht so sehr spektakulär. Man kann die Wasserfälle täglich bis 22:00 besichtigen. Es gibt dort abends eine Beleuchtung.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den Preis
- 1 Punkt für Falschinformationen (Deutschlands höchste Wasserfälle)
- 2 Punkte dafür, dass es unspektakulär ist.
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 6 Punkte

Ich bewerte die Triberger Wasserfälle mit 6 von 10 Punkten. Sollte man sich mal anschauen wenn man in der Nähe ist und als kleinen Geheimtipp: In der Innenstadt von Triberg gibt es eine super Pizzeria.

Triberger Wasserfälle (Wikipedia)



Mittwoch, 18. April 2012

Museum für Militär- und Zeitgeschichte - Stammheim

Stammheim ist ein Ortsteil der Großgemeinde Kolitzheim. Dies liegt in der Nähe von Schweinfurt. Der Ortsteil Stammheim hat nur 700 Einwohner, dafür das deutschlandweit größte Privatmuseum für Militär- und Zeitgeschichte.

Öffnungszeiten:  15. Februar  - 15. November
                             Dienstag - Sonntag / Montag Ruhetag - außer an Feiertagen 10:00 - 18:00 Uhr
                            

Eintrittspreise:
   Erwachsene 8 €
                             Jugendliche 5 € (6 - 14 Jahre)
                             Kinder bis 6 Jahren haben freien Eintritt

Dies ist etwas merkwürdig. Ein 6 Jähriger ist also ein Jugendlicher. Und ein 15 Jähriger Erwachsen..


Auf dem Museumsgelände sind 250! Rad-, Ketten-, Wasser- oder Luftfahrzeuge zu entdecken. Zum Beispiel einen Brückenlegepanzer oder ein Leopard 1. In den Hallen befinden sich 20.000! Gegenstände. Für ein Privatmuseum einfach nur Wahnsinn....Was ich einfach nur klasse finde, ist das die Fahrzeuge nicht in Reihe stehen, sondern in Szenen dekoriert wurden. Das sieht toll aus.




Der Rundgang, der sehr unübersichtlich und kaum beschildert ist, beginnt auf dem Freigelände. Hier ist alles etwas quer gemischt. Fahrzeuge aus dem 1. und 2. Weltkrieg, und aus neuerer Zeit. Leider nicht alles beschildert. Es geht weiter zu einer kleineren aber sehr nett gemachten Bunkeranlage. Danach sollte man bei einer Scheune (mit Traktoren) landen, bin ich aber nicht. Soviel zum Thema schlecht beschilderter Rundgang. Jetzt geht es in die Hallen. Halle 1 enthält Kriegsgerät aus dem 2. Weltkrieg aber auch andere Gegenstände (z.B. Feuerwehrschläuche). Alles ist in Dioramas eingearbeitet und perfekt beschrieben. Einfach nur Perfekt! Halle 2 enthält Kriegswaffen (z: B. Gewehre) aus dem 1. und 2. Weltkrieg, teilweiße noch davor. Teilweiße danach. Leider sind die Epochen nicht aufgeteilt, sondern quer gemischt. Da war wirklich schwer durchzublicken. Das gibt einen negativen Punkt. Halle 3 ist aufgeteilt in West und Ost. Sprich BRD und DDR. Hier steht sogar ein Original DDR Kampfjet. Halle 3 ist wieder perfekt gestaltet. Der "Rundgang" ist übrigens gar kein Rundgang, sondern endet in Halle 3. Man muss nun wieder zurücklaufen. Okay ich spreche es aus. Der "Rundgang" ist eine reine Katastrophe. Man sollte mindestens 2 - 4 Stunden zum Besuch des Museums einplanen. Der Preis ist vollkommen in Ordnung, die Preispolitik aber merkwürdig. Sanitäre Anlagen sind in bestem Zustand.




Museum Stammheim

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für den "Rundgang"
- 0,5 für die Mischung der Epochen
- 0,5 für die Preispolitik
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8 Punkte

Ich bewerte das Militärmuseum Stammheim mit 8 von möglichen 10 Punkten. Es ist ein tolles Privatmuseum! Interessiert man sich für das Thema, darf hier kein Weg vorbei gehen.



Sonntag, 15. April 2012

Teufelshöhle - Steinau an der Straße

Steinau an der Straße oder auch die Brüder Grimm Stadt, liegt im Main-Kinzig-Kreis in Osthessen. Der Zusatz an der Straße geht auf eine alte Handelsstraße von Frankfurt (am Main) nach Leipzig zurück.

Die Teufelshöhle in Steinau

Öffnungszeiten: 20. April - 30. September (von Oktober - März überwintern Fledermäuse in der Höhle)

                            Montag - Freitag 13:00 - 17:00 Uhr
                            Samstag 13:00 - 18:00 Uhr
                            Sonn- und Feiertags  10:00 - 18:00 Uhr

Preise: 3,50 € für Erwachsene
            2,50 € für Kinder


Das Teufelsloch


Die Höhle kann nur mit einer Führung besichtigt werden. Führungen finden zur jeder halben und vollen Stunde statt. Ist natürlich nicht sehr toll, wenn man z.B. um 14:32 dort ist. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Teilnehmer begrenzt. Und das ist auch richtig so. Es wird nämlich kuschelig eng in der Höhle. Das Tragen eines Helmes ist Pflicht (Diesen bekommt man kostenlos gestellt). Die Führung dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Die Führung ist ganz gut gemacht, es werden viele Dinge erklärt und gezeigt. Dies ist aber auch notwendig, würde man nur Durchlaufen hätte man wohl in spätestens 10 Minuten alles gesehen. Dies ist ein großer Negativpunkt. Zu der Führung gibt es aber auch einen negativen Punkt, aber dazu mehr später. Die Länge der Schauhöhle (den Bereich den man betreten kann) beträgt mit Zugangsstollen 174 Meter. Das ist nicht gerade viel. Ohne Zugangsstollen sind es gerademal 47 Meter. Das ist noch viel weniger. Feste sanitäre Anlagen gibt es dort auch nicht (sie sind aber geplant).

Es gibt 3 größere Räume. Der große Dom ist der größte Raum der Höhle. Er ist 16 Meter hoch und ist durch eine Öffnung mit der Außenwelt verbunden. Dem sogenannten Teufelsloch. Vom Dom geht es herab in die Klimakammer. Auf dem Weg folgt ein 1,50-Meter-Abschnitt. Hier muss man fast schon durchkriechen. Man sollte auf keinen Fall die besten Sonntagsklamotten anziehen. Das würde man nach diesem Abschnitt bereuen. Die Klimakammer ist 34 Meter unter dem Boden und somit der tiefste Punkt der Höhle. Die Luftfeuchtigkeit beträgt hier ca. 98 %. Und das merkt man auch. Danach geht es durch einen schmalen Weg wieder nach oben in die Fledermauskammer. Dort halten die Fledermäuse ihren Winterschlaf. Die Führung war zwar ganz witzig gemacht aber ich finde der gute Mann hat sehr wichtige Details vergessen zu erzählen (98 % Luftfeuchtigkeit, Länge der Höhle (das wollte er wohl nicht sagen), 34 Meter unter dem Boden) aber er hat die Kinder unterhalten...

Auch, wenn man sich auf Wikipedia mal die Geschichte der Höhle anschaut merkt man das Er circa 75 % davon weggelassen hat.. Vielleicht einfach mal 2 Witze weglassen und dafür mal bisschen mehr von der Geschichte erzählen? Wäre vielleicht mal eine Idee.




Die Höhle ist sehr interessant, aber leider auch sehr klein und die Führung könnte man auch noch Informativer gestalten.

Teufelshöhle 

Teufelshöhle (Wikipedia) 




 
Ausgangswert 10 Punkte 
- 1 Punkt für die kleine Größe
- 1 Punkt für das Fotografierverbot
- 0,5 das die Führungen nur zur halben und vollen Stunde sind
- 0,5 zu wenige Informationen in der Führung
- 0,5 keine festen sanitären Anlagen
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6,5 Punkte

Wir bewerten die Teufelshöhle mit 7,5 von möglichen 10 Punkten. Die Teufelshöhle ist kein Reinfall aber auch keine Sehenswürdigkeit wo man sich einen halben Tag aufhält oder sie öfters besichtigen würde.


Donnerstag, 12. April 2012

Welios - Wels

Das Welios in Wels


 

Erst mal erkläre ich kurz, wo Wels liegt. Wels ist mit 60.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt nach Linz in Oberösterreich.

Nun zur Ausstellung:

Öffnungszeiten:  Dienstag - Mittwoch 09:00 - 14:00 Uhr
                             Donnerstag - Freitag 09:00 - 18:00 Uhr
                             Wochenende oder Feiertags von 10:00 - 18:00 Uhr
                             Geschlossen am 24.12, 31.12, 01.01 und immer montags

Preise:  Erwachsene 11 €
              Ermäßigt 9 €

Das „Welios“ bezeichnet sich selbst als „Science Center“ und ist eine Ausstellung zum Thema erneuerbare Energien, die bis auf wenige Ausnahmen ganzjährig geöffnet und in einem modernen Gebäude in unmittelbarer Nähe des Welser Stadtzentrums beheimatet ist.  Der Name „Welios“ verbindet den Namen der Stadt „Wels“ mit dem des Sonnengottes „Helios“ - dies weist auch schon die Richtung der Ausstellung, ist die Sonnenenergie doch ein wichtiger Aspekt der erneuerbaren Energie.

Die Stadt Wels setzt sich nicht erst seit dem Bau des „Welios“ mit dem hochaktuellen Thema der erneuerbaren Energien auseinander. Schon seit vielen Jahren ist die „Energiesparmesse“ ein wichtiger Fixpunkt im Veranstaltungskalender der Messestadt. Diese Messe findet jährlich im März statt. Dennoch standen sehr viele WelserInnen dem Bau der Erlebnisausstellung zum Thema „Erneuerbare Energien“ skeptisch gegenüber. Das „Welios“ als Sehenswürdigkeit sei nicht wirtschaftlich und würde trotz der aktuellen Thematik auf wenig Interesse und Zuspruch stoßen – so die Meinung unzähliger (auch politisch aktiver) BürgerInnen. Allen Unkenrufen zum Trotz wurde das „Welios“ am 16. April 2011 eröffnet. Die Besucherresonanz war und ist bis heute sehr zurückhaltend, zu Unrecht, wie ich finde. Damit bin ich auch schon bei der Ausstellung selbst angelangt:

Von außen betrachtet besticht das Welios durch seinen modernen Bau, der aber sehr harmonisch wirkt. Erst im Inneren wird einem die Größe der Ausstellung bewusst. Bereits der Eingangsbereich könnte etwas offener und übersichtlicher wirken – das „Welios“ wirkt zunächst wie eine große Halle, die etwas wenig strukturiert scheint. Das Preis ist jedenfalls fair (11€ für eine Erwachsenen-Karte). Allerdings gibt es hier einen negativen Punkt. Eine Jahreskarte kostet 38,50 €. Da fühlt man sich als "normaler Eintrittskartenkaufer" ja fast schon etwas verarscht. Eine sehr seltsame Preispolitik.

Die Ausstellung beginnt mit einem Film, der eine Familie beschreibt, deren Mitglieder verschiedene Rollen und Aspekte der alternativen Energien übernehmen. Dieser kleine Film ist ein sehr kindgerechter und anschaulicher Eintritt in die Welt des „Welios“. Daraufhin kann man verschiedene Stationen in allen möglichen Kategorien ansehen und selber ausprobieren, was auch die Absicht des „Welios“ ist. Es möchte nämlich kein Museum sein, bei dem man einmal durchspaziert und dann wieder rausgeht, sondern vielmehr eine interaktive Teilnahme ermöglichen, bei der man selbstständig spielerisch die Wichtigkeit der Thematik herausfindet. Dies mag sich etwas komplex lesen, ist es aber gar nicht. Dem „Welios“-Team ist es nämlich gelungen, komplexe Vorgänge aus der Welt der Energie leicht verständlich darzustellen. Ob es nun um den Energieverbrauch elektrischer Geräte im Alltag geht, um die Kraft des Wassers oder um die große Bedeutung von Holz als Rohstoff – bei den vielen verschiedenen Stationen kommt niemals Langeweile auf. Der „Aha-Effekt“ ist mehr als einmal gegeben und das Konzept „Learning by Doing“ wird sehr erfolgreich umgesetzt. Natürlich bleiben auch ausreichend Informationen zum jeweiligen Thema nicht auf der Strecke. Das Einzige, was ich mir als Weliosbesucher noch zusätzlich gewünscht habe, ist etwas mehr Struktur und Übersicht. Es ist so viel Raum und Platz gegeben, den könnte man noch effizienter und besser nutzen, um das Problem der Reizüberflutung zu umgehen. Die Stationen gehen fließend ineinander über, sodass manchmal nicht ganz klar ist, was wo aufhört und welche Station wozu gehört. Auch findet man an einigen Stationen immer mal wieder defekte Geräte. Auch mit Hinweisschildern das diese Geräte schon länger defekt sind. Hier sollte es doch eigentlich einen eigenen Reperaturservice geben...

Abschließend bleibt mir zu sagen, dass das „Welios“ tatsächlich geschafft hat, was so viele nicht glauben wollten: nämlich eine Sehenswürdigkeit zu werden, ein fixer Bestandteil im Welser Stadtbild und eine hervorragende Möglichkeit, die erneuerbaren Energien Menschen aus allen Altersgruppen zugänglich zu machen. Die Bezeichnung „Erlebnisausstellung“ trägt das „Welios“ zurecht, denn das ist es wirklich. Ein Erlebnis, für Jung und Alt.

Welios Website :  Welios

Ausgangswert 10 Punkte
-1 Punkt für die merkwürdige Preispolitik
- 0,5 für den Irrgang - statt Rundgang
- 0,5 für defekte Geräte
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8 Punkte

Ich bewerte das Welios in Wels mit 8 von möglichen 10 Punkten. Sollte man sich unbedingt anschauen, wenn man vor Ort ist.

Und schon wieder gibt es etwas neues : Kommentare kann ab sofort jeder ohne Registrierung hinterlassen.

Dienstag, 10. April 2012

Residenz - Würzburg

Die Residenz in Würzburg


Öffnungszeiten :   April - Oktober 9 - 18 Uhr
                             November - März 10 - 16:30 Uhr

Geschlossen am : 1.1 , Faschingsdienstag, 24.12, 25.12, 31.12

Preise : 7,50 € Regulär
             6,50 € Ermäßigt

Personen unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Residenz (Bayrische Schlösserverwaltung)


Die Würzburger Residenz ist ein barocker Residenzbau am Rande der Innenstadt von Würzburg dessen Bau 1719 begonnen wurde und bis 1744 vollendet war. Die Innenausstattung wurde im Jahr 1781 fertiggestellt. Das Schloss zählt zu den Hauptwerken des süddeutschen Barock und ist im europäischen Kontext als einer der bedeutendsten Residenzbauten des Spätbarock anzusehen, es steht somit in einer Reihe mit Schönbrunn in Wien und Schloss Versailles bei Paris. Die UNESCO hat das Bauwerk einschließlich des Residenzplatzes und der Nebengebäude 1981 in den Rang eines Weltkulturerbe erhoben. Die UNESCO begründet die Aufnahme ins Welterbe damit, die Würzburger Residenz sei das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser, einzigartig durch ihre Originalität, ihr ehrgeiziges Bauprogramm und die internationale Zusammensetzung des Baubüros, eine Synthese des europäischen Barock. Sie veranschauliche zudem einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas.

Wikipedia Residenz Würzburg

Ich besuchte die Residenz in Würzburg am 15. August 2011. Bereits an der Kasse wird man recht unfreundlich darauf hingewiesen, dass das Fotografieren in der Residenz leider verboten ist. Die Führungen haben keine feste Zeiten sondern starten, sobald genug Teilnehmer vorhanden sind. Es gibt mehrere Sammelpunkte für die Führungen, eine deutsche, eine englische, und eine Japanische (Korea, China). Über den Gartensaal geht es über das mächtige Treppenhaus in den weißen Saal weiter in den Kaisersaal, in das Kaiserzimmer, Spiegelkabinett und zum Schluss der Führung in die Staatsgalerie. Gerne würde ich das Ganze mit Fotos schmücken, aber da war ja das Verbot von Fotos. Die Dame achtete sehr lautstark darauf das auch wirklich niemand Fotos macht. Zum Schluss kann man (sollte man auch) den tollen Hofgarten besichtigen. Dieser kostet keinen Eintritt. Ist man vor Ort sollte man sich unbedingt die Residenz anschauen. Man kann die Residenz auch ohne Führung besichtigen, verpasst aber so den Blick in das Kaiserzimmer und das Spiegelkabinett. Auch der Preis bleibt derselbe. Sanitäre Anlagen sind alle in einem Top Zustand. Es gibt außer dem Verbot von Fotos keine weiteren Negativen Punkte. Auch der Eintrittspreis ist mehr als gerechtfertigt.

Ausgangswert 10 Punkte
- 1 Punkt für das Verbot von Fotos
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9 Punkte

Es gibt jetzt übrigens auch ein neues Gadget. Ihr könnt unter dem Blogeintrag auf Standort klicken und seht die Residenz dann in Google Maps. 


Montag, 9. April 2012

Botanischer Garten - Würzburg

Erstmal ein paar Fakten :

Eintritt : Kostenlos
Pflanzenarten : circa. 10.000
Fläche : circa. 9 Hektar
Öffnungszeiten :  April bis September: 8 bis 18 Uhr
                            Oktober bis März: 8 bis 16 Uhr


An einem verregnetem Tag fiel der Entschluss, den botanischen Garten in Würzburg zu besuchen. Der Eintritt ist kostenlos. Man muss ihn aber erst mal finden, liegt er versteckt in einer Sackgasse in Würzburg und ist erst auf den letzten Metern ausgeschildert. Es gibt 18! erschiedene Themenbereiche, unter anderem 3 Pflanzenhäuser mit exotischen und tropischen Pflanzen. Einzig negativ am Garten selbst ist anzumerken, dass der Rundweg sehr unübersichtlich gestaltet ist. Weitere negative Punkte sind Vandalismus (Einritzen von Namen in Kakteen) und nicht saubere Toiletten (was ja schon ein No-Go ist). Diese sollten dringend modernisiert werden. Im Großen und Ganzen ist der botanische Garten in Würzburg sehenswert und einen Besuch allemal wert. 


Plan des Gartens


Abteilungen des Gartens


Ausgangswert 10 Punkte 
- 1 Punkt für unsaubere Toiletten 
- 0,5 Punkte für einen verwirrenden Rundgang und fehlenden Schildern
- 0,5 Punkte für fehlende Werbung/Ausschilderung
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8 Punkte


Ich bewerte den Botanischen Garten in Würzburg mit 8 von möglichen 10 Punkten


Dass jetzt noch nicht alles blüht und draußen steht, ist natürlich klar. Trotzdem ist der Botanische Garten einen Besuch mehr als wert.